Am 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) als einheitliche europäische Datenschutzregelung eingeführt.
Gleichzeitig wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) überarbeitet und tritt gemeinsam mit der EU-DSGVO zum 25.05.2018 in Kraft.
Entsprechend dieser neuen Vorgaben haben wir unsere Datenschutzerklärung überarbeitet.

Ihr findet diese Datenschutzerklärung im Unterforum
"Wichtige Informationen" viewforum.php?f=12

Konzertbericht Elbphilharmonie

Klatsch, Tratsch und was sonst die Welt noch so bewegt

Moderator: Moderation

Benutzeravatar
sleepytomcat
Senior Member
Beiträge: 293
Registriert: 10.06.2013, 20:05
Ort: Halstenbek
Ort: Halstenbek

Konzertbericht Elbphilharmonie

Beitragvon sleepytomcat » 28.03.2017, 15:02

Bericht über den Besuch der Elbphilhamonie am 25.03.2017

Folgende Stücke am Klavier (Steinway D):

Beethoven:
Klaviersonate e-moll op 90, I, II
Klaviersonate A-Dur op 101, I, II, III, IV

Schubert:
6 Moments musicaux, I, II, III, IV, V, VI

Prokofjew
Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83, I, II, III, IV

Zugabe:
Liszt-Bearbeitung von Wagners “Isolde-Liebestod”

Vortragender:
Igor Levit

Sitzplatz: Y16, Reihe 1

Der groiße Saal ist architektonisch auf jeden Fall sehr beeindruckend. Der Schalldeckel wirkt zuerst etwas verstörend. Die gepolsterten Sitze sind bequem und nicht zu weich. Es scheinen Sitze verbaut zu sein, bei denen der akustische Unterschied zwischen “besetzt” und “unbesetzt” gering sein dürfte. Der Saal war nahezu ausverkauft.

Der Vortragende beeindruckte durch virtuoses, differenziertes Spiel. bemerkenswert, dass er ohne jegliche Noten frei spielte, und das über 2 ½ Stunden!

Die empfundene Nachhallzeit wurde als für einen Konzertsaal “normal” eingeschätzt. Das Klavier empfdand ich als punktförmig aus der Mitte des “Kraters” aufsteigend. Ein Raumgefühl kam nicht auf. Ein Engegefühl war deutlich. Mittlere Frequenzen erschienen deutlich überbetont. Der Gesamtklang neigte zur Verwaschenheit.

Störgeräusche (räuspern, husten, etc.) konnte von meinem Sitzplatz eindeutig in Richtung und Höhe lokalisiert werden. Die oft angeführte “Überakustik” kann ich nicht bestätigen.

Bei leerem Saal suchte ich den Bühnenbereich auf und klatschte in die Hände. Die empfunde Nachhalzeit war deutlich länger, m. M. nach zu lang. Ob dies an dem nun leeren Saal oder an meinem Standort lag, ist nicht zu sagen. Ich tendiere zu der Ansicht, dass die Belegung des Saals entscheidend ist.

Mikrofonierunngen:

Das Konzert wurde icht aufgezeichnet. Von der Decke waren zahlreiche Mikrofone abgehängt, die sich in unterschiedlichen Höhen über der Bühne befanden. Bekannte Anordnungen konnte ich nicht erkennen. Das niedrigste Mikrofon hing ca. 4-6 m über der Bühne. Ich vermute, das es sich um Druckempfänger handelt, die in erster Linie Laufzeitsignale aufnehmen sollen und vom Tonverantwortlichen in unterschiedlichen Kombinationen eingesetzt werden. Schärfe Recht/Links-Lokalisationen werden wohl über zusätzliche Systeme (hier nicht vorhanden) ermöglicht.

Fazit:

Hervoragende Darbietung durch den Vortragenden.
Punktförmiger Höreindruck mit überbetonten Mittenfrequenzen.
Geringe Räumlichkeit. Verwaschener Klang.
Nachhal bei vollem Saal gut, bei leerem Saal zu lang.

Der Saal ist architektonisch gewöhnungsbedürftig. Die Gesamtakustik beeinhaltet Nachbesserung und fordert von den Musikern Anpassung.

Ein “Klangweltwunder” ist der Saal nicht, schlecht ist er keineswegs.

Mal sehen, wie sich der Saal mit einem Orchester anhört (demnächst).
Der Kater

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
— Albert Einstein —
Elektrische Geräte kennen 3 Zustände:
eingeschaltet, ausgeschaltet, kaputt
— Wau Holland —

Zurück zu „Wiener Kaffeehaus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste