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48 kHz-Projekt re-samplen?

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Rottenroll
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48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon Rottenroll » 18.12.2017, 18:01

Hallo liebe Geräuscheaufzeichner,

das Jahr ist fast rum und ich glaube, ich habe noch keine einzige blöde Frage an´s Plenum gerichtet. Das geht ja nunmal garnicht.... :-) Also:

Ich habe einen ganz netten Auftrag zum Abmischen bekommen. Die Aufnahmen (Akustik/Deutsch-Pop) sind soweit im Kasten, das hat die Band in Eigenregie selber gemacht. Im Großen und Ganzen sauberes Ausgangsmaterial. Das Problem: Die Burschen haben irrtümlicherweise alles in 48kHz/24bit aufgenommen. Zielmedium soll eine klassische Audio-CD sein, also keine DVD oÄ. Nun meine Frage: Wie gehe ich beim Abmischen damit um? Samplerate und Wortbreite bis ganz zum Schluss so belassen und das Umwandeln dem Masterstudio überlassen (das wird wohl ein externer & durchaus professioneller Masterer übernehmen) oder schon vor dem Abmischen alles auf 44 kHz/24bit resamplen?

Meine DAW sind Cubase Pro 9 und Wavelab 9, wenn´s der Wahrheitsfindung dient...

Ich danke Euch schon jetzt vielmals und freue mich auf Input und neue Erkenntnisse!
Gruss, Ingo

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hafi69
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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon hafi69 » 18.12.2017, 18:17

Eigentlich egal.
Ich würde aus Bequemlichkeit alles so lassen und
beim Exportieren einfach "44,1" wählen. Fertig.

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Rottenroll
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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon Rottenroll » 18.12.2017, 18:32

hafi69 hat geschrieben:Eigentlich egal.
Ich würde aus Bequemlichkeit alles so lassen und
beim Exportieren einfach "44,1" wählen. Fertig.

Und ich dachte, man käme direkt in den siebten Kreis der Hölle, wenn man das so einfach machen würde.... Danke

pkautzsch
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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon pkautzsch » 19.12.2017, 01:42

Ich würde das mit dem Masteringstudio absprechen. Normalerweise ist das "Runtersamplen" beim Export kein Problem. Sollte dort aber ein audiophiles Goldöhrchen sitzen, der nur seinen eigenen Geräten und Programmen vertraut, will der das vielleicht selber machen. Manche wollen auch Stems, also Submixe einzelner Gruppen.

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon Rottenroll » 19.12.2017, 06:11

Danke für die bisherigen Rückmeldungen.

Gestern hat mir der bandinterne "Aufnahmeleiter" die gesamten Dateien aus Logic (48/24) in Cubase-Projekte (44./24) umgewandelt übergeben. Ich konnte da wahrlich nix Problematisches hören. Zur Sicherheit werde ich aber den Mastermann kontaktieren und nach seiner Meinung fragen.

Da anscheinend aber keine dramatischen Probleme zu erwarten sind, sehe ich dem Ganzen jetzt gelassen entgegen. Es ist und bleibt eine sehr ambitionierte Amateur-Aufnahme, die aber in einem überschaubaren finanziellen Rahmen in Form gebracht werden soll. Das klappt schon. Gerne stelle ich Feb/Mrz 2018 ein Soundbeispiel ein. Der Sänger jodelt derweil noch seine Parts ein.

Gruss, Ingo

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon hafi69 » 19.12.2017, 08:02

pkautzsch hat geschrieben:Ich würde das mit dem Masteringstudio absprechen. Normalerweise ist das "Runtersamplen" beim Export kein Problem. Sollte dort aber ein audiophiles Goldöhrchen sitzen, der nur seinen eigenen Geräten und Programmen vertraut, will der das vielleicht selber machen. Manche wollen auch Stems, also Submixe einzelner Gruppen.


Solchen Volldeppen würde ich um keinen Preis meine Aufnahmen anvertrauen! :evil:

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon juppy » 19.12.2017, 11:03

hafi69 hat geschrieben:
pkautzsch hat geschrieben:... audiophiles Goldöhrchen ...


Solchen Volldeppen würde ich um keinen Preis meine Aufnahmen anvertrauen! :evil:


Na, wenn die lieben Kollegen lesen, was Du über sie denkst ...
Freundlicher Umgangston :aargh: geht anders!
:lol:

Ansonsten teile ich mal wieder ganz Deinen Pragmatismus, das
Runtersampeln als letzten Arbeitsschritt durchzuführen.

Und die Euphorie mancher, eine Produktion an ein Mastering-
Studio für den "Feinschliff" zu übergeben, kann ich auch nicht
so recht nachvollziehen.
Ist es der Zweifel an der eigenen (Un)Zulänglichkeit, daß man
noch eine letzte Instanz beauftragen muß? Ich habe noch keine
Aufnahme gehört, die ich nach einem Mastering musikalisch
besser fand ...
Fehler in der Einspielung oder Mischung kann man beim Mastern
auch nicht mehr korrigieren.

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon hafi69 » 19.12.2017, 12:56

juppy hat geschrieben:
hafi69 hat geschrieben:
pkautzsch hat geschrieben:... audiophiles Goldöhrchen ...


Solchen Volldeppen würde ich um keinen Preis meine Aufnahmen anvertrauen! :evil:


Na, wenn die lieben Kollegen lesen, was Du über sie denkst ...
Freundlicher Umgangston :aargh: geht anders!
:lol:

OK, ich hätte nicht "Volldeppen" sondern "Fachidioten" schreiben sollen... :lol:
Andererseits sind "Masterer" (sic) auch nicht meine Kunden,
und viele von denen sind nach eigener Erfahrung reine Schaumschläger.

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon RainerG » 19.12.2017, 13:53

Hallo Kollegen,

Ich suche größere Mengen Mostrich, da ich dann öfter meinen Senf dazu geben kann!

Was Juppy schreibt kann ich voll und ganz unterschreiben: Das runtersampeln auf 16bit/44,1 kHz sollte man als aller Letztes vornehmen. Man kann sich das vorstellen wie bei einer umfangreichen Rechenaufgabe: Erst wenn man am Ende rundet, ist der Gesamtfehler am kleinsten.
Auch den Rest seines Postings teile ich voll und ganz: Warum ein Masteringstudio in Anspruch nehmen? Ich habe den Eindruck, daß viele glauben daß erst das "Mastering" eine Art "Sakramentale Handlung" ist - sowie wenn ein Priester das Weihwasser versprengelt hat...
Ich sage dazu immer wieder: "Das beste Mastering ist eine gute Aufnahme!".

MfG
RainerG
Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur wieder auf (Quelle unbekannt).
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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon Rottenroll » 19.12.2017, 18:45

juppy hat geschrieben:
hafi69 hat geschrieben:
pkautzsch hat geschrieben:... audiophiles Goldöhrchen ...


Solchen Volldeppen würde ich um keinen Preis meine Aufnahmen anvertrauen! :evil:


Na, wenn die lieben Kollegen lesen, was Du über sie denkst ...
Freundlicher Umgangston :aargh: geht anders!
:lol:

Ansonsten teile ich mal wieder ganz Deinen Pragmatismus, das
Runtersampeln als letzten Arbeitsschritt durchzuführen.

Und die Euphorie mancher, eine Produktion an ein Mastering-
Studio für den "Feinschliff" zu übergeben, kann ich auch nicht
so recht nachvollziehen.
Ist es der Zweifel an der eigenen (Un)Zulänglichkeit, daß man
noch eine letzte Instanz beauftragen muß? Ich habe noch keine
Aufnahme gehört, die ich nach einem Mastering musikalisch
besser fand ...
Fehler in der Einspielung oder Mischung kann man beim Mastern
auch nicht mehr korrigieren.

In der Tat fehlt mir fachliches know-how, um das (Gesamt-)Signal vernünftig zu limitieren und zu verdichten. Da ich einen seriösen Tonschaffenden kenne, der sich damit umso mehr auskennt, nehme ich dessen Hilfe gerne in Anspruch. Da ausserdem meine Abhörsituation nicht wirklich ideal ist, konnte er mir auch schon helfen, tiefen Mulm aus der Summe zu beseitigen und etwas mehr luftige Präsenz hinzuzufügen. Das ist MEIN derzeitiger Ansatz beim Abmischen (mache das ja eh nur hobbymässig bzw als Nebenverdienst) und damit komme ich prima klar. Ausserdem finde ich das vier-Ohren-Prinzip sehr angenehm und letztendlich lerne ich immer wieder was dazu. Es geht mir wahrlich nicht darum, eine schrottige Aufnahme zu retten, sondern an meinem Werk noch etwas zu verbessern, was ich ohne Hilfe nicht verbessern könnte.

juppy hat geschrieben:... audiophiles Goldöhrchen ...


Solchen Volldeppen würde ich um keinen Preis meine Aufnahmen anvertrauen!

Is wie beim Metzger: Vertrauenssache. Mein Kontakt ist ein seriöser Tonschaffender, der sich prima mit der Materie auskennt und nicht mit absurd teuren Gerätschaften glänzt, sondern durch Fachwissen.

Nun denn: Danke für´s Debattieren und Tipps geben. Frohen Jahresendspurt Euch allen und schon jetzt: Frohes Fest.
Ingo

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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon RainerG » 19.12.2017, 20:41

Rottenroll hat geschrieben:...In der Tat fehlt mir fachliches know-how, um das (Gesamt-)Signal vernünftig zu limitieren und zu verdichten. Da ich einen seriösen Tonschaffenden kenne, der sich damit umso mehr auskennt, nehme ich dessen Hilfe gerne in Anspruch. Mein Kontakt ist ein seriöser Tonschaffender, der sich prima mit der Materie auskennt und nicht mit absurd teuren Gerätschaften glänzt, sondern durch Fachwissen.



Hallo Ingo,

Trotz alledem, auch wenn Dein Bekannter noch so viel Fachwissen besitzt und noch so gute Arbeit leisten mag: Du solltest bei dieser Nachbearbeitung die sich "Mastering" nennt, in jedem Fall die ganze Zeit persönlich anwesend sein und ständig mithören! Denn: Nur DU weißt verbindlich wie es nachher klingen soll und DU bist der Verantwortliche der die Produktion abnehmen muß und der letztlich sein Werk auch an den Mann bringen will.

Grüße
RainerG
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Re: 48 kHz-Projekt re-samplen?

Beitragvon Rottenroll » 19.12.2017, 20:55

RainerG hat geschrieben:
Rottenroll hat geschrieben:...In der Tat fehlt mir fachliches know-how, um das (Gesamt-)Signal vernünftig zu limitieren und zu verdichten. Da ich einen seriösen Tonschaffenden kenne, der sich damit umso mehr auskennt, nehme ich dessen Hilfe gerne in Anspruch. Mein Kontakt ist ein seriöser Tonschaffender, der sich prima mit der Materie auskennt und nicht mit absurd teuren Gerätschaften glänzt, sondern durch Fachwissen.



Hallo Ingo,

Trotz alledem, auch wenn Dein Bekannter noch so viel Fachwissen besitzt und noch so gute Arbeit leisten mag: Du solltest bei dieser Nachbearbeitung die sich "Mastering" nennt, in jedem Fall die ganze Zeit persönlich anwesend sein und ständig mithören! Denn: Nur DU weißt verbindlich wie es nachher klingen soll und DU bist der Verantwortliche der die Produktion abnehmen muß und der letztlich sein Werk auch an den Mann bringen will.

Grüße
RainerG

Hallo Rainer
natürlich bin ich dabei anwesend, das ist doch selbstverständlich! Sowas würde ich niemals aus der Hand geben! Ich habe bereits eine EP bei ihm gemastert und das war vorbildlich. Völlig entspannt und seriös und ich saß daneben und habe doofe Fragen gestellt ;-) Und wie ich schon sagte: Ich lerne dabei auch immer wieder etwas dazu. Natürlich könnte ich das ganze Projekt auch daheim "aufpusten" und "tot"-limitieren, aber das will ich nicht. (wavelab 9 bietet da wirklich unfassbare Möglichkeiten) Es soll halt das kleine Sahnehäubchen auf die Arbeit werden... Aber Danke für Deinen Hinweis. Da diese CD ja auch wieder ein Aushängeschild meiner Tätigkeit sein wird, möchte ich das auch im eigenen Interesse so gut wie möglich haben, is doch klar. So Schluss jetzt: Dart-WM läuft! Gut Nacht bzw: game on.


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