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Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Bauanleitungen, Tipps & Tricks für handwerklich nicht ganz Unbegabte

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Mike Snare
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Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon Mike Snare » 27.11.2014, 00:10

Hallo Forum,

nachdem ich ein wenig (nicht nur hier) gestöbert habe, wende ich mich nun an die Experten.
Ich besitze, unter anderem, einen Roland VSR880 als zusätzlichen HD-Recorder. Das kleine neckische Teil hat als Ein- und Ausgänge je acht Chinch-Anschlüsse für Ein- und Ausgänge.
Soweit ich informiert bin, sind Chinch-Anschlüsse doch unsymmetrisch, oder? In der Beschreibung des Gerätes steht auf Seite 12 allerdings: "8 symmetrische Chinch Ein- und Ausgänge"...

Nun würde ich gerne wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, ein symmetrisches Signal in ein unsymmetrisches zu wandeln (wenn man so will, quasi eine umgekehrte DI-Box)

Warum:
Soweit ich weiß, kann man zwar bei einem symmetrischen Ausgangssignal das "-"Signal auf Masse brücken, und hat somit auch wieder ein unsymmetrisches Signal. Aber dann verliere ich sämtliche Vorteile, die die symmetrische Signalführung bietet.
Ich befürchte einfach, dass bei Liveaufnahmen die unsymmetrischen Signale sehr störanfällig sind - und das möchte ich vermeiden.

Sollte es eine solche Methode geben, würde mir das wirklich helfen.

Vielen Dank schon mal im Vorraus

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Wilfried
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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon Wilfried » 27.11.2014, 09:11

Willkommen im Club hier :-D .

Mike Snare hat geschrieben:"8 symmetrische Chinch Ein- und Ausgänge"...


Ist mir auch rätselhaft, wenn ich mir die Anschlüsse auf der Geräterückseite ansehe.
In der sehr ausführlichen englischen Bedienungsanleitung nichts zu symmetrischen Ein- und Ausgängen. Zudem deuten die Angaben "0 dBu Nennpegel" für die Analogeingänge und Analogausgänge auch daraufhin, daß es sich um unsymmetrische Anschlüsse handelt. Sonst würde da eher +4 dBu oder + 6 dBu stehen.
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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hafi69
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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon hafi69 » 27.11.2014, 12:33

Wenn die Verbindungskabel kurz sind bis (3-5m) ist eigentlich nicht viel zu befürchten.
Ein externer Symmetriewandler ist teuer, würde allerdings auch das Problem mit zu hohen Pegeln lösen,
hier sehe ich potentiell eher das Problem, wenn das Quellgerät einen +4dBU (oder höher) Nennpegel
sendet und sich nicht regeln lässt.

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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon Mike Snare » 29.11.2014, 00:57

Abend an alle,

na, dann bin ich ja doch nicht so bescheuert ;)
Bei kurzen Wegen ist das wirklich kein Thema, aber ich würde das Gerät bei Livemitschnitten verwenden (in Kombination mit dem VS2480 um 24 Kanäle auszunutzen). Da sind aber von der Bühne zum Pult eben 20m noch wenig...
@hafi69: Was sind denn das für Symmetriewandler, gibt es da irgendwo was zum nachlesen, oder kannst Du mir direkt sagen von welchen Herstellern ich sowas bekommen kann.

Viele Grüße
Mike

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Wilfried
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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon Wilfried » 29.11.2014, 09:22

Mike Snare hat geschrieben:Was sind denn das für Symmetriewandler


Sowas hier zum Beispiel: Tascam LA80 Mk2 (unsymm. --> symm.)
und der hier LA-81 Mk2 (symm. --> unsymm.)
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon Mike Snare » 07.12.2014, 21:34

Vielen Dank, ich werde mich mal durcharbeiten

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juppy
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Re: Symmetrisch -> Unsymmetrisch Wandeln

Beitragvon juppy » 08.12.2014, 03:00

Mike Snare hat geschrieben:Ich besitze, unter anderem, einen Roland VSR880 als zusätzlichen HD-Recorder.
Das kleine neckische Teil hat als Ein- und Ausgänge je acht Chinch-Anschlüsse für Ein- und Ausgänge.

Nun würde ich gerne wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, ein symmetrisches Signal in ein unsymmetrisches zu wandeln (wenn man so will, quasi eine umgekehrte DI-Box)

Je nach Konstruktion der Ausgangsstufen des Gerätes, an das der VSR880 angeschlossen wird,
könnte es sogar genügen, wenn bei den "Adapterkabeln" nur das "hot" bzw. "inphase"-Signal
des Ausgangs des ersten Gerätes auf die Chinch-Stecker gelegt werden. Wenn die Empfindlich-
keit der Eingänge des VSR880 noch eingestellt werden kann, wäre ein ggf. zu hoher Pegel noch
leicht anzupassen.

(Bei vielen Geräten wird das "cold"-Signal einfach nur durch einem OpAmp gespiegelt bzw. inver-
tiert.)

Wird das symmetrische Ausgangssignal über einen Übertrager ausgekoppelt, könnte man ebenso
das Signal über einen PAD unsymmetrisch auf die Chinchbuchsen einspeisen, ohne dafür eine
Elektronik bemühen zu müssen.


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