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Sinn und Unsinn von Hardware und Software

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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Beitragvon Einklang » 26.09.2010, 12:13

tonstudio96 hat geschrieben:
Tonzauber hat geschrieben:Echte, ergonomisch ausgelegte Bedienelemente (z.B. TC6000 Icon oder auch Lexicon 960 LARC ) bieten eine wesentlich schnellere und übersichtlichere Bedienung, als ihre nachgebauten Software-Brüder.


Stimmt, das ist das größte Manko. Gute Softwarebrüder lassen sich aber mit MIDI steuern, was schon mal eine ordentliche Erleichterung darstellt.


Stimmt ja alles womöglich. Ist aber auch eine Generationen-Frage. Ich bin z.B. mit der Maus "aufgewachsen" und will überhaupt keine Controller, etc..

Und alleine die "Total Recall""-Fähigkeit der Software macht doch solche "Nachteile" hundertfach wett. Ich möchte kein Projekt rekonstruieren mit 100 analogen Mischpultkanälen und 30 Hardware-Kisten.

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Beitragvon Tonzauber » 26.09.2010, 23:14

hm also mein Pult ist auch total recall fähig, kann sogar Presets von meinen externen Hallgeräten mitspeichern und aufrufen...

Ich denke, wer nichts anderes gewohnt ist als virtuelle Knöpfe mit der Maus zu verschieben, dem fehlt auch nix. So wie Generationen von Menschen in Europa ohne Ananas und Banane gelebt haben.

Wer aber einmal die Ergonomie von guter (!) Hardware er-fasst hat, möchte in der Regel nicht mehr zurück....
Und ob das jetzt ein guter DAW-Controller oder ein ausgewachsenes Mischpult ist, ist zweitrangig.
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Beitragvon Einklang » 27.09.2010, 07:53

Tonzauber hat geschrieben:hm also mein Pult ist auch total recall fähig, kann sogar Presets von meinen externen Hallgeräten mitspeichern und aufrufen...


Ich sprach in meinem Beispiel von ANALOGER Hardware, um die ging es ja dem Threadersteller anscheinend vorwiegend. Wenn Du ein analoges Pult mit 100 Kanälen hast, das total recall fähig ist und noch automatisch 30 analoge Hardware-EQs und Kompressoren patcht und "recallt"...

Ich denke, wer nichts anderes gewohnt ist als virtuelle Knöpfe mit der Maus zu verschieben, dem fehlt auch nix. So wie Generationen von Menschen in Europa ohne Ananas und Banane gelebt haben.


Es ist nicht so, dass ich das nicht versucht hätte. Aber der Punkt wo es mir echte Vorteile brächte kommt so spät, dass die Investition völlig wahnwitzig wäre. Halbgare Lösungen mit ein paar - völlig überteuerten - Mackie Controls oder ein Pult à la O2R wo man sich auch wieder durch x Menüs klicken muss, bremsen mich jedenfalls mehr aus, als dass sie meinen "Workflow" verbesserten.

Es hängt natürlich sehr viel von der genauen Aufgabenstellung ab, würde ich reine Aufnahmearbeit machen, wo 100 Kanäle gleichzeitig aufgenommen werden, sähe die Sache natürlich wieder anders aus.

Zufällig ist mir kürzlich eine Zitat von Andy Sneap, einem sehr erfolgreichen Engineer und Produzenten aus dem Rock-Bereich, begegnet:

So do you use ANY kind of board or control surface?

I've got this killer little thing called a mouse it makes the pointy arrow move in front of me!!


Wie gesagt, es ist eine Frage der persönlichen Präferenz, Arbeitsweise und Aufgabenstellung. Manche Menschen mögen halt einfach keine Bananen (verzichtbar sind sie allemal), manche drucken sich Emails aus...

Wer aber einmal die Ergonomie von guter (!) Hardware er-fasst hat, möchte in der Regel nicht mehr zurück....
Und ob das jetzt ein guter DAW-Controller oder ein ausgewachsenes Mischpult ist, ist zweitrangig.


Es gibt auch andere, nicht seltene Extrembeispiele:

Ich denke da z.B. an Regieräume, wo die ganzen Rückwände voll mit bestückten Racks sind. Da knien die Leute dann, mit dem Rücken zur Abhöre, im akustisch ungünstigsten Punkt und stellen ihre 3000 EUR Neve-EQs ein. In der Zeit, die solche Leute verbrauchen um auf ihrem Bürosessel durch die Regie zu rollen, mischen andere Leute das ganze Projekt fertig. ;-)


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