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DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

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RainerG
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Re: DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

Beitragvon RainerG » 18.05.2018, 15:00

hafi69 hat geschrieben:
Ich frage immer gerne ob diese Leute auch den Unterschied hören z.B. zwischen einem Bösendorfer und einem Bechstein-Flügel oder den Unterschied zwischen einer gleichschwebend temperierten Stimmung und einer pythagoräischen Stimmung und einer mitteltönigen Stimmung z.B. nach Kirnberger II.


Bleiben wir doch mal realistisch: Das kann fast niemand (auch hier im Forum nicht!) und das ist auch vollkommen egal ob man das kann.
Es hat absolut nichts mit dem zu tun, mit dem sich 99,9% der Tonmenschen und Musiker beschäftigen bzw. mit dem was Musik ausmacht.
(Ok, ein Bösendorfer kann unter Umständen in einem Vergleich erkannt werden.)



Doch! Ob ein Bösendorfer oder Bechstein unterscheiden - mag sein daß das wenige können. Aber: Unterschiedliche Stimmungen (ob "gleichschwebend temperiert" oder "mitteltönig") mit Sicherheit - Kannst Du auch! Du hattest wahrscheinlich nur noch keine Gelegenheit es auszubrobieren. Und wenn Du unten schreibst: "...der eigentliche Anlass Musik zu hören. Nämlich die Musik selbst." kann das mit den unterschiedlichen Stimmungen durchaus relevant sein. Eine Orgel in Kirnberger II-Stimmung klingt ganz anders als eine in gleichschwebender Stimmung. Gerade bei Aufführungen in Verbindung mit historischen Instrumenten ist das durchaus relevant. Und die historische Aufführungspraxis - u.a. mit Verwendung historischer Instrumente gewinnt ja immer mehr an Bedeutung. Ich erinnere nur an den Namen "Nicolaus Harnancourt" der sich ja sehr für die historische Aufführungspraxsis engagiert hat.
Auf jeden Fall sind solche Fragen viel viel wichtiger als irgendwelche (angeblichen) "Klangunterschiede" verschiedener Audiogeräte. Sieht man sich mal in den einschlägigen Hifi-Foren genauer um, wird man festellen, daß es so gut wie nie um Musik geht, sondern immer nur um die Technik - als sei die Musik nur Mittel zum Zweck, nicht aber der eigentliche Zweck.
Über das Thema "verschiedene Stimmungen" werde ich ggf. mal einen neuen Thread starten, der in erster Linie die aktiven Musiker hier ansprechen soll.


MfG
RainerG
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Ingo_K
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Re: DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

Beitragvon Ingo_K » 18.05.2018, 17:07

Über das Thema "verschiedene Stimmungen" werde ich ggf. mal einen neuen Thread starten, der in erster Linie die aktiven Musiker hier ansprechen soll.


Fein! Darüber werde ich mich sehr freuen. Bin schon gespannt.

aseptisch
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Re: DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

Beitragvon aseptisch » 18.05.2018, 19:22

RainerG hat geschrieben:Ob ein Bösendorfer oder Bechstein unterscheiden - mag sein daß das wenige können. Aber: Unterschiedliche Stimmungen (ob "gleichschwebend temperiert" oder "mitteltönig") mit Sicherheit - Kannst Du auch! Du hattest wahrscheinlich nur noch keine Gelegenheit es auszubrobieren.


Zuletzt beim WO korrepetierte ich bei unserem Chor auf einer elektronischen Truhenorgel, bei der man ca. 5 verschiedene Stimmungen einstellen kann. Darüber kann man die Nase rümpfen, hat uns aber viel Geld gespart gegenüber einer echten Truhenorgel, die früher zu jeder Probe neu angefahren werden musste.

Dabei kam mir die Idee, dass man mal eine Tonaufnahme oder praktischerweise eine YT-Video machen müsste, bei dem Bachs Präludium C-Dur auf einem Cembalo mehrfach gespielt wird, jedesmal in anderer Stimmung. Es wäre doch eine wunderbare Sache, das auf diese Weise erlebbar zu machen. Kennt jemand so eine Aufnahme oder so ein Projekt? Eine Cembalistin mit einem schönen Cembalo kenne ich. (Ob sie das machen würde?) Und dann bräuchte man noch einen hervorragenden Stimmer …

RainerG hat geschrieben:Sieht man sich mal in den einschlägigen Hifi-Foren genauer um, wird man festellen, daß es so gut wie nie um Musik geht, sondern immer nur um die Technik


Vielleicht liegt das daran, dass Musiker Musik machen und nicht in Foren schreiben. Hm.

Dicken Dank auch an Wilfried. Ich habe gestern mal wieder meine Ingeborg-Hallstein-CDs gehört. Bewundernswert sauber und schön bis g'''. Allerdings singt sie meist etwas bemüht und nicht mit dem großen Geste anderer, da fällt sie für mich ab. Da liebe ich Gruberova, zu deren Konzerten zu ihrem 100. Bühenjubiläum dieses Jahr ich leider nicht kommen kann.

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Re: DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

Beitragvon juppy » 27.05.2018, 14:34

aseptisch hat geschrieben:
RainerG hat geschrieben:Ob ein Bösendorfer oder Bechstein unterscheiden - mag sein daß das wenige können....


...

Dabei kam mir die Idee, dass man mal eine Tonaufnahme oder praktischerweise eine YT-Video machen müsste, bei dem Bachs Präludium C-Dur auf einem Cembalo mehrfach gespielt wird, jedesmal in anderer Stimmung.
Eine Cembalistin mit einem schönen Cembalo kenne ich. (Ob sie das machen würde?)
Und dann bräuchte man noch einen hervorragenden Stimmer …

Ewiges Hin-&Herstimmen tut Klavieren nicht gut; nach meiner Erfahrung dauert es immer eine Zeit,
bis ein Flügel, der zwischendurch auf eine andere Tonhöhe gestimmt wurde, wieder "gut klingt".
Ob das bei einem Cembalo ähnlich ist?

Ein Kriterium zum Unterscheiden der Flügel ist unter anderem seine Mensur.
Sind die Saiten länger, ist die Inharmonizität geringer.
Wollte man das Thema jedoch weiter verfolgen, wäre das Wissen eines Klavierbauers gefragt.

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alex
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Re: DAW Vergleich - Reaper vs Sonar vs Samplitude

Beitragvon alex » 27.05.2018, 17:13

juppy hat geschrieben:Ob das bei einem Cembalo ähnlich ist?

Deutlich weniger kritisch: Die Saitenspannung und damit die Materialbeanspruchung sind durchweg geringer. Im Durchschnitt werden Cembali häufiger gestimmt als Flügel (die Reiseinstrumente auf jeden Fall), auch auf unterschiedliche Stimmtonhöhen, und fast immer von den Instrumentalisten selbst.

Grüße, Peter
"Modern technologies allow new ways of enhancing old mistakes."


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