Auratone

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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UweL
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Auratone

Beitragvon UweL » 19.01.2017, 12:55

... schon lange wollte ich mir eine zusätzliche Breitband-Abhöre zusätzlich zu den O98 besorgen. Inzwischen gibt es die legendären (?) Auratone-Boxen wieder neu und zu einem stolzen Preis. Ich habe sie mir bestellt und konnte nicht anders, als den Kreuzschlitzschraubendreher zu nehmen und eine Box zu öffnen. Eigentlich habe ich es genau so erwartet, aber hab' dann doch mit den Zähnen geknirscht: Außer einem akkurat gearbeiteten MDF-Gehäuse gibt es nur ein wenig Dämmmaterial, das Anschlussterminal und den 4,5"-Lautsprecher. Mein Verstand sagt mir, dass über 400 Euro dafür zu viel sind, zumal zum Betrieb noch eine kleine Endstufe vonnöten ist.

Wer mag mich davon überzeugen, dass die Auratones dennoch z.B. den viel billigeren Behritones oder anderen Alterativen vorzuziehen sind? Im Moment fällt mir nur ein, dass ein vermutlich guter Wiederverkaufswert der Auratones ein positives Argument sein könnte.

Gruß

Uwe

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Wilfried
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Re: Auratone

Beitragvon Wilfried » 19.01.2017, 15:50

Ich verstehe nicht so ganz, was du mit einer zweiten (teuren) Abhöre erreichen willst. :?:

Zur Nachstellung einfacher Abhörverhältnisse reichen doch zum Beispiel simple Regallautsprecher
von einer alten defekten Minianlage (ggf. vom Wertstoffhof - bitte nur freundlich fragen)
oder wenn's Mono sein soll ein kleines Kofferradio. Und das zu Null Kosten.

Die Auratones finde ich völlig überzogen - preislich sowieso - für den genannten Zweck.
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Re: Auratone

Beitragvon UweL » 20.01.2017, 10:07

Hallo Wilfried,

danke für Deine Rückmeldung.

Erreichen will ich eine ausgewogene Mischung. Dazu gehe ich gelegentlich auch mal vor die Tür (erstaunlich, wie dann ein zu lauter Bass plötzlich auffällt, der in der Regie in Ordnung schien), betätige den Monoschalter ... und nutze auch mal sehr schlichte Böxchen, um zu kontrollieren, wie die Mischung auf einfachem Equipment klingt.

Öfter habe ich zahlende Kunden bei der finalen Mischung auf dem roten Sofa sitzen, so dass es sich für mein Verständnis verbietet, Dinge vom Wertstoffhof aufzustellen. Dass ich die Auratones überteuert finde, meine ich ausgedrückt zu haben. Ich kann sie zurückschicken und werde das wohl tun.

Meine Frage zielte darauf, ob es von Praktikern bestechende Gründe gibt, die dennoch für die Auratones sprechen. In "Professional Audio", "Recording Magazin" und anderen Publikationen werden die Auratones insbesondere im Vergleich zu den Alternativen über den Klee gelobt.

Bin ich wirklich der einzige, der gerne mit solchen Kontrollen arbeitet?

Gruß

Uwe

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hafi69
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Re: Auratone

Beitragvon hafi69 » 20.01.2017, 12:19

In "Professional Audio", "Recording Magazin" und anderen Publikationen werden die Auratones insbesondere im Vergleich zu den Alternativen über den Klee gelobt.

Was in solcher Toilettenlektüre steht ist wohl verhältnismäßig uninteressant.
Über den Klee gelobt werden stets die Produkte der Werbekunden. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Wozu braucht man eine "Lo-Fi"-Abhöre?
Bei näherer Betrachtung ist das vollkommener Unsinn, denn:
Man nähert sich dem "08/15" Konsumenten damit an an, eher entfernt man sich damit noch weiter - weil jede Murks-Abhörsituation
anders klingt.
Da hat es schon eher Sinn sich das Ganze über möglichst banale und unangepasste In-Ear-Stöpsel anzutun,
denn so sieht die "Abhöre" vieler Konsumenten heute aus.

Wenn es denn trotzdem Breitbänder o.ä. sein sollen reicht sicherlich auch die billige Alternative aus dem Behringer-Stall aus.
Oder eben irgendetwas.
Als erstes müssen aber die Hauptabhören so präzise und interpretierbar wie möglich sein.

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d_fux
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Re: Auratone

Beitragvon d_fux » 20.01.2017, 12:48

UweL hat geschrieben:Öfter habe ich zahlende Kunden bei der finalen Mischung auf dem roten Sofa sitzen, so dass es sich für mein Verständnis verbietet, Dinge vom Wertstoffhof aufzustellen.


Es muss ja nicht der Wertstoffhof sein, sofern man da überhaupt Sachen kriegt, das ist hier leider nicht mehr der Fall :cry: - hab da schon so viele gute Dinge mitgenommen, bis hin zu Standlautsprechern (Heco).
Es gibt da im Internetz so eine große Verkaufsplattform, deren Name mir gerade entfallen ist... :opa:

Tip: Einige Kompaktanlagenlautsprecher von Sony klingen erstaunlich erwachsen, d.h. ohne zu quäken und mit brauchbarem Bass und Höhen. Die würde ich für solche Zwecke durchaus nutzen. Konkrete Namen auf Anfrage... 8-)

Bin ich wirklich der einzige, der gerne mit solchen Kontrollen arbeitet?


Durchaus nicht. Im Auto isses auch immer noch gut zu testen.

D.

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Re: Auratone

Beitragvon UweL » 20.01.2017, 14:10

offtopic

hafi69 hat geschrieben:
Was in solcher Toilettenlektüre steht ist wohl verhältnismäßig uninteressant.
Über den Klee gelobt werden stets die Produkte der Werbekunden. Mehr muss man dazu nicht sagen.


Möglicherweise ist das so bei den beschriebenen Magazinen. Ich weiß es im Gegensatz zu Dir nicht, Christopher. Gerne möchte ich jedoch anmerken, dass ich u.a. seit 2004 in jeder Ausgabe von SONIC (http://www.sonic.de) Interviews, Vintage-Storys, Rezensionen und Tests schreibe. Noch NIE habe ich meine Artikel dem Wunsch von Inserenten angepasst (... und da gibt es einige Tests, die nicht nach dem Geschmack von Geschäftsleuten waren). Nicht ein einziges Mal wurde seitens der Chefredaktion versucht, Einfluss auf die Texte zu nehmen. Es wäre auch kurzsichtig. Gute Publikationen leben von ihrer langfristigen Reputation.

/offtopic


hafi69 hat geschrieben:Bei näherer Betrachtung ist das vollkommener Unsinn


Ich respektiere, dass es für Dich vollkommener Unsinn ist, Christopher. Für mich nicht.

d_fux hat geschrieben:Durchaus nicht. Im Auto isses auch immer noch gut zu testen.


Mach ich manchmal auch, aber ich hätte es gerne einfacher, deshalb meine naive Frage nach der Zweckmäßigkeit der Auratones ;-)


Die Auratones gehen zurück, ich habe für ein paar wenige Euros gebrauchte Behritones C5A erstanden. Alles ist gut. Offenbar benutzt niemand Auratones.

Gruß

Uwe
Zuletzt geändert von UweL am 26.01.2017, 23:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Auratone

Beitragvon Wilfried » 20.01.2017, 14:13

UweL hat geschrieben:Öfter habe ich zahlende Kunden bei der finalen Mischung auf dem roten Sofa sitzen, so dass es sich für mein Verständnis verbietet, Dinge vom Wertstoffhof aufzustellen.


Ein bisschen Klavierlack und ein Phantasielogo (Gravuren gibt's günstig bei Lieferanten von Pokalen)
ähnlich dem eines bekannten Lautsprecherherstellers + etwas Gesülze über Prototyp und
ausgewähltes Teststudio oder so, und schon hast du kein Problem mehr mit dem Recyclingmaterial. :lol:
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Re: Auratone

Beitragvon sleepytomcat » 20.01.2017, 14:52

… das entwickelt sich ja langsam in eine interessante Diskussion über Abhöre beim finalen Mix…

Da gibt es ja wunderbare Abhörräume mit tollen Nah- und Fernfeldmonitoren, die nach physikalischen Gesetzen optimiert und optimal aufgestellt wurden. Natürlich ist der Abhörraum hinsichtlich seiner akustischen Eigenschaften durchoptimiert.

Fragen wir uns doch einmal ehrlich: Was haben diese Räume mit der Wirklichkeit des Konsumenten noch gemeinsam? — Nichts!

Der Normalo hört überwiegend Musik (gleich welcher Art) in seinem Wohnumfeld mit Heimanlagen. Er hat Hörerwartungen, die in diesem Umfeld erfüllt werden wollen. Die Erfüllung von Hörerwartung gilt gleichermaßen für die Konsumenten mit den "Schmalzbohrern". Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Wer die Erwartung des Kunden, weil selber ein höherer Anspruch besteht, nicht erfüllt, wird vom Kunden fortgewunken.

Ich erinnere mich gerne an Äußerungen von EBS, der ausdrückte, dass eine Aufnahme Vorstellungen und Erwartungen erfüllen muss, um "gut zu klingen", das dies nicht zwangsläufig etwas mit "Authentizität" zu tun hat, liegt in der Natur der Sache.

Ich rede hier nicht einer "Lo-Fi"-Abhöre das Wort. Ich rede von Erwartungserfüllung, die natürlich von individuellen Lernprozessen abhängig ist und ein mehr oder weniger hohes Niveau erreicht.

Eine Produktion für MP3-Player mit Schmalzbohrern ist genau unter diesen Bedingungen abzuhören, denn der Konsument tut es auch.

Eine Produktion für das "traute Heim" muss das Heim nachbilden. Dazu ist ein "Standard-Wohnzimmer" erforderlich. So etwas ist nicht unmöglich. Dazu müssen nur nur genügend derartiger Räume exploriert werden. Ebenso sind Anlagen zur Abhöre einzusetzen, die von einem durchschnittlichen Verbraucher eingesetzt werden.

Das einem Kunden kein Raum mit Sperrmüllinventar angeboten werden kann ist klar. Da muss man nicht Extreme verfallen. Wie aber ein "Standard-Wohnzimmer" mit Durchschnittsanlagen aussieht, das ist diskutierbar.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Abhöre im Auto (während der Fahrt) zu beurteilen. Kein schlechter Ansatz.

Es ist also durchaus zulässig, eine Abhöre mit Regelboxen aus dem Consumerbereich vorzunehmen, als mit sündhaft teuren Monitoren. Der Toni ist damit näher an der Realität.
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Re: Auratone

Beitragvon sleepytomcat » 20.01.2017, 14:59

… kurzer Nachtrag zu meinem vorstehenden Beitrag:

'mal diese links anschauen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/werbea ... 88099.html

http://cicero.de/stil/das-deutsche-wohn ... tsch/55992
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Re: Auratone

Beitragvon pkautzsch » 20.01.2017, 16:38

Das Problem mit der "Wohnzimmer-Abhörsituation" ist ja, daß es eben genau nicht das Standard-Wohnzimmer mit der Standard-Stereoanlage gibt - und obendrein die sogenannten Wohn-Trends immer weiter weg vom herkömmlichen Wohnzimmer mit Polstermöbeln und Bücherregalen hin zum Wohn-Koch-Treppenhaus mit großen bodentiefen Fensterflächen und einzelnen Boards an der Wand gehen. Die Lautsprecher stehen nicht mehr im Regal oder auf der Hifi-Kombination in Ohrhöhe, sondern - abgesehen von entsprechend hohen und teuren Standlautsprechern - oft auf dem Boden.

Eine Nachbildung eines "Standard-Wohnzimmers" kann also nur einen kleinen Bereich der tatsächlichen Aufstellungen und Räume abdecken und wird obendrein die Unzulänglichkeiten dieses einen Raumes beinhalten. Als Beispiel: Ein typisches Doppelhaushälften-Wohnzimmer von 25 Quadratmetern habe eine Raumresonanz bei, sagen wir, 400 Hz, und für diesen typischen Raum wird eine Mischung angefertigt, in der die 400 Hz entsprechend abgesenkt werden. Nun hat der etwas reichere Häuslebauer in seinem Einfamilienhaus mit offener Küche 45 Quadratmeter und, sagen wir, 250 Hz, dazu aber einen bei 50 und 100 Hz leise brummenden Kühlschrank. Das können wir im Studio niemals für alle denkbaren Räume beurteilen; der Bewohner eines bestimmten Hauses wird sich jedoch an "seine" Raumakustik gewöhnen, schließlich wird in demselben Raum ja auch mal ferngesehen oder gar ein Gespräch geführt.
Wir als Hersteller können aber - mit einem guten Abhörraum und guten Lautsprechern - sehr wohl beurteilen, ob die Aufnahme selbst ausgewogen klingt oder ob es da störende Überhöhungen oder "Dellen" gibt. Daher mischen wir ja auf der "großen" Abhöre und kontrollieren die Mischung dann im Nebenzimmer, im Auto oder auf kleinen Boxen, um einen Eindruck zu bekommen, wie die Aufnahme denn klingt wenn unter 500 und über 8000 Hz kaum noch etwas da ist. Man kann das ja durch portable Bluetooth-Boxen, Handylautsprecher und Ohrstöpsel ergänzen.
Ich meine mich zu erinnern, daß es sogar mal ein VST-Plugin gab, was im Summenkanal eingeschleift "kleine Boxen" simulieren sollte. Ampmodeling-Plugins gibt es ja auch zur Genüge - da sollte es genaus möglich sein, verschiedene Wohnzimmer und verschiedene Lautsprecher zu modellieren.

Zur Ausgangsfrage "Auratone oder nicht?": wichtiger als der genaue Klang (es geht ja gerade darum, daß es einen Schrott-Lautsprecher darstellen soll) ist hier wohl die Wirkung auf den Kunden. Das Vorurteil "B = Schrott" gibt es ja immer noch - auch in Hobbyrecording- und Musikerkreisen, und wenn ich nicht jedem Kunden den Grund für die Schrott-Lautsprecher erklären will, sollte ich vielleicht nicht einen Namen draufstehen haben, der mit "Schrott" assoziiert wird. Klavierlack, Eigenbau, Auratone, Yamaha, was auch immer. Der optische Eindruck ist hier das entscheidende Kriterium.

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Re: Auratone

Beitragvon hafi69 » 20.01.2017, 16:42

UweL hat geschrieben:offtopic

hafi69 hat geschrieben:
Was in solcher Toilettenlektüre steht ist wohl verhältnismäßig uninteressant.
Über den Klee gelobt werden stets die Produkte der Werbekunden. Mehr muss man dazu nicht sagen.


Möglicherweise ist das so bei den beschriebenen Magazinen. Ich weiß es im Gegensatz zu Dir nicht, Christoph. Gerne möchte ich jedoch anmerken, dass ich u.a. seit 2004 in jeder Ausgabe von SONIC (http://www.sonic.de) Interviews, Vintage-Storys, Rezensionen und Tests schreibe. Noch NIE habe ich meine Artikel dem Wunsch von Inserenten angepasst (... und da gibt es einige Tests, die nicht nach dem Geschmack von Geschäftsleuten waren). Nicht ein einziges Mal wurde seitens der Chefredaktion versucht, Einfluss auf die Texte zu nehmen. Es wäre auch kurzsichtig. Gute Publikationen leben von ihrer langfristigen Reputation.

/offtopic

(Fast) Jedes Magazin ist von seinen Werbekunden abhängig. Darum kann es sich kaum eine Publikation leisten, bestimmte
Werbekunden (Hersteller/Dienstleister) zu ignorieren oder deutlich negativ zu bewerten. Das war vor 30 Jahren schon so und
die Situation verschlechtert sich durch die Online-Konkurrenz zusehend. Immer mehr Print-Medien werden eingestellt, weil
die Werbekunden dahin gehen wo es "läuft". In vielen Fällen ist das auch gar nicht schlimm wenn ich mir den Unsinn ansehe der in
vielen Blättchen steht. Nun liest man diese Mischung aus Industrie-PR und "Infotainment" eben eher für umsonst online.
Ist immerhin ressourcenschonender.


hafi69 hat geschrieben:Bei näherer Betrachtung ist das vollkommener Unsinn

UweL hat geschrieben:Ich respektiere, dass es für Dich vollkommener Unsinn ist, Christoph. Für mich nicht.

Dann wäre an Deiner Argumentation interessiert die die meine anficht:
Inwiefern gibt es denn die mustergültige Consumer-Abhörsituation eventuell doch??


sleepytomcat hat geschrieben:Eine Produktion für das "traute Heim" muss das Heim nachbilden. Dazu ist ein "Standard-Wohnzimmer" erforderlich. So etwas ist nicht unmöglich. Dazu müssen nur nur genügend derartiger Räume exploriert werden. Ebenso sind Anlagen zur Abhöre einzusetzen, die von einem durchschnittlichen Verbraucher eingesetzt werden.
(...)
Vor diesem Hintergrund ist auch die Abhöre im Auto (während der Fahrt) zu beurteilen. Kein schlechter Ansatz.

Es ist also durchaus zulässig, eine Abhöre mit Regelboxen aus dem Consumerbereich vorzunehmen, als mit sündhaft teuren Monitoren. Der Toni ist damit näher an der Realität.

Nein, das ist für mich alles vollkommen abwegig. Es gibt ganz offensichtlich einfach keine Muster-Realität die sich nachbilden ließe,
egal ob Raumakustik oder Lautsprecher-System.
Das ist vollkommen sicherer Fakt. Damit ist jeder Versuch, seine Arbeit auf absichtlich minderwertigen Abhören beurteilen wollen
(und dann noch mit Fahrtgeräuschen??? Ernsthaft? Bei welchem Durchschnittstempo?)
verlorene Zeit und erschwert es nachhaltig, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
:opa:

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Re: Auratone

Beitragvon UweL » 20.01.2017, 17:21

hafi69 hat geschrieben:Dann wäre an Deiner Argumentation interessiert die die meine anficht:
Inwiefern gibt es denn die mustergültige Consumer-Abhörsituation eventuell doch??


Habe ich tatsächlich etwas von "mustergültiger Consumer-Abhörsituation" geschrieben?


Geschrieben habe ich, dass ich zu Kontrollzwecken mal den Mono-Schalter betätige, mal vor vor die Tür gehe und und auch mal auf einfache Boxen schalte. Mehr nicht. Alles andere ist freie Interpretation.

Zum eigentlichen Thema: Jeder darf das machen, wie er will. Hauptsache, das Ergebnis stimmt.

Gruß

Uwe

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Re: Auratone

Beitragvon aseptisch » 20.01.2017, 18:03

hafi69 hat geschrieben:Es gibt ganz offensichtlich einfach keine Muster-Realität die sich nachbilden ließe, egal ob Raumakustik oder Lautsprecher-System.
Das ist vollkommen sicherer Fakt. Damit ist jeder Versuch, seine Arbeit auf absichtlich minderwertigen Abhören beurteilen wollen [...] verlorene Zeit und erschwert es nachhaltig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. :opa:

Für meinen Geschmack ist es etwas zu kategorisch, jeden Versuch als verlorene Zeit zu bezeichnen. (Fast) jeder, der irgend etwas, das keine Maßanfertigung ist, in größeren Stückzahlen auf den Markt bringen will, trifft (vermutlich) Annahmen über die wahrscheinliche Verwendung und/oder die wahrscheinlichen Käufer. Kaum jemand wird einen Aschenbecher, ein Getränk, eine Winterjacke oder eine Reise ausschließlich so gestalten, dass sie unter idealen Bedingungen perfekt ist. Eine Reise, die in einer regenreichen Region von Dauersonne ausgeht, wird nicht sehr erfolgreich sein, so toll sie bei Sonne auch sein mag.

Vielleicht erschließen sich mit minderwertigen Abhören ja zumindest Dinge, die man in den meisten Situationen vermeiden sollte. Vielleicht erschließen sie sich auch durch Logik, aber da ist das Erfahren vielleicht hilfreich.

Ich höre seit jeher viel über Kopfhörer und habe mich manchmal gewundert, dass man bei einigen Mixen ignorierte, dass sie darüber unangenehm klingen.

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Re: Auratone

Beitragvon Wilfried » 20.01.2017, 18:24

UweL hat geschrieben:
Dass ich die Auratones überteuert finde, meine ich ausgedrückt zu haben. Ich kann sie zurückschicken und werde das wohl tun.



Somit stellt sich die Frage was sinnvollerweise mit den 400 Tacken machen :?:

Mein Vorschlag: :idea:
1.) Zum Ohrendoc gehen und den Gehörgang mal reinigen lassen. Is nich teuer und tut nich weh.
Allerdings sollte man unmittelbar danach das Ohr sich erst einmal vom Lärm erholen lassen. (Muss ich leider
regelmäßig machen wegen eines sehr langen und schmalen Gehörgangs in einen Ohr - Ja wir sind nicht immer so
symmetrisch gebaut wie es den Anschein hat). :oops:

2.) Den Restbetrag in den Topf für die Verbesserung der Akustik des Aufnahmeraums stecken.
Dazu eine anerkannte Fachfirma beauftragen. Das hat dann eine positive Auswirkung auf alle Aufnahmen.

Ich weiss, ist nicht so sexy wie die Anschaffung von Geräteausrüstung. Halte ich aber für sehr effektiv was die
Qualität der Aufnahmen angeht. Und bei einer guten Aufnahme braucht's dann nich so viel Würgerei bei der Abmischung. :opa:

Grüsse

Wilfried
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Re: Auratone

Beitragvon UweL » 20.01.2017, 18:45

Wilfried hat geschrieben:Den Restbetrag in den Topf für die Verbesserung der Akustik des Aufnahmeraums stecken.
Dazu eine anerkannte Fachfirma beauftragen. Das hat dann eine positive Auswirkung auf alle Aufnahmen.


Echt, ihr unterhaltet alle einen passenden Aufnahmeraum für Orchester und Bigbands? Respekt.


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