Seit gestern gab es einige Probleme bei der Anmeldung. Es erschienen etwas kryptische Fehlermeldungen.
Jetzt funktioniert wieder Alles.
Der Grund war: Der Provider hat heimlich still und leise die PHP Version von Version 5.6 auf 7.2 geändert.
Wir haben dies temporär wieder rückgangig gemacht.
Allerdings werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Update der Forensoftware
machen und ich hoffe dass alles problemlos läuft.
Hin und wieder kann es während dem Upgrade Prozess zu einer Nichterreichbarkeit
bzw. Fehlermeldungen kommen.

Anfänger sucht Hilfe für Chor-Aufnahmen

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Kings.Singer

Re:

Beitragvon Kings.Singer » 08.04.2010, 10:51

Hi.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein umfassendes Dankeschön an alle aussprechen, die mir hier weiterhelfen konnten. Dass ihr ihr auch Gäste an eurem Fachwissen teilhaben lasst, hilft wirklich ungemein weiter!

Ich habe leider auch schlechte Erfahrungen gemacht: In einem anderen Forum wurde mir, nachdem ich mein Anliegen dargelegt habe, erwidert, dass das Verlangte unmöglich umzusetzen sei. Daneben habe ich dort halbherzige Empfehlungen ohne weitere Erläuterungen bekommen... Da war der Thread hier in eurem Forum natürlich eine wahre Offenbarung!

Falls ihr Interesse daran habt, lasse ich euch gern von meinen weiteren Ergebnissen wissen... Die nächste Aufnahme ist für Pfingsten geplant. Allerdings dann mit dem gewöhnlichen Equipment: 2x AKG C1000S an Marantz PMD 660.

Mein letzter Versuch von Ostersonntag ist trotz einer eher schlecht als recht aufgestellten XY-Anordnung auch gar nicht so schlecht geworden.


Viele Grüße,
Alex.

max
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Beitragvon max » 08.04.2010, 11:37

Hallo,

ich habe zwar AKG C1000S als Stützmikro schon verwendet, aber nur als Notlösung. Die Qualität ist so... Und schon nicht für Hauptpaar...

Noch ein Problem: Mikrofon hat nur 6 mV/Pa, was Eigenrauschen von Marantz deutlicher macht.

Und vergiß bitte nicht, vor Aufnahme von Kapsel PPA zu entfernen - sonst bekommst du ja Hyperniere!

Gruß,
Max.

max
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Beitragvon max » 08.04.2010, 11:41

P.S.
AKG C1000S ist mit Sicherheit vor allem als Gesangmikrofon entwickelt. Für Hauptpaar paßt besser ein Mikrofon ohne Schaumgummi-Schutz im Korb, besser - gar ohne Korb. AKG C1000S ist ein kleinmembranmikrofon, sieht aus aber wie ein Großmembraner - gerade wegen Schutz gegen Luftstrom aus dem Mund. Aber Schaumgummi frißt auch ein bißchen die höheren Frequenzen.

Gruß,
Max.

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Beitragvon MarkusP » 09.04.2010, 08:15

Hallo auch,

das AKG C1000 ist vielleicht nicht unbedingt als Hauptmikrophon gedacht, aber für seinen Preis schon erstaunlich gut.

Ein XY würde ich damit eher nicht machen, da solche Anordnungen bekanntermaßen "polarkoordiniert" aufnehmen.
Mehr dazu auf EBS bekannten Seiten, falls er es nicht eh schon gepostet hatte.
Ein Nieren AB oder ein sehr breites quasi ORTF, was in Richtung EBS-System tendiert, sollte gehen.
Zu einem "korrekten" ORTF wird man die AKGs eher nicht montieren können.

Gruß aus Berlin

MarkusP.

max
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Beitragvon max » 09.04.2010, 13:19

Hallo,
mit AKG C1000 kommt bei XY ein Problem: die Kapsel selbst ist relativ klein, aber in einem großen Korb. D.h. es ist unmöglich, die Kapseln für XY genug nah zueinander zu befestigen. Es sei denn, mit abgenommenem Korb zu versuchen...

AKG C1000 kostet jetzt etwa 130 €, und für nur ein bißchen mehr, für 150 €, kann man Rode NT5 kaufen, das viel, viel besser für solche Fälle paßt und das auch als abgestimmtes Stereopaar zu haben ist. Die Empfindlichkeit ist mindestens doppel so hoch, das Rauschen um 6 dB weniger. Viel leichter - das ist wichtig, wenn man eine Stereoschiene verwendet. Für NT5 gibt es auch Kugelkapsel...

Gruß,
Max.

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Beitragvon pkautzsch » 09.04.2010, 15:08

max hat geschrieben:Hallo,
mit AKG C1000 kommt bei XY ein Problem: die Kapsel selbst ist relativ klein, aber in einem großen Korb. D.h. es ist unmöglich, die Kapseln für XY genug nah zueinander zu befestigen. Es sei denn, mit abgenommenem Korb zu versuchen...

Der Kapselabstand ist immer noch kleiner als z.B. beim AKG C24 oder auch dem Neumann SM69, oder auch bei modernen Großmembranern, wie sie außerhalb der Klassik durchaus in XY eingesetzt werden!

AKG C1000 kostet jetzt etwa 130 €, und für nur ein bißchen mehr, für 150 €, kann man Rode NT5 kaufen, das viel, viel besser für solche Fälle paßt und das auch als abgestimmtes Stereopaar zu haben ist. Die Empfindlichkeit ist mindestens doppel so hoch, das Rauschen um 6 dB weniger. Viel leichter - das ist wichtig, wenn man eine Stereoschiene verwendet. Für NT5 gibt es auch Kugelkapsel...


Ist zwar richtig, aber wenn jemand schon ein C1000 besitzt, kostet es ihn 150 Euro weniger als ein NT5 für 150,-.

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Beitragvon max » 09.04.2010, 17:33

Ich habe C1000 gründlich getestet, wie ich ein paar Mittschnitte mit großer Besetzung gemacht habe. Ja, sicher gibt es auch schlechtere Mikrofone. C1000 habe ich ausgeliehen, und selbst werde ich, soweit möglich wird, lieber was anderes kaufen. C1000 hat auch gute Eigenschaften: die Kapsel ist elastisch befestigt, so kann man ohne Spinne arbeiten. C1000 arbeitet gut mit P48, P24 und sogar mit einer einzigen 9V-Batterie! Aber die Empfindlichkeit ist doch zu gering, nicht für Stereo-Hauptpaar, brauchbar ist das Mikrofon eher im Nahfeld. Und - nur Niere oder Hyperniere. Keine Kugel.

Mit nicht allzu großen Besetzungen (bis etwa 30-köpfigen Chor und kleinen Barockorchester) gelingt es mir im Grunde schon mit 4 Mikros mit ausreichender für einen Mittschnitt Qualität... Mit zwei Mikros bin ich immer unzufrieden: mit nur Nieren ist alles gewöhnlich zu direkt, mit nur Kugel - zu mulmig. Dank Straus für seine hervorragende Idee!

Gruß,
Max.

Kings.Singer

AKG

Beitragvon Kings.Singer » 11.04.2010, 10:46

Hi.

Die AKG Mikrofone sind auch in meinem Fall nur eine Notlösung. Der große Vorteil, den ich dabei habe ist, dass sie mir kostenlos überlassen werden. Falls ich mittelfristig eigenes Equipment beschaffen werde, werde ich mir sicherlich andere Mikrofone besorgen: Z.B. die bereits erwähnten Rode Nt-5 (oder falls es das Budget zulässt die Beyerdynamic MC930) oder etwas Ähnliches...

Viele Grüße,
Alexander.

Kings.Singer

Frage nach dem richtigen Stativ

Beitragvon Kings.Singer » 26.10.2010, 15:07

Hallo liebe Forenmitglieder,

die Planungen werden nun konkreter: Ich habe die Bestätigung, dass ich eine kleine Aufwandsentschädigung für meine Bemühungen bekommen kann. Damit möchte ich dann entsprechendes Equipment refinanzieren. Ich werde mir im ersten Schritt ein Paar Rode NT5 kaufen und den (leider schlecht geeigneten) Marantz Rekorder weiterhin verwenden. Sobald das Geld reicht, werde ich mir einen guten "Fieldrekorder" (falls das die richtige Bezeichnung ist) suchen. Habe da den bereits erwähnten Tascam DR-100 im Auge.

Nun stellt sich mir natürlich auch die Frage nach einem ordentlichen Stativ. Per Google da gescheite Erfahrungsberichte zu finden gestaltet sich als eher schwierig. Ich habe also die Forensuche bemüht und konnte so die Auswahl ein wenig eingrenzen:

K&M 20811 (scheint ja so etwas wie "der Mercedes" zu sein) - 165€
K&M 20800 - 67€
Millenium MS 2300 - 69€
(Alle Preise von Thomann)

Das K&M 20800 kenne ich, habe ich mir schon in paar mal geliehen. Erfüllt seine Zwecke, ist aber tatsächlich etwas wackelig, wenn man es voll aus fährt. Ohne Aufsätze komme ich da rund 3,10m hoch.
Da ich hauptsächlich in einer Kirche aufnehme und hin und wieder auch die Orgel dort, wäre natürlich eine größere Höhe wünschenswert. Also liebäugelte ich mit dem 20811, was wiederum im Vergleich sehr teuer ist - aber eben auch nicht so wackelig wie das 20800 in voller Länge.

Mit dem Millenium komme ich ja angeblich auf 3,50m. Hat jemand von Euch schon Erfahrungen damit gemacht? (Max hat es ja wohl schon benutzt.) Sollte ich das 20800 oder MS 2300 bevorzugen, wenn ich vor der Wahl stehen würde?

Gibt es überhaupt eine echte Alternative zum K&M 20811 oder muss man die 165€ wirklich investieren um in Höhen um 4m zu kommen?


Ich würde mich erneut sehr über eure Erfahrungsberichte freuen! :-)


Viele Grüße,
Alexander.

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Beitragvon pkautzsch » 26.10.2010, 19:10

Das 20811 ist schon recht dick. Optisch schöner bei Mitschnitten sind auf jeden Fall die 20800 - die übrigens SEHR stabil sind, wenn man die letzen 3-4 cm jedes Segments nicht auszieht. Will man höher gehen, kommt entweder ein senkrecht gestellter Galgen drauf, oder das Verlängerungsrohr, dessen Nummer ich gerade nicht auswendig weiß, ungefähr 90 cm lang.
Gerne benutzt werden auch die Leichtstative von Manfrotto - die findet man bei Thomann nicht. Wenn jemand dagegen tritt, hüpfen sie ein Stückchen, aber können fast nicht umfallen, solange nicht obendrauf ein Ungleichgewicht (Galgen!) besteht.

Zum Millennium-Stativ: Es ist nextelgrau mit schwarzen Beschlägen und Schrauben. Auffälliger als ein rein schwarzes Stativ. SEHR lange Beine, braucht recht viel Platz am Boden. Der mitgelieferte Galgen hat ein Gegengewicht, ähnlich dem (extra zu kaufenden) Galgen fürs 20811. Die Feststellschrauben-Köpfe sind rund, nicht so gut zu greifen wie die flachen Griffe bei K&M. Sieht insgesamt etwas häßlicher aus als insbesondere das 20800.

Kings.Singer

Danke

Beitragvon Kings.Singer » 01.11.2010, 16:22

Lieber pkautzsch,

vielen Dank für deine Einschätzung. Nun, das 20811 ist leider vergleichseise kostspielig und mit seinen rund 10kg auch relativ unhandlich. Von daher habe ich mich nun dazu entschlossen das 20800 zu kaufen und dazu noch das Verlängerungsrohr.
Was ich an dem 20800 vorher bemängelte war, dass es schon zu schwanken anfängt, wenn man ein Paar Mirkos draufschraubt und dann an ihm vorbei läuft z.B. (kommt auch auf den Bodenbeschaffenheit an, ja). Den Eindruck, dass es umfallen könnte hatte ich nie!

Und mit dem 20800 + Verlängerung komme ich auch rund 4m, was vorerst auch absolut ausreicht. Einen Galgen brauche ich wohl erstmal nicht.

Viele Grüße,
Alexander.

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Beitragvon pkautzsch » 01.11.2010, 18:43

Einen Galgen brauche ich immer dann, wenn ich das Stativ in irgendwelchen Bankreihen aufstellen muß und natürlich dann entweder ein bisserl zu nah oder ein bisserl zu weit weg bin. Man muß so einen Galgen dann zwecks Stabilität SEHR gut festziehen und darauf achten, daß eines der Stativbeine genau in die Richtung des Galgens zeigt.
Die Verlängerungsrohre benutze ich eher auf den Tellerstativen 260, wenn ich im eng sitzenden Orchester mit Stützen höher als 2 Meter kommen will. Oft steht sowas dann zwischen zwei Holzbläsern vor dem Chor, auch mal zwei Verlängerungen aufeinander - das ist stabiler als mit Galgen, und da gehts meistens wirklich nur senkrecht hoch. Am Hauptmikrofon hatte ichs ein einziges Mal, und das war eine Orgelaufnahme. Mein Hauptsystem ist (im Kontext mit einigen Hinterbänklerstützen) selten höher als dreieinhalb Meter, da reicht ein Standardgalgen, der leichter zu handhaben ist als das Verlängerungsrohr.

Kings.Singer

Beitragvon Kings.Singer » 02.11.2010, 12:49

Hi,

da ich momentan(!) in der Praxis fast immer hinter dem Dirigenten genug Freiraum habe, meine Mikrofone zu platzieren, ohne dass ich dem Publikum (im Rahmen der Liturgie: der Gemeinde) in die Quere komme, erübrigt sich für mich der Nutzen eines Galgens.
Überhaupt habe ich festgestellt, dass eine relativ nahe Positionierung hinter dem Dirigenten in der großen Kirche mit halliger Akkustik der Aufnahme gut tut. Einmal sagte er: "Was, so nah willst du ran gehen?" (Hatte die ORTF Anordnung ca. 1,5m hinter ihm, ca. 3m von den ersten Pulten entfernt - Mikrofone auf die Holzbläserreihe gerichtet, Chor sprach dadurch leicht seitlich an - hoffe jetzt schlägt keiner von Euch die Hände über seinem Kopf zusammen!) Er war dann aber mit dem Ergebnis auf CD zufrieden.

Viele Grüße,
Alexander.

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Re: Mikrofonaufstellung

Beitragvon GerhardS » 02.11.2010, 15:02

Kings.Singer hat geschrieben:Ich überlege nur gerade, wie das in der Praxis aussehen könnte... Den Ausdehnungsbereich des Ensembles kann ich also im Prinzip dadurch bestimmen, dass ich vom Standort des Mikrofons aus schaue und entlang der Grenzen des Ensembles den Winkel bestimme


Da gibts hier neben einigen guten Grafiken u.a. einen schönen Winkelmesser: :-)

http://www.rycote.com/images/uploads/Th ... c_Zoom.pdf
LG
Gerhard

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Beitragvon pkautzsch » 02.11.2010, 15:06

Ja, in halligen Kirchen muß man recht dicht ran. Da landet man oft sogar ziemlich genau überm Kopf des Dirigenten. Und dann tritt bei größeren Besetzungen schnell das Problem auf, daß die Entfernungen übertrieben groß wiedergegeben werden, und man fängt an, das mit Stützen auszugleichen...und schwupps, schon stehen 10 Mikrofone da.

ORTF auf die Holzbläser auszurichten, ist ziemlich gängig. Das wirkt dem Entfernungs-Übertreiben auch etwas entgegen. Man kann hinsichtlich der Instrumentenbalance recht viel mit dem Neigungswinkel beeinflussen.


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