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Berufshaftpflicht für Tonschaffende

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RainerG
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon RainerG » 22.09.2016, 11:53

Tonzauber hat geschrieben:Man muss auch immer nach Wahrscheinlichkeit abwiegen, wo Ausfälle zu erwarten sind. Ansonsten hat man irgendwann 2 Mikrofone an der selben Position mit 2 Stativen und 2 Kabeln in 2 Micpres........


Georg vergiß nicht: Den Tontechniker zu clonen, damit wenn dieser plotzlich wegen Herz- oder Kreislaufversagen den Geist aufgibt, auch hier ein Ersatz zur Verfügung steht....! :lol: :lol:


Grüße
RainerG
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Cutter
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon Cutter » 22.09.2016, 12:34

Hallo Leute,

pfffui! Richtige Gruselgeschichten, indertat.
EINMAL habe ich nicht so weit gedacht als sonnst.
Denn als ich in England ein Bahnsteig verkabelt hatte,
mit 8 Mikrofone überm Bahnsteig verteilt, war kein einziges
Kabel vor einer Tür entlang oder sonnstwo auf Laufwegen
gelegt worden.
Alle Kabeln waren über Türen rüber gehängt worden.
Nur an den Mauern entlang lagen Kabeln auf den Boden.

Ja, und dann kam ein gaaaanz großer Dampflokomotive
hineingefahren.....
Und zu hören war nix !!
Die war noch stiller als bei uns einen Elektrolok ! HAHAHA

Wo ? Horstead Keynes, im süden Englands.

Irgendwo gab's 'mal Photos davon.... ;-)

LG,

Evert

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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon tillebolle » 22.09.2016, 13:19

RainerG hat geschrieben:
Tonzauber hat geschrieben:Man muss auch immer nach Wahrscheinlichkeit abwiegen, wo Ausfälle zu erwarten sind. Ansonsten hat man irgendwann 2 Mikrofone an der selben Position mit 2 Stativen und 2 Kabeln in 2 Micpres........


Georg vergiß nicht: Den Tontechniker zu clonen, damit wenn dieser plotzlich wegen Herz- oder Kreislaufversagen den Geist aufgibt, auch hier ein Ersatz zur Verfügung steht....! :lol: :lol:

Bei den ganz großen Produktionen versucht man ja genau deshalb den sogenannten "Single Point of Failure" zu vermeiden, also das eine Teil, dessen Ausfall zum Totalausfall führen würde. Das dürfte in dem Fall wohl sogar den Tontechniker mit einschließen. :-P

Dennoch habe ich auch schon erlebt, wie bei Springsteen in Düsseldorf bei den ersten Akkorden alles ausfiel. Da möchte ich auch nicht in der Haut der Techniker gesteckt haben.

Schön war auch, wie bei der langen Orgelnacht zur Einweihung der neuen Kuhn-Orgel in der Essener Philharmonie eben diese mitten im Stück (Ernst Kreneks "Orga-Nostra" für Orgel und Tonband) ausfiel. Zum Glück waren die Techniker ja alle anwesend und konnten das Problem kurzerhand durch einen Neustart des Spieltischs lösen.

Aber wir schweifen ab... :mrgreen:
Ein neuer Thread mit Horrorgeschichten wäre vielleicht in der Tat keine schlechte Idee.
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon manjak » 26.02.2017, 07:49

tillebolle hat geschrieben:Ich hätte da mal eine Frage an alle, die wie ich die Tontätigkeit auf der Schwelle zwischen Hobby und Nebenberuf betreiben. Die also schon mal eine Rechnung schreiben, vielleicht auch ein Gewerbe angemeldet haben, aber damit (noch) keine echte Gewinnerzielungsabsicht verbinden:

Habt ihr dazu extra eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen?

Ich fürchte, die normale Privathaftpflicht greift in diesem Fall nicht, und das Risiko, dass z.B. ein umstürzendes Stativ mal ein wertvolles Instrument beschädigt ist ja nicht unerheblich.

Was kostet sowas üblicherweise? Könnt ihr bestimmte Versicherungen empfehlen?

Viele Grüße
tillebolle


Moyn Tillebolle,

lese das leider erst jetzt beim stöbern im Forum. Um es mal juristisch und versicherungsrechtlich aufzubereiten, wobei ich die einzelnen Beiträge hier mal nicht zitiere, weil es sonst zu lang wird:

1. Haftpflicht. Ich habe das bei meiner Privathaftpflicht mit drin, sofern mein Umsatz aus dem Nebengewerbe im Jahr nicht mehr als 12.000 Euro beträgt. Muss man natürlich extra vereinbaren, geht aber, weil es ein Nebengewerbe ist. Damit sind die Haftungsrisiken ausreichend abgedeckt, wenn da mal wirklich was passieren sollte und es koste tmich nichts extra. Zahle bei der Axa für die Haftpflicht mit der Sonderregelung und einer Deckungssumme von 10 Mio euro bei Sach-, Vermögens- und Personenschäden 65 Euro im Jahr.

2. Zur Haftung: Da geht es um die Frage des Verschuldens. Man unterscheidet verschiedene stufen der Fahrlässigkeit und des Vorsatzes.

Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Für Kabel Stative und ähnliches würde ich dann argumentieren: Wer so blöd ist und ein Stativ nicht sieht, sollte generell mit Blindenstock herumlaufen oder geführt werden. Wenn man die Kabel fachgerecht auf dem Boden verlegt hat, also dort keine Schleifen, Schlaufen oder sonstige Stolperfallen bestehn, dürfte man haftungsrechtlich schon ganz gut aus dem Rennen sein.

Wenn etwas passiert, sollte man immer ein Foto von dem Aufbau haben, insbesondere von den verlegten Kabeln, um einen Beweis für ein mögliches verfahren zu haben. Ein kleiner Oberschenkelhalsbruch bei der osteoporösen Oma kann, mit nachfolgender Reha schon 6-stellig kosten und das ist nicht so lustig. Das Foto am besten prophylaktisch schon vorab machen, denn wenn durch den Sturz sich die Schlaufen erst bilden, hilft das nachträgliche Foto gar nichts. Hintergrund: Recht haben und recht bekommen ist in der Praxis zweierlei und wenn man vor Gericht auf die Nase fällt, dann zumeist deshalb, weil man seinen Anspruch nicht beweisen oder, wenn man einen anderen Geschädigt hat, sich nicht exkulpieren kann.

Wenn das Stativ umstürtzt, weil da jemand gegenläuft, das Stativ aber korrekt aufgestellt war und so jemand oder etwas zu Schaden kommt, ist der Verursacher dran, also derjenige, der das ordnungsgemäss aufgestellte Stativ umgeschmissen hat.

Problematisch sind die grobe Fahrlässigkeit und der Vorsatz, weil auf dieser Stufe eine Versicherung die Begleichung des Schadens ganz oder teilweise ablehnen kann. vorsätzlich wird niemand seine Technik so aufbauen, dass ein anderer zu Schaden kommt. Vorsatz heißt mit Wissen und Wollen oder einfach formuliert, wenn ich den Aufbau so gestalte, dass ich weiß, dass dadurch jemand zu Schaden kommen wird und das auch will. Absicht wäre, wenn es sich gezielt auf eine Person, z.B. den Dirigenten richtet, weil der mich immer nervt.

Grob Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders gravierender Weise außer Acht lässt. Der Merksatz ist immer: "Was jedem hätte einleuchten müssen". Hier kann die Versicherung auf jeden Fall die Schadensregulierung anteilig verweigern. Das wäre z.B. ein Kabel, das in 5 oder 10 cm über dem Boden Gespannt ist und direkt im Durchgang der Zuschauer oder Musiker verläuft. Aber das macht ja keiner!


Wenn man das ganze nur gegen einen kleinen Obulus macht, der eher als Kostenersatz einzuordnen ist, kann das ggf als Gefälligkeitsverhältnis ausgelegt werden, was dann zur Folge hat, dass nur die Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten als Maßstab zur Geltung kommt. Hier dürfte dann die private Haftpflicht im Normalfall auch greifen; würde ich aber immer mit dem Versicherer abklären.

3. Inhaltsversicherung: Was ist, wenn die schöne Technik wegkommt. Ihr macht am Vorabend den Aufbau und in der Nacht steigt da jemand ein und klaut den ganzen Krempel. Das läuft über eine sogenannte Inhaltsversicherung. Im Zweifel sehr teuer. Ich habe das mit meinem Hausratversicherer gelöst. Bisher war ich bei der Helvetia, wo das 15.000 Euro waren. Inzwischen habe ich aber wesentlich mehr Technik, so dass ich ab Sommer zur Axa wechsele, die gehen bei meinem Nebengewerbe bis 40.000 Euro mit, womit ich hinkomme. Bis zum Wechsel hat die Axa die Differenz für 5 Euro abgedeckt. Vorteil hier ist ja, dass immer der Neuwert versichert ist, man also im Zweifel schnell in den Shop laufen kann um sich das Mikrofon neu zu besorgen und nicht bei Ebay stöbern muss, denn die Zeit ist dann ja nicht. Allerdings gibt es einen Selbstbehalt von 250 Euro. Und in so einem Fall nicht vergessen die Polizei zu involvieren, damit der Vorgang dokumentiert ist.

Also einfach mal den Versicherungsmakler seines Vertrauens ansprechen und nach Sonderregelungen fragen. Dabei hilft es natürlich, wenn man so wie ich argumentieren kann, ich mache das schon seit über 25 Jahren und es ist bisher nie etwas passiert.

Viele Grüße
Manfred
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon manjak » 26.02.2017, 18:52

Cutter hat geschrieben:Hallo Alex und andere Kollegen,

ich will keinem widersprechen, verstehe mich nicht falsch.

Aber ich hätte da schon eine Argumentation fertig.
In eine Aufnahmesituation weiß jeder daß da Kabeln liegen.
Darüber stolpern wäre dann deren eigenen Schuld.... :mrgreen:
Haben die selbst nicht aufgepaßt.
Also auch verantwortlich für Schäden.

So, jetzt abwarten was der Richter dazu sagt. :lol:

LG,

Evert



Moyn Ebert,

ich kann Dir sagen was der Richter dazu sagt: "So nicht!"

Es gibt eine Vielzahl von Vorschriften, was in bestimmten Bereichen zulässig ist und was nicht. Im Dickreiter gibt es dazu extra ein Kapitel was bei den Sicherheitsvorschriften alles zu beachten ist. Sollte man unbedingt lesen, vor allem die Unfallverhütungsvorschriften sollte man gut kennen und wissen, was da geht und was nicht. Wenn man das nicht beachtet, ist das im Zweifel grob fahrlässig und dann hängt man trotz der Versicherung in der Haftung und kann zahlen. Ich habe dazu mit meiner Frau ein Seminar bei der Berufsgenossenschaft gemacht: "Arbeitssicherheit als Chefsache" wo wir in einem Wochenendseminar für diese Probleme sensibilisiert wurden; das ist ein Haufen Zeug, aber sehr nützlich!

So war es z.B. beim NDR nicht zulässig das Stativ vor der Bühne aufzubauen. Das hat einen einfachen Hintergrund, denn dort verläuft der Fluchtweg und da hat grundsätzlich nichts zu stehen. Wenn es in dem Saal zu einer Panik kommt und wir unseren Kram im Fluchtweg aufgebaut haben, dann sind wir dran! Ebenso wurden die Kameraleute von den Treppen und Zwischenpodesten verscheucht. Fanden die nicht gut, aber das Personal beim NDR ist da zu Recht erbarmungslos, denn im Zweifel haftet der NDR selbst. So ist es auch mit allem was zum Stolpern einlädt, Kabel usw. Das müssen wir soweit möglich entschärfen. Eine Argumentation "Die Leute müssen mal besser aufpassen, fliegt einem garantiert um die Ohren. Die Musiker auf der Bühne werden da in einem Verfahren sicher anders behandelt, weil die Wissen, dass eine aufnahme gemacht wird und da nun mal Kabel liegen, als das Publikum, das in einem Konzertsaal oder einer Kirche nicht mit Fallstricken rechnen muss.

Zum Thema Arbeitsunfall finde ich die geltende Rechtsprechung etwas befremdlich. Ein Mitarbeiter war auf der Toilette gestürzt und hat sich verletzt. Kein Arbeitsunfall, denn Pinkeln gehört nicht zur Tätigkeit. Die Haftung der Berufsgenossenschaft hört an den Toiletten also auf. Ebenso, wenn uns etwas in der Mittagspause passiert während wir uns ein Brötchen holen.

http://www.arbeitsrechte.de/arbeitsunfall-toilette/

also immer schön Vorsichtig sein!

Manfred
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon RainerG » 26.02.2017, 19:45

RainerG hat geschrieben:
manjak hat geschrieben:
Zum Thema Arbeitsunfall finde ich die geltende Rechtsprechung etwas befremdlich. Ein Mitarbeiter war auf der Toilette gestürzt und hat sich verletzt. Kein Arbeitsunfall, denn Pinkeln gehört nicht zur Tätigkeit. Die Haftung der Berufsgenossenschaft hört an den Toiletten also auf. Ebenso, wenn uns etwas in der Mittagspause passiert während wir uns ein Brötchen holen.

http://www.arbeitsrechte.de/arbeitsunfall-toilette/

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Wiedermal typisch deutsche/preußische Bürokratie!
Demnach sind „Beamte“ nach wie vor etwas Besseres als das „gemeine Volk“. Demnach ist "pissen" bei Beamten eine dienstliche und beim (blöden) Arbeiter/Angestellten eine private Angelegenheit...
Ich dachte immer, alle Menschen seien vor dem Gesetz gleich. Anscheinend gibt es aber solche die sind gleicher als gleich….
(Erinnert mich sehr an den Film "Aufstand der Tiere" von George Orwell... ) Sehr befremdlich! Wenn ich von sowas höre/lese, bekomme ich immer mehr einen abgrundtiefen Haß auf unseren Staat mit seiner widerlichen Bürokratie! :-((((((((((
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon manjak » 26.02.2017, 20:33

RainerG hat geschrieben:
RainerG hat geschrieben:Wiedermal typisch deutsche/preußische Bürokratie!
Demnach sind „Beamte“ nach wie vor etwas Besseres als das „gemeine Volk“. Demnach ist "pissen" bei Beamten eine dienstliche und beim (blöden) Arbeiter/Angestellten eine private Angelegenheit...
Ich dachte immer, alle Menschen seien vor dem Gesetz gleich. Anscheinend gibt es aber solche die sind gleicher als gleich….
(Erinnert mich sehr an den Film "Aufstand der Tiere" von George Orwell... ) Sehr befremdlich! Wenn ich von sowas höre/lese, bekomme ich immer mehr einen abgrundtiefen Haß auf unseren Staat mit seiner widerlichen Bürokratie! :-((((((((((


Moyn Rainer,

Du musst das mal so sehen, Beamte leisten nichts und deshalb ist es egal ob die ihren Scheiß am Arbeitsplatz oder auf der toilette machen. Da besteht einfach kein Unterschied zwischen den Lokalitäten!;-)


Immerhin, das verwaltungsgericht München sah das 2013 anders, wobei das wohl am dortigen Beamtenrecht liegt:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 75742.html

Nachvollziehbar ist das für mich auch nicht. Niemand kann 8,5 Stunden an seinem AP verbringen, ohne auf die toilette zu gehen. das gehört einfach dazu. Un der Weg zur Arbeit ist ja prinzipiell auch abgesichert. fällst du allerdings im Treppenhaus bei Dir Zuhause auf die Nase, Pech, denn der Arbeitsweg beginnt erst auf dem Bürgersteig. Und was ist mit dem Weg zum Carport auf dem eigenen Grundstück?

Und warum darf die Mutti den Kleinen zum Kindergarten vorbeibringen (Arbeitsunfall) aber nicht zur Oma (Kein Arbeitsunfall)?

Juristisch lässt sich das sicher begründen, wenn man da tiefer in die Materie einsteigt, indes ist das in vielen Fällen nicht nachvollziehbar, schon gar nicht für den Laien.

Viele grüße
Manfred Jkalin
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon RainerG » 26.02.2017, 20:56

manjak hat geschrieben:Nachvollziehbar ist das für mich auch nicht. Niemand kann 8,5 Stunden an seinem AP verbringen, ohne auf die toilette zu gehen. das gehört einfach dazu. Un der Weg zur Arbeit ist ja prinzipiell auch abgesichert. fällst du allerdings im Treppenhaus bei Dir Zuhause auf die Nase, Pech, denn der Arbeitsweg beginnt erst auf dem Bürgersteig. Und was ist mit dem Weg zum Carport auf dem eigenen Grundstück?

Und warum darf die Mutti den Kleinen zum Kindergarten vorbeibringen (Arbeitsunfall) aber nicht zur Oma (Kein Arbeitsunfall)?

Juristisch lässt sich das sicher begründen, wenn man da tiefer in die Materie einsteigt, indes ist das in vielen Fällen nicht nachvollziehbar, schon gar nicht für den Laien.

Viele grüße
Manfred Jkalin


Ich sehe das letzlich so, daß keine Krähe der anderen das Auge aushackt! Richter sind Beamte, und das sagt alles...!
Das ganze Beamtentum ist ein Relikt aus grauer Vorzeit und gehört abgeschafft. Einzig und allein solche Personen mit ausgesprochen hoheitlichen Tätigkeiten: Richter, Staatsanwälte und Polizei können meinetwegen Beamte sein - sonst niemand! Alle anderen im ö.D. nur Angestellte mit 14 Tagen Kündigungsfrist und Bezahlung nach Leistung und zwar mit Zeitnachweis mit Stundenzetteln.... und natürlich Vorgabezeiten wie in der Industrie üblich (vonwegen dann während dem Dienst essen wann es paßt, die Zeitung lesen oder sonstige dienstfremde Tätigkeiten...)
Ich wollte mal so manchen Beamten sehen, wenn man ihn auf einen Posten in der freien Wirtschaft setzen würde, wo er das selbe NETTOGEHALT bekommt wie auf seinem Amt.... Da würde manchem die Augen aufgehen wenn ihnen klar wird, was sie da leisten müssen! Und was in der Rechtsprechung und in unseren Gesetzen für ein widersinniger Schwachsinn vorhanden ist, zeigt das obiges Beispiel. Oder: Kaufts Du eine Curry-Wurst an der Frittenbude und verzehrst sie gleich, gilt der halbe MWSt-Satz, nimmt Du sie mit nach Hause, gilt der volle MWSt-Satz. Dazu O-Ton eines Rundfunkkommentators: "Beamtenlogik!"
Trotzdem ich 24 Jahre im ö.D. war (kein Beamter sonder Angestellter nach BAT) kriege ich heute immer mehr einen Haß auf unseren Staat und dessen Behörden mit ihrer dämlichen Bürokratie ("Das ha'mer schon immer so gemacht .... das ha'mer noch nie so gemacht .... da könnte ja jeder kommen .... dafür bin ich nicht zuständig... und all diese geistlosen Totschlagargumente) und sukzessive auch immer mehr auf die Gerichte, denn manchmal habe ich wirklich den Eindruck, daß nur noch der Recht bekommt, der das meiste Geld hat. Das hat immer mehr Abklatsch von Amerika.
Wenn ich nur noch an das "halbe Hemd" denke, als ich meine Gewerbeanmeldung tätigen wollte noch kurz vor meinem Ingenieuer-Examen: "Ja.......... den Schein kann ich Ihnen nicht geben, denn Sie sind kein Meister! Tontechnik - das ist einen handwerkliche Tätigkeit!, da brauchen Sie erst die Meisterprüfung..... Sie dürfen wohl Ihre Geräte aufbauen, aber Sie dürfen sie nicht einschalten". Dieser Superhyperdummy hatte nicht nur Null Ahnung, sondern "minus unendlich".
Der behauptete, daß dazu eine Eintragung in die "Handwerksrolle" nötig sei, bis ihn dann die IHK eines besseren belehrt hat... Solche Dummies haben wir in unserer öffentlichen Verwaltung und diese werden mit unseren Steuergeldern durchgefüttert. Da geht mir im Geiste die MP los....! :-(((
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon manjak » 26.02.2017, 21:55

RainerG hat geschrieben:[Ich sehe das letzlich so, daß keine Krähe der anderen das Auge aushackt! Richter sind Beamte, und das sagt alles...!
Das ganze Beamtentum ist ein Relikt aus grauer Vorzeit und gehört abgeschafft. Einzig und allein solche Personen mit ausgesprochen hoheitlichen Tätigkeiten: Richter, Staatsanwälte und Polizei können meinetwegen Beamte sein - sonst niemand! Alle anderen im ö.D. nur Angestellte mit 14 Tagen Kündigungsfrist und Bezahlung nach Leistung und zwar mit Zeitnachweis mit Stundenzetteln.... und natürlich Vorgabezeiten wie in der Industrie üblich (vonwegen dann während dem Dienst essen wann es paßt, die Zeitung lesen oder sonstige dienstfremde Tätigkeiten...)
Ich wollte mal so manchen Beamten sehen, wenn man ihn auf einen Posten in der freien Wirtschaft setzen würde, wo er das selbe NETTOGEHALT bekommt wie auf seinem Amt.... Da würde manchem die Augen aufgehen wenn ihnen klar wird, was sie da leisten müssen! Und was in der Rechtsprechung und in unseren Gesetzen für ein widersinniger Schwachsinn vorhanden ist, zeigt das obiges Beispiel. Oder: Kaufts Du eine Curry-Wurst an der Frittenbude und verzehrst sie gleich, gilt der halbe MWSt-Satz, nimmt Du sie mit nach Hause, gilt der volle MWSt-Satz. Dazu O-Ton eines Rundfunkkommentators: "Beamtenlogik!"
Trotzdem ich 24 Jahre im ö.D. war (kein Beamter sonder Angestellter nach BAT) kriege ich heute immer mehr einen Haß auf unseren Staat und dessen Behörden mit ihrer dämlichen Bürokratie ("Das ha'mer schon immer so gemacht .... das ha'mer noch nie so gemacht .... da könnte ja jeder kommen .... dafür bin ich nicht zuständig... und all diese geistlosen Totschlagargumente) und sukzessive auch immer mehr auf die Gerichte, denn manchmal habe ich wirklich den Eindruck, daß nur noch der Recht bekommt, der das meiste Geld hat. Das hat immer mehr Abklatsch von Amerika.
Wenn ich nur noch an das "halbe Hemd" denke, als ich meine Gewerbeanmeldung tätigen wollte noch kurz vor meinem Ingenieuer-Examen: "Ja.......... den Schein kann ich Ihnen nicht geben, denn Sie sind kein Meister! Tontechnik - das ist einen handwerkliche Tätigkeit!, da brauchen Sie erst die Meisterprüfung..... Sie dürfen wohl Ihre Geräte aufbauen, aber Sie dürfen sie nicht einschalten". Dieser Superhyperdummy hatte nicht nur Null Ahnung, sondern "minus unendlich".
Der behauptete, daß dazu eine Eintragung in die "Handwerksrolle" nötig sei, bis ihn dann die IHK eines besseren belehrt hat... Solche Dummies haben wir in unserer öffentlichen Verwaltung und diese werden mit unseren Steuergeldern durchgefüttert. Da geht mir im Geiste die MP los....! :-(((


Moyn Rainer,

na, da habe ich ja einen Sturm ausgelöst. Juristerei ist inzwischen eine derart komplexe Materie, dass ein Rechtsanwalt maximal 3 Bereiche als Fachanwalt betreuen kann und deshalb sind viele Dinge für den Laien einfach nicht nachvollziehbar. Der Hintergrund für die andere Behandlung der Churrywurst hat etwas mit derumsatzsteuerrechtlichen Systematik zu tun. Der Umsatzsteuersatz bestimmt sich nach dem, was die Hauptleistung ist. Geht man in ein Restaurant, ist die Bewirtung im Vordergrund, also Dienstleistung und damit 19%. Kaufe ich die Churrywurst zum Mitnehmen, erwerbe ich ein Essen, dass geht dann mit 7% USt.


Noch ein Beispiel: wenn Du ein Haus baust un den Wasseranschluß vom Versorgungsunternehmer legen lässt, werden auch für die Dienstleistung den Wasseranschluss zu legen 7 % berechnet, weil hier die Versorgung mit Wasser (zu 7%) die Hauptleistung ist und die Verlegung des Anschlusses deshalb nach dem geringeren Steuersatz erfolgt.

Als ich mein Haus baute hatte ich eine besondere Situation: Der Grundstücksverkäufer legte den Wasseranschluß und nicht der Versorger. Damit wurden die Leistungen getrennt. Verlegung des Wasseranschlusses wurde als Dienstleistung mit 19% berechnet, für das Wasser zahle ich die üblichen 7%. Nicht schön, aber für mich logisch.

Mit meiner firma verkaufe ich Produkte. Das eine wird mit 19% berechnet, das andere ist mit 7% gelistet. Kombiniere ich beide, fallen 7% an. Ist doch schön für den Kunden oder?

Restaurationsbetriebe stehen übrigens ganz hoch im Kurs bei der Betriebsprüfung, weil man da sehr gut was rausholen. kann. Die Finanzbeamten setzen sich ein paar Tage im auto vor das Lokal und machen eine Liste, wie viele Gäste hineingheen und mit einem Essen herauskommen und wie viele dort Essen. Bei der nachfolgenden Betriebsprüfung wird dann abgeglichen, wie die quote ist und die stimmt meist nicht mit derQuote der Beamten überein. Und dann wird noch beim Wareneinsatz gemogelt, was man immer merkt, und dann sind teilweise 6-stellige Steuernachzahungen fällig.

Ich kann Dir den ganzen Abend bei schönen Bier mit diesen dingen verderben und wahrscheinlich bekommst Du irgendwann eine Herzattacke. also ganz ruhig bleiben und das Leben genießen.

Viele Grüße und eine gute Nachtruhe
Manfred
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon tillebolle » 27.02.2017, 10:12

Rainerli,

da hast Du Dich aber ganz schön in Wut geschrieben. Ich bin sicher, Du meinst das nicht so, aber mit Deinem "Haß auf unseren Staat und dessen Behörden" rückst Du gefährlich in die Nähe des amerikanischen Horrorclown-Präsidenten und dessen diabolischen Einflüsterer Bannon, sowie seinen deutschen Adjutanten von den Alternativen Fakten für Deutschland.

Vollpfosten und organisatorischen Irrsinn gibt es auch in der sogenannten "freien Wirtschaft", das ist kein Alleinstellungsmerkmal des öffentlichen Dienstes. Lasst uns doch bitte eines nicht vergessen: trotz aller Mängel ist dies der beste Staat, der je auf deutschem Boden existiert hat.

Und Sätze wie "Da geht mir im Geiste die MP los....!" möchte ich in diesem Forum nicht lesen.

So, und jetzt bitte zurück zum Thema!

Viele Grüße
tillebolle
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon RainerG » 27.02.2017, 11:35

Hallo Tillebolle,

Ja, das ist wirklich so, daß ich mich da in Wut steigern kann. Ich habe mich als Mitarbeiter der Hochschule in diesen 24 Jahren oft genug über den bürokratischen Blödsinn geärgert und auch manchen Prof's zu verstehen gegeben, daß wenn ich noch 10 Jahre jünger gewesen wäre, meine alte Firma angerufen hätte und gefragt wann ich wieder kommen kann....
Ich könnte da einiges erzählen... will es aber hier nicht öffentlich tun.
Als erstes müßten mal diese verkrusteten Strukturen abgeschafft werden. Das geht los bei dem von mir so verhaßten "Amtsdeutsch". Das alte Preußen ist sollte doch endlich vorbei sein. Und viele Vorschriften stammen noch aus dieser Zeit.
Ich identifiziere mich gewiß nicht mit den rechtsradikalen Parteien oder deren Gesinnungsgenossen, aber auch das Programm der etablierten Parteien gefällt mir nicht. Andererseits: Nicht wählen gehen heißt der herrschenden Partei dienen!
Was ich auch für einen gefährlichen Irrweg der Behörden halte: Immer mehr hoheitliche Aufgaben werden auf Privatfirmen übertragen. Man denke nur an den Wildwuchs mit den Blitzern die überall da stehen wo man am besten Abzocken kann, nicht aber wo es wirklich Sinn macht. Und im Blitzerfahrzeug sitzt keine Amtsperson sondern mitunter irgendein städtischer Angestellter, bis hin zur Putzfrau! der/die keine Ahnung hat wie man Geschwindigkeiten mißt. Oder: In Alsfeld wurden Privatfirmen beauftragt von Haus zu Haus zu gehen um die Anzahl der HUNDE feststellen zu lassen wegen der Hundesteuer. Ich frage mich in welchem Land leben wir denn? Steuerfahndung ist eine hoheitliche Tätigkeit wo Privatfimen nichts, aber auch gar nichts verloren haben. Ebenso Verkehrskontrollen. Und wenn Abzockerei, Überwachung, Bürokratie, immer mehr Eingriff und Schnüffelei in die Privatsphäre der Bürger, immer mehr Bevormundung und vieles mehr immer weiter zunehmen, dann stimmt etwas in unserem Staat nicht. Und daß dann irgendwelche Splittergruppen/-parteien die radikal eingestellt sind sich immer mehr etablieren ist nicht verwunderlich - eine gefährliche Entwicklung ist das. Es soll ja niemand glauben, daß eine Zeit wie sie unsere Eltern und Großeltern erlebt haben sich nie wiederholen könne! Hoffentlich sind die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl nicht so dumm wie die Amerikaner die den Trump gewählt haben.... sonst sehe ich "schwarz" für unser Land! (Wobei ich "schwarz" in einem anderen Sinn meine als eine sog. "christliche Partei").
Und daß wir in den Behörden solche Trottel haben wie dieser auf dem Gewerbeamt, die absolut Null Ahnung haben und durch eine höhere oder übergeordnete Behörde erst belehrt werden müssen - das darf einfach nicht vorkommen!!
Und viele Behörden scheinen nicht zu wissen, daß der Bürger kein Bittsteller ist, sondern Auftraggeber, der den Beamten und Angestellten letztlich das Gehalt zahlt. Als Bürger erwarte ich, daß ich eine verläßliche Auskunft bekomme und man mir nicht so einen Unsinn erzählt wie dieser mir auf dem Gewerbeamt erzählt hat.
Sowas sind Auswüchse, die nichts mehr mit einen soliden und funktionierenden Rechtsstaat zu tun haben und die bei mir den Haß umso mehr schüren.
Und was der Kasper da in den USA für ein Schauspiel veranstaltet... na ja... Was der Osten - namentlich die DDR - hinter sich hat, fängt der an einzuführen. Ich gebe dem keine 4 Jahre, da wird er entweder durch einen Putsch abgesägt oder ein neuer "Lee Harvey Oswald" kommt und macht dem Spiel ein Ende....
So, jetzt denke ich reicht es, denn das Thema ist absolut off topic geworden.


Grüße
RainerG
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon Thomas K » 13.03.2017, 10:59

tillebolle hat geschrieben:Ich hätte da mal eine Frage an alle, die wie ich die Tontätigkeit auf der Schwelle zwischen Hobby und Nebenberuf betreiben. Die also schon mal eine Rechnung schreiben, vielleicht auch ein Gewerbe angemeldet haben, aber damit (noch) keine echte Gewinnerzielungsabsicht verbinden:

Habt ihr dazu extra eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen?

Ich fürchte, die normale Privathaftpflicht greift in diesem Fall nicht, und das Risiko, dass z.B. ein umstürzendes Stativ mal ein wertvolles Instrument beschädigt ist ja nicht unerheblich.

Was kostet sowas üblicherweise? Könnt ihr bestimmte Versicherungen empfehlen?

Viele Grüße
tillebolle


Hallo in die Runde,

auch mich bewegt das Thema seit geraumer Zeit, bislang Gott sei Dank noch ohne konkreten Anlaß.
Ich habe jetzt, auch aufgrund der Hinweise von Manfred, mal bei meiner Versicherung (HUK-Coburg) nachgefragt:

Die Haftpflichtfrage hat man leider abschlägig beschieden, es gibt zwar den Passus "Haftung aus Nebentätigkeiten", dieser beschränkt sich aber leider auf Nachhilfetätigkeiten, Musikunterricht und Alleinunterhalter.
Manchmal kommt man sich zwar wie ein "Alleinunterhalter" vor, hilft aber trotzdem nicht.
Auch das ja irgendwie ähnliche Risiko des Musiklehrers, der versehentlich die teure Geige seines Schülers schrottet, greift hier leider bei meiner Versicherung nicht.

Erfeuliches hingegen in Sachen Inhaltsversicherung:
Im Rahmen der sogenannten Außenversicherung ist mein Material dann über die Hausratversicherung mitversichert, wenn es sich nur vorübergehend außerhalb meiner Wohung befindet, und, abhängig vom jeweiligen Vertrag, ggfls. auch nur bis zu einer gewissen prozentualen Höchstgrenze der gesamten Versicherungssumme. Bei mir sind das 40%, das reicht für mich immer.
So wäre zumindest das Horrorszenario abgedeckt, das mein Equipment bei einem nächtlichen Einbruchg in die Kirche oder den Konzertsaal gestohlen wird.

Gruß Thomas

manjak
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon manjak » 13.03.2017, 20:36

Moyn Thomas Du schriebst zum Thema Versicherung:

Thomas K hat geschrieben:[auch mich bewegt das Thema seit geraumer Zeit, bislang Gott sei Dank noch ohne konkreten Anlaß.
Ich habe jetzt, auch aufgrund der Hinweise von Manfred, mal bei meiner Versicherung (HUK-Coburg) nachgefragt:

Die Haftpflichtfrage hat man leider abschlägig beschieden, es gibt zwar den Passus "Haftung aus Nebentätigkeiten", dieser beschränkt sich aber leider auf Nachhilfetätigkeiten, Musikunterricht und Alleinunterhalter.
Manchmal kommt man sich zwar wie ein "Alleinunterhalter" vor, hilft aber trotzdem nicht.
Auch das ja irgendwie ähnliche Risiko des Musiklehrers, der versehentlich die teure Geige seines Schülers schrottet, greift hier leider bei meiner Versicherung nicht.

Erfeuliches hingegen in Sachen Inhaltsversicherung:
Im Rahmen der sogenannten Außenversicherung ist mein Material dann über die Hausratversicherung mitversichert, wenn es sich nur vorübergehend außerhalb meiner Wohung befindet, und, abhängig vom jeweiligen Vertrag, ggfls. auch nur bis zu einer gewissen prozentualen Höchstgrenze der gesamten Versicherungssumme. Bei mir sind das 40%, das reicht für mich immer.
So wäre zumindest das Horrorszenario abgedeckt, das mein Equipment bei einem nächtlichen Einbruchg in die Kirche oder den Konzertsaal gestohlen wird.

Gruß Thomas


Wenn Deine Haftpflicht da nicht mitspielt, solltest Du einen Wechsel inerwägung ziehen. Im Zweifel bringt eine lange Mitgliedschaft nicht all zu viel und die meisten haben eine Haftpflicht so oder so nur für den Fall der Fälle. Ich habe die bisher nur einMal in den letzten 35 Jahren benötigt und nur deshalb, damit die mit dem anderen Versicherer, der in Vorleistung gegangen war, abzuklären, das ich nicht haften muss.

Bei der Hausrat oder Inhaltsversicherung im gewerblichen Bereich ist es immer wichtig seinen Kram regelmäßig neu zu bewerten, damit man nicht in die Problematik der Unterversicherung reinläuft. Viele Dinge hat man gebraucht gekauft oder die haben über die Jahre einen enormen Wertzuwachs erhalten, das unterschätzen viele und im Versicherungsfall hat man dann Streß!

Und ganz wichtig! Man muss im Versicherungsfall nachweisen können, dass man die Sachen wirklich auch hatte, denn man ist in der Beweispflicht. Und wenn man dann im Versicherungsfall nichts mehr hat, weil die Unterlagen verbrannt sind oder der Einbrecher den Ordner mit den Belegen gleichmit geklaut hat, wird das schwierig. Deshalb:

Fotos von den Sachen machen,
Dokumente einscannen.
Und alles auf Datenträger packen und
dann in ein Bankschließfach oder bei einem Verwandten oder Freund einlagern.

VG Manfred
als ich beim Landgericht und beim Anwalt war,


einen Nachweiß führen können, beim Diebstahl in der Regel kein probelm, aber wnen die Bude abbrennt, sollte man entweder Fotos vond en Sachen haben, die man an einem anderen Ort lagert (Bankschließfach) und ggf die Belege eingescannt haben. Nichts ist für den Versicherer schöner als bei einemHaftungsfall über einem sechsstelligen Betrag dem
Viele Grüße
Manfred

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d_fux
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Re: Berufshaftpflicht für Tonschaffende

Beitragvon d_fux » 21.03.2017, 22:39

Die schon erwähnte Tonmeister-Assekuranz bietet die "Inhaltsversicherung" (Diebstahl pipapo) auch zeitlich begrenzt (30 Tage), das hab ich mir bei den beiden Gelegenheiten gegönnt, bei denen ich mit kompl. Technik im Auftrag eines international tätigen Labels bis nach Italien gefahren bin, da war dann alles gut versichert. Sonst liegt es meistens hier rum, und die Gelegenheiten, wo was über Nacht vor Ort bleibt, sind selten... :opa:

D.


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