Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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aseptisch
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 01.07.2015, 11:01

18 Stunden ist nicht schlecht! :shock:

Ich hab' auch nur gelegentlich mal eine kleine Serie für die Mitwirkenden, da benötigt also der Dienstleister oder ich hochwertige Rohlinge.

Bei CDs weiß ich, wie das mit der GEMA geht, ich dachte, ein korrektes, einfaches MP3-Verfahren gäbe es gar nicht. Wenn die Leute eine GEMA-konforme CD in MP3s verwandeln, ist es ja ihre Sache. Ich gebe mir Mühe mit dem CD-Text, falls mal jemand einen Ripper verwendet, der das auslesen kann und will, was bei den bekanntesten großen Programmen bei Mac und Windows ja nicht der Fall ist.

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hafi69
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon hafi69 » 01.07.2015, 11:52

aseptisch hat geschrieben:
hafi69 hat geschrieben:Wozu eigentlich?

Ich denke mal für Kleinserien, oder eilige Aufträge, die man dann selber brennt.

Wilfried hat geschrieben:
hafi69 hat geschrieben:Wozu eigentlich?


Für die Teilnehmer an Entspannungsübungen oder als Belegexemplare für die mitwirkende Musiker
oder für Hörbuchsprecher für die Endabnahme oder Autorenlesungen auf CD als Geburtstagsgeschenk für den Autor.

An die Jungspunde hier: Nicht alle sind so hip, um ständig mit i-irgendwas herumzulaufen. :opa:

Ja, ist klar, aber zu solchen Zwecken reichen mit Sicherheit auch die noch erhältlichen, gängigen Markenrohlinge, z.B. die von Sony.
Wer immer die herstellt, ich hatte noch nie ein Problem mit denen.

Ohnehin ist die Kombination Laufwerk - Rohling viel kritischer als die statistische Fehler/Qualitätsrate eines einzelnen Herstellers.
Insofern waren die "TY"-Silberlinge immer schon ein bisschen überbewertet.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tonzauber » 01.07.2015, 12:02

Sind Künstler-Belegkopien überhaupt Gema-pflichtig?
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aseptisch
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 01.07.2015, 18:57

Tonzauber hat geschrieben:Sind Künstler-Belegkopien überhaupt Gema-pflichtig?

Hm, was sind denn Künstler-Belegkopien? Wenn man eine richtige CD-Produktion mit späterem Pressen macht und vorab den Künstlern eine Hörprobe auf CD schickt? Ich weiß, es gibt da so eine Sonderregelung für CDs, die man Presseleuten zur Rezension und anschließender Rückgabe schickt oder sowas.

Also wenn ich meinen Mitsängerinnen und Mitsängern im Chor hinterher einen Konzertmitschnitt geben will, ist das eine gewöhnliche 'Sonderproduktion' im Sinne der Gema. Bei der Gema genaue Titelliste mit Tracklängen, Verlagen usw. einreichen, 'Selbstbrenner' angeben, Freigabe abwarten (ca. 14 Tage), CDs mit Gema-Logo und Urheberrechtsfloskel bedrucken, Gema-Logo und Trackliste mit allen Verlagen und rechtlich Beteiligten ins Booklet, Gema-Logo aufs Inlay. Wenn man die CDs verschenkt, fallen nur um die 70 Cent pro CD an, sofern es Gema-pflichtige Musik ist. Ansonsten gestaffelt nach Verkaufspreis und Anzahl der hergestellten CDs. Es gibt keinen Unterschied danach, WER die CDs bekommt, soweit ich weiß.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon juppy » 01.07.2015, 23:17

Tonzauber hat geschrieben:Allerdings wollten da im letzten Jahr alle meinen Kunden nur noch Downloads.
Der link kann dann einfach im Orchester-Mailverteiler verschickt werden, jedweder Logistikaufwand entfällt...

Hallo Tonzauber,

in welchem Format lädst Du die Dateien zum Download hoch? WAV, MPG oder gar in mehreren Varianten?

Es gibt zweo Aspekte, die für mich gegen diese Variante sprechen:

1.) Möglicherweise werden diese Files nur über PC-Brüllwürfel abgehört. Nicht ganz das Medium, das zur Veurteilung einer Tonaufnahme geeignet ist.

2.) Man macht sich mitunter auch Gedanken über die Pausen zwischen den Tracks (einzelnen Sätzen, aber auch verschiedenen Stücken auf einem Tonträger). Auch das läßt sich schwerlich beurteoiel, wenn die einzelnen Tracks herunter geladen und einzeln abgespielt werden.

Grandios der (Zeit-)Vorteil, daß man nicht z.B. für jede Schnittvariante eine neue CDR beschreiben muß. Zumal inzwischen einige Anbieter Webspace bis zu 20 GB kostenlos anbieten ...

Gruß - Juppy

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tonzauber » 02.07.2015, 00:28

Wie der Kunde abhört....das ist sein Problem.
Wenn er eine CD will, bekommt er die sebstverständlich, aber wie gesagt....das ist schon länger nicht vorgekommen, im Gegenteil, oft haben sich die Kunden die CD erst wieder in Itunes gerippt.

Gerade bei internationalen Kunden, oder Musikern die viel herumreisen, ist das Verschicken von Downloads eine deutliche Zeitersparnis.

Viele Kunden haben während der Produktion bei MP3 für sich den Vorteil erkannt, dass sie sehr leicht die Titelreihenfolge bestimmen, verändern und beurteilen können - etwas was bei einer CD nicht möglich ist.

Welches Fileformat der Kunde zum Download bekommt, wenn es verteilt werden soll, bestimmt er selbst. In der Regel MP3, manchmal FLAC.

Zur Pausen Thematik: Dafür gibt es dann einfach ein durchgehendes File (in der Regel die letzte Freigabe-Version),bzw. mit nogap-encoding ist die Pausenlänge wie bestimmt.
Da alle kommerziellen Produktionen sowieso auch als WAV Master abgeliefert werden müssen, bzw bei Mastered for iTunes, müssen Trackübergänge sowieso CD als auch WAV kompatibel gestaltet sein, bzw. man benötigt eine Software die beides berücksichtigt.
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 02.07.2015, 09:23

Bei den nachträglich gerippten mp3 fürs Auto muss man aufpassen mit Tracks in der Musik (ohne Pausen) oder attacca , das gibt bei mp3 immer eine kurze Unterbrechung, daher sezte ich an diesen Stellen meist gar keine Tracks mehr.
Das wma Format, hat dieses Problem nicht.
Gruß
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon hafi69 » 02.07.2015, 11:41

Das stimmt nicht ganz, viele Player haben dieses Problem nicht mehr.
Auf meinem PC z.B. läuft Media Monkey 4 ohne jegliche Pausen durch.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tomte » 02.07.2015, 13:25

hafi69 hat geschrieben:Das stimmt nicht ganz, viele Player haben dieses Problem nicht mehr.
Auf meinem PC z.B. läuft Media Monkey 4 ohne jegliche Pausen durch.


Das ist keine Frage des Players sondern der Kodierung. Bei mp3 gibt es standardmäßig Blockgrößen, wo zwangsweise im letzten Block was frei bleibt, was eine Lücke erzeugt. Das spielt jeder Player so ab, wenn es so kodiert ist. Es gibt, wie bereits genannt, die Möglichkeit, besser zu kodieren, dass dieses Lückenproblem nicht da ist.

Und es gibt die Möglichkeit, ein langes mp3-file (oder auch ein anderes beliebiges Format) zusammen mit einem cue-File zu erzeugen. Dann hat man auch das Problem nicht.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tonzauber » 02.07.2015, 13:32

auch itunes und VLC spielen ohne Pausen ab, ebenso alle ipods,pads,phones.

Woher kommen diese Pausen denn überhaupt? Das liegt daran, dass mp3 eine andere Framerate hat als die Audio-CD. Titelanfänge und -Enden können technisch bedingt natürlich nur am Anfang und am Ende eines solchen Frames liegen. Wenn ich nun meine Übergänge rein nach CD-Frames setze, wird das Ende des Titels ausser in seltenen Zufalsfällen nicht auf dem Frameende eines MP3-Frames liegen, die Verbleibende Zeit wird mit Stille aufgefüllt.

Wenn ich aber beim Encodieren einen kontinuierlichen Datenstrom auslese, und den Trackübergang "in die Nähe" des ursprünglichen Übergangs setze, bekomme ich einen pausenfreien Übergang.
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 02.07.2015, 13:44

Noch ein kleiner Einwurf zu Rohlingen von mir:

hafi69 hat geschrieben:Ja, ist klar, aber zu solchen Zwecken reichen mit Sicherheit auch die noch erhältlichen, gängigen Markenrohlinge, z.B. die von Sony.
Wer immer die herstellt, ich hatte noch nie ein Problem mit denen.

Ohnehin ist die Kombination Laufwerk - Rohling viel kritischer als die statistische Fehler/Qualitätsrate eines einzelnen Herstellers.
Insofern waren die "TY"-Silberlinge immer schon ein bisschen überbewertet.


Früher fand ich Sony-Rohlinge auch gut, die Qualität war konstant, obwohl nicht so gut wie Taiyo-Yuden. Vor geschätzt 2-3 Jahren gab es eine Herstellungspause, und nun kauft Sony die irgendwo anders, denke ich. Seitdem ist die Qualität deutlich schlechter und schwankt, auf fast jedem Rohling gibt es einen Ausreißerbereich mit vielen Fehlern, wenige Rohlinge muss man sogar aussortieren. Nicht besser als Intenso oder Platinum.

Ich habe schon immer mit viel Geduld diverse auf verschiedenen Brennern gebrannte Rohlinge durchgemessen, und Taiyo Yuden war ein Garant für sehr gute Qualität, nicht ein bestimmtes Laufwerk. Ich habe ein internes Plextor, mit dem ich auch messe (PlexTools Professional), ein externes USB-Plextor (das deutlich schlechter ist), einen LG-BluRay-Brenner und ein Pioneer DVR-111 oder so ähnlich, letzteres macht die beste Brennqualität. Das interne Plextor brennt bei DVDs das erste Layer gut und das zweite ziemlich schlecht, beim LG ist es zwar von Anfang an Faktor 10 schlechter, aber dafür konstant und das zweite Layer sehr viel besser als beim Plextor.

Aus der Erinnerung würde ich die Fehlerraten (C1/s) etwa so einschätzen: Taiyo Yuden: 0.1, Sony früher: 1, Sony heute: 10-20 (mit Bereichen um 100), andere Hersteller teilweise 20-50 mit Ausreißern.

Auch meine zuletzt gekauften Taiyo Yuden sind immer noch absolut unerreicht. Faktor 10 besser als andere Spindelware.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 02.07.2015, 17:35

Gibt es auch Erkenntnisse zu Verbatim? Die werden doch oft für Datensicherungen gelobt?
Primera empfiehlt jetzt "vinpower" - habe ich nur als Vinpower Verbatim gefunden, aber nicht in Deutschland.
http://vinpower.eu/de/press/1506-gleich ... ative.html
Gruß
Grosse_j

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon visiolino » 03.07.2015, 12:37

Moin!
Weiter oben wurden Unterschiede der Taiko Yuden Rohlinge angesprochen.
Da ich aufgrund eines aktuellen Projektes gerade meine Brenner und Rohlinge getestet habe hier einige für sich sprechende Ergebnisse:
(Brenner PX890SA je 16-fach gebrannt / Ausleselaufwerk PX712UF)

1. Taiko Yuden professional silver
Taiko silver PX890SA 16-fach CD_Bler_03-Juli-2015.png


2. Taiko Yuden weiss WaterShield
Taiko PX890SA 16-fach CD_Bler_03-Juli-2015.png


Grüße, visiolino!
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon visiolino » 04.07.2015, 08:05

Ergänzung:

Die weissen (WaterShield) Taiko Yuden Rohlinge sind demnach ebenso gut wie die silbernen (professional).
So sehe ich das.

Grüße

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 15.07.2015, 11:36

Ich habe wunschgemäß mal Verbatim-Rohlinge gebrannt und durchgemessen.

Gebrannt wurde mit Nero auf einen Pioneer DVD-RW DVR-111, gemessen wurde mit PlexTools Professional und einem Plextor DVDR PX-760-A. Beide internen Brenner könnten um die 10 Jahre alt sein.

Von Verbatim hatte ich zuhause zwei aktuelle 50er-Spindeln (bei einer großen Computer- und Elektrohandelskette mit gelbem Logo gekauft), eine Spindel silber glänzend, die andere mit weißer Oberfläche, beide liniert zum Schreiben, also keine bedruckbaren. 700 MB, 52x-Geschwindigkeit und irgendwas von Extra Protection steht drauf.

Taiyo-Yuden-Rohlinge habe ich eine Spindel von vor vielen Jahren (silber mit Schreiblinien, steht "Plextor" drauf) und eine dieses Jahr per Internt gekaufte, die "JVC for professional use" (bedruckbar weiß) benannt ist.

Gebrannt wurde immer mit 16x-Geschwindigkeit.

Taiyo Yuden alt (type 1) auf Pioneer DVD-RW DVR-111.gif

JVC for professional use (Taiyo Yuden (type 1)) auf Pioneer DVD-RW DVR-111.gif

Verbatim weiß (Moser Baer India (type 6)) auf Pioneer DVD-RW DVR-111.gif
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