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Hörvergleich: 6 Mikrofone an einer Snare

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low-fi
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Beitragvon low-fi » 19.10.2010, 13:54

Hallo Zusammen,

man liest leider immer nur wie's nicht gemacht werden sollte. Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit, die Qualität von Mikrofonen, durch Hörproben zu vergleichen?

Den Umstand/Fehler das zwei Mikros nie an der gleichen Stelle plaziert sein können, könnte man doch dadurch ausschließen, daß man in einer zweiten Aufnahme deren position vertauscht. Also Mikro 2 kommt in Halterung 1 und umgekehrt. Nur mal so als Beispiel...

VG

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RainerG
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Beitragvon RainerG » 19.10.2010, 14:00

low-fi hat geschrieben:Hallo Zusammen,

.... daß man in einer zweiten Aufnahme deren position vertauscht. Also Mikro 2 kommt in Halterung 1 und umgekehrt. Nur mal so als Beispiel...

VG


Das wird insofern problematisch sein, daß es keinen Musiker gibt, der das gleiche Stück 2 mal exakt gleich spielen kann.
Von daher dürfte der Fehler der ungleichen Position mit Sicherheit geringer sein, als der Fehler der sich durch ungleiches Spiel einstellt.


MfG
Rainer
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Beitragvon Gast » 19.10.2010, 14:22

RainerG hat geschrieben:Das wird insofern problematisch sein, daß es keinen Musiker gibt, der das gleiche Stück 2 mal exakt gleich spielen kann.
Von daher dürfte der Fehler der ungleichen Position mit Sicherheit geringer sein, als der Fehler der sich durch ungleiches Spiel einstellt.


Das Stimmt natürlich, Rainer :-D Ich frage mich aber, ob das eine Beurteilung unmöglich macht? Der Frequenzgang des Mikros wird duch Variation im Spiel ja nicht verändert und um den Unterschied im Spiel zu beurteilen, hat man ja noch die Aufnahme 1 zum Vergleich. Wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du der Meinung Hörvergleiche machen gar keinen Sinn?

VG

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Beitragvon low-fi » 19.10.2010, 14:24

ups... da ist wohl mal wieder was mit dem Login schiefgelaufen :-D

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Beitragvon pkautzsch » 19.10.2010, 17:32

Die Qualität von (insbesondere klangfärbenden) Mikrofonen durch Hörproben zu vergleichen, ist ein nettes Spiel. Im Grunde genommen sagt ein Hörvergleich z.B. an einer Snare aber nichts darüber aus, wie das Mikrofon denn an einer anderen Snare klingt. Das kann man eben nur abschätzen, wenn man umfangreiche (!) Erfahrung mit dem fraglichen Mikrofon hat.

Wenn in einem solchen Test die Hälfte aller Hörer sagt, das Signal aus dem Beyerdynamic-Kondensatormikrofon klänge am besten: warum wird dann trotzdem fast immer das SM 57 benutzt? Na - weil das Beyer vielleicht an *dieser* Snare am besten klingt, das SM 57 aber an jeder Snare brauchbar (und den Rest macht dann halt der EQ). Letztlich soll es bei Pop ja "geil" klingen - nicht zu verwechseln mit "natürlich" oder treffender "plausibel". Daß ein allein gehört "guter" Klang im Mix oft gar nicht mehr gut ist, sei dabei zu bedenken und wurde hier ja auch schon erwähnt.

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Beitragvon low-fi » 19.10.2010, 18:44

Verstehe... viel Erfahrung und Vergleiche wäre also eine Möglichkeit.

Ich versuche nur zu nachzuvollziehen, wie man die Qualität eines Mikrofons überhaupt beurteilen kann. Anscheinend ist der Grundsatz von Wuttke, es muß möglichst neutral und vielseitig einsetzbar sein, immer noch das wichtigste Kriterium.

Das technische Daten alleine nichts bringen, und aus welchen Gründen, wurde ja an anderer Stelle schon erwähnt. Hier wird jetzt gesagt, Hörvergleiche an einem Instrument bringen auch nix, zumindest erlauben sie keine generelle Aussage.

Die richtige Methode, um eine Aussage über ein bestimmtes Mikrofon zu machen, wäre also es über einen langen Zeitraum an möglichst vielen Instrumenten/Aufnahmesituationen ausprobiert zu haben?

Rainers Einwand, die Unterschiede im Spiel seien bei zwei Aufeinander folgenden Aufnahmen zu groß, verstehe ich auch noch nicht ganz. Wenn ein Mikrofon, z.B. an einer Geige 'spitz' klingt, weil es die Höhen überbetont, tut es dies doch auch, wenn das Stück minimal anders gespielt wird (weil Musiker eben keine Maschinen sind). Es geht bei Hörvergleichen aber doch eher um den Gesamteindruck und ob der Klang als natürlich empfunden wird, oder eher nicht.

Jedem dem die nötige Erfahrung fehlt, kann sich beim Mikrofonkauf also am besten auf Empfehlungen erfahrener Tonleute verlassen... denn vor einem Kauf, besteht ja eher selten die Möglichkeit die Mikrofone ausgiebig zu testen.

VG

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Beitragvon pkautzsch » 20.10.2010, 13:27

low-fi hat geschrieben:Anscheinend ist der Grundsatz von Wuttke, es muß möglichst neutral und vielseitig einsetzbar sein, immer noch das wichtigste Kriterium.

Im Prinzip ja - in der Praxis manchmal nein. Nämlich dann, wenn man den charakteristischen Eigenklang eines bestimmten Mikrofons haben will, oder wenn aus praktischen Gründen ein "Standardmikrofon" nicht in Frage kommt (Stichwort Mundharmonika auf der Bühne - Shure-"Fahrradlampe").

Hier wird jetzt gesagt, Hörvergleiche an einem Instrument bringen auch nix, zumindest erlauben sie keine generelle Aussage.

Insbesondere erlauben sie dann keine generelle Aussage, wenn sie pop-artig nah eingesetzt werden. Ob ein Mikrofon den Klang "realistisch" umsetzt, läßt sich sehr wohl halbwegs sagen.

Die richtige Methode, um eine Aussage über ein bestimmtes Mikrofon zu machen, wäre also es über einen langen Zeitraum an möglichst vielen Instrumenten/Aufnahmesituationen ausprobiert zu haben?

Richtig. Auch dafür probiert man ja lange Zeit aus, ob im Studium oder als Praktikant oder in der freien Wildbahn.

Jedem dem die nötige Erfahrung fehlt, kann sich beim Mikrofonkauf also am besten auf Empfehlungen erfahrener Tonleute verlassen... denn vor einem Kauf, besteht ja eher selten die Möglichkeit die Mikrofone ausgiebig zu testen.


Fernabsatzgesetz oder 30-Tage-Geldzurück-Vereinbarungen bei Tonaldi helfen weiter.

Letztlich kann man mit jedem (technisch einwandfreien) Mikrofon gute Aufnahmen machen, wenn man es gut genug kennt und am jeweils richtigen Platz aufstellt. Lieber also ein Mikrofon gut kennen als 20 verschiedene besitzen.

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Beitragvon low-fi » 20.10.2010, 18:30

Danke für die Antwort! Dann hab' ich ja noch etwas Zeit um meine erstmal richtig 'kennenzulernen', bevor ich mir noch weitere hole :-D

VG


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