Seit gestern gab es einige Probleme bei der Anmeldung. Es erschienen etwas kryptische Fehlermeldungen.
Jetzt funktioniert wieder Alles.
Der Grund war: Der Provider hat heimlich still und leise die PHP Version von Version 5.6 auf 7.2 geändert.
Wir haben dies temporär wieder rückgangig gemacht.
Allerdings werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Update der Forensoftware
machen und ich hoffe dass alles problemlos läuft.
Hin und wieder kann es während dem Upgrade Prozess zu einer Nichterreichbarkeit
bzw. Fehlermeldungen kommen.

Mikrofonfragen...

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juppy
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Beitragvon juppy » 29.06.2008, 12:08

Hallo MA!

MA hat geschrieben:Die MC 930 hatte ich vergessen. ... Es ist durchaus ein Spitzenklassemikrofon und hat eine echte Nierencharakteristik, was nicht nur für PA-Leute von Bedeutung ist.

Bewertest Du das MC930 wirklich als so hervorragend?

Ich hatte mir das Stereoset vorwiegend für Beschallungszwecke angeschafft, wo man nicht unbedingt Mikrofone der Preisklasse "drei mal so teuer" hinstellen muß. Ich bin vom Preis/Leistungsverhältnis des MC930 begeistert, doch Unterschiede zum CMC54 lassen sich nicht leugnen. Von daher habe ich sie bisher noch nicht für "E"- bzw. Kammermusik-Produktionen eingesetzt, zumal ich hierfür eine bisher ausreichende Zahl an CMC__s habe.

Gut an den MC930 finde ich - gerade auch in Hinsicht auf Beschallungsaufgaben - unabhängig schaltbare Baßabsenkung und Pad. Auch den hohe Ausgangspegel und eine "echt" symmetrische Aúsgangsstufe halte ich für Features ...

Den MC930 würde ich einen durchaus "warmen Klangcharakter" bescheinigen. Auch dies ist m.E. bei Instrumentenabnahme (nicht nur) bei Beschallung ein Pluspunkt.

MA hat geschrieben:Das [Nierencharakteristik] kann man von den AT-Nieren nicht sagen; sie tendieren zur breiten Niere. ... Bei den meisten Nieren steht zwar „ Niere“ dran, aber es ist nur eine tendenziell breite Niere drin. Fast alle Mitglieder des preislichen Unterhauses leiden unter diesem Manko.

Das hat z.B. in Bezug auf ORTF-, NOS- oder das überaus praktische 90 Grad/ 25cm – Verfahren nach Sengpiel für die Ermittlung des Aufnahmebereiches unerwünschte Folgen.

Unter dem Aspekt habe ich die preiswerten Mikrofone noch nie betrachtet ...

Aber wenn man's weiß, kann man auch mit diesen "fast"-Nieren arbeiten. Manchmal braucht man sogar genau dieses "Zwischending" ....

MA hat geschrieben:Die AT haben ein sehr crispes Klangbild und eignen sich entsprechend für viele Anwendungen, aber sie haben eben doch nicht dieselbe Klasse wie das MC 930. Früher waren die ATs auch billiger zu haben und entsprechend attraktiver; ich habe sie auch schon mit Erfolg als Bläserstützen und auch als Streicherstützen im kammermusikalischen Umfeld benutzt. Die Musiker empfanden den analytischen Klang als sehr angenehm.

Diese Beschreibung macht neugierig - vielleicht schaffe ich mit doch einmal ein Pärchen der AT Kleinmembrannieren an. So teuer sind sie auch heute noch nicht ...

Gruß
Juppy

pkautzsch
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Beitragvon pkautzsch » 29.06.2008, 15:36

MA hat geschrieben:PS: Zurm Thema " Entrauschung " fällt mir noch das Steinberg Plug-In "Denoiser" ein, das mir vor Jahren einmal jemand mit verblüffenden Ergebnissen vorgeführt hat. Es arbeitet in Echtzeit. Ob es für Ihre Applikation geeignet ist, kann man nicht vorhersagen, weil es genügend hoffnungslose Fälle bei Aufnahmen gibt.


Der Steinberg-Denoiser ist tatsächlich nicht übel, wenn schnell ein Rauschen gemildert werden soll. Insbesondere in Kombination mit etwas "handgezeichneter" EQ-Automation im Stil eines Rücklauffilters sind damit ganz passable Ergebnisse zu erzielen.
Ich persönlich mache bei meinen Livemitschnitten (oft in Innenstadt-Kirchen mit entsprechendem Umgebungsgeräusch) zuerst eine EQ-Automation, oft in der Gegend um 4 kHz und 800 Hz ankommend, und wenn das nicht reichen sollte (z.B. wegen rauschenden Gitarrenverstärkers bei kleinem Jazz-Ensemble) kommt noch der Denoiser dazu.

MA

Beitragvon MA » 29.06.2008, 16:51

Hallo juppy und pkautsch,
die MC 930 und die Schoeps-Nieren sind keine Klangverwandten, sondern eher Gegensätze. Das Beyer mag eine nahe Klangverwandtschaft zum KM 184 haben, das Schoeps ist eher auf Klangneutralität ausgelegt und sehr hell. Wenn dem nicht so ist, bitte ich um Richtigstellung. Das Beyer macht ein angenehm unagressives, volles Klangbild. Es eignet sich deshalb für entsprechende Klangziele.

Streicheraufnahmen gelingen sehr angenehm im Sinne eines eher voluminösen, unagressiven Klangbildes. Das Mikrofon eignet sich nach meinen bisherigen Erfahrungen auch für hochklassige Klangkörper. Der Frequenzschrieb, wie er bei Professional Audio M. 5/06 abgebildet und besprochen worden ist ( alle Messungen wurden übrigens bei Schoeps gemacht ), untermauert diese Feststellung. Die Angaben zum Rauschen sind falsch, richtig: Ersatzl. 16 dB/A ( es rauscht nichts).
Der Rezensent konnte sprachlich keine Differenzierung zum gleichfalls besprochenen KM 140 von Neumann finden. Es sind offenbar Klang-Verwandte, aber sie sind nicht (!) klangidentisch. Fragt man einen "alten Hasen", so wird das bestätigt. Das sei schon seit vielen Jahrzehnten auch für die Vorgängerserien bekannt. Es soll sogar ernst zu nehmende Stimmen geben, die das Beyer für klanglich besser halten, aber über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten.

Man muß sich bei der o.g. Zeitschrift einloggen, um den Test kostenlos lesen und herunterladen zu können.

Um auf die Frage von Herrn Huber zurückzukommen, sagt der Test auch gleich, was von den meisten Tbone Kleinmembranmikrofonen zu halten ist, nämlich nichts. Das SCT 140 ist dagegen nicht besprochen.

Es wünscht einen schönen Sonntag
MA
Zuletzt geändert von MA am 07.07.2008, 18:15, insgesamt 2-mal geändert.

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d_fux
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Beitragvon d_fux » 29.06.2008, 22:31

MA hat geschrieben:Das Beyer macht ein angenehm unagressives, volles Klangbild.

:shock: Jetzt hab ich zuerst "unangenehm aggressiv" gelesen und mich sehr gewundert...
Ich habe keine persönl. Erfahrungen mit dem 930, nur mit dem Vorgänger MC 803 (und der Hypernierenvariante MC805). Obwohl deren publizierte Frequenzgänge wie auch der des 930 eine leichte Höhenanhebung zeigen (~4dB/15k) wirken sie auf mich mitunter weniger spitz als die MK4. Sie klingen wirklich sehr angenehm (eine Verwandschaft zum 184 kann ich nicht erkennen) und ich hab vom 930 auch nur positives gehört (nicht nur hier). Daher von mir auch eine deutl. Empfehlung, die 930er in Betracht zu ziehen.

Von dem 140er tbone hab ich mal irgendwo eine ganz positive Rezension gelesen, aber ich würde mit sowas trotzdem nicht ernsthaft was anfangen.

Daniel

Gast

Beitragvon Gast » 30.06.2008, 01:14

Diese Beschreibung macht neugierig - vielleicht schaffe ich mit doch einmal ein Pärchen der AT Kleinmembrannieren an. So teuer sind sie auch heute noch nicht ...


Gerade die AT3032-Druckempfänger stellen sicher eine gute Budget-Ergänzung zu den MC930 (-Nieren) da.
Ich fand sie z.B. auch sehr brauchbar für Flügel/Beschallung.
Wenn es Nieren sein sollen wäre die "40"-Serie ´(AT4041) wohl noch eine bessere Wahl.

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hafi69
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Beitragvon hafi69 » 30.06.2008, 01:16

Anonymous hat geschrieben:
Diese Beschreibung macht neugierig - vielleicht schaffe ich mit doch einmal ein Pärchen der AT Kleinmembrannieren an. So teuer sind sie auch heute noch nicht ...


Gerade die AT3032-Druckempfänger stellen sicher eine gute Budget-Ergänzung zu den MC930 (-Nieren) da.
Ich fand sie z.B. auch sehr brauchbar für Flügel/Beschallung.
Wenn es Nieren sein sollen wäre die "40"-Serie ´(AT4041) wohl noch eine bessere Wahl.


"Anonymous" = hafi69.... :wink:

Gast

MC930

Beitragvon Gast » 30.06.2008, 02:57

Gute Nacht miteinander!

d_fux hat geschrieben:[MC 803] Obwohl deren publizierte Frequenzgänge wie auch der des 930 eine leichte Höhenanhebung zeigen (~4dB/15k) wirken sie auf mich mitunter weniger spitz als die MK4.

Was mich wundert - denn die veröffentlichten Frequenzgänge der MK4 sind ausgesprochen linear. Allerdings würde ich die MK4 nicht als "spitz", sondern eher das MC930 als "weich" und "mittig" bezeichnen - was auch nicht so recht zum Frequenzgangsdiagramm paßt.

MA hat geschrieben:Das Beyer mag eine nahe Klangverwandtschaft zum KM 184 haben,

Ich habe lange keine Neumann Mikrofone mehr benutzt, aber nach der Erinnerung an den Vergleich SCHOEPS-Niere gegen Neumann-Niere kann ich mir eine Ähnlichkeit bei diesen Mikrofonen schwerlich vorstellen ...

MA hat geschrieben:Der Rezensent konnte sprachlich keine Differenzierung zum gleichfalls besprochenen KM 140 von Neumann finden.
...
Man muß sich bei der o.g. Zeitschrift einloggen, um den Test kostenlos lesen und herunterladen zu können.

Erst mal Dank für den Tipp bezüglich PA.

Doch der Test - wie er im Internet zugänglich ist - geht kaum über "Sprechblasen" hinaus. Das wahrscheinlich einzig Aussagekräftige - die Meßergebnisse - sind nur in der gedruckten Ausgabe veröffentlicht. Daß dem Redakteur die Worte fehlten, um die Testkandidaten gegeneinader abzugrenzen, heißt noch lange nicht, daß diese auch nur annähernd ähnlich seien. :-?

Die Feststellung, das MC930 eigne sich nicht für Bläser, halte ich jedoch für ein Gerücht. Ich habe bei etlichen Jazzkonzerten das MC930 dem CMC54 für's Blech vorgezogen und letzteren Mikrofontyp lieber in den grottenschlechten Flügel gepackt - wohin von seinem "Klang" eigentlich das MC930 gehört hätte.

(Ich weiß, warum ich keine "Fachmagazine" und "Testberichte" lese! Dieser Artikel bekräftigt mal wieder alle meine Vorurteile ...)

hafi hat geschrieben:Gerade die AT3032-Druckempfänger stellen sicher eine gute Budget-Ergänzung zu den MC930 (-Nieren) da.
Ich fand sie z.B. auch sehr brauchbar für Flügel/Beschallung.
Wenn es Nieren sein sollen wäre die "40"-Serie ´(AT4041) wohl noch eine bessere Wahl.

Leider läßt sich bei mir die Internetseite von Audiotechnica nicht öffnen ... :evil:
Allerdings ist der preisliche Unterschied zwischen AT4041 und MC930 auch kein Kaufargument für das AT mehr.


Gruß
Juppy

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Beitragvon juppy » 30.06.2008, 04:02

hafi69 hat geschrieben:Gerade die AT3032-Druckempfänger stellen sicher eine gute Budget-Ergänzung zu den MC930 (-Nieren) da.
Ich fand sie z.B. auch sehr brauchbar für Flügel/Beschallung.

In dem Zusammenhang sei noch das dpa 4090 erwähnt (allerdings mind. doppelt so teuer wie das AT3032).
Wird von mir bei (fast) jeder Flügelabnahme eingesetzt und ist sicherlich auch andernorts gut zu gebrauchen ...

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d_fux
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Re: MC930

Beitragvon d_fux » 30.06.2008, 09:47

juppy hat geschrieben:Was mich wundert - denn die veröffentlichten Frequenzgänge der MK4 sind ausgesprochen linear.

Ich weiß nicht - vielleicht spielt da wieder das Seitliche mit rein - ich hab mich halt nie so recht mit den MK4 anfreunden können, und zumindest den Eindruck einer gewissen Bissigkeit in den höchsten Höhen teilt ein langjähriger Aufnahme-Kompagnon auch mit mir, sind nicht nur meine Ohren... 8-)
PA.

Doch der Test - wie er im Internet zugänglich ist - geht kaum über "Sprechblasen" hinaus.

Das ist halt auf Niveau von Hif-Zeitschriften ("seidige Höhen" und all das...). Da finde ich im Gegensatz zu MA die Mikrotests im Studio-Magazin besser.

Schade ist, daß es diese ausführlichen Messungen inkl. Polardiagramm nur einmal in der besagten Ausgabe gab, seitdem wurden nur noch vermutlich in Eigenregie 0°-Frequenzgänge gemessen.

In dem Zusammenhang sei noch das dpa 4090 erwähnt (allerdings mind. doppelt so teuer wie das AT3032).

Diese Teile rauschen allerdings schon deutlich mehr als andere Mikros, so daß ich sie für Chor und alles andere aus einer gewissen Entfernung nicht mehr in Betracht ziehen würde.

D.

Dieter Huber

Beitragvon Dieter Huber » 30.06.2008, 10:31

Liebes Forum,

Vielen Dank für die umfangreichen Antworten.
Es ist für mich Laien sehr interessant diese Diskussion mit zuverfolgen!!

Zu meiner Frage wegen dem Rauschen, es geht mir hier um alte Aufnahmen, die ich noch mit meinem alten DAT recorder gemacht habe.
Da waren die VV doch deutlich schlechter bzgl. des Rauschens.
Bei dem neuen Interface (Alesis IO14) ist dies deutlich besser, wenn auch natürlich nicht die Profiklasse wie sie es gewohnt sind.
Aber für meine bescheidenen Zwecke durchaus ausreichend.

Nun, in der Mikrofonfrage habe ich mich noch nicht endgültig entschieden,
tendiere im Moment aber zu AT.
Ich werde aber dennoch einmal so ein Billig Tbone Paar kaufen, einfach um den Unterschied "an den eigenen Ohren" zu erfahren.
Wie bereits erwähnt kann ich dann gerne vergleichende Hörproben hier einstellen.

Vielen Dank für ihre Hilfe,
es ist mehr an Information für mich gekommen als ich erwarten durfte
und es würde mich freuen wenn sich dieser Thread noch weiter entwickeln könnte.

LG
Dieter

Dieter Huber

Beitragvon Dieter Huber » 30.06.2008, 10:36

Hallo juppy,

gravierend würde ich die Rauschprobleme nicht nennen,
nur bei leisen Orchester oder Chorstellen oder Generalpausen hört man es dann doch.
ab ab einem "Tutti piano" hört man eigentlich nichts mehr.

LG
Dieter

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Re: MC930

Beitragvon juppy » 30.06.2008, 10:37

d_fux hat geschrieben:
In dem Zusammenhang sei noch das dpa 4090 erwähnt (allerdings mind. doppelt so teuer wie das AT3032).

Diese Teile rauschen allerdings schon deutlich mehr als andere Mikros, so daß ich sie für Chor und alles andere aus einer gewissen Entfernung nicht mehr in Betracht ziehen würde.

Die Physik schenkt einem nichts ...

Je kleiner die Membran oder das ganze Mikrofon, umso weniger stört es das Schallfeld und umso besser ist das Impulsverhalten.

Der einzig wirkliche Vorteil der Großmembran - nämlich die Rauscharmut - wurde m.W. erst mit dem Neumann TLM103 ausgereizt.

Bei (Flügel-)Abnahme zur Beschallung fällt das Rauschen des dpa 4090 nun wirklich nicht ins Gewicht.
Dafür ist es schön klein: Deckel zu - Affe tot!

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Beitragvon juppy » 30.06.2008, 10:52

Dieter Huber hat geschrieben:Zu meiner Frage wegen des Rauschens, es geht mir hier um alte Aufnahmen, die ich noch mit meinem alten DAT recorder gemacht habe.

Das verbucht man entweder unter "Dokumentation" oder als "historische Aufnahme". :-)

Dieter Huber hat geschrieben:in der Mikrofonfrage habe ich mich noch nicht endgültig entschieden, tendiere im Moment aber zu AT.

Ich werde aber dennoch einmal so ein Billig Tbone Paar kaufen, ...

Bisher hieß es immer: Wer billig kauft, kauft zweimal.
Dies werden wir revidieren müssen ... :lol:

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stefan
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Beitragvon stefan » 30.06.2008, 11:09

juppy hat geschrieben:Die Physik schenkt einem nichts ...

Je kleiner die Membran oder das ganze Mikrofon, umso weniger stört es das Schallfeld und umso besser ist das Impulsverhalten.

Der einzig wirkliche Vorteil der Großmembran - nämlich die Rauscharmut - wurde m.W. erst mit dem Neumann TLM103 ausgereizt.
...stimmt -so ist es mit der Physik: Bei elektroakustischen Wandlern bedeutet gutes Impulsverhalten im Grunde genommen ja nichts anderes, als eine hohe obere Grenzfrequenz (bzw. grosse Bandbreite). Bezahlt wird das mit einer geringen Empfindlichkeit (-> kleinere Membran), was wiederum erhöhtes Eigenrauschen zur Folge hat.
Eine grosse Membranfläche -> höhere Empfindlichkeit -> geringeres Eigenrauschen. Ich unterstelle mal, dass das der Grund war, warum die frühen Kondensatormikrofone alles Grossmembranen waren. Selbstverständlich ist das Eigenrauschen bei Kleinmambran-Mikrofonen heutzutage kein Thema mehr - sollte es zumindest nicht sein.
Das Hindernis eines Mikrofonkörpers im Schallfeld (Beugung/Reflexion) wäre mal ein interessanter Untersuchungsgegenstand.

zu 'historischen' Aufnahmen mit DAT: das, was früher Rauschen & Knistern war, sind heute Dropouts ;-)

und zu 'wer billig kauft, kauft zwei mal': Logisch, wenn ein Billig-Mikrofon nur die Hälfte kostet, reicht die Kohle, um sich zwei davon leisten zu können :-D
---------------------------------------
Nur wer selbst noch nie Messungen für Produktdaten gemacht hat, glaubt was auf Hersteller-Datenblättern steht.

Gast

Beitragvon Gast » 30.06.2008, 16:28

stefan hat geschrieben:und zu 'wer billig kauft, kauft zwei mal': Logisch, wenn ein Billig-Mikrofon nur die Hälfte kostet, reicht die Kohle, um sich zwei davon leisten zu können :-D

Nun hoffe ich doch, daß selbst ich den Unterschied "erhören" werde :-D
Daher wird es wohl bei einem Testkauf von so einem Billigst Paar bleiben...
Ansonsten habe ich nun ein Paar Audio Technica 3xxx bestellt.
Ich denke, daß sie meinen bescheidenen Ansprüchen genüge tun werden.
Auch die evtl. zu breiten Nieren werden bei mir wohl nicht ins Gewicht fallen. :lol:
Als Laie sind Sengpiels Seiten zwar sehr aufschlussreich, aber für vieles fehlt mir einfach das nötige Basiswissen. In der Regel probiere ich in den Proben immer ein wenig aus und mache mir Notizen, um die geeignetste Position zu finden...
Und wenn dann im Endergebnis nicht alles mittig, sondern ein Stereoeindruck zu hören ist, bin ich ja bereits hellauf begeistert!!

Ich möchte mich bei allen Teilnehmern nochmals recht herzlich für ihre nette Hilfe und ihre Geduld bedanken!

LG
Dieter


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