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Abschlusswiderstände

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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Bertelmann
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Abschlusswiderstände

Beitragvon Bertelmann » 29.11.2010, 11:40

Ausgangssituation:

Aktive Beschallungsanlage mit 3 Elementen - jedes Element hat einen Eingangswiderstand von 20kOhm. Es wurde von einem Element zum anderen weitergeschliffen.

Nun speisen wir jedes Element einzeln an. Ausgangswiderstand vom Wandler bzw. Mischpult 500 Ohm. Plötzlich rauscht die Anlage merklich - bzw. eigentlich sehr laut.

Ist plötzlich ein Abschlusswiderstand bei jedem Element notwendig? Wie hoch müsste der sein?

Bertelmann
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Beitragvon Bertelmann » 02.12.2010, 10:36

Hallo!

Möchte mich nur kurz melden. Kann da jemand etwas dazu sagen?

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RainerG
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Beitragvon RainerG » 02.12.2010, 10:45

Abschlußwiderstände braucht man in der analogen Tontechnik nicht. Höchstens dann, wenn wirklich die Leitungen so extrem lang werden, daß sie in die Größenordnung der Wellenlängen kommen. Aber das sind dann schon Kilometergrößenordnungen. Dann muß allerdings auch die Leitung den entsprechenden Wellenwiderstand aufweisen und die Quell- und Lastwiderstände müssen dem entsprechen.
In Deinem Fall aber völlig belanglos. Weshalb es plötzlich laut rauscht, kann ich auf die Ferne nicht sagen.


MfG
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Beitragvon Bertelmann » 02.12.2010, 11:44

Danke für die Antwort. Nun ja. Meine Theorie ist folgende:

- Vorher war alles auf Durchschliff - das heißt nach meinem Verständnis 3x20 kOhm Eingangswiderstand der Anlage.
- Jetzt sinds "nur" 20. Was eigentlich kein Problem sein dürfte.

Denke ich richtig?

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Beitragvon GerhardS » 02.12.2010, 13:48

Bertelmann hat geschrieben:Danke für die Antwort. Nun ja. Meine Theorie ist folgende:

- Vorher war alles auf Durchschliff - das heißt nach meinem Verständnis 3x20 kOhm Eingangswiderstand der Anlage.
- Jetzt sinds "nur" 20. Was eigentlich kein Problem sein dürfte.

Denke ich richtig?


Voll daneben ist auch vorbei. Abgeleitet von den Kirchhoffschen Gesetzen ist in einer Parallelschaltung von Widerständen der Gesamtwiderstand immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.

Schau dir lieber mal die Gainstruktur deiner Anlage an. Endverstärker voll aufgedreht und dafür den Vorverstärker soweit runtergedreht daß dein Nutzsignal im Rauschen fast untergeht.
LG
Gerhard

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Beitragvon Arno » 02.12.2010, 14:41

Hallo,
bitte keine Abschlusswiderstände einbauen: Jeder Widerstand ist nur noch eine zusätzliche Rauschquelle! Hier muss ein anderes Problem vorlegen.

Arno

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Beitragvon Bertelmann » 03.12.2010, 11:45

Hm.

Die Eingangsverstärung ist leider fix.

Was eigenartig ist, daß das Rauschen offensichtlich weder von der Anlage alleine, noch vom Ausgang kommt.

Wenn man also die Kabel ausgangsmäßig absteckt, bleibt das Rauschen. Wenn man die Kabel eingangsseitig Absteckt, rauscht die Anlage nicht mehr. Die Verbindung erfolgt über XLR-Kabel symmetrisch.

Ich stehe vor einem Rätsel.[/quote]

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Beitragvon pkautzsch » 03.12.2010, 18:22

1/Rges = 1/R1 + 1/R2 + 1/R3, wie ja allgemein bekannt.
So kommt bei deinen je 20 KOhm dann ein teuflischer Gesamtwert von 6,666 KOhm heraus. Das ist immer noch mehr als das Zehnfache des Wertes am Ausgang. Trotzdem rauscht es höllisch - in der Tat seltsam.

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Beitragvon Bertelmann » 06.12.2010, 12:55

Nun der erhöhte Widerstand zieht uns das Signal nach unten somit auch den Rauschteppich - so als ob man das Eingangsgain vermindern würde. Somit muß das Nutzsignal lauter zugespielt werden.

Denke ich richtig?

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Beitragvon Cutter » 10.12.2010, 02:03

Hänge doch mal ein Oszi am Ausgang des Verstärkers.

Eingang auf AC, erstmal 10V/div und Zeitbasis 1 ms/div, und dann die empfindlichkeit
höher schalten, bis etwas zu sehen ist, dann Zeitbasis kleiner machen richtung 1 us/div.

Ich vermute mal daß der Verstärker oszilliert.

Einfachster Abhilfe zum probieren: erstmal etwa 4k7 parallel zum Eingang,
eventuell zusätzlich 100 pF.
Wenn das das Problem löst, die Komponenten im Verstärker einbauen.

Viel Erfolg !

Evert

PS: Wird der Verstärker auch warm wenn außer rauschen nichts ´rauskommt ?
Also ohne Sprache bzw Musik.

Bertelmann
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Beitragvon Bertelmann » 16.12.2010, 12:06

Die Abwärme kann ich leider nicht überprüfen, da der Verstärker irgendwo im Gehäuseinneren ist:

http://dasaudio.com/index.asp?pagina=pr ... =0&lang=en


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