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CD-Authoring-Software mit DDP-Export

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tillebolle
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CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon tillebolle » 25.04.2014, 13:07

Hallo,

ich möchte weg von den CD-R als Pre-Master. Leider unterstützt meine Version von Waveburner (1.5.2) noch keinen DDP-Export, das geht erst ab 1.6. Da Apple ja beschlossen hat, dass die CD eine veraltete Technologie ist und Waveburner nicht mehr unterstützt gibt's das nicht mehr zu kaufen. Aber wenn man diesem Thread glauben darf funktioniert es ohnehin nicht richtig.

Also bin ich auf der Suche nach einer Alternative. Da ich Waveburner bisher nur nutze, um die Trackmarker zu setzen, den CD-Text einzugeben und hier und da Pausen zu bearbeiten sind meine Anforderungen nicht besonders hoch. Welche Authoring-Software für den Mac könnt ihr empfehlen?

Interessant (auch preislich) scheinen mir
Triumph von Audiofile Engineering sowie
Hofa CD-Burn & DDP.

Hat jemand Erfahrung damit?

Viele Grüße
tillebolle
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RainerG
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon RainerG » 25.04.2014, 13:30

Hallo Kollege,

DDP unterstützen eigentlich alle modernen Audioeditoren. Z.B: Wavelab, Sequoia. Was ich uneingeschränkt - wenn auch teuer - empfehle ist SADiE. Dieses gibt es ja inzwischen längst auch als native Version ohne proprietäre Hardware.
Das PQ-Editing geht damit hervorragend, man kann auch Subindizes setzen. Ich ziehe das DDP direkt auf USB-Stick und schicke diesen an das Preßwerk - geht ohne Komplikationen.

Für Pro-Tools gab es vor einigen Jahren mal ein Plug-In namens "Masterlist-CD". Aber das gibt es nicht mehr, daher geht es mit Pro-Tools definitiv nicht. Es sei denn die allerneueste Version kann es wieder.

Grüße
RainerG
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Holger » 25.04.2014, 16:19

Hi,
ich habe mit dem HoFa-Plugin in Samplitude gute Erfahrung gemacht.

Viele Grüße

Holger

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Tonzauber » 25.04.2014, 16:23

Diese Software funktioniert auch wunderbar problemlos:

http://www.sonorissoftware.com/catalog/ ... -p-47.html
Tonzauber - einfach klassisch
www.tonzauber.com

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Stefan_G » 25.04.2014, 18:34

Ich benutze seit geraumer Zeit den Plugin von Hofe.
Der ist übersichtlich, logisch aufgebaut, flink und zuverlässig.
Herzliche Grüße
Stefan

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon MartinM » 25.04.2014, 20:00

Am Mac: DSP-Quattro; Vollversion kostet weniger als damals das DDP-Plugin für BIAS Peak.

Gruss aus Wien,
Martin

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon GerhardS » 25.04.2014, 21:28

LG
Gerhard

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon tillebolle » 26.04.2014, 21:34

Danke für die hilfreichen Rückmeldungen!

Nun sind SADiE und Reaper ja vollwertige DAWs. Als solche nutze ich Logic und möchte ohne Not auch nicht umsteigen. Da hier zwei positive Rückmeldungen zu dem HoFa -Plugin kamen werde ich es wohl erstmal damit versuchen. Aber Sonoris und DSP-Quattro klingen auch interessant.

Danke nochmal und viele Grüße
tillebolle
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon JP » 29.04.2014, 12:24

HOFA DDP kann ich auch empfehlen. Die haben auch einen DDP-Player im Programm.
Ich erstelle DDPs zumeist aber direkt aus reaper heraus.

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Tomte » 05.05.2014, 16:12

HOFA DDP - das ist ein guter Tipp für mich, denn ich mir reicht Samplitude - ich brauche kein Sequoia. Ich werde mir bei Gelegenheit die Testversion ansehen.

Ich verstehe nicht ganz, warum es da zwei Versionen gibt - also Plugin und Standalone. Wo ist der Vorteil des Plugins gegenüber Nutzung von wav mit cue aus Samplitude?

Nachtrag:
Oder ist es so, dass dann das bouncen in Samplitude entfällt und direkt zu DDP exportiert/gebounct werden kann? Das wäre natürlich sehr komfortabel.

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon tillebolle » 05.05.2014, 21:35

Tomte hat geschrieben:Oder ist es so, dass dann das bouncen in Samplitude entfällt und direkt zu DDP exportiert/gebounct werden kann? Das wäre natürlich sehr komfortabel.

Neenee. Ich teste gerade. Ich kann natürlich nur für Logic sprechen, aber dort ist es so, dass man erst ganz normal bouncen muss und dann dem HOFA-Plugin mitteilen muss, wo die gebouncte Datei liegt (gebouncte? schreibt man das so?)

Daher tendiere ich auch eher zu der Standalone-Version. Allerdings stelle ich fest, dass mir gegenüber Waveburner doch die Schnittfunktion fehlt, da ich gerne nach dem Bouncen noch Pausen korrigiere. Bei HOFA (Plugin und Standalone) muss ich dann immer wieder komplett bouncen und von vorne anfangen.

Deshalb schaue ich mir im Moment auch Triumph an, was schneiden kann, aber irgendwie nicht besonders intuitiv ist.

DSP-Quattro wird ja im Netz vielfach als "das neue Waveburner" bezeichnet. Vielleicht sollte ich mir das auch noch ansehen.

Viele Grüße
tillebolle
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Tomte » 06.05.2014, 14:44

Hmm, dann verstehe ich nicht, wofür es überhaupt einen Zweck haben soll, es als Plugin zu haben. Aus den Beschreibungen geht da nicht viel hervor.

Wenn ich einmal gebounct habe, brauche ich bei mir auch nichts mehr zu bearbeiten - im Moment brenne ich ja dann auf CD. Und die geht dann ganz wunderbar altmodisch in Briefumschlag und Post...

Vielleicht können sich Stefan_G und Holger ja noch einmal dazu äußern und ihre Erfahrung mitteilen.

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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon tillebolle » 11.05.2014, 19:14

Hallo,

ich habe meine völlig subjektive Studie zu CD-Authoring-Programmen vorläufig abgeschlossen und wollte euch meine Ergebnisse nicht vorenthalten.

Zunächst zu meiner bisherigen Arbeitsweise: Ich mache meist Konzertmitschnitte, die ich dann in der DAW (Logic) schneide und mische und dann als Ganzes auf 44.1/16 gedithert exportiere. Anschließend mache ich in einem externen Programm (Waveburner, war bei Logic 8 dabei) das PQ-Editing, füge den CD-Text hinzu und brenne eine Test-CD. Beim Überprüfen der CD stelle ich oft noch fest, dass hier und da eine Pause zu lang oder zu kurz ist, die ich in Waveburner dann noch korrigiere. Den Export der Mastering-Notizen in .txt nutze ich, um die Cover-Informationen (Titel und Zeiten) auszulesen.

Mein Testparcours für die Programme sieht dementsprechend so aus:
- 44,1/16-Datei importieren
- PQ-Editing
- CD-Text hinzufügen
- Eine Passage kürzen
- An anderer Stelle Stille (44,1/16-Datei) hinzufügen
- CD brennen
- Authoring Notizen exportieren

Und hier meine Erfahrungen:

HOFA CD-Burn & DDP (Plugin)
Das Plugin lässt sich problemlos in Logic integrieren. Ich finde es allerdings umständlich, da, wie oben geschrieben, erst mal das Projekt exportiert werden muss, und dann im Plugin wieder importiert wird. Anschließend kann man dort die Trackmarker setzen. Die Trackmarker sind aber nur in einer Liste sichtbar, nicht aber in der Wellenformdarstellung der DAW, folglich kann man sie dort auch nicht einfach verschieben. Auch muss man aufpassen, das die exportierte Datei exakt bei Zeitposition 00:00 startet, sonst sind die Trackmarker verschoben. Ist mir auch direkt passiert. Ich finde das alles zu umständlich.

HOFA CD-Burn & DDP (Standalone)
Die Standalone-Version tut was sie soll, und das auch recht intuitiv. Man kann auch Cross-Fades zwischen verschiedenen Audiodateien machen. Aber wie gesagt, eine Schnittfunktion gibt es nicht.

Triumph
Gibt's nur für Mac. Scheint ziemlich mächtig zu sein und war für mich zunächst schwer zu begreifen, zumal die Dokumentation ziemlich dürftig ist. Es gibt z.B. zahlreiche Menüfunktionen, die nirgendwo erläutert werden. Der Schlüssel zum Verständnis von Triumph ist, dass das Programm Layer-basiert arbeitet. Den Begriff "Layer" finde ich hier aber missverständlich, ich würde eher von "Containern" sprechen. Jede Audiodatei wird in einen eigenen Layer importiert, der dann alle weiteren Einstellungen, Titelnamen und "Spacing" vorne und hinten beinhaltet. Triumph kann dann automatisch Trackmarker für die Layer vergeben. Man kann auch schön Layer umsortieren, alle Einstellungen wandern dann mit. Das ist alles ganz praktisch, wenn man titelbasiert arbeitet, also für jeden Titel eine eigene Audiodatei hat. Wenn man aber, wie ich, meist mit einer einzigen Audiodatei arbeitet wird's fummelig. Trackmarker geben bei Triumph nämlich immer einen Bereich an, also Start (Index 1) und Ende (Index 0). Da man Ende und Start nur manuell setzen kann und dadurch das Ende eines Titels nie auf der Startzeit des Folgetitels hat, hat man immer eine Pause. Dabei setze ich sonst eigentlich nie Endmarker und ich möchte diese Pause nicht haben, auch wenn sie natürlich nicht hörbar sondern nur in der Anzeige des CD-Players sichtbar ist. Triumph ist also nix für mich.

DSP-Quattro
Gibt's auch nur für Mac. DSP-Quattro ähnelt von allen Programmen am meisten Waveburner, selbst in der Optik. Ich konnte damit spontan innerhalb von 10 Minuten eine komplette CD bearbeiten. Es gibt auch einen Rabatt für Logic-User, es scheint also, als wären im Stich gelassene Waveburner-Benutzer wie ich genau die Zielgruppe. Leider gibt es von DSP-Quattro keine zeitlich eingeschränkte Vollversion zum testen, sondern nur eine eingeschränkte Demo-Version ohne Speicherfunktion. Ausserdem schweigt sich die Homepage über Lizenzbedingungen aus (auf wie vielen Maschinen darf ich eine Lizenz betreiben?). Auch sonst wäre die Homepage eine Freude für deutsche Abmahnanwälte.

Sonoris DDP Creator
habe ich nicht getestet. Die Software scheint vom Funktionsumfang her mit HOFA vergleichbar zu sein (kein Schnitt!), ist aber deutlich teurer.

Fazit: Für mich scheint DSP-Quattro das Mittel der Wahl zu sein. Das liegt vor allem daran, dass es meinem Arbeitsablauf am besten entgegenkommt und es mir irgendwie vertraut erscheint.

Viele Grüße
tillebolle
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Tomte » 12.05.2014, 15:31

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

Für meine Anwendung scheint da die Standalone-Version von Hofa DDP passend zu sein. Werde ich mir bei Gelegenheit genauer ansehen.

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Thomas K
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Re: CD-Authoring-Software mit DDP-Export

Beitragvon Thomas K » 22.03.2016, 21:25

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum, und möchte mich deshalb kurz vorstellen.

Ich mache nebenbei - also nicht im Hauptberuf - Konzertmitschnitte überwiegend klassischer Konzerte mit zur Zeit bis zu 18 Mikrofonen im Mehrspurverfahren.
Mischung und Schnitt dann im Nachgang in meiner DAW.

Auch wenn der letzte Forumbeitrag zu dem Thema DDP-Export schon eine Weile her ist, hier ein Tip:

Es gibt eine, wie ich finde, sehr gute kostenlose Software, die in der Lage ist, aus einer exportierten WAV-Datei des kompletten CD-Projektes (44,1 kHz / 16bit) und einer zugehörigen CUE-Datei ein DDP 2.0 Master zu erzeugen und im Bedarfsfall, z.B. zu Prüfzwecken, aus dem DDP Master eine CD.
Ich nutze die Software für die WINDOWS Platform, OS X und Linux werden aber wohl auch unterstützt.

Hier der link zu cue2ddp von Andreas Ruge. Mit diesem Programm können DDP Projekte erzeugt werden.

http://ddp.andreasruge.de/

Zur Erzeugung von CDs aus DDP Projekte bietet sich ein GUI an, welches ebenfalls auf Kommandozeilen von Andreas Ruge basiert

http://forum.cockos.com/showthread.php?p=1040305

Ich selbst habe die mit cue2ddp erzeugten Projekte mehrfach erfolgreich per ftp an Presswerke übermittelt, um CD pressen zu lassen.

An dieser Stelle nochmals ein ganz herzlicher Dank an Andreas Ruge, der bei Nachfragen immer mit Rat und Tat zu Seite stand.

Vielleicht konnte ich mit diesem Hinweis dem einen oder anderer helfen.

Gruß
Thomas


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