Seit gestern gab es einige Probleme bei der Anmeldung. Es erschienen etwas kryptische Fehlermeldungen.
Jetzt funktioniert wieder Alles.
Der Grund war: Der Provider hat heimlich still und leise die PHP Version von Version 5.6 auf 7.2 geändert.
Wir haben dies temporär wieder rückgangig gemacht.
Allerdings werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Update der Forensoftware
machen und ich hoffe dass alles problemlos läuft.
Hin und wieder kann es während dem Upgrade Prozess zu einer Nichterreichbarkeit
bzw. Fehlermeldungen kommen.

Electret Spannungsversorgung

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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hafi69
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Electret Spannungsversorgung

Beitragvon hafi69 » 25.07.2018, 10:48

Hallo,

auf der Suche nach einem Phantomspeiseadapter für ein Sennheiser e908
und andere Mikrofone (AKG C411) finde ich das Produkt von Sennheiser (MZA900) für utopische 200€
aber auch z.B. das Rode VXLR+ für 25€. Beide haben TRS-Miniklinkenanschluss und scheinen kompatibel.
Zweifel bereiten mir aber die Ausgangsspannungen, die bei solchen Adaptern varieren.
Sennheiser gibt irgendwas um 2V an, Rode dagegen "3-5V".
Ausschweigen tun sich offenbar alle Hersteller darüber, welche
Spannungen für die ihre Mikrofone "richtig" sind.
Gibt es da irgendwelche Erfahrungen oder Erkenntnisse?
Sind Spannungen zwischen 2 und 5 Volt grundsätzlich für Electrets unproblematisch?

VG
Christopher

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RainerG
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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon RainerG » 25.07.2018, 12:11

Hallo Christopher

Ich verstehe Deine Frage noch nicht so recht: Sind die "2 Volt" die Spannung die das Gerät als Versorgungsspannung an das Mikrofon abgibt oder ist es die NF-Ausgangsspannung die vom Mikrofon aus dem Gerät kommt? Als NF-Ausgangsspannung scheinen mir 2 V durchaus plausibel bei hohen Schallpegeln, als "Versorgungsspannung" scheinen mir 2 (oder auch 3...5 V) eher sehr wenig. Die normgemäßen Spannungen für P-Speisung sind doch 48 bzw. 24 Volt und bei sog. "Universalphantomspeisung" bewegen diese sich von 9....54 V.
Es gab früher mal bei den allerersten Elektretmikrofonen eine Versorgungsspannung von 5 Volt, aber diese wurden nicht als "Phantom" bereit gestellt, sondern in einem separaten Leiter zusätzlich zu den NF-Adern. Das war m.W. bei dem alten "Uher Report" so. Aber das ist schon Jahrzehnte her.

MfG
RainerG
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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon hafi69 » 25.07.2018, 13:15

Hallo Rainer,

es geht tatsächlich um die Versorgungsspannung.
Und zwar dezidiert um solche für kleine Electret-(Clip)-Mikrofone,
wie sie überall anzutreffen sind (Lavalier, Kamera, Instrumente)
und wie sie fast alle Hersteller (AKG, Sennheiser, Beyer, Shure...) im Programm haben.
Diese Modelle arbeiten ja eben aus Gründen der Kompaktheit nicht direkt über "48V", sondern wollen
ihre eigene Stromversorgung (incl. Impedanzwandlung?) vorgeschaltet haben - entweder per Batterie,
aus einer Kamera oder Funk-Beltpack, oder eben aus einem
"Phantomspeiseadapter".

Ich hoffe das klärt die Frage. :-)

Grüße
Christopher

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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon alex » 25.07.2018, 13:42

Solche Speiseadapter lassen sich für fast jede Versorgungsspannung nach dem Muster der Schoeps-Colette-Symmetrierschaltung mit wenig Aufwand auch selber herstellen (ca. 6 Bauteile, Stecker/Buchse nicht mitgerechnet).

Grüße, alex
Zuletzt geändert von alex am 25.07.2018, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon hafi69 » 25.07.2018, 14:50

Danke für den Hinweis,
leider weiß ich aber auch dann nicht welche Versorgungsspannung ideal wäre.

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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon alex » 25.07.2018, 15:19

hafi69 hat geschrieben:leider weiß ich aber auch dann nicht welche Versorgungsspannung ideal wäre.

Ich auch nicht, darüber sollten eher die Kapselhersteller Auskunft geben.

Die meisten Impedanzwandlerschaltungen sind sich in punkto Betriebsspannung relativ ähnlich, diese ist abhängig vom jeweiligen (Source-)Arbeitswiderstand und kann zwischen 1,5 und 15 V liegen.

Sennheiser beispielsweise gibt für seine Standardkapseln KE4 und KE10 Arbeitswiderstände von 8,2 kΩ bei einer Speisespannung von 9V an.

Grüße, alex
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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon hafi69 » 25.07.2018, 15:28

Sollte dies ein Indiz dafür sein, dass Electret-Kapseln keine besonderen Anforderung an die Spannung haben?

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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon alex » 25.07.2018, 15:40

hafi69 hat geschrieben:Sollte dies ein Indiz dafür sein, dass Electret-Kapseln keine besonderen Anforderung an die Spannung haben?

Sicherheitshalber würde ich dazu die Herstellerdokumentationen befragen.
Die Beschaltung der Impedanzwandler wird manchmal unterschiedlich gehandhabt, z.B. enthalten einige Modelle bereits den Sourcewiderstand, andere nicht.
Grundsätzlich beeinflusst die Speisespannung zunächst den Grenzschalldruck, und zusammen mit dem Sourcewiderstand auch den Arbeitspunkt des FET.

Grüße, alex
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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon pkautzsch » 26.07.2018, 00:59

Typische Lavaliermikrofone wie Sanken COS-11, Sennheiser MKE-2 oder Countryman B-6 "erwarten" meist 3 oder 5 Volt als Speisespannung, und 5 V stellen die "üblichen Verdächtigen" unter den Funkstrecken am Sender auch bereit. In der Praxis verwenden wir alle Mikrofone am selben Sendermodell ohne irgendwelche extra eingelöteten Widerstände, also scheint das relativ unproblematisch zu sein.
Für kabelgebundenen Betrieb (an P48) benötigt man solche Adapter, gibt es u.a. auch von Ambient (Eumel) und wenn ich mich recht entsinne z.B. AudioTechnica usw. - das größte "Problem" dürfte in den diversen nicht-standardisierten Steckervarianten liegen. 200 Euro halte ich für übertrieben.

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Re: Electret Spannungsversorgung

Beitragvon hafi69 » 26.07.2018, 11:49

Danke an alle, insbesondere letzteres hilft mir sehr weiter. :idea:


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