sonible frei:raum

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prinzipal
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sonible frei:raum

Beitragvon prinzipal » 30.06.2015, 22:48

Gibt es Meinungen zu dem Tool?

Es wurde wohl auf der Tonmeistertagung vorgestellt. Ich finds so auf dem Papier-äh, Bildschirm genial (für alle Arten von Mitschnitten, wo man nicht studiomäßig mikrofonieren kann und hinterher eben noch was rausholen möchte).

LG

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Hannes_F
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Hannes_F » 01.07.2015, 23:58

Ja ... aber ein bissl teuer ...
Ich frage mich, ob man nicht mit einer Kombination von Acon DeVerberate und DeFilter ähnlich arbeiten kann.

http://acondigital.de/produkte/deverberate/
http://acondigital.de/produkte/defilter/

Diese gibt es ab und zu auch günstiger bei Plugindiscounts etc.

Moritz
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Moritz » 02.07.2015, 21:45

Ich hab im Moment die Demo zum Testen, bin aber noch nicht sehr weit gekommen. Auf die ersten Versuche find ichs schon beeindrucken, was da geht (geht bestimmt noch mehr, wenn man weiß, was man tut :mrgreen: ). Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass die Jungs von sonible wirklich gute Produkte machen (durfte zur Markteinführung mal die DI-Box testen und hatte dabei die Gelegenheit mich mit den Entwicklern zu unterhalten).

prinzipal
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon prinzipal » 02.07.2015, 22:17

In meiner Vorstellung sehe ich das Tool ja, um Livemitschnitte (oder Ausschnitte daraus) "aufzupeppen". Leider hab ich mit Plug ins etc. null Erfahrung. Welches Programm wäre denn geeignet auf dem Mac um das als plug in dann reinzunehmen? Audacity? Mein Uraltwindowsrechner mit Samplitude an dem ich die Hauptarbeit mache, ist mit Sicherheit nicht in der Lage das als Plug in einzupflegen.... (Daß es Samplitude nicht für mac gibt, ist nach wie vor einfach mal K....e.:-(((

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hafi69
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon hafi69 » 03.07.2015, 11:04

Daß es Samplitude nicht für mac gibt, ist nach wie vor einfach mal K....e.:-(((

Und nach wie vor hast Du die Möglichkeit, Windows auf deinem MAC zu installieren....
Oder warum als strammer Apfel-Fan nicht einfach Logic als DAW für kleines Geld nutzen??

Zu "fre-raum":
Das scheint schon interessant zu sein - wobei ich das Marketing besser finde als das eigentliche Produkt:
Eine Kombination aus Auto-EQ, Multiband-Transient Designer und (vermutlich, s.u.) MS-Prozessor habe ich so noch nicht gesehen.
Um den "des Kaisers neue Kleider"-Faktor gar nicht erst aufkommen zu lassen schweigt man sich über
alle technischen Parameter aus.
Das spricht vor allem die Anwender an, die sich mangels Erfahrung ein Zaubertool wünschen,
dass ihnen wichtigste Entscheidungen aus der Hand nimmt und dafür hohe Preise akzeptiert.
Die Ergebnisse sind - wie so oft - dann nicht wirklich überzeugend - das Dokumentiert das Demo-Video unfreiwillig gut.

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Tomte
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Tomte » 03.07.2015, 11:20

Ich stimme hafi69 da zu: Mich würden auch mehr technische Details interessieren. Dann würde bloß vermutlich klar werden, dass das kein großer Zauber dahinter ist.

Dennoch - auch wenn es technisch nichts wirklich neues ist, könnte es durchaus eine Arbeitserleichterung sein, und da ist durchaus noch viel Potential - vielleicht mehr für Laien als für Profis, verschiedene Werkzeuge übersichtlicher zu vereinen.

Ich sehe nicht, was ich mit dem Tool nicht auch so in Samplitude erreichen kann, und mir ist da doch lieber, wenn ich genau weiß, was da passiert.

Prinzipals Wunsch " hinterher eben noch was rausholen" klingt da verdächtig nach der Wunschillusion "fix it in the mix" und technische Wunder zu bewirken, die einfach sehr begrenzt sind.

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hafi69
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon hafi69 » 03.07.2015, 11:54

Es gibt genug Gelegenheiten, in denen solche Werkzeuge zum Tragen kommen.
Audo-Restauration ist ein weitläufiges Gebiet das auch ohne (eigenem) "Fix ....Mix"-Gedanken zum Tragen kommt.
Der Kunde, der z.B. mit Videotonaufnahmen zu einem kommt will ja auch bedient werden...

Ein weiteres großes Feld ist natürlich die kreative Klang-Manipulation.

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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Hannes_F » 03.07.2015, 12:32

prinzipal hat geschrieben: Welches Programm wäre denn geeignet auf dem Mac um das als plug in dann reinzunehmen?


Reaper:
http://reaper.fm/

Das kannst Du erst mal ohne Einschränkungen und beliebig lange testen und letztendlich bei Gefallen dann entweder für USD 65 oder USD 225 kaufen (je nach Selbsteinschätzung ob Du damit viel Geld verdienst oder eher nicht). Ich verwende das dauernd.

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loopbreaker
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon loopbreaker » 03.07.2015, 19:05

Hab auf Musotalk vom "bloneden mobile Recorder" gehört, dass man sogar kommerziell die kleine Lizenz verwenden kann, kommt darauf an für was man es verwendet...


Kann man in Reaper auch mit Unterspuren arbeiten, das man Stack-recording macht und dann z.B. comping macht wie in CB? (also z.B. 10x einen Refrain aufnehmen und dann den besten Take aussuchen, b.z.w. zusammen "compen"?

Und gibt es sowas wie Generische Controller in Reaper? (Dieser CC, von diesen MIDI-Port, steuert vom z.B: AUSGEWÄHLTEN KANA, >x...)


Finde persönlich vom Konzept, dass Reaper zurzeit die beste DAW ist... (hat schon von vorhinein nicht die Probleme die sich aus unterschiedlichen Spurklassen, und beschrärnkten Inserts/Sends ergeben, auch sieht man im mixer welches VSTi geladen ist [1. Insert]... Skript-plugins, Skins, ARA, bessere plugins als die "Stockplugins" anderer DAWs und die dann noch in allen anderen VST-Hosts verwenden zu können...) Spiel mich mit den Gedanken Reaper einfach so zu kaufen, um das Projekt zu fördern... (Habe zumindest vor, in Zukunft, meine lieder in Reaper zu summieren...)
Denn es ist ewig und immer nur j e t z t, dieses eine und selbe Jetzt, die Gegenwart ist das einzige, das nie ein Ende nimmt.
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Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, daß sie welche sind.
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon juppy » 04.07.2015, 02:40

hafi69 hat geschrieben:Zu "fre-raum":
...
Um den "des Kaisers neue Kleider"-Faktor gar nicht erst aufkommen zu lassen schweigt man
sich über alle technischen Parameter aus.
Das spricht vor allem die Anwender an, die sich mangels Erfahrung ein Zaubertool wünschen,
dass ihnen wichtigste Entscheidungen aus der Hand nimmt und dafür hohe Preise akzeptiert.

Das scheint sich auch an die Zielgruppe derer, die nicht wissen, was sie tun, zu richten?
Sowohl bei der Aufnahme wie auch in der PostPro ...

EBS würde sich über solche Tools im Grabe umdrehen, und wahrscheinlich auch viele andere,
die ihre Abmischung bei der Aufnahme (E-Musik) festlegen, werden das wohl kaum nutzen?

Insgesamt erscheint mir die Präsentation sehr vollmundig.
Und erinnert mich damit an die HiFi-Gurus und den Kabelklang (bis hin zu den "Klangleitern")

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Re: sonible frei:raum

Beitragvon prinzipal » 04.07.2015, 18:07

Erstmal vielen Dank für die guten Antworten!

Juppy: ich beobachte einfach einen -außerhalb der "reinen" Klassik- gerade extrem stattfindenen Wandel, was Aufnahmen anbelangt... Francesco Tristano, oder auch Peter Bence, brillieren mit verfemdeten ungewöhnlichen akustischen Eindrücken. Die Aufgabenstellung "Abbildung des reinen Instrumentenklanges" ist imho mittlerweile überholt (außer eben die Reinstklassik). Und neue Strömungen- wie Alicia Sarah Ott zusammen mit Olafur Arnalds- in der CD-Produktionsphilosophie, lassen den offenen "Produzenten" dann zu der Frage kommen: ja, wie mach ich das... Wenn da Tools angeboten werden, die hier Hilfestellung leisten, find ich das gut und denke auch, das kein Grund besteht darüber zu lächeln.
Ich seh das auch so, daß es wohltuend ist, wenn CD und Livekonzert mittlerweile verschiedene Dinge sind und ein Künstler erst mit beiden Erfahrungen fassbar wird. Das könnte belebend für den Medienmarkt sein und haucht ihm auch neuen Sinn ein. Reine "abbildende" Originalaufnahmen klassischer Werke gibt es doch mittlerweile eh zu viele, bzw. der Sinn kann doch nicht sein, hier unkreativ zu bleiben. Grad WO doch in der "Postproduction" so viel möglich ist. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn Künstler solche Dinge aufbrechen und die Ohren ertsmla wach machen! Da wird ja nix abgewertet und man freut sich-nach immer wieder neuen Verfremdungen- auch dann umsomehr, wenns mal ganz pur und rein zugeht, ohne Effekte.

Hannes_f: Naja, die 2 Plug ins zusammen kosten dann auch 200,-Euro. Wahrscheinlich ginge es damit auch, das scheint mir auch so, aber wenn eben alles in einem ist+guter Bedienbarkeit, wäre das ein Mehrwert für mich.

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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Hannes_F » 05.07.2015, 04:59

loopbreaker hat geschrieben:Kann man in Reaper auch mit Unterspuren arbeiten, das man Stack-recording macht und dann z.B. comping macht wie in CB?


Ich weiß nicht mehr, wie man es in CB macht, aber in Reaper ist es sehr einfach und praktisch.

Und gibt es sowas wie Generische Controller in Reaper? (Dieser CC, von diesen MIDI-Port, steuert vom z.B: AUSGEWÄHLTEN KANA, >x...)


Kannst Du etwas genauer erklären, was Du meinst?

Du kannst jedes Midi-Signal zu jedem Kanal routen, falls es das ist.

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Re: sonible frei:raum

Beitragvon loopbreaker » 05.07.2015, 16:19

Danke Hannes!


In CB kann man einen Generischen Controller anlegen, der (fast) jeden x beliebigen Parameter automatisieren kann, und zwar auch so, dass man sagen kann, dass z.B. vom AUSGEWÄHLTEN kanal: EQ, Sends, spezifisches Plugin in Insert 5 Parameter x...

Hab z.B. Eine BCR2000 die u.A. das Kanaleinstellungsfenster steuert (Ausgewählter Kanal: EQ, Sends, QuickControls, Vol, Pan...)


Einen MCU Controller kann man auch als InstrumentenQuickControls verwenden, und so 8 Parameter pro Page, von verschiedenen Plugins im Projekt gleichzeitig (aber immer nur mit einen Controller, einen Parameter) steuern. (zusätzlich gibts dann auch noch die Channel QuickControls= 8 Regler eines Controller, belgen sich je nach ausgewählten kanal so wie man diesen angelernt hat, und wenn ein Anderer Kanal ausgewählt ist, belgt sich der Controller automatisch mit den Parameter die man f. diesen Kanal angelernt hat, man kann in jeden Kanal/Spur projektübergreifend Paramter anleren... und man kann mit Generischen Controllern spezifische ChannelQuickControls anlerenen, was f. Workarounds interessant sein kann...)


Der Springende Punkt ist: verschiedene Parameter von verschiedenen Plugins mit einen MIDI-Controller steuern zu können (am besten mit learn zuweisung) und diese Belegung jederzeit schnell wieder zur Verfügung zu haben. Und da viele Plugins kein MIDI unterstützen, sollten die Parameter wohl via Automation angesprochen werden (Auch wenn Autoamtionen von VST2 Plugins vom eingestellten ASIO Puffer abhängen).


____________________________________________________________
Und oberhammer wär halt, überhaupt eigene "Automation/CV spuren/kanäle", wo man mit einen CC verschieden PluginParameter gleichzeitig (mit anmount) steuern, und auch "LFOs u. ENVs u. Note2Automation/CV Plugins..." anwenden könnte. (Stell mir einen Kanal vor: Insert=LFO..., Sends= anmount, u. Fader Werteinbage). Und die Spuren von diesen "Automaitons/CV" Kanälen sollte man, schneiden, strecken, kopieren, invertieren e.t.c. können.

Kenn aber kein Programm wo sowas wirklich leiwand implementiert wäre.


Lg
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon juppy » 05.07.2015, 20:10

prinzipal hat geschrieben:Juppy: ich beobachte einfach einen -außerhalb der "reinen" Klassik- gerade extrem stattfindenen Wandel, was Aufnahmen anbelangt...

@ prinzipal:

Hab Nachsicht, ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo die Alternativen
"Steinway oder Hammond", "Bösendorfer oder Moog", "Blüthner oder EMS"
u.ä. waren (FAZIOLI war damals noch nahezu unbekannt) ...
:opa:
Mein Eindruck beim Betrachten der Seite zu "frei:raum" war, daß es sich
weniger um ein Werkzeug zur "kreative Klanggestaltung" als mehr um die
Bearbeitung und Verbesserung bestehender Aufnahmen handelt?

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Hannes_F
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Re: sonible frei:raum

Beitragvon Hannes_F » 07.07.2015, 10:34

loopbreaker hat geschrieben:Der Springende Punkt ist: verschiedene Parameter von verschiedenen Plugins mit einen MIDI-Controller steuern zu können (am besten mit learn zuweisung)


Das ist ohne weiteres möglich. In Reaper gibt es sowohl eine MIDI-Learn-Funktion als auch die Möglichkeit, jeden einzelnen Plugin-Parameter entweder zu automatisieren (falls das Plugin das überhaupt zulässt) oder ihn von Hand einem MIDI-Kanal zuzuweisen. Und für den BCR2000 gibt es eine vorbereitete Schnittstelle.


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