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AKG Wien wird dichtgemacht

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MarkusP
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AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon MarkusP » 28.09.2016, 17:18

Hallo auch,

falls es sich noch nicht herumgesprochen haben sollte, Harman schließt das Werk von AKG in Wien.
Weitere Kommentare erspare ich mir mal hier...

http://www.heute.at/digital/multimedia/Harman-sperrt-das-AKG-Werk-zu;art73472,1348295

Mit Gruß aus Berlin

MarkusP

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RainerG
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon RainerG » 28.09.2016, 17:36

Dazu kann man nur sagen: HARMAN - typisch Amerikaner!. Harman ist bekannt für "Firmen sammeln" - und dann kaputt machen. Wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie es mit Studer genauso machen....


Grüße
RainerG
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon MarkusP » 29.09.2016, 08:10

Hallo Rainer,

Studer ist doch schon kaputt. In der Schweiz ist nur ein Rest als Entwicklungsabteilung. Die vor kurzem in England mit Soundcraft zusammengelegte Fertigung wird nach Ungarn verlagert...

http://www.sportsvideo.org/2016/03/29/harman-relocates-studer-soundcraft-manufacturing/

Gruß aus Berlin

MarkusP

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RainerG
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon RainerG » 29.09.2016, 10:19

Es gibt bestimmte Firmen - vor allem amerikanische - denen ich die Pleite wünsche! Harman ist eine davon!

Grüße
RainerG
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon juppy » 29.09.2016, 10:47

RainerG hat geschrieben:Es gibt bestimmte Firmen - vor allem amerikanische - denen ich die Pleite wünsche! Harman ist eine davon!


Reicht es nicht, daß sich solche Firmen für bestimmte Anwender nicht mehr empfehlen?

Weder die Produkte AKG noch die von STUDER wären für mich bei Neuanschaffungen eine
Überlegung wert, wenn ich bei Servicefällen keinen Ansprechpartner mehr habe.

Bei AKG war schon mit der Einführung der "Perception"-Mikrofonserie eine Neuausrichtung
auf den semiprofessionellen und Homerecorder-Bereich zu erkennen. Diese Entwicklung
zum Consumermarkt dürfte sich mit der Entscheidung noch verstärken.

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon hafi69 » 29.09.2016, 11:44

Diese Entwicklung zum Consumermarkt dürfte sich mit der Entscheidung noch verstärken.

Die Entwicklung läuft schon seit 25 Jahren, spätestens aber seit der Übernahme der Turbokapitalisten.
Der "Consumermarkt" ist der Goldesel.
Gerade für AKG, die völlig anders als Neumann oder Schoeps dort immer stark aufgestellt waren (Stichwort: KH, genau wie Beyerdynamik).
Den "professionellen" Markt kann sich AKG im Grunde auch ganz abschminken - die paar C414 und C480 werden die alles entscheidende
Gewinnbilanz nicht groß beeinflussen. Daher: Auslaufmodelle.
AKG wird sich in Zukunft noch weitere, neue Marktfelder suchen müssen, um nicht dem STUDER-Schicksal folgen zu müssen.
Ich denke da an Mobilrecorder (ala "ZOOM"), Budget-Studiomonitore oder "Multimedia"-Systeme.
Ansonsten ergeht es ihnen wie Marken wie Grundig:
Ein reines Label für alles, was sich im Technikbereich vermarkten lässt, unter der Hand eines türkischen Haushaltsgeräteherstellers.

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon pkautzsch » 29.09.2016, 16:16

Also noch schnell ein paar C 414 usw. kaufen als Geldanlage. Die werden bestimmt recht schnell Vintage-Raritäten-Preise erzielen.

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon Tonzauber » 30.09.2016, 02:51

juppy hat geschrieben:
RainerG hat geschrieben:Es gibt bestimmte Firmen - vor allem amerikanische - denen ich die Pleite wünsche! Harman ist eine davon!


Reicht es nicht, daß sich solche Firmen für bestimmte Anwender nicht mehr empfehlen?

Weder die Produkte AKG noch die von STUDER wären für mich bei Neuanschaffungen eine
Überlegung wert, wenn ich bei Servicefällen keinen Ansprechpartner mehr habe.

Bei AKG war schon mit der Einführung der "Perception"-Mikrofonserie eine Neuausrichtung
auf den semiprofessionellen und Homerecorder-Bereich zu erkennen. Diese Entwicklung
zum Consumermarkt dürfte sich mit der Entscheidung noch verstärken.



Moment...man kann viel über studer schimpfen, aber kompetenten Service bieten sie. Anders wäre der pro-markt den sie bedienen auch nicht zufriedenzustellen.
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon hafi69 » 30.09.2016, 10:16

Die Frage ist allerdings: Wie lange noch...?

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon Tonzauber » 30.09.2016, 15:24

Solange sie in dem Markt bestehen wollen.
Es kauft niemand ein 300k Euro Pult ohne Support-Infrastruktur.
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon Tonzauber » 30.09.2016, 15:26

pkautzsch hat geschrieben:Also noch schnell ein paar C 414 usw. kaufen als Geldanlage. Die werden bestimmt recht schnell Vintage-Raritäten-Preise erzielen.


Die Preise bei den gebrauchten C414 B ULS haben in den letzten 2 Jahren deutlich angezogen.
Die Aktuellen XLS wird es auch weiter geben.
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon hafi69 » 30.09.2016, 15:51

Es kauft niemand ein 300k Euro Pult ohne Support-Infrastruktur.

Meine Perspektive ist eine andere:
Gerade weil es keinen Markt mehr für solche Pulte gibt wird der Support technisch obsoleter
Dinosaurier-Technik keine Priorität für Multis wie Harman sein.
Dieser Markt ist für Harman ein Prestige-Markt - so wie der Besitz solcher Pulte
eine Prestige-Frage war und offensichtlich immer noch ist. :mrgreen:

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon Tonzauber » 30.09.2016, 16:34

Die Primäre Kundschaft solcher Pulte ist der Rundfunkmarkt. Dort wird es die auch noch einige Zeit lang geben und hat wenig mit Prestige zu tun.
Das Mischpult ist ja heute nicht mehr nur noch Pult, sondern als zentrale Audiokreuzschine quasi Dreh und Angelpunkt einer ganzen Studio Infrastruktur.
Dazu kommt eine Betriebssicherheit die du bei DAWs so nicht findest, gerade durch mehrfache Redundanzen die solche Systeme bieten.


Fürs Recording Studio (meine Anwendung) ist es sicherlich Luxus, der aber primär mit ergonomischen Überlegungen zu tun hat als mit Prestige. Da ich in der Regel 40+ Stunden pro Woche vor der Kiste sitze, macht es Sinn etwas einzusetzen von dem ich der Überzeugung bin dass es meinen Workflow unterstützt.
Ausserdem, man soll es nicht glauben, kann mein Pult ein paar Audiotricks die (noch) keine DAW dieser Welt so kann - die für much aber produktionsrelevant und zur Umsetzung meiner Klangvorstellunge notwendig sind
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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon hafi69 » 30.09.2016, 17:18

Da ich in der Regel 40+ Stunden pro Woche vor der Kiste sitze, macht es Sinn etwas einzusetzen von dem ich der Überzeugung bin dass es meinen Workflow unterstützt.

Das ist natürlich ein gewichtiges Argument.
In meiner Arbeit ist das Editieren (Schneiden) ein großer Faktor, zumal es (mir) das klassische Mischen ersetzt.
Da Frage ich mich inwiefern ein Broadcast/Live Pult ohne nahtlose DAW-Anbindung die Ergonomie umfassend unterstützt.

Ausserdem, man soll es nicht glauben, kann mein Pult ein paar Audiotricks die (noch) keine DAW dieser Welt so kann

Das glaube ich erst nachdem ich von diesen exklusiven Tricks gehört habe... 8-)
Bis dahin ordne ich das in die Abteilung Selbst-Marketing - Du wirst verzeihen.

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Re: AKG Wien wird dichtgemacht

Beitragvon juppy » 30.09.2016, 19:41

Tonzauber hat geschrieben:...
Es kauft niemand ein 300k Euro Pult ohne Support-Infrastruktur.

Zwischenfrage:

Wenn Du ein Pult für 300 k€ kaufst: wielange muß das eingesetzt werden, bevor Deine Firma ein neues anschaffen
kann? Sicherlich länger als 10 Jahre, denn ich glaube nicht, daß Deine Firma 30.000 € pro Jahr für ein neues Pult in
die Rücklagen steckt, zumal ein Studio nicht nur aus einem Mischpult besteht.

Wird der Hersteller über den gesamten Zeitraum, der bei der Anschaffung zur Nutzung kalkuliert war, einen Service
leisten (können) oder wird eine Neuinvestition schon zuvor anstehen, weil keine Wartung mehr möglich ist?

Der Vergleich mag ein wenig hinken, aber viele SCHOEPS-/NEUMANN-Mikrofone von 1960 können heute noch
gewartet und repariert werden.


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