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Stereo Paare

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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leifislive
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Beitragvon leifislive » 16.08.2007, 09:05

Ich dachte bisher immer, dass bei Schoeps der Frequenzgang in diesen Fällen "gepaart" wird - mit dem Hinweis auf die "normale" Serienstreuung von 2dB...

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ebs
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Beitragvon ebs » 16.08.2007, 15:58

juppy hat geschrieben: Das glaube ich nicht so ganz.
Ich habe einige gepaarte SCHOEPS-Kapseln: MK4 - Seriennummern 61911 & 62589
MK4 - Seriennummern 69759 & 69793, MK2H - Seriennummer 87739 & 87758


Bei meinen Kleinmikrofonen von Neumann und Schoeps habe ich auch keine aufeinanderfolgenden Nummern. Diese habe ich auch nie "gepaart" mit Aufschlag gekauft. So etwas gab es zu der Kaufzeit auch noch nicht.
Du musst dir dagegen mal die irre Tontechnik-Szene in USA ansehen. Da sind alle wahnsinnig geil auf Paarungen von unbedingt aufeinanderfolgenden Seriennummern. Was anderes geht gar nicht.
Die lassen sich nicht unterschiedliche Nummern "andrehen", weil sie solche komische Paarung einfach nicht glauben.
Alle Mikrofone benutze ich als seien sie speziell gepaart. Bei deutschen Qualitäts-Kleinmembran-Kondensatormikrofonen der Firmen Neumann und Schoeps bestehe ich nicht auf Paarung. Das hat aber mit Vertrauen zu tun.
Mir fällt da eine Firma ein die mit A oder auch mit B beginnt und die in C fertigen lassen. Da ist mein Vertrauen um einiges geringer.

Bild
Sicher bin ich nicht blauäugig und wende Mikrofone "blind" an. Bei meinen TLM50 vergleiche ich durch sorgfältiges Hören die Mikofone der gleichen Serie. So brauche ich beim Decca-Tree nicht nur eine Paarung von zwei Mikrofonen , sondern sogar von fünfen. (Dreieck und 2 Ausleger). Wenn eins davon einen Hauch hörbar rausfällt, dann wird das Mikrofon möglicherweise ins Center gestellt. Um nicht aufzufallen kommt es sicher nicht nach links. Ich sage auch nur: wenn es mal so sein sollte. Natürlich werden klanglich "rausfallende" Mikrofone von mir markiert. Dann kann man sein spezielles Wissen postiv bei seiner Tonaufnahme einsetzen.
ebs - Mikrofonaufnahmetechnik und Tonstudiotechnik
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Beitragvon d_fux » 26.08.2007, 23:49

Guten Tag zusammen,

ebs hat geschrieben:So ist es. Das Paaren von Mikrofonen besteht hier wirklich nur aus dem Finden von zwei aufeinander folgenden eingravierten Herstellungsnummern.


Nicht überall. Manche Hersteller selektieren auch manuell Paare aufgrund ihrer Frequenzgangschriebe. AKG macht(e) das so, zumindest als ich mir vor längerer Zeit ein Paar C460 mit Kugeln und Nieren gekauft hab. Ich glaube, daß sie das z.B. bei den Stereosets des akt. 414 auch noch tun, da wird nicht nur nach Seriennummer rausgesucht.

Aber mein (nach eigenen Messungen) frequenzganmäßig bestes Stereopaar ist absolut nicht selektiert - zwei alte Beyer MC803.

Daniel

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Beitragvon d_fux » 26.08.2007, 23:54

stefan hat geschrieben:Dass alle Datenblattfrequenzgänge geglättet sind und schöner aussehen, als die wirklichen Messungen, wusste ich aber auch schon vorher. :-)

Dabei sind aber gerade die Schriebe von MTG besonders ehrlich und ungeglättet...


Daniel

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Beitragvon Musikmeister » 27.08.2007, 18:56

Daniel hat geschrieben: Dabei sind aber gerade die Schriebe von MTG besonders ehrlich und ungeglättet ...


Nach längerem Rumrätseln und und der Suche mit Google habe ich erraten, dass die wirklich unübliche Namensabkürzung "MTG", was wie ein China-Mikrofon klingt, sich als die Mikrofonfirma "Microtech Gefell" entpuppte.

http://www.microtechgefell.de/home.htm

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Beitragvon d_fux » 27.08.2007, 20:34

Musikmeister hat geschrieben:die wirklich unübliche Namensabkürzung "MTG"

Durchaus nicht, MTG verwendet sie ja sogar selbst, s.
http://www.microtechgefell.de/Impressum/impressung_0.htm

Daniel

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Beitragvon Erdie » 29.08.2007, 10:16

Es könnte ja auch sein, daß die Seriennummern NACH der Paarung erst vergeben werden. Dann würde es wieder Sinn machen :lol:

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Beitragvon GerhardS » 29.08.2007, 18:15

Ich habe heute mal mit Herrn Vollmer von Schoeps telefoniert:

Schoeps selektiert nach Empfindlichkeit, Frequenzgang und Polardiagramm. Gepaarte Mikrofone haben nicht zwangsweise aufeinanderfolgende Seriennummern. Die Serienstreuung ist zwar aufgrund präziser Fertigung eh schon sehr gering aber es erfolgt nochmals eine 'Feinselektion'

LG
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Beitragvon d_fux » 29.08.2007, 22:57

GerhardS hat geschrieben:Schoeps selektiert nach Empfindlichkeit, Frequenzgang und Polardiagramm.

Und das ist gut so... So sollte es sein, und das wäre mir auch denn Aufpreis wert - wenn ich denn Schoepse kaufen würde... :-D

D.

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Beitragvon Musikmeister » 09.09.2007, 16:56

Wie wesentlich das Paaren von Mikrofonen genommen wird, selbst bei den Amateuren und Billigst-Mikrofon-Benutzern, sieht man an diesem Angebot von gepaarten Mikrofonen im 20 Euro-Bereich:

http://www.naiant.com:80/studiostore/microphones.html

Excellent transient response for pristine stereo recordings. Compatible with nearly any power supply. Free matching when purchased in pairs; all pairs are matched!

Na, so etwa muss man doch einfach kaufen :-)

RainerK
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Beitragvon RainerK » 09.09.2007, 17:18

.. die Dinger scheinen mir einen ganz entscheidenen Nachteil zu haben:
Die sind warscheinlich ziemlich trittfest !

Es grüsst RainerK
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