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Madikabel

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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manjak
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Madikabel

Beitragvon manjak » 17.01.2017, 13:39

Moyn Zusammen,

ich habe mein altes Fireface UFX verkauft und ein Madiface Pro zugelegt, weil mir das gewurstel mit dem dicken Kabel vom Multecore nicht so gefallen hat. Bei Madiface Pro erfolgt die Übertragung primär per LWL. Natürlich kann man auch einen Adapter dazwischenschalten und mit Koax arbeiten, aber ich würde natürlich gern den direkten Weg zu meinen Octamics ohne Zwischenglieder gehen.

Die Madikabel, die einigermaßen erschwinglich sind, haben das Problem, dass die nicht noch einmal extra ummantelt sind und deshalb nicht so strapazierfähig sein sollen, Thema Trittfestigkeit. Die Ummantelten Kabel vom ALVA auf der Trommel mit 100 Meter kosten stolze 1250 Euro, aber ich brauche keine 100 Meter und finde den Preis auch ziemlich heftig und ohne Kabeltrommel gibt es da nichts in dieser qualität bei der Syntax GmbH.

Um wenn man mit Wandlern arbeitet und Koax einsetzt, kosten natürlich die Wandler und Koax soll auch störanfälliger sein.

Hat hier jemand Erfahrungen mit Madi?
Welchen Weg nutzt Ihr Koax oder LWL?
Gibt es erschwingliche Alternativen bei LWL mit Ummantelung, also 50 Meter für 200 oder 300 Euro?
Oder sind die normalen Kabel für 70 oder 100 Euro ausreichend und machen in der Regel keine Probleme

Viele Grüße
Manfred


Nachtrag: Bin jetzt schonmal ein wenig weiter. Die Kabel die man dafür braucht sind vom Standard Mil C85045 und aus dem Militärbereich für den freifeldeinsatz. Ich bin mal gespannt was sich da jetzt aus meinen Anfragen ergibt.
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Viele Grüße
Manfred

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Re: Madikabel

Beitragvon Tonzauber » 18.01.2017, 07:54

Guten Morgen!

Das Problem bei den Kosten für LWL-Kabel ist nicht das Kaberlmaterial, sondern die Stecker-Konfektionierung.
Deswegen macht es preislich (fast) keinen Unterschied, ob das Kabel 10, 100 oder 500m lang ist.

Ich würde Dir aus der Praxis sehr empfehlen, in den sauren Apfel zu beißen und einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein Neutrik Opticalcon-System zu investieren. (oder, wenn du etwas sparen willst, in das HiFiber System von Sommer...aber Opticalcon ist besser).

SC und LC-Stecker, wie sie auf den Geräten zu finden sind, sind nicht für häufige Steckzyklen ausgelegt und verriegeln zwar anfangs gut, doch nutzt sich das schnell ab. Zudem sind sie bei Verschmutzung (die zwangsweise beim dauernden An- und Abstecken entsteht), schwieriger zu reinigen als die Opticalcon.

Ich weiß, 1500 Euro für 100m Kabel hört sich anfangs viel an - wenn Du aber nur kurz überschlägst, was Dich 128 Kanäle (2x64) in Kupfer kosten würden.... ist es ein Spottpreis.

Weiters: Kabel über 20m würde ich IMMER auf einer Trommel nehmen.

Zum Thema normale EDV Patchkabel: Ja, kannst Du nehmen; kosten 30-70 Euro für 50m, je nach Händler. Die darfst du aber nur als Einmalkabel sehen, (vielleicht überleben sie aber auch mal 2,3,4 Einsätze) und ich würde auch immer ein Ersatzkabel dabei haben; sie sind zwar stabiler als ihr Ruf, aber doch wesentlich empfindlicher als Kabelmaterial das wir gewohnt sind, und ausserdem ohne Trommel nicht wieder aufwickelbar, da sie das Wickel-Verhalten einer Sprungfeder haben :-) Ich habe sowas immer als Notfallkabel mit dabei, falls mir jemand meine "teure" Glasfaser kaputt macht.
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 19.01.2017, 22:12

Moyn Georg,

Danke für Deine Rückmeldung.

"Das Problem bei den Kosten für LWL-Kabel ist nicht das Kaberlmaterial, sondern die Stecker-Konfektionierung.
Deswegen macht es preislich (fast) keinen Unterschied, ob das Kabel 10, 100 oder 500m lang ist."

Ok, werde mich mal überraschen lassen. Habe einen Anbieter gefunden bei dem 100 Meter Kabel 150 Euro kosten. Jetzt warte ich noch auf das Angebot, was die Konfektionierung kostet. Werde dazu berichten!

"Ich würde Dir aus der Praxis sehr empfehlen, in den sauren Apfel zu beißen und einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein Neutrik Opticalcon-System zu investieren. (oder, wenn du etwas sparen willst, in das HiFiber System von Sommer...aber Opticalcon ist besser)."

Werde ich mir auf jeden fall mal anschauen. Es ist ja oft genug so, dass derjenige der billig kauft zweimal kauft und hinterher draufzahlt. Sauer ist nur bei einigen Nahrungsmittel lecker, nicht bei euros!

"SC und LC-Stecker, wie sie auf den Geräten zu finden sind, sind nicht für häufige Steckzyklen ausgelegt und verriegeln zwar anfangs gut, doch nutzt sich das schnell ab. Zudem sind sie bei Verschmutzung (die zwangsweise beim dauernden An- und Abstecken entsteht), schwieriger zu reinigen als die Opticalcon."

Da gehst du natürlich von einem professionellen Betrieb, mit mehr oder weniger täglichem Einsatz aus. Ich als "Hobby-Tontechniker" setze meine Technik vielleicht ein dutzend mal im Jahr ein, so dass das bei mir eher nicht so ein Problem sein wird, aber wer, so wie Du, das regelmäßig einsetzt, sollte dann sicher darauf achten.

"Ich weiß, 1500 Euro für 100m Kabel hört sich anfangs viel an - wenn Du aber nur kurz überschlägst, was Dich 128 Kanäle (2x64) in Kupfer kosten würden.... ist es ein Spottpreis."

Ja, 128 Kanäle als Kupfer würden sicher auch beim Schrotthändler schon eine Menge bringen ;-) aber wer wer das so wie ich nur als Hobby macht, muss die Kirche natürlich im Dorf lassen.

"Weiters: Kabel über 20m würde ich IMMER auf einer Trommel nehmen. "

Das sehe ich genau so. Schon die 20 Meter XLR-Kabel, die ich hier habe, sind beim Auf- und Abwickeln kein Spaß. Die Kabeltrommel ist da ganz sicher ein muss, wenn es mehr wird.

"Zum Thema normale EDV Patchkabel: Ja, kannst Du nehmen; kosten 30-70 Euro für 50m, je nach Händler. Die darfst du aber nur als Einmalkabel sehen, (vielleicht überleben sie aber auch mal 2,3,4 Einsätze) und ich würde auch immer ein Ersatzkabel dabei haben; sie sind zwar stabiler als ihr Ruf, aber doch wesentlich empfindlicher als Kabelmaterial das wir gewohnt sind, und ausserdem ohne Trommel nicht wieder aufwickelbar, da sie das Wickel-Verhalten einer Sprungfeder haben :-) Ich habe sowas immer als Notfallkabel mit dabei, falls mir jemand meine "teure" Glasfaser kaputt macht.[/quote]"

Solche Kabel sind für mich keine Lösung. Musiker schauen auf die Noten und nicht auf die Kabel und dann tritt irgendwer unglücklich auf das Kabel und dann war es das im Zweifel mit der aufnahme. Da muss definitiv eine robuste Lösung her, alles andere macht überhaupt keinen Sinn.

Viele Grüße
Manfred
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 20.01.2017, 14:24

Moyn Zusammen,

ich habe jetzt mal ein Angebot für die Konfektionierung von Madikabeln mit SC-Steckern erhalten. Der Preis für die Konfektionierung ist dabei in der Tat das teuerste, was Georg ja schon angedeutet hat. Den Preis mache ich hier nicht öffentlich, weil ich als studio natürlich andere Konditionen bekomme als ein Endkunde, aber für 50 Meter im Mil85045-Standard liege ich im unteren 3-stelligen Euro-Bereich.

Wenn ich meine bisherigen Aktivitäten sehe, bin ich in der Regel mit Kabellängen von 30 Meter sehr gut hingekommen. 50 Meter sollten deshalb nach meiner Meinung für meine Zwecke allemal ausreichend sein. Allerdings kosten mich weitere 50 Meter keine 100 Euro mehr und auf einer Kabeltrommel tut das ja nicht wirklich weh. Für den Fall der Fälle hätte ich dann aber vorgesorgt.

Wie sind da eure Erfahrungen aus der Praxis? Sind fünfzig Meter in der regel ausreichend oder machen 100 Meter tatsächlich irgendwie doch Sinn.

Freue mich auf Eure rückmeldungen
Manfred
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Re: Madikabel

Beitragvon pkautzsch » 20.01.2017, 16:53

Ich komme mit 30 Metern Multicore eigentlich immer hin bei Mobilaufnahmen. Man kann sich ja auch den Platz für die "Tonregie" entsprechend suchen, meist wird der jedoch eher nah an der Bühne sein. Ich versuche, das MC immer vom Publikumsbereich fernzuhalten. Damit bleiben nur Bühnennebenräume oder in Kirchen die Sakristei übrig, und da ist eigentlich immer Platz für zwei Racks zu 4 HE und einen Laptop.
(A propos Racks: Wie soll eigentlich der Backuprecorder angeschlossen werden?)
Man bedenke auch: je weiter weg man sitzt, desto weiter ist der Weg, wenn man in der Probe etwas anpassen möchte.
100 Meter - da kannst ja mit dem Ü-Wagen vor dem Gebäude stehen... So lange Kabel sehe ich eher im Installations-Bereich, wo es zur Regie hinten überm zweiten Rang gehen soll (oder gar im Nachbargebäude...)

manjak
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 20.01.2017, 18:12

"Ich komme mit 30 Metern Multicore eigentlich immer hin bei Mobilaufnahmen. Man kann sich ja auch den Platz für die "Tonregie" entsprechend suchen, meist wird der jedoch eher nah an der Bühne sein. Ich versuche, das MC immer vom Publikumsbereich fernzuhalten. Damit bleiben nur Bühnennebenräume oder in Kirchen die Sakristei übrig, und da ist eigentlich immer Platz für zwei Racks zu 4 HE und einen Laptop.

Das ist auch mein übliches Aufnahmeumfeld und auch meine bisherige Erfahrung.

"(A propos Racks: Wie soll eigentlich der Backuprecorder angeschlossen werden?)"

Das ist ein spannendes Thema. Ich hatte ja bisher ein Fireface UFX wo ich dann über den internen Recorder auf USB-Stick und dann auf meinem Notebook mit Sequoia mitgeschnitten habe. Das madiface Pro hatt nun aber keine interne Recordingeinheit. Bisher ist mein Notebook mit Sequoia bei einer Aufnahme noch nie ausgefallen, aber einmal ist ja irgendwann immer das erste mal. Bei einer Aufnahmesitzung unter Studiobedingungen kann man den Part ja wiederholen lassen, aber in einem Konzert ist das dann der Supergau. Blöderweise war es gerade die interne Recordingeinheit des Fireface, die mir bei meinem letzten Konzertmitschnitt einen Streich gespielt hat und Aussetzer auf der Aufnahme hatte; Irgend ein Problem mit den USB3-Sticks von Kingston. Zum Glück war auf dem Rechner alles OK.

Welche Möglichkeiten gibt es hier, also was macht Ihr zur Absicherung?

"Man bedenke auch: je weiter weg man sitzt, desto weiter ist der Weg, wenn man in der Probe etwas anpassen möchte.
100 Meter - da kannst ja mit dem Ü-Wagen vor dem Gebäude stehen... So lange Kabel sehe ich eher im Installations-Bereich, wo es zur Regie hinten überm zweiten Rang gehen soll (oder gar im Nachbargebäude...)[/quote]"

Ja, Sport mache ich auch eher woanders. Insoweit vermag ich 100 Meter auch nicht wirklich als sinnig anzusehen, aber mein Erfahrungshorizont ist als Amateuer, der seine Aktivitäten jetzt ein wenig ausweitet, doch eher beschränkt.

Viele grüße
Manfred
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Re: Madikabel

Beitragvon tillebolle » 20.01.2017, 18:31

Tonzauber hat geschrieben:Ich würde Dir aus der Praxis sehr empfehlen, in den sauren Apfel zu beißen und einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein Neutrik Opticalcon-System zu investieren. (oder, wenn du etwas sparen willst, in das HiFiber System von Sommer...aber Opticalcon ist besser).

SC und LC-Stecker, wie sie auf den Geräten zu finden sind, sind nicht für häufige Steckzyklen ausgelegt und verriegeln zwar anfangs gut, doch nutzt sich das schnell ab. Zudem sind sie bei Verschmutzung (die zwangsweise beim dauernden An- und Abstecken entsteht), schwieriger zu reinigen als die Opticalcon.

Blöde Frage: Wenn ich das richtig verstehe, braucht man doch dann einen Adapter von SC-Stecker auf Opticalcon oder HiFiber. Der ist dann aber eigentlich nur sinnvoll bei einem Rackeinbau mit einem Opticalcon/HiFiber-Anschlussfeld. Nun eignet sich das Pultgehäuse des Madiface Pro aber eher nicht so für den Rackeinbau, womit diese Lösung wohl ausscheidet. Oder nich?

Viele Grüße
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 22.01.2017, 08:16

tillebolle hat geschrieben:
Tonzauber hat geschrieben:Ich würde Dir aus der Praxis sehr empfehlen, in den sauren Apfel zu beißen und einmal Geld in die Hand zu nehmen und in ein Neutrik Opticalcon-System zu investieren. (oder, wenn du etwas sparen willst, in das HiFiber System von Sommer...aber Opticalcon ist besser).

SC und LC-Stecker, wie sie auf den Geräten zu finden sind, sind nicht für häufige Steckzyklen ausgelegt und verriegeln zwar anfangs gut, doch nutzt sich das schnell ab. Zudem sind sie bei Verschmutzung (die zwangsweise beim dauernden An- und Abstecken entsteht), schwieriger zu reinigen als die Opticalcon.

Blöde Frage: Wenn ich das richtig verstehe, braucht man doch dann einen Adapter von SC-Stecker auf Opticalcon oder HiFiber. Der ist dann aber eigentlich nur sinnvoll bei einem Rackeinbau mit einem Opticalcon/HiFiber-Anschlussfeld. Nun eignet sich das Pultgehäuse des Madiface Pro aber eher nicht so für den Rackeinbau, womit diese Lösung wohl ausscheidet. Oder nich?


Na ja, die beiden Octamics die ich habe, sind ja shcon in einem Rack verbaut, da würde dass dann schon gehen, aber an dem Madiface muss ich dann so oder so immer umstecken, denn das Rack steht auf der bühne und das Madiface bei meinem Notebook. Und günstiger wird das nun ja auch nicht, die Opticalconkabel sind zwar nicht wesentlich teurer als die Madikabel die ich mir jetzt konfektionieren lassen. Aber dann komm tnoch das System selbst dazu. Insgesamt ist das natürlich trotzdem interessant.

Da die Octamics in dem Rack sind, denke ich darüber nach, die fest zu verkabel und dann nur noch mit dem Duplexkabel zum Madiface zu verbinden. Dann muss ich an den gerätren nicht umstecken. Für die Verkabelung im Rack nehme ich dann günstige Patchkabel, da die dann ja keiner wirklichen Belastung ausgesetzt sind. Und wenn die mal hin sind, kommen die halt weg, sind dann 10 euro.

Aber ich hätte gern noch mal einen Input zum Thema Backuprecording. Wie macht Ihr das?

Viele Grüße
Manfred







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Re: Madikabel

Beitragvon Grosse_j » 22.01.2017, 09:21

Das mit dem Backup ist bei mir das USB Recording des UFX und der Laptop am USB Ausgang.
Neulich hatte ich einen Gast beim Konzertmitschnitt für Surround Experimente, da haben wir meine analogen Ausgänge des UFX und den digtalen des Octamic via den Sub-D (war ihm sicherer als optisch digital) auf seine Recordingeinheit ausgegeben - quasi eine "Backup" Variante mit einer zweiten Recording Einheit als 12 Kanal Aufnahme.

Im kleinen mache ich das mit Y Kabeln am analogen Ausgang eines Quadmic, UC als Recording Gerät - gibt 6 Kanäle auf den Laptop und 6 analoge Ausgänge (2 am UC) auf ein DR680 Chipkarten Recorder als backup - alles mit einem LI Akku Set (netzunabhängig - das erlaubt einem eine freie Platzwahl und schnellers Auf-/Abbauen beim Konzertmitschnitt) - natürlich mit zwei Akkus die im Betrieb (gepuffert über Elkos) umgeschaltet werden können und mit Spannungskontrolle.
(Mit UC/Quadmic via ADAT ins UFX kann ich bei obigem UFX setup noch 6 Kanäle dazu gewinnen.)

Letzlich gibt es echtes backup ja nur in Grenzen, zumindest Mikrofone und Mikrofonvorverstärker sind nicht redundant vorhanden, während letztere gute Möglichkeiten geben das Signal in einen "Backup" Rekorder analog oder digital auszukoppeln. Es ist also im wesentlichen ein backup gegen "PC Crash".

Grüße
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Re: Madikabel

Beitragvon Rottenroll » 22.01.2017, 10:24

Guten Morgen

mich treibt das Thema "Backup" auch immer wieder um, hatte bis jetzt aber immer Glück und ein zuverlässig laufendes System. (MacBook Pro, Cubase & "ältere" RME Fireface-Hardware ohne diese USB-Backupoption) Ich habe einmal folgendes bei einem Konzertmitschnitt installiert, um mein subjektives Sicherheitsgefühl zu steigern: Zwischen das A/B-Hauptmikrofon habe ich per K&M-Klemme einen dieser portablen Audiorecorder (Yamaha Pockettrack) befestigt und mitlaufen lassen. Gleichwohl hatte diese Lösung zu viele Nachteile in der Praxis: Man muss umständlich das Hauptsystem vor Konzertbeginn herunterholen und wieder hochfahren, um die Aufnahme zu starten. Der Aufnahmebereich der X/Y-Mikros passt halt so garnicht zu der Position des Aufnahmeortes. Ausserdem sieht dieses Gebilde -gelinde gesagt- auch nicht wirklich sexy aus, das Einpegeln ist fummelig usw... Aber immerhin hätte man bei einem Totalcrash wenigstens irgendwas für den Kantor gehabt...

Ein komplett unabhängiges Havariesystem würde bei mir jeglichen finanziellen und organisatorischen Rahmen sprengen. Ich lasse mich aber gerne weiter durch Eure Erfahrungen inspirieren!

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch.
Ingo

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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 22.01.2017, 10:50

[quote="Grosse_j"]Das mit dem Backup ist bei mir das USB Recording des UFX und der Laptop am USB Ausgang.

Also so, wie ich das bisher auch gemacht habe, wobei ich bisher nie den Mitschnitt auf dem USB gebraucht habe.

"Neulich hatte ich einen Gast beim Konzertmitschnitt für Surround Experimente, da haben wir meine analogen Ausgänge des UFX und den digtalen des Octamic via den Sub-D (war ihm sicherer als optisch digital) auf seine Recordingeinheit ausgegeben - quasi eine "Backup" Variante mit einer zweiten Recording Einheit als 12 Kanal Aufnahme.

Im kleinen mache ich das mit Y Kabeln am analogen Ausgang eines Quadmic, UC als Recording Gerät - gibt 6 Kanäle auf den Laptop und 6 analoge Ausgänge (2 am UC) auf ein DR680 Chipkarten Recorder als backup - alles mit einem LI Akku Set (netzunabhängig - das erlaubt einem eine freie Platzwahl und schnellers Auf-/Abbauen beim Konzertmitschnitt) - natürlich mit zwei Akkus die im Betrieb (gepuffert über Elkos) umgeschaltet werden können und mit Spannungskontrolle.
(Mit UC/Quadmic via ADAT ins UFX kann ich bei obigem UFX setup noch 6 Kanäle dazu gewinnen.)

Letzlich gibt es echtes backup ja nur in Grenzen, zumindest Mikrofone und Mikrofonvorverstärker sind nicht redundant vorhanden, während letztere gute Möglichkeiten geben das Signal in einen "Backup" Rekorder analog oder digital auszukoppeln. Es ist also im wesentlichen ein backup gegen "PC Crash"."

Und zumeist schon eine mehr oder weniger vorgemischte Version, zumindest dann, wenn wie bei einem Orchester, viele Mikrofone als Stützen zum Einsatz kommen.

In der Regel habe ich eine USv mit 700VA dabei, über die meine Octamics laufen und die damit gut eine Stunde ohne Netzstrombetrieben werden können und das Madiface wird ja über den USb vom Notebook mit Spannung versorgt und ist damit auch Akkugepuffert. Wenn sich der Rechner aufhängt, hat man in der Tat ein Problem. Dann routet aber das Madiface munter weiter und wenn man dahinter etwas angeklemmt hat, hat man zumindest das als Recording. Ideal wäre also eine Recordingeinheit im Rack, die man auch über Madi verbindet und die 1/1 das geroutete Signal mitschneidet, so wie auf dem PC. So etwas gibt es aber nicht, es sei denn, man gönnt sich ein UFX+, wozu ich keine wirkliche Lust habe. Bisher ist ja nie was passiert, und wie heißt es so schön, no risc no fun!

wobei das natürlich alles sehr akademisch ist, denn wenn wirklich mal für etwas längere Zeit der Strom ausfällt, habe ich zwar ohne Licht kein Problem, das ist ja für mich der Normalzustand ;-), aber die Musiker, denn ohne Licht können die Ihre Noten nicht mehr lesen und nur in den wenigsten Konzertsälen dürfte es eine USV für die Stromversorgung der gesamten elektrischen Anlage geben.

VG Manfred
Viele Grüße
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Re: Madikabel

Beitragvon tillebolle » 23.01.2017, 11:13

Bevor ich auf das UFX mit USB Recording umgestiegen bin habe ich zumindest die beiden Hauptmikrofone aus dem Line-Out des Octamic in einen Mobilrecorder laufen lassen. Das setzt natürlich voraus, dass dieses Signal auch ohne Stützen als Notbehelf brauchbar ist. In vielen meiner Aufnahmesituationen hängt aber das HM über dem Dirigenten und die Gesangssolisten stehen seitlich neben ihm an der Bühnenkante, da kommt man ohne Stützen nicht weit. Deshalb das UFX-Backup, welches ich auch schon gebraucht habe.

Übrigens ist es sinnvoll, verschiedene USB-Varianten am UFX zu testen, also mal mit voller Kanalzahl eine Stunde aufzunehmen. Manche USB-Sticks machen da Aussetzer. Die besten Erfahrungen habe ich mit einer SD-Karte im USB-Adapter gemacht.

Viele Grüße
tillebolle
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Re: Madikabel

Beitragvon Grosse_j » 23.01.2017, 11:28

Bei mir hängt immer eine 2'5 externe USB Festplatte am Durec Ausgang des UFX. Man muss sich halt die angezeigten (Projekt-) Nummern im Durec Display aufschreiben damit man nicht zu lange suchen muss.
Gruß
Grosse_j

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Re: Madikabel

Beitragvon Tonzauber » 23.01.2017, 11:57

Bei Live-Produktionen sind bei mir immer zwei komplett unabhängige Recording-Systeme am Start.
Je nachdem, wie das System-Setup aussieht, splitte ich das MADI Signal aktiv in der Regie, oder hänge das Backup-System direkt an den Redundanz-Ausgang der Stagebox.

Bei Aufnahmen im Wiener Konzerthaus, wo die Aufnahmen über die Vista 9 in unserer Regie laufen, werden die Signale "hinter dem Pult" auf zwei unabhängige DAWs geroutet - bei Produktionen mit höchsten Anforderungen besteht noch die Möglichkeit ein 3. Recording direkt an der Stagebox abzugreifen.

Wobei zusätzlich noch das primäre Aufnahmesystem zeitgleich auf zwei Festplatten aufnimmt. Diese zwei Platten werden im Anschluss auch an verschiedenen Orten getrennt aufbewahrt, bzw. werden sie bei Aunfhamen on Location auch - so irgendwie möglich - getrennt transportiert.
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 23.01.2017, 21:44

Moyn Zusammen,

also inzwischen steht hier auf meinem Schreibtisch das kleine Madiface Pro und ich bin überrascht, wie klein dieses Teil doch ist. aber zurück zum Backuprecording. Wenn ich die Möglichkeiten überdenke, bleibt mir aktuell nur darauf zu vertrauen, dass mein System bei einem Konzertmitschnitt so zuverlässig läuft, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Also kein doppeltes Netz und Boden mehr. Das Madiface Pro hat nun einmal kein internes Recordingsystem. Ein zweites Madiface einzuschleifen dürfte technisch nicht möglich sein (oder doch?) und ein Fireface UFX+ möchte ich mir nicht leisten, zumal die Recordingeinheit für mich faktisch nicht bedienbar war. Auch die Krücke über die ARC war da nicht hilfreich, denn ich konnte das Recording zwar über die ARC starten, aber nicht stoppen. Denkbar nur über die ADAT-Ausgänge der Octamics zu gehen, wofür ich aber dann ein Gerät mit mindestens zwei Adateingängen haben müsste Und wenn ich die Internen preamps auch nutze, dürfte ich darauf in keinem Fall etwas wichtiges legen.

Also in Zukunft mut zur Lücke oder gibt es noch andere Ideen?Viele Grüße
Manfred
Viele Grüße
Manfred

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