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A/B-Beschallung in Theatern als "state of art"?

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Moderator: Moderation

G.W.

A/B-Beschallung in Theatern als "state of art"?

Beitragvon G.W. » 16.09.2010, 19:14

Sehr geehrte Damen und Herren!

Beim Lesen der aktuellen Ausgabe der "Production Partner" (Ausgabe 9/2010)
fällt mir (S.114 ff) zum wiederholten Male die in Theatern wohl als "State
of Art" geschätzte sog. A/B - "Belautsprecherung" ins Auge. Begründet wird
dies anschaulich an einem Duett, welches hiermit von
elektrischem/elektronischem Phasing frei bliebe.....
Meine Frage hierzu lautet: Gibt es Forschungen zur Rezeption
unterschiedlichen Phasings - vorliegend elektrisch vs. akustisch?
Warum beschränkt man sich hier auf zwei Systeme? Letztendlich bevorzugt man
damit doch "Acts", wie z.Bsp. den Wildecker Herzbuben klar gegenüber z.BSP.
dem Thomanerchor ...
Danke für Ihre Antwort!
Es Grüßt freundlich:
G.W.

Robert B

Beitragvon Robert B » 17.09.2010, 11:29

Was ist denn mit A/B Beschallung gemeint? Ich hoffe, meine Frage ist nicht allzudumm ...

Jupp

A/B-Beschallung in Theatern als "state of art"?

Beitragvon Jupp » 17.09.2010, 11:52

Robert B hat geschrieben:Was ist denn mit A/B Beschallung gemeint? Ich hoffe, meine Frage ist nicht allzudumm ...


Die Nachfrage ist voll berechtigt, weil der Poster sich möglicherweise mit seinem Ausdruck "A/B-'Belautsprecherung'" vertan hat.
Näheres dazu sollte im Magazin "Production Partner" für Beschallung, Licht, Bühne, Event-Technik, Projektion - Aktuelle Ausgabe 9/2010 unter der Rubrik "Beschallung" zu finden sein:
http://www2.production-partner.de/

Jupp

Robert B

Beitragvon Robert B » 17.09.2010, 12:11

Hat jemand das Heft? Um was gehts da genau?

Robert B

Beitragvon Robert B » 17.09.2010, 14:58

Ah - jetzt bin ich fündig geworden. Da wirds erklärt: http://www.hdm-stuttgart.de/~curdt/Smyrek.pdf

Interessant.

Zitat:

"Stehen zwei Darsteller nahe beieinander, so wird die Stimme eines Schauspielers nicht nur vom eigenen Mikrofon aufgenommen, sondern auch vom Mikrofon des nahe stehenden Darstellers. Da der Schall aber eine unterschiedliche Laufzeit zu den jeweiligen Mikrofonen hat, kann es bei der monofonen Zusammenmischung der Signale zu Klangfarbenveränderungen durch Kammfiltereffekte kommen. Abhängig
vom Laufzeitunterschied löschen sich dabei bestimmte Frequenzen mit
entgegengesetzter Phase aus. Das Klangbild der Sprache wird dadurch unsauber, es klingt blechern, es kommt zum Phasing.

Eine Möglichkeit, diese Auslöschungen zu verhindern, ist eine A/B-Beschallung. Hierbei geht das Mikrofonsignal des einen Darstellers auf die Lautsprechergruppe A und das Signal des anderen auf eine getrennte Lautsprechergruppe B.

Eine A/B-Beschallung bedeutet immer einen höheren Planungs- und Materialaufwand. Alle Proszeniumslautsprecher, Subwoofer, Frontfills, Downfills und Delays müssen doppelt vorhanden sein."

Gast

Beitragvon Gast » 17.09.2010, 15:44

Robert B hat geschrieben:Eine Möglichkeit, diese Auslöschungen zu verhindern, ist eine A/B-Beschallung. Hierbei geht das Mikrofonsignal des einen Darstellers auf die Lautsprechergruppe A und das Signal des anderen auf eine getrennte Lautsprechergruppe B.


Mmh, dann müssen die A und B Lautsprecher aber auch räumlich weit genug voneinander weg positioniert sein, sonst tauscht man ja nur elektrische Interferenzen durch akustische ein und man gewinnt nichts.

Auf der anderen Seite, kann man die Dekorrelation wie sie durch die verschiedenen Aufstellorte von A und B entstünden auch elektronisch erreichen.

Nils

G.W.

A/B Belautsprecherung

Beitragvon G.W. » 17.09.2010, 20:01

Robert B hat geschrieben:Ah - jetzt bin ich fündig geworden. Da wirds erklärt: http://www.hdm-stuttgart.de/~curdt/Smyrek.pdf

Interessant.

Zitat:

"Stehen zwei Darsteller nahe beieinander, so wird die Stimme eines Schauspielers nicht nur vom eigenen Mikrofon aufgenommen, sondern auch vom Mikrofon des nahe stehenden Darstellers. Da der Schall aber eine unterschiedliche Laufzeit zu den jeweiligen Mikrofonen hat, kann es bei der monofonen Zusammenmischung der Signale zu Klangfarbenveränderungen durch Kammfiltereffekte kommen. Abhängig
vom Laufzeitunterschied löschen sich dabei bestimmte Frequenzen mit
entgegengesetzter Phase aus. Das Klangbild der Sprache wird dadurch unsauber, es klingt blechern, es kommt zum Phasing.

Eine Möglichkeit, diese Auslöschungen zu verhindern, ist eine A/B-Beschallung. Hierbei geht das Mikrofonsignal des einen Darstellers auf die Lautsprechergruppe A und das Signal des anderen auf eine getrennte Lautsprechergruppe B.

Eine A/B-Beschallung bedeutet immer einen höheren Planungs- und Materialaufwand. Alle Proszeniumslautsprecher, Subwoofer, Frontfills, Downfills und Delays müssen doppelt vorhanden sein."


Ja, das meinte ich!
Ich denke, hier wurde meine Frage auch erschöpfend beantwortet:
Selbst, wenn die Spieler dicht bei einander stehen, dürfte der Pegelunterschied zwischen gewollter Rezeption des Mikros und ungewolltem Übersprechen groß genug sein, um angesprochenes Phasing weitgehend zu unterdrücken.

Zum akustischen Phasing zwischen den Boxen:
Die Firma d&b hat in "VorLinearrayzeiten" einmal ein Konzept vorgestellt, Interferenzen zu verhindern: Parallel (!) strahlende Topteile werden mit unterschiedlichem Programmaterial beschickt -z.Bsp. Vocals auf Top 1, Instrumente auf Top 2 usw. das klingt logisch!
Danke für Ihr Engagemente :-D


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