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Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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hafi69
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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon hafi69 » 14.03.2017, 10:46

Und: Inzwischen haben die Betrüger das Internet entdeckt und machen das organisiert.

Dieser Satz wäre vor 15-20 Jahren eine echte, wenn auch wenig verwunderliche Neuigkeit gewesen... :-P

Der selbe Mensch bietet den NAGRA DSM-Monitor an für über 3000 Euro und hat ihn inzwischen auf ca. 2900 runter gesetzt. Ich bin mir sicher, daß er den auch nicht los wird.

Solche "Angebote" sollte man besser als das sehen was sie meistens sind: Dort würde jemand u.U. etwas verkaufen wenn der Preis stimmt.
Also eine kostenlose Anzeige. Oft wird das noch ergänzt mit der Option "Preisvorschlag senden".

Sicher spekulieren aber einige auch mit der Ignoranz oder Spontanität einiger Bieter nach dem Motto:
Jeden Morgen steht ein Dummer (oder ein reicher Geldsack) auf.
Letztere stürzen sich auf alles, was irgendwie nach "Vintage" riecht.

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Wilfried
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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon Wilfried » 14.03.2017, 13:16

hafi69 hat geschrieben:Letztere stürzen sich auf alles, was irgendwie nach "Vintage" riecht

Kann ich von der anderen Seite (Anbieter) durchaus bestätigen. Hatte seit den 1970ern die Hochglanz-Tonstudio Kataloge und Prospekte zwar nicht systematisch gesammelt sondern nur immer gut abgeheftet, so dass sich bis 2016 2 Regalmeter angesammelt hatten. Nun brauchte ich Platz und wollte den ganzen Kram entsorgen. Dachte dann aber zuerst das ganze Ordnerweise bei Ebay reinzustellen. Als ich dann aber sah welche Preise so für einzelne Prospekte und Kataloge gezahlt wurden, habe ich mir dann doch die Mühe gemacht die Prospekte und Kataloge einzeln anzubieten. Beispiele: Sennheiserkatalog ca. 1976: 30 EUR, Telefunken M15 Mehrspur Prospekt: ca. 40 EUR. Tektronix Oszilloskoprospekt ca. 1975, 4 seitig; ca. 15 EUR. Selbst mit nachträglicher 4fach Lochung gingen die noch zu solchen Preisen weg. 20 Regalcm habe ich noch. Ab April dann bei Ebay.
Und was wurde aus der Kohle: Habe meine Messtechnik aufgepeppt: Hameg HMO Oskar, Keysight 34465A DMM, Hameg Netzteil HMC, SSD für den Meß-PC. :mrgreen:
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon manjak » 14.03.2017, 16:29

RainerG hat geschrieben:Und manchmal wird da ein Schrott angeboten, bei dem man eingentlich noch Geld dazu bekommen müßte wenn man es kauft:
Defektgeräte die total vergammelt sind, wo Bedienknöpfe fehlen, wo das Batteriefach total versaut ist und vieles mehr.
Und unter den Bietern gibt es auch einige Fake-Bieter, die gar kein Interesse an der Ware haben sondern einfach nur mitbieten um den Preis hoch zu treiben.

Grüße
Rainer


Nun, wenn die Leute Schrott kaufen wollen ist das doch OK! Manchmal braucht man ein Teil und dann ist es mir völlig egal wie das Gerät äußerlich ausschaut, wenn ich so mein Gerät wieder ans laufen bekomme. Der Käufer weiß in diesem Fall ja worauf er sich einlässt.

Im Übrigen gab es zu jeder Zeit Leute die Betrogen haben, das Internet macht es inzwischen nur noch etwas leichter, was aber durch die Anonymität im Web völlig klar ist.

Und natürlich gibt es Dinge die ich dann doch nicht verstehe, z.B. wie man für eine angeknabberte Toastscheibe 28.000$ bieten kann. Das verschlägt mir dann ernsthaft die Sprache.

Grundsätzlich finde ich aber auch bei Ebay (insbesondere bei den Kleinanzeigen) immer wieder durchaus gute Angebote, vor allem meine zusätzlichen MKH40 oder KM184 habe ich so erst kürzlich erstanden. Man muss halt Zeit haben. Und in der Regel schreibe ich dann, dass ichdie Sachen gern prüfen lassen will und zwar beim Hersteller. Ich zahle die Kosten für Prüfung und Versand und wenn alles OK ist, überweise ich das Geld und wenn das beim Käufer ist, geht die Ware beim servicecenter des Heerstellers raus. Wer dann zu quaken anfängt, hat bei mir verloren, denn dann stimmt etwas mit der Ware nicht oder der Deal ist komplett faul.

Viele grüße
Manfred Jaklin
Viele Grüße
Manfred

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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon hafi69 » 15.03.2017, 08:10

Und in der Regel schreibe ich dann, dass ichdie Sachen gern prüfen lassen will und zwar beim Hersteller. Ich zahle die Kosten für Prüfung und Versand und wenn alles OK ist, überweise ich das Geld und wenn das beim Käufer ist, geht die Ware beim servicecenter des Herstellers raus.

Und was ist, wenn die Geräte nur unter Aufwand oder gar nicht repariert werden können? Zahlt Du dann notgedrungen auch die Kosten
zu Überprüfung und Versand?

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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon manjak » 15.03.2017, 10:10

hafi69 hat geschrieben:
Und in der Regel schreibe ich dann, dass ichdie Sachen gern prüfen lassen will und zwar beim Hersteller. Ich zahle die Kosten für Prüfung und Versand und wenn alles OK ist, überweise ich das Geld und wenn das beim Käufer ist, geht die Ware beim servicecenter des Herstellers raus.

Und was ist, wenn die Geräte nur unter Aufwand oder gar nicht repariert werden können? Zahlt Du dann notgedrungen auch die Kosten
zu Überprüfung und Versand?


ich habe das bei den MKH40 gemacht, die dann aber glücklicherweise OK war. Die waren aus einer Serie, für die es keine Ersatzteile mehr gab und da waren die 54 Euro für den Test bei Sennheiser gut angelegt.

Im Normalfall geht es mir mit derAnforderung aber um die Reaktion auf der anderen Seite. Wer hier etwas betrügerisches Plant, wird sich da mit entsprechenden Vorwänden herauszuwinden versuchen. Faktisch will ich mit dem anderen ins Gepräch kommen.



VG Manfred
Viele Grüße
Manfred

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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon hafi69 » 16.03.2017, 08:05

Ja, verstehe. :idea:

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Re: Betrugsmasche bei Gebrauchtmikrofonen

Beitragvon juppy » 17.03.2017, 04:40

RainerG hat geschrieben:Ich beobachte einiges mit Interesse bei Ebay - ohne daß ich gleich etwas kaufen möchte - einfach nur mal um die Preisentwicklung zu studieren:

Was sich da so abspielt ist manchmal haaresträubend: Da werden massenweise NAGRA IV (und auch NAGRA III) angeboten und auch Zubehör. Das Zubehör ist derart teuer, daß einem die Ohren schlackern.

Mache ich zum Teil auch, um den Zeitwert meines Mikrofonbestandes einzuschätzen ...

RainerG hat geschrieben:Und manchmal wird da ein Schrott angeboten, bei dem man eingentlich noch Geld dazu bekommen müßte wenn man es kauft:
Defektgeräte die total vergammelt sind, wo Bedienknöpfe fehlen, wo das Batteriefach total versaut ist und vieles mehr.

Oder Geräte, die einfach nicht mehr zu gebrauchen sind. Ich erinnere mich z.B. an
Digitalinterfaces von LAWO, die immer wieder auftauchen. Oder halb ausgeschlach-
tete Studiopulte ...

RainerG hat geschrieben:Und unter den Bietern gibt es auch einige Fake-Bieter, die gar kein Interesse an der Ware haben sondern einfach nur mitbieten um den Preis hoch zu treiben.

Früher konnte man leicht nachverfolgen, welche Anbieter mit Fake-Accounts hantierten,
um die Preise in die Höhe zu treiben. Bis ibäh die Listen der Bieter anonymisierte. Ein
Schuft, der böses dabei denkt. Denn an den in die Höhe getriebenen Preisen verdient auch
ibäh gut mit ...


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