Am 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) als einheitliche europäische Datenschutzregelung eingeführt.
Gleichzeitig wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) überarbeitet und tritt gemeinsam mit der EU-DSGVO zum 25.05.2018 in Kraft.
Entsprechend dieser neuen Vorgaben haben wir unsere Datenschutzerklärung überarbeitet.

Ihr findet diese Datenschutzerklärung im Unterforum
"Wichtige Informationen" viewforum.php?f=12

ORTF billig

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

Moderator: Moderation

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 23.09.2010, 16:17

Klingt gar nicht mal schlecht, die chinesische MSTC 64 Variante. Bei allem Respekt gegenüber den Originalen (und deren Preisen) kann mich noki nur anschließen, dass heute eine größere Bandbreite zwischen 'professionell' und 'unbrauchbar' existiert.

max hat geschrieben:Zwei NT5 waren auch in ORTF, aber in der Nähe, nicht ganz dicht zu S502.

Der Unterschied zu den NT5 kann aufstellungsbedingt sein: schon ab 3kHz entscheiden weniger als 5cm Differenz oft über Wohl und Wehe. Und bei kleinen Räumen erlebt man sogar im Bassbereich manchmal die merkwürdigsten Überraschungen. Also weiterexperimentieren!

Nur noch eine Frage zum S502: Der rechte Kanal deines Exemplars rauscht deutlich mehr als der linke (die NT5 sind OK). Ob ein Umtausch helfen würde?

Beste Grüße,
alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 23.09.2010, 16:42

alex hat geschrieben:Nur noch eine Frage zum S502: Der rechte Kanal deines Exemplars rauscht deutlich mehr als der linke (die NT5 sind OK). Ob ein Umtausch helfen würde?

Bin nicht sicher, ob das im Mikrofon liegt. Orgelgebläse rauscht so stark, daß ich selber weder das Rauschen von Mikrofon noch von Recorder höre. Am Anfang hört man Gebläse allein.

NT5 standen etwa 15 cm hinter S502: ich habe gestern nicht viel Zubehör mitgenommen. Soweit ich mehr Zeit habe, werde ich es versuchen, dicht Kapsel-zu-Kapsel zu testen, auch bei weniger rauschenden Orgeln.

Allerdings ist Zielscheibe dieses Mikrofons (so wie ich es verstehe) eher Chor- und Orchesteraufnahmen. Für Orgelaufnahmen muß man S502 sicher mit Kugel-AB ergänzen. Obwohl S502 etwas baßbetont ist (das macht das Rauschen von Gebläse auch deutlicher).

Umtausch... Ich bin mit dem Mikrofon zufrieden: Leistung/Preis ist außer Konkurrenz. Was muß ich mehr verlangen? Vielleicht kaufe ich mit der Zeit noch eins, dann kann ich die beiden vergleichen. Man muß schon bei so billigen Mikrofonen große Zerstreuung erwarten...

Gruß,
Max.

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 23.09.2010, 17:13

max hat geschrieben:Orgelgebläse rauscht so stark, daß ich selber weder das Rauschen von Mikrofon noch von Recorder höre. Am Anfang hört man Gebläse allein.

Ich habe mir die erste Sekunde der Probeaufnahme als Schleife angehört. Es ist deutlich mehr Rauschen rechts zu hören, das eindeutig nicht aus dem Raum kommt (beim NT5 ist kein Rauschen hörbar außer das des Orgelmotors). Vor allem: das Rauschen ist ausschließlich rechts zu hören, was meinen Verdacht aufs Mikro selbst lenkt.

Prüfen ist ganz einfach: Mikro im ruhigen Raum aufstellen, Verstärkung des Preamp erhöhen und über Kopfhörer die Raumatmo anhören oder aufnehmen. Alternativ in weniger ruhigem Raum Mikro (incl. Windschutz gegen Flusen etc.) unter ein paar Lagen dicke Decken legen. (Es gibt noch wirkungsvollere Methoden, die Membranen "stumm" zu bekommen, aber die möchte ich für ein neues Mikrofon nicht empfehlen, die Gefahr der Beschädigung incl. Garantieverlust ist zu groß.)
Da der auffälligste Anteil des Kondensatormikrofonrauschens meist zwischen ca. 1...8kHz liegt, müsste beim angegebenen Ersatzgeräuschpegel von 18dBA diese Maßnahme völlig ausreichen, um das Mikro auf kanalgleiches Rauschen zu testen.
Falls tatsächlich rechts mehr rauscht, würde ich als nächstes die beiden Kapseln tauschen, also rechte Kapsel nach links und umgekehrt. (Geht zum Glück ganz leicht, weil die Kapseln nur aufgeschraubt sind.)
Falls der Fahler mit der Kapsel "wandert", liegt's an der Kapsel, ansonsten am Impedanzwandler.

max hat geschrieben:...werde ich es versuchen, dicht Kapsel-zu-Kapsel zu testen, auch bei weniger rauschenden Orgeln.

Bin neugierig aufs Ergebnis.

max hat geschrieben:Umtausch... Ich bin mit dem Mikrofon zufrieden: Leistung/Preis ist außer Konkurrenz. Was muß ich mehr verlangen?

"Wehret den Anfängen!" Ich will ja keine Pferde scheu machen, aber falls ein Kanal merklich mehr rauscht als der andere, könnte dies ein früher Vorbote eines gravierenderen Defekts sein, der sich aber selbst gar nicht so bald zu zeigen braucht, sondern erst im ungeeignetsten Moment (unersetzliche Live-Aufnahme etc., und natürlich erst nach Garantieablauf!) sich bemerkbar machen kann, eventuell als plötzlicher Totalausfall.

Ton-Aldi handhabt solche Umtauschaktionen ja zum Glück völlig unkompliziert. Vielleicht ist auch die Methode "5 bestellen, die besten 2 davon behalten" wirklich nicht die schlechteste ...

Grüße,
alex
Zuletzt geändert von alex am 23.09.2010, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 23.09.2010, 19:25

Na Alex, ich bin doch kein Untersuchungswerkstatt! Ich werde die Aufnahmen machen, so werde ich langsam die Besonderheiten des Mikrofons kennenlernen. Mikro ist für meine Zwecke brauchbar. Inwieweit - wird sich mit der Zeit zeigen. 99€ ist keine Summe, um sich zu erhängen, nicht war?

Ich habe ja sogar AKG C1000S als Stütze schon verwendet, und S502 ist in jedem Fall als Chorstütze besser geeignet...

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 23.09.2010, 19:56

Max, mach einfach wie du meinst.

Ich habe ein paar simple Hörtests erwähnt, die unmittelbar und jederzeit durchführbar sind -- jedenfalls weniger aufwendig als jede Probeaufnahme von Musikinstrumenten o. dgl. -- und die nicht einmal einen teuren Messgerätepark verlangen.

Meine Absicht ist, Informationen und Möglichkeiten "aus der Praxis für die Praxis" zur Verfügung zu stellen, damit du dich vor deinen Entscheidungen genügend informieren kannst -- frei nach dem Motto meines geschätzten Satirekollegen Fritz Eckenga: "Saren Sie hinterher nich', ich hätt' Ihnen vorher nich' gesacht..." :lol:

Vielleicht bestelle ich mir ja spaßeshalber auch mal dieses fernöstliche Wunder zum Prüfen und Ausprobieren. Wollen doch mal sehen, wie's die Chinesen so mit der Fertigungskonstanz halten ... :roll:

Grüße, alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

noki
Senior Member
Beiträge: 206
Registriert: 18.02.2010, 10:46
Ort: Baunatal

Beitragvon noki » 23.09.2010, 20:12

Die Mikros sind wirklich mehr als brauchbar, und der Preis ist heiß!!! Wäre reizvoll nochmehr von Ihnen zu hören :-)

Ich muß allerdings Alex rechtgeben: der rechte Kanal rauscht deutlich mehr...sollte man näher erforschen.

Nils

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 23.09.2010, 23:27

Ich werde schon weiter die Proben machen. Jetzt beginnt aber das Studium, und ich habe keine Zeit mehr, an der Orgel zu sitzen und mit Mikrofonen hantieren. Ich werde einfach aufnehmen, was aufzunehmen gibt...

Ich habe übrigens nie gedacht, S502 allein in Konzertaufnahmen zu benutzen. Entweder als Chorstütze, oder zusammen mit anderen Mikrofonen (z.B. mit AB-Kugelpaar). Oder gar als Sicherungssystem mit einem Stereorecorder, parallel zu Hauptaufnahmesystem. S502 kann ruhig in Rücksack bleiben, und wenn auch das einmal kaputt geht - so wird das für mich nicht tödlich. Und für Probemittschnitt kann ich einfach nichts besseres vorstellen - gerade weil das Aufnahmesysten sehr schnell aufnahmebereit wird. Evtl ein Tischstativ, Recorder - und man kann proben. Früher konnte man so was nur mit XY-Mikrofonen tun, die sind aber für Klassik eher ungeeignet. Und ORTF ist schon brauchbar.

Gruß,
Max.

P.S. Gehäuse kann man mit 2 Schrauben öffnen. Jetzt möchte ich das nicht - wegen Garantie. Aber danach, falls notwendig, steht einer Reparatur nichts im Weg.

P.S.
Ich habe versucht, "Stille" aufzunehmen:
http://www.4shared.com/audio/oeC-Yr7w/STE-000.html
Problem: es gibt keine Stille in der Welt. Draußen fahren PKW, in der Küche steht Kühlschrank, in oberen Stockwerk tritt jemand Fußboden...

So wie es war. Ohne Bearbeitung. Verstärkung auf Meximum - und... Aber ich glaube, jetzt rauscht linke Kanal mehr :-) Vielleicht rauscht eher mein Recorder?

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 06.10.2010, 12:57

Na, ich habe das Mikrofon bei Chorproben getestet. Klangbeispiele kann ich leider nicht freilegen: ich habe versprochen, daß das nicht weiter geht. Aber Fazit:

1. S502 hat (abgesehen von Rauschen) deutlich mehr "rauen" Klang, als ein Paar von Rode NT5 in gleicher Anordnung. Außerdem hat sich ORTF in sich für den Chor viel schlechter gezeigt, als AB mit Kugel.

2. S502 verbraucht etwa 1,65 mA pro Kanal, im Vergleich mit Rode NT5 (bei P48 4 mA) schon recht sparsam.

2. Oben von mir entworfene Schema mit P48-Wandler ist zwar voll arbeitsfähig, aber für Batterienbetrieb zu unsparsam: im Leerlauf verbraucht sie 35 mA. Da LM317 etwa 5 mA verbraucht, gehen 30 mA auf Kosten des Wandlermodul selbst.

Ich denke, S502 finden bei mir die Verwendung vor allem für Proben und zweitrangigen Mitschnitte, wo die Qualität weniger wichtig ist als die Möglichkeit, schnell und unkompliziert sich selber von der Seite zu hören. Auch als eine zweite Aufnahmeanlage zur Sicherheit.

Viele Grüße,
Max

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 06.10.2010, 17:12

max hat geschrieben:Ich habe versucht, "Stille" aufzunehmen. Problem: es gibt keine Stille in der Welt. Draußen fahren PKW, in der Küche steht Kühlschrank, in oberen Stockwerk tritt jemand Fußboden...
Aber ich glaube, jetzt rauscht linke Kanal mehr :-)

Danke für die wave-Datei!

Kein Problem wegen Raumgeräusche: im neuen Klangbeispiel sind sie mir leise genug, um zum Mikrorauschen was zu sagen. Der störendste Spektralanteil des Mikrorauschens liegt meist oberhalb ca. 500Hz, und in diesem Frequenzbereich findet man (noch) immer wieder ausreichend ruhige Räume für unser Experiment, wozu auch deiner gehört.

Das Rauschen deines S502 erscheint mir rechts und links fast gleich laut, messtechnisch könnte sich der Unterschied an der Grenze des Reproduzierbaren bewegen. Rechts ist allerdings für meine Ohren das Rauschen um 4...7kHz deutlicher wahrnehmbar als links, was vermutlich mehr auf Toleranzen in den Kapseln als in anderen Bauelementen zurückzuführen ist.
Die Kanalunterschiede halte ich jedoch für völlig im Rahmen des Tolerierbaren -- kein Vergleich jedenfalls mit dem damaligen Orgelmotor-Sample ... Wer's genau wissen will, vertauscht einfach die Kapseln, das sollte die Frage "Rauschen mehr links oder mehr rechts" klären. (Ob allerdings der Ersatzgeräuschpegel tatsächlich wie angegeben bei 18dBA liegt und nicht doch ein wenig höher, ist mit alledem natürlich noch nicht nachgewiesen ...)

max hat geschrieben: Vielleicht rauscht eher mein Recorder?

Was für einen benutzt du denn?

Bei 16mV/Pa Übertragungsfaktor und voller Verstärkung des Recorders richtet sich mein Verdacht meistens nicht primär auf den Recorder, sondern auf die Mikrofonkapsel und FET-Vorstufe.

Das lässt sich aber schnell untersuchen, indem du beispielsweise an einen EIngangskanal des Recorders statt des Mikros einen ca. 50-Ohm-Widerstand anschließt und dessen Rauschen mit dem anderen Kanal (mit dem angeschlossenen Mikro) vergleichst.
Zweitbeste Lösung auf die Schnelle: Mikro ganz abschalten, aber angeschlossen lassen und das verbleibende Rauschen mit dem des eingeschalteten Mikros vergleichen.

Ich habe inzwischen ein S502 zwischen die Finger bekommen und gleich geöffnet. (Garantie hin oder her, wenn man vorsichtig ist, merkt eh keiner was...)

Foto der Platine hier
Schaltung nach der Platine gezeichnet hier

Eigentlich keine Überraschungen hier: die übliche "sinifizierte" Form der Colette-Schaltung aus den 70ern, Kapselvorspannung direkt aus der Phantomspannung abgeleitet, Stromaufnahme ca. 1mA pro Kanal.
Eingangs-FET sollte vielleicht gegen 2SK170BL statt 2SK117 getauscht werden. Möglicherweise sind so beim Rauschabstand nochmal 1...2 dB mehr drin, je nachdem ob das Rauschen eher aus der Kapsel oder der Vorstufe stammt. (Um dies herauszubekommen, einfach eine 40...45pF Ersatzkapazität statt der Mikrokapsel anschließen.)

Weiterhin viel Vergnügen beim Experimentieren!

Grüße, alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 06.10.2010, 20:56

Hallo Alex,
Danke für so viel informativen Bericht!

alex hat geschrieben:
max hat geschrieben: Vielleicht rauscht eher mein Recorder?

Was für einen benutzt du denn?
Zoom R16 :-D

alex hat geschrieben:Stromaufnahme ca. 1mA pro Kanal.
Ich habe die Spannung an Widerstand 6k8 gemessen: das waren 5,6 V. D.h. 0,82 x 2 =~ 1,65 mA.
alex hat geschrieben:Zweitbeste Lösung auf die Schnelle: Mikro ganz abschalten, aber angeschlossen lassen und das verbleibende Rauschen mit dem des eingeschalteten Mikros vergleichen.
Wenn ich das mit Rode NT5 mache (d.h. Phantom abschalte, Mikrofon bleibt angeschlossen), es beginnt irgendeine Generation von Signal. Wahrscheinlich hat Rode's Ausgangsstufe pn-Übergänge, die sich ohne Spannung sperren, so bekommt ein Recorder an Kabel statt 50-100 Ohm Impedanz schon 6,8 kOhm, was zu nicht normalen Betrieb führt.
alex hat geschrieben:Wer's genau wissen will, vertauscht einfach die Kapseln

Kann man bei S502 die Kapsel abschrauben? Ich habe das noch nicht versucht: hatte Angst, das Mikrofon zu beschädigen... Sie sitzen so, das mir unklar war, ob sie austauschbar sind oder nicht...
Viele Grüße,
Max.

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 06.10.2010, 22:36

max hat geschrieben:Ich habe die Spannung an Widerstand 6k8 gemessen: das waren 5,6 V. D.h. 0,82 x 2 =~ 1,65 mA.

Wundert mich nicht. Die Stromaufnahme variiert hauptsächlich mit den Exemplarstreuungen des Eingangs-FET. Bereits die beiden Kanäle des Exemplars, das mir vorliegt, haben unterschiedliche Drainströme. Schon deswegen meine Anregung, mit 2SK170 zu ersetzen, am besten selektiert.

max hat geschrieben:Wahrscheinlich hat Rode's Ausgangsstufe pn-Übergänge, die sich ohne Spannung sperren, so bekommt ein Recorder an Kabel statt 50-100 Ohm Impedanz schon 6,8 kOhm, was zu nicht normalen Betrieb führt.

Wie gesagt, es ist nur die zweitbeste Lösung "auf die Schnelle". Und sie funktioniert nicht mit jeder transformatorlosen Schaltung. Die Rode-Ausgangsstufe beispielsweise ist dafür überhaupt nicht geeignet, die Schoeps-Schaltung schon eher.

max hat geschrieben:Kann man bei S502 die Kapsel abschrauben?

Klar, ich hab's ausprobiert. Es braucht nur ein bisschen Vorsicht beim Wiederaufschrauben, die Feingewinde sind nicht allzu robust, d.h. noch empfindlicher als die Kapselgewinde anderer Hersteller.

Man kann sogar die abgewinkelten Kapselhalterungen von der Traverse abschrauben, deren Gewinde sitzt aber deutlich fester.

Grüße, alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 07.10.2010, 02:05

alex hat geschrieben:
Man kann sogar die abgewinkelten Kapselhalterungen von der Traverse abschrauben, deren Gewinde sitzt aber deutlich fester.

Grüße, alex
Es wäre interessant, etwas ähnliches auf Basis Rode NT5 zu machen: die Kapsel und die Elektronik von Rode, Hauptgehäuse und Fußteil - von S502. Aber wie schaffe ich das mit Minimum von Blut?

Gruß,
Max.

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 08.10.2010, 18:16

Ich hätte noch eine Anregung zur Schaltungsmodifikation des S502:

Möglicherweise dankt es das Mikro mit weniger Rauschen, niedrigerem Klirrfaktor und höherem Grenzschalldruckpegel, wenn man die Ugs des FET präziser auf das jeweilige Exemplar abgleicht als mit dem eingebauten Spannungsteilerverhältnis R7/R9 . (Nochmal die Schaltung des S502.)
Gut geeignet hierfür wäre ein 1MΩ Poti, das - wegen des gedrängten Aufbaus - nach dem Abgleich wieder gegen entsprechende Festwiderstandswerte ersetzt wird.

Außerdem wäre zu überlegen, ob mit einem Tausch gegen z.B. 2SK170BL nicht zugleich die Zenerdiode gegen einen (rauscharmen) 24V-Typ gewechselt werden sollte.
R17 und R15 wären evtl. ebenfalls entsprechend anzugleichen, damit am Drainanschluss des FET ca. 17-18 V ankommen, was dessen Aussteuerbarkeit erhöht.

Schließlich könnte man versuchsweise R5 & R11 durch Metallfilmausführungen ersetzen. Damit wird's dann aber auch schon ziemlich eng beim Löten ...

Grüße, alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."

max
Senior Member
Beiträge: 601
Registriert: 09.03.2009, 14:53
Ort: Dresden

Beitragvon max » 24.11.2010, 01:23

Leider immer noch keine Zeit für Schema-Nachbesserung. Höchstes, was ich in dieser Zeit leistete - ein paar Mikrofonkabel mit Buchsen zu löten...

Mit S502 habe ich weiter experimentiert. Zuerst habe ich gedacht, das Mikrofon von allem bei komplizierter Mikrofonierung zu benutzen, so wie Solistenstütze oder zusammen mit Kugel-AB als Hauptpaar. Aber komisch: ich finde, daß das Mikrofon keine Nachbarn erträgt! Es will alleine herrschen! :-) D.h. verwende ich S502 als einzige Mikrofon, so bekomme ich alleine damit brauchbare Ergebnis. Nur nicht so gut wie mit mehreren Mikrofonen. Und mit anderen Mikrofonen läßt sich S502 nur schwer beizumischen: ganz andere Klangcharakter.

Deshalb habe ich Einsatzfeld für S502 genauer bestimmt:
1. nicht bedeutende Choraufnahmen wie Proben, Selbstkontrolle usw.
2. Reserve-Aufnahme. Einmal habe ich das erlebt: in der Mitte des Konzerts hat Recorder abgesagt... So was darf nicht passieren. Deshalb läuft von nun ab das zweite Aufnahmesystem gleichzeitig: Superlux S502 und M-Audio Microtrack. Im schlimmsten Fall habe ich dann mindestens das, für Dokumentation schon ausreichend.

Bisher hat zwar Gott sei Dank nichts passiert - aber sicher ist sicher. So bin ich doch mit dem Einkauf von S502 recht zufrieden.

Benutzeravatar
alex
Senior Member
Beiträge: 1214
Registriert: 06.07.2010, 23:53
Ort: Krefeld

Beitragvon alex » 25.11.2010, 12:37

max hat geschrieben:ich finde, daß das Mikrofon keine Nachbarn erträgt! Es will alleine herrschen! :-)

Das bringt mich auf eine Idee:
Vielleicht werde ich beim nächsten Oratorium - ist ja nicht mehr lange hin - spaßeshalber mal ein oder zwei S502 fürs Solistenquartett (zusätzlich zu den anderen Solistenstützen) mitlaufen lassen und hören, wie es in die Mischung passt.
Grüße, alex
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."


Zurück zu „Tontechniker-Spielzeug“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 2 Gäste