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Ganz lange Kabeln

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Cutter
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Ganz lange Kabeln

Beitragvon Cutter » 20.06.2015, 13:23

Hallo allerseits,

da ich zugeschlagen habe, und insgesammt 800 m geschirmtes Kabel
gekauft habe (war zu preiswert um es liegen zu lassen) habe ich auch
mal etwas anderes berechnet.

Das Kabel ist 2x 1,5 mm², das heißt für 1 km 24 Ohm. (beide Adern addierd)
Bei 4 mA Phantomstrom kommt man auf ein 'Verlust' von nur 96 mV.

Also das ist unbedenklich.

Abgesehen davon, daß ich mit 800m Gesammtlänge auf nur 2x 400 m
komme, wenn es stereo sein muß.
400 m wären dann 9,6 Ohm, bzw 38,4 mV....

Schönes Wochenende !

Evert

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juppy
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Re: Ganz lange Kabeln

Beitragvon juppy » 20.06.2015, 14:06

Hallo Evert,

Cutter hat geschrieben:da ich zugeschlagen habe, und insgesammt 800 m geschirmtes Kabel gekauft habe ...

Das Kabel ist 2x 1,5 mm², das heißt für 1 km 24 Ohm. (beide Adern addierd). Bei 4 mA Phantomstrom
kommt man auf ein 'Verlust' von nur 96 mV.

Also das ist unbedenklich.

Die Phnatomspeisung ist ziemlich "schmerzfrei" in Bezug auf Toleranzen, und der Sollspannungsbereich, der für die meisten Mikrofone angegeben wird, ist relativ groß.

Bedeutender ist die kapazitive Belastung für die (Mikrofon-)Ausgangsstufe, die um so wichtiger wird, je höher die Ausgangsimpendanz (des Mikrofons, aber auch jeden anderen Gerätes) ist.

Wuttke geht in seinen Mikrofonaufsätzen im Kapitel 6 "Kleines Kompendium" darauf ein und liefert gleich die entsprechenden Grafiken mit:

http://schoeps.de/de/downloads/papers (auf den Seiten 45, 46 & 47)

Wuttke erzählte mir auch einmal, daß die CCMs in der Pariser Oper nur bedingt einzusetzen sind. Die Mikrofonleitungen dort haben Längen von 500 Metern, und da macht die die "relativ hohe" Ausgangsimpendanz dieser Miniaturmikrofone von 90 Ohm schon bemerkbar.


Ich stelle mir nur die Frage, warum brauche ich für eine Tonleitung einen Querschnitt von 1,5 mm² ?

Fröhliche Grüße - juppy

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Re: Ganz lange Kabeln

Beitragvon Cutter » 20.06.2015, 14:45

Hallo Juppy,

wofür man 2x 1,5 mm² braucht ?
Naja, zuerst wollte ich einige geschirmte Lautsprecherleitungen
machen, aber dann erinnerte ich mich an die Idee von den
Experimenten an eine Dragracetrack. (Santa Pod)
Ich hatte also zuerst nur 2 Rollen von je 50m gekauft.... dann
aber den Rest noch dazu.
Und warum sollte man 2x oder 3x soviel ausgeben, nur um dünnere
Kabel zu bekommen ? :lol:

Weil die Aderisolierung vernünftig aussieht, vermute ich daß die
kapazitive Belastung nicht zu hoch ist.

Die 50m Rollen sind jetzt ausverkauft, aber 20m Rollen gibt es
noch genügend. (454 Stück)

Pol..n: 562 342

LG,

Evert

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RainerG
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Re: Ganz lange Kabeln

Beitragvon RainerG » 23.06.2015, 11:46

Cutter hat geschrieben:
Weil die Aderisolierung vernünftig aussieht, vermute ich daß die
kapazitive Belastung nicht zu hoch ist.




Na ja, die Aderisolierung sagt noch nichts über die kapazitive Belastung der Quelle aus. Die Kapazität des Kabels ist abhängig von der Geometrie der Leiteranordnung und von der Dielektrizitätskonstante ("epsilon r") der Isolation.

Grundsätzlich kann man bei allen Kabeln zunächst mal als Anhaltspunkt davon ausgehen, daß die Kapazität so bei 100 pF/m liegt. So habe ich das immer unseren Studenten gesagt, als sie im HF-Labor den Wellenwiderstand von HF-Kabeln zu bestimmen hatten, damit sie erst mal wußten in welchem Meßbereich sie suchen mußten. Dazu hatten wir noch das "gute alte " "KARU" von Rohde&Schwarz. Trotz seines betagten Altes war das immer noch das beste Gerät was wir für diesen Zweck hatten.

Grüße
RainerG
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Re: Ganz lange Kabeln

Beitragvon Cutter » 25.06.2015, 11:32

Hallo Rainer,

ich könnte demnächst die Kapazität von diesem Kabel mal messen.
Kann aber ein Weilchen dauern, weil mein Rücken mich mal wieder
ziemlich ärgert, und das Kabel etwa 70m weiter in der Strasse im
Keller liegt.

LG,

Evert


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