Am 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) als einheitliche europäische Datenschutzregelung eingeführt.
Gleichzeitig wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) überarbeitet und tritt gemeinsam mit der EU-DSGVO zum 25.05.2018 in Kraft.
Entsprechend dieser neuen Vorgaben haben wir unsere Datenschutzerklärung überarbeitet.

Ihr findet diese Datenschutzerklärung im Unterforum
"Wichtige Informationen" viewforum.php?f=12

Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

Moderator: Moderation

Benutzeravatar
juppy
Senior Member
Beiträge: 1970
Registriert: 20.06.2007, 09:23
Ort: Köln

Re: Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Beitragvon juppy » 12.01.2016, 00:55

aseptisch hat geschrieben:Und über Aufnahmen mit großem Orchester waren sich hier im Forum auch mal mehrere Leute
einig, dass sie fürs HMS Großmembraner bevorzugen würden. Ist demnach so nicht allgemeingültig …

... ich bitte um Quellennachweise ... :?:

Gerade für HMS-Anordnungen sind Großmembranmikrofone aufgrund der frequenzabhängigen Polardiagramme
bzw. der mit der Frequenz zunehmenden Richtwirkung weniger geeignet.

Wenn hier jemand an das NEUMANN SM69 und ähnliche Konstruktionen denk, dann ist deren (einziger) Vorteil
die Fernumschaltbarkeit der Richtcharakteristik, insbesondere bei abgehängten Mikrofonen. Aber auch der
hebt sich in gewisser Weise wieder auf, wenn die Kapseln selbst ausgerichtet werden müssen ...

Mein Eindruck über manche im Forum, die sowohl Klein- wie auch Großmembranmikrofone im Bestand haben:
Hat man nicht genügend kleine Mikrofone, überlegt man, wo die großen weniger schädlichen Einfluß haben.

Der Hinweis auf die "Pflaume" (schön, der Begriff, den hier jemand für die "breite Niere" eingeführt hat) ist
allerdings gerechtfertigt, wenn man seine Auswahl erweitern möchte.

aseptisch
Senior Member
Beiträge: 260
Registriert: 11.09.2014, 16:29
Ort: Kiel
Ort: Kiel

Re: Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Beitragvon aseptisch » 12.01.2016, 01:56

Die von mir behaupteten Großmembraner-Präferenzen einiger Forenmitglieder für großes Orchester finde ich trotz längerer Suche nicht. Ich muss mich getäuscht haben. Verzeihung. Ich hätte das gar nicht schreiben sollen.
juppy hat geschrieben:Hat man nicht genügend kleine Mikrofone, überlegt man, wo die großen weniger schädlichen Einfluß haben.

Als Bühnendeko!

Benutzeravatar
tillebolle
Senior Member
Beiträge: 374
Registriert: 11.08.2013, 13:12
Ort: Essen
Ort: Essen
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Beitragvon tillebolle » 12.01.2016, 09:47

LoboMixx hat geschrieben:Allerdings würde ich vermuten, daß die oben genannten Haun bzw. ULS als "echte" Kondensator-Mikrofone der Blue-Line-Serie mit Elektret-Kapseln überlegen sind.

Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass die BlueLines Elektret-Kapseln beinhalten. Ist das so? Und selbst wenn, das ist kein Qualitätskriterium, auch die DPAs sind Elektret-Mikrofone.

Zum Thema "Pflaume" oder Breite Niere möchte ich gerne noch die sehr preisgünstigen und kleinen Line Audio CM3 in's Spiel bringen. Werden offiziell als Nieren vermarktet, sind aber tatsächlich breite Nieren.

Viele Grüße
tillebolle
SchöneTöne - Phonographie
http://www.schönetöne.com

pkautzsch
Moderator
Beiträge: 971
Registriert: 20.06.2007, 00:49
Ort: Muenchen
Ort: München
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Beitragvon pkautzsch » 12.01.2016, 12:04

Zur Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik:
Auch KM-Kugeln können, modellabhängig, seitlich und vor allem rückwärtig einfallenden Schall durchaus kräftig färben. Nicht immer ist diese Färbung schlecht: solange es eher ein Höhenabfall ist, wird das Bonbonpapier im Publikum weniger präsent aufgenommen. Kritisch wird es, wenn eine mittenbetonte Färbung auftritt. (Ich habe mal MK2S und TLM170 parallel als Chorstützen ausprobiert. Beide waren wegen der verfärbten Blechbläser nicht gut, und so arg unterschiedlich war die Färbung gar nicht. Ich habe dann die MK21 genommen...)
Fazit: bei einem HM *vor* dem Ensemble, mit vielleicht plusminus 45° Ausdehnungsbereich, kann auch ein GM nicht viel Schaden anrichten.

Zum Thema Elektret:
Die Blueline-Serie ist "selbstpolarisiert", wie uns das Manual auf Seite 10 verrät (http://cloud.akg.com/7742/c391b_se300b_manual.pdf), also Elektret. Genau wie viele andere KMs dieser Preisklasse auch. "Echtkondensator" (warum auch immer das so heißt - auch im Elektretmikrofon ist der Wandler ein Kondensator!) ist zu dem Preis nur in Fernost zu produzieren.

Zu MBHO:
Mein Eindruck von der modularen Serie war, daß sie im Direktvergleich mit Neumann und Schoeps etwas "härter" und mittiger klingen. Mir hat das nicht so gut gefallen, aber das ist Geschmackssache.

LoboMixx
Senior Member
Beiträge: 149
Registriert: 25.12.2015, 18:45
Ort: Moenchengladbach

Re: Frage zur Anschaffung von Mikrofonen

Beitragvon LoboMixx » 16.01.2016, 14:38

Gerne möchte ich über den weiteren Fortgang berichten.

Mittlerweile wurde mir über verschiedene Forumsmitglieder die Möglichkeit eines Gebrauchtkaufs vermittelt aus verschiedenen seriösen Quellen. Darunter ein gleich mehrere MBHO´s, auch modular und mit verschiedenen Richtcharakteristiken (div. Kugeln, Nieren, breite Niere, Acht). Bedingt durch den ja stets günstigeren Gebraucht-Tarif konnte ich noch innerhalb meines angepeilten maximalen Budgets bleiben und habe dabei eine sehr gute Auswahl mit der ich zum einen meinen Mikrofonbestand qualitativ verbessern kann und zum anderen Richtcharakteristik-Varianten in ausreichender Zahl habe, mit denen ich experimentieren kann bzw. versuchen kann, die passendste Richtcharakteristik im Anwendungsfall auszusuchen.

Wahrscheinlich werden dadurch einige weitere andere Mikrofone aus meinem bisherigen Bestand obsolet, z.B. die Oktavas.
Ich habe die Mikrofone zwar noch nicht hier, aber ich gehe davon aus, damit meinem Ziel erheblich näher gekommen zu sein, so gut wie nötig, aber eben auch finanziell möglich ausgestattet zu sein.

Ich möchte mich hier noch einmal sehr bedanken, nicht nur bei den freundlichen Hinweisgebern, sondern ganz allgemein bei diesem Forum und seinen Betreibern das mir diese erfolgreiche Möglichkeit des Austausches bietet!

Gruß, Jürgen


Zurück zu „Tontechniker-Spielzeug“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste