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Alternativen zu Yammi-Kisten

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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Christian
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Alternativen zu Yammi-Kisten

Beitragvon Christian » 26.11.2007, 19:13

Hallo,

gibt es eigentlich irgendwelche Alternativen zu den Yamaha Mischpulten in der Preisregion 02R96/DM2000?
Ich baue in geraumer Zeit mein Studio wegen Umzug um und möchte im gleichen Zuge etwas umstrukturieren/erweitern. Mein altes Pult soll weg (noch 'nen kleines analoges) und was neues muß her. Aber nen Pult sollte schon sein.
Mir schweben da einige Konfigurationen vor:
1. Anständiges analoges "großes" Inline-Pult, gebraucht mit rechnergestüztem Aufnahmemedium ala Cubase/Nuendo/Logic dahinter. Somit kann man auch mal beides nutzen, sprich nur Software zum Mix (evtl. mit Mackie-Control o.ä.) oder nur das Pult oder beides zusammen.
2. Ne Digitalkonsole (welche?) mit Rechner hinter
3. Ohne Pult, vielleicht nen DAW-Controller ala W-K Audio.

Es soll aber auf jeden Fall eine Möglichkeit bleiben, auch mal 20 Signale zeitgleich aufnehmen zu können. Mit einem Pult ist ja auch das ganze Monitoring etc. mit abgefrühstückt.

Wie habt ihr das gelöst oder was könnt ihr empfehlen?

Vielen Dank schon mal und Grüße
Christian
Ich mache nie Vorhersagen und werde es auch niemals tun!

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GerhardS
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Beitragvon GerhardS » 26.11.2007, 20:23

Schau dir mal die Tascam DM 3200/4800 an. Sehr gute Mikrofonvorverstärker (24 beim 4800), Klanglich sehr neutral und unglaublich flexibel im Routing. Sehr gute AKM Wandler.
Ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis.
LG
Gerhard

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Christian
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Beitragvon Christian » 28.11.2007, 00:27

Nabänd,

danke für die Antworten.
Das DM-4800 werde ich mir mal anschauen. Gibt es eigentlich nicht allzu teure T-Dif -> Adat - Converter außer die von RME? (ADI 192-DD) Hab da so spontan nichts finden können.

Ja, ich fasse gerne Potis an, besonders EQ. Irgendwie kann ich damit besser arbeiten. Ich kann mich da mehr auf mein Gehör konzentrieren, worauf es ja am Ende ankommt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich am Ende machen soll. So eine ordentliche Inline-Console hat ja was für sich, andersrum ist man mit einer digitalen schon flexibler. In den Rechner geht es sowieso.
Hmm, hat noch jemand "Denkanstöße" für mich? Die von Jeff waren schon super, danke übrigens.

Grüße
Christian

Die Edith:
In welcher Liga kann man das DM-4800 ansiedeln?
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Beitragvon MarkusP » 28.11.2007, 03:15

Hallo auch,

ich denke mal, daß das ganze eine Frage der Bedien-Philosophie ist. Braucht man ein analoges Pult mit dem direktem intuitivem Zugriff. oder ein digitales Pult, was den selben Zugriff erlaubt, nur nicht ganz so direkt.
Wenn man sich daran gewöhnt hat ist ein Zugriff auf die EQs in den Yamaha-Konsolen genausogut. Bei den PA-Konsolen von "Yammie" zumindest gut gelöst.
Man kann ja mal theoretisch überlegen (vielleicht sollte man es auch mal messen), die Zugriffszeiten auf einzelne EQ-Parameter (für den Live Betrieb bestimmt nicht unwichtig).
Im Analog-Pult: Kanalzug suchen, EQ-Poti suchen, ändern.
Im Digital-Pult. Kanal suchen, Select-Button, im zenralen Bedienfeld sofort, das nötige "Knöpckens wissen", drehen.

Ich könnte mir vorstellen, daß bei entsprechender Übung die zweite Bedienungsvariante schneller sein könnte. Eine Hand am Select, die andere Hand am Bedienfeld.

Diese "zentrale" Bedienungsphilosophie gab es ja nicht nur bei rein digitalen Konsolen, sondern auch schon in der Zeit der digital speicherbaren Analog-Konsolen.

Wer es noch kennt, auch wenn es recht selten war in Deutschland, das SAJE-Memory. Das war auf zentrale Bedienung eingestellt. Kanalzug auswählen, Funktion wählen, dann hatte man auf den entsprechenden Fadern die Einstellmöglichkeit.

Ich selber habe vor einiger Zeit ein SAJE-Memory abgestaubt und komme prima klar damit.

Dieses Pult dürfte auch hinsichtlich der Qualität einem Lawo oder Studer Pult in nichts nachstehen. Vollsymmetrisch in den Bussen, beste Ein- und Ausgangsübertrager.

Gruß aus Berlin

"Der ewige" MarkusP.

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Beitragvon GerhardS » 28.11.2007, 15:13

Christian hat geschrieben:Die Edith:
In welcher Liga kann man das DM-4800 ansiedeln?


Liga ist da vielleicht der falsche Begriff. Ich würde (habe selbst ein Tascam Pult und auch RME) die MVVs am ehesten klanglich und qualitativ mit RME's Octamic vergleichen. Solide, neutrale Oberklasse mit sehr gutem Rauschabstand. Das gleiche gilt für die AD/DA Konverter (AKM AK5385).
Die Kanal EQs und Kompressoren sind gut, aber nicht auf dem Niveau von TubeTech und Konsorten. Wenn es etwas mehr sein darf, hat man ja die Inserts.
Du hast halt ein enorm flexibles Routing (jeder mit jedem) und 24 Busse.
Allerdings hast du bei den Tascam Pulten aufgrund der enormen Flexibilität und der vielen I/O Möglichkeiten eine relativ lange Lernkurve.
Und das bei rund 200€/Mikrofonkanal - Das Preis/Leistungsverhältnis ist mehr als gut.
LG

Gerhard



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Beitragvon hafi69 » 28.11.2007, 21:40

Die Kanal EQs und Kompressoren sind gut, aber nicht auf dem Niveau von TubeTech und Konsorten.


Ich wußte gar nicht das TubeTech digitale Pulte baut... :roll:

Das war wieder so ein typischer Apfel mit Birnen-Vergleich: Du implizierst, dass Röhrengeräte besser sind als Digitale.

Allerdings würde es mich wundern wenn TASCAM es geschafft hat wirklich brauchbare Kompressoren zu programmieren...

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Beitragvon GerhardS » 29.11.2007, 10:08

hafi69 hat geschrieben:
Die Kanal EQs und Kompressoren sind gut, aber nicht auf dem Niveau von TubeTech und Konsorten.


Ich wußte gar nicht das TubeTech digitale Pulte baut... :roll:

Das war wieder so ein typischer Apfel mit Birnen-Vergleich: Du implizierst, dass Röhrengeräte besser sind als Digitale.

Allerdings würde es mich wundern wenn TASCAM es geschafft hat wirklich brauchbare Kompressoren zu programmieren...


Si tacuisses, philosophus mansisses.

Du hast wahrscheinlich keinen Tube Tech (Ich schon: LCA2B + EQ1A). Daher glaube ich, das ich schon einen klanglichen Vergleich ziehen kann.
Und dass Lydkraft digitale Pulte baut habe ich nie behauptet. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass Röhrengeräte besser sind als Digitale.
Und wundern darfst du dich ruhig weiter. Ich ziehe es allerdings vor über meine eigenen Erfahrungen zu schreiben statt Anekdotisches zu verbreiten.
LG

Gerhard



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Beitragvon Christian » 29.11.2007, 23:22

Hallo Allerseits,

ich denke, Gerhard wollte mit dem Vergleich nur meine Frage nach der "Liga" verdeutlichen und er hat ja nen direkten Vergleich.
Das die Kompressoren/EQ's nicht die Klasse haben können wie die von TubeTech oder UA, sollte jedem klar sein. Ich kenne nur die Tascam-Kompressoren aus dem T-MD 4000 und die haben mich nicht sonderlich überzeugt.
Ich werde mir trotzdem das DM-4800 mal in einem Geschäft was näher anschauen. Ich denke, da hat sich in den letzten Jahen (im Vergleich zum T-MD 4000) bestimmt einiges getan. Ich gebe dann mal meine Meinung zum besten.

Grüße
Christian
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Beitragvon hafi69 » 30.11.2007, 15:39

Si tacuisses, philosophus mansisses.


Ich weiß nicht warum ich mir die Blöße gebe wenn ich darauf hinweise das Dein TubeTech-Vergleich absolut überflüssig/nichtssagend war.
Niemand glaubt das ein digitaler EQ das gleiche täte wie ein Röhren-EQ, der erstmal ganz viel anderes macht als nur pures Entzerren - für ein vielfaches des Preises.
Das ist aber keine andere Qualitätsklasse, es ist einfach eine andere Gerätegattung!
Wer anderes behauptet bekräftigt das gute alte Marketing-Cliché - und redet sich seine eigenen Investitionen schön.
Was nicht heißen soll das ich solche (bzw. ähnliche) Investitionen nicht auch getan hätte (insofern war Deine Spekulation falsch!) oder das sie Sinnlos seien...

Ein angemessener Vergleich wäre z.B. der mit den Sonnox- oder Weiss-EQs gewesen, bei den Dynamics mit PlugIns z.B. von UAD, URS oder zur Not Waves... Oder einfach mit denen der Yamaha-Digitalpulte, die wohl fast jeder kennt.
So stelle ich mir dann eine gewinnbringende Diskussion vor.

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Beitragvon GerhardS » 03.12.2007, 18:17

@Gerhard:
Kannst Du einen Vergleich zwischen den EQ's/Dynamics von Yamaha und Tascam
anstellen?

Nee, kan ich leider nicht. Kenne die Yamaha nicht.
Und wie ist die DAW-Steuerung in den Tascam-Pulten? Ist sie brauchbar und
läuft sie Stressfrei? Sorry, dass ich noch mal mit Fragen nerve. Um das
alles mal in einem Geschäft testen zu können, muß ich weit fahren und ob die
dann alles so angeschlossen haben, wage ich mal zu bezweifeln. Danke dir
trotzdem schon mal.
Grüße Christian

Bei mir läuft das DM-24 in einer relativ komplexen Umgebung. 24 Kanäle über
ADAT von und zu einem Mackie SDR 24/96 Recorder, 16 Kanäle TDIF von und zu
einer Soundscape Mixtreme im Rechner. 8 Kanäle Soundscape AD/DA über TDIF.
Sowohl der Mackie SDR24/96 Recorder als auch Cubases SX3 werden gleichzeitig
vom Pult gesteuert. Ich kann sogar die Plugins meiner UAD Karten wie Inserts
im Pult verwenden. Allerdings sind nur die ASIO und Plugin Latenzen der
eventuelle Engpass.
Schick mir mal deine E-Mail Adresse per PN, ich hab darüber mal einen
Artikel für Universal Audio geschrieben. Die PDF Datei müsste noch im Archiv
sein.
War nicht ganz so simpel und trivial das so zu realisieren. Ist halt 100%
auf meine Arbeitsweise zugeschnitten.
LG

Gerhard



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