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PfleidRecording

Tipps, Tricks und "Kochrezepte" für den guten Ton

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d_fux
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Beitragvon d_fux » 21.02.2010, 11:22

THS hat geschrieben:Um wieder auf das Thema zu kommen - ich würde mich sehr freuen, wenn das StudioMagazin diesen Klassik Grammy zum Anlass nehmen würde - in gebührender und professioneller Form einen Top Artikel darüber zu bringen.

Naja, die Tatsache, daß Andreas Neubronner einen Grammy gekriegt hat, hat ja nun begrenzten Neuigkeitswert - der Mann sammelt die Dinger, und das sicher nicht zu unrecht. :-D
Aber das ist schon eine spektakuläre Produktion, muss ich mir vielleicht mal kaufen.

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GerhardS
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Beitragvon GerhardS » 21.02.2010, 12:13

d_fux hat geschrieben:Aber das ist schon eine spektakuläre Produktion, muss ich mir vielleicht mal kaufen.


Gibts hier:

http://www.shopsfsymphony.org/shop/prod ... =22&page=1
LG
Gerhard

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Beitragvon THS » 22.02.2010, 01:55

Na - in USA braucht man nicht zu bestellen - die gibt es auch bei
JPC:
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/ ... um/7555346
schönen Gruss
Holger

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Beitragvon THS » 22.02.2010, 12:41

Hallo Andreas,
ich denke - dies muss man differenzierter sehen -
Im Falle der Mahler 2 im Dom war es in der Tat ein Festkonzert mit
dokumentarischem Hintergrund, allerdings mit 300 Mitwirkenden und 1000
Besuchern sogar eine fantastische Akustik. Generell muss man natürlich in halligen Kirchen mit Kugeln eher vorsichtig sein. Ich glaube dies wird oftmals etwas vernachlässigt. Klassik in Kirchen aufgenommen hat etwas... Man denke an die legendären Aufnahmen in der Jesus Christus Kirche in Berlin-Dahlem und der ganz besonderen Akustik dort. Die berührenden Günter Wand Aufnahmen im Lübecker Dom ( Bruckner 4 )

Der Raum ist das Kleid der Musik !! ( auch Frank Zappa benutzte diesen Leitsatz ) Den Raum richtig zu dosieren - ist eine Kunst - das ist war und da gebe ich Dir 100% Recht - es gibt leider zu oft - vermatschte Aufnahmen wo mein meint - "kennt denn niemand den Hallradius".
Aber das liegt nicht an der Kirche, sondern am Toning...
schönen Gruss

Holger

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Beitragvon Hannes_F » 22.02.2010, 17:25

Hallo, ich fand das Thema Hall interessant genug, einen eigenen Thread dazu zu eröffnen:

http://www.tonthemen.de/viewtopic.php?t=1175

Wer vermutet, dass ich dieses Beispiel nur als Vorwand verwendet habe, um einige Fragen aufzuwerfen, die mich schon länger beschäftigen, liegt richtig :-D

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Beitragvon THS » 08.04.2010, 13:25

Hallo zusammen,

komme nochmal auf die Award prämierte Aufnahme von Herrn Neubronner und hoffe, dass mein Posting nicht missverstanden wird.

Natürlich war ich neugierig und mir liegt diese SACD jetzt vor. Dachte - nach dem sehr gelungenem Videoclip über diese Produktion muss jetzt gerade in Surround "DAS" Aha-Erlebnis kommen.

Leider haut mich zumindest die Surroundmischung überhaupt nicht vom Hocker... Viele Details sind für mich entweder schlichtweg nicht vorhanden - man "sitzt" irgendwie weit weit weg und nur in grossen Tuttipassagen erlebt man einen grossen Klangkörper, der Musik auch spüren lässt... In zwei Worten zusammengefasst: "Diffuse Suppe"....

Die Stereomischung ist auf jeden Fall "griffiger" - Ist mal wieder sehr aufschlussreich - dass wir alle nur mit Wasser kochen und beim Thema Surround und Multichannel alle im rein subjektivem Empfinden doch sehr persönliche Geschmäcker haben.
Absolut nichts gegen den geschätzten Herrn Neubronner...
Aber ich war schon total erstaunt und hatte zumindest für mich persönlich so eine Art "Referenz" erwartet... :shock:
schönen Gruss

Holger

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d_fux
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Beitragvon d_fux » 02.10.2011, 02:22

Tja... Nachdem ich seinerzeit Herrn Pfleiderer eine recht deutliche Kritik an seinen Aufnahmen geschrieben hab, hab ich nix mehr gehört und gedacht, er würde diese ignorieren. Anerkennenswerterweise hat er nun eine Mail geschrieben und erklärt, man habe "die Entwicklung jetzt abgeschlossen" und nach meiner Adresse gefragt. Dann erhielt ich netterweise ein paar CDs mit Klangbeispielen, die meinen bish. Eindruck leider noch verstärken...

Noch erstaunlicher ist die "Kurzfassung" der Presserklärung, die ich Euch nicht vorenthalten möchte....
Dazu hier ein Beispiel dafür, was man aus einem Steinway machen kann (Achtung, Porno-Popup 8-)).


**********

Pfleid Recording und Pfleid-Marot-Mixing (Kurzfassung)
Durch die Verwendung von nur drei Mikrofonen, die links, in der Mitte und rechts über dem vorderen Rand eines aufzunehmenden Objekts aufgehängt werden, kann man das ganze Objekt in seiner gesamten räumlichen Breitenverteilung, von links nach rechts, und seiner Tiefenstaffelung, von vorn bis hinten "zeitrichtig“ aufnehmen — also ohne Zeit- und Phasenfehler und obendrein auch deren Klang originalgetreu erfassen.

Hierbei kommen kleinflächige Kondensator-Mikrofone mit Nierencharakteristik zum Einsatz, die man so aufhängt, dass sie mit ihrer empfindlicheren Seite auf die Klangquelle gerichtet sind. Daher wird der von unten kommende Direktschall des Objekts wesentlich lauter aufgezeichnet als die von oben, von der Decke kommenden Reflexionen. Auf diese Art und Weise lässt sich auch bei Tonaufzeichnungen in Räumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken die Aufnahmeraum-Akustik so leise aufzeichnen, dass sie nicht mehr zur Wirkung kommt. Der Abstand des Mikrofons über dem Objekt muss kleiner sein als es der Hallradius in diesem Raum vorgibt, aber größer als der Bereich in dem die unterschiedliche Schallabstrahl-Charakteristik des Musikinstruments wirksam ist. Am leichtesten lässt sich dieser Abstand durch Probeaufnahmen ermitteln.

Beim PfleidRecording wird also die Wahrnehmung der Aufnahmeraum-Akustik unter die Wahrnehmbarkeitsschwelle gedrückt und somit ausschließlich die Original-Schallquelle in ihrer räumlichen Verteilung zeitrichtig und auch klanglich richtig aufgezeichnet.die Entwicklung jetzt abgeschlossendie Entwicklung jetzt abgeschlossendie Entwicklung jetzt abgeschlossendie Entwicklung jetzt abgeschlossen

Damit liefert PfleidRecording die optimale Vorraussetzung, dass in Verbindung mit der richtigen Wiedergabetechnik für Lautsprecher oder Kopfhörer unter den jeweiligen individuellen Bedingungen immer die optimale Qualität erreicht wird, die sogar die Qualität der Original-Aufführung übertreffen kann.

PfleidRecording will also nicht direkt auf die Lautsprecher- oder Kopfhörerwiedergabe Einfluss nehmen z.B. durch das Mitaufzeichnen der Aufnahmeraumakustik oder bei Kunstkopfaufnahmen durch die Aufzeichnung konkreter Kopf Ohrmuschel Verhältnissen. Dadurch würde die Aufnahme vorgeprägt und es ginge die universelle Anpassbarkeit an unterschiedliche Anwendungs-Bedingungen verloren.

Dieses bisher nur in der Literatur beschriebene Verfahren wurde in den letzten vier Jahren erprobt und zu einem Verfahren für die Anwendung in der täglichen Praxis bei Tonaufnahmen weiterentwickelt. Dabei ergab sich, dass durch den Einsatz von nur wenigen, akustisch richtig aufgestellten Mikrofonen, der Aufwand Tonaufnahmen zu machen viel geringer ist als bei den heute üblichen Verfahren. PfieidRecording ist auch übersichtlicher und es lieferte von Anfang an bessere Ergebnisse.

Die in Tonstudios bisher üblichen schalltoten oder stark bedämpften Hörräume sind beim PfleidRecording allerdings nicht mehr zugelassen, sondern es werden den Schall reflektierende Wände und Decken gefordert, sowie phasenentzerrte Punktstrahler als Studio-Monitore, deren linearer Schalldruckverlauf im Hörraum durch akustische Maßnahmen und nicht mehr durch Equalizer erreicht wurde.

Auch der Abmischvorgang darf nicht mehr durch eine Klangbearbeitung mit Equalizern erfolgen, sondern muss mit dem Pfleid-Marot-Mixing-Verfahren erfolgen, bei dem die Klangbeeinflussung nach akustischen Gesichtspunkten durch die Hinzuführung von Reflexionen vorgenommen wird

Die besonderen Merkmale des PfleidRecording sind neben dem besseren Klang die Natürlichkeit der Klangwiedergabe und die präzisen Ortungen der Instrumente, die eine dem Original entsprechende räumlich richtige Wiedergabe erlauben, z.B. bei der Tiefenstaffelung der Musikinstrumente.

Der Mensch hat zwei Augen und zwei Ohren, um räumlich sehen und hören zu können. Ganz grundsätzlich müssen sich deshalb auch räumliche Toninformationen mit zwei Kanälen, also stereofon, richtig übertragen lassen. Weil dies mit PfleidRecording das erste Mal so gut gelingt, ist dies der beste Beweis für die Richtigkeit des Verfahrens. Hier stimmt die Theorie mit der Praxis überein.
Umgekehrt gilt jedoch auch: Wenn sich mit den bisherigen Tonaufnahmen bei Stereo keine richtige Räumlichkeit abbilden lässt, können die entsprechenden Tonaufnahmeverfahren nicht richtig sein.


************
Zuletzt geändert von d_fux am 02.10.2011, 04:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon juppy » 02.10.2011, 03:20

d_fux hat geschrieben:Dazu hier ein Beispiel dafür, was man aus einem Steinway machen kann (Achtung, Porno-Popup 8-)).


Danke für den Hinweis, daß es ein Steinway sein soll.
Klavier oder Flügel hätte ich jedoch auch alleine herausgehört. :D

Leider habe ich nur den Hinweis auf das Porno-PopUp zu spät gelesen.
Ich hab das Fenster wie jede Werbung ohne hinzuschauen weggeklickt. :-(

Bist Du sicher, den Beitrag in der richtigen Rubrik geschrieben zu haben?
M.E. paßt der eher in "Bullshit", wie die gesamte Pfleiderer-"Philosophie",
jeden Klangkörper in die Akustik des Wohnraums verpflanzen zu wollen.

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Beitragvon d_fux » 02.10.2011, 03:23

juppy hat geschrieben:Bist Du sicher, den Beitrag in der richtigen Rubrik geschrieben zu haben?
M.E. paßt der eher in "Bullshit", wie die gesamte Pfleiderer-"Philosophie",
jeden Klangkörper in die Akustik des Wohnraums verpflanzen zu wollen.


Hast schon recht, aber dieser Fred war nun mal zuerst da....

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Beitragvon derTHOMMESisses » 06.10.2011, 12:43

hmmm.... die Pfleid´sche Theorie ist schon nicht nachvollziehbar, wird aber mit den Aufnahmen, die der "Erfinder" selbst auf seine Seiten stellt, noch mehr ins Abstruse geführt. Die Schostakovitsch-Auifnahme ist wohl schon verschwunden, die Camille Saint-Saëns spricht jedoch Bände...

...genau wie auf der Jazz-Seite die beiden Gema-freien Stücke - herzlichen Glückwunsch, Herr Pfleid, sie haben die "Knüppel-Stereofonie" aus den 1960er Jahren wiederentdeckt! :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha:

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Beitragvon hafi69 » 06.10.2011, 13:56

derTHOMMESisses hat geschrieben:...genau wie auf der Jazz-Seite die beiden Gema-freien Stücke - herzlichen Glückwunsch, Herr Pfleid, sie haben die "Knüppel-Stereofonie" aus den 1960er Jahren wiederentdeckt! :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha: :huhaha:

Du meinst sicher die "Ping-Pong"-Stereophonie der seligen 4-Spur-Zeit...?

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Beitragvon derTHOMMESisses » 06.10.2011, 14:44

@hafi69: genau!

Gruß,

thommes

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Beitragvon d_fux » 06.10.2011, 15:05

Tscha, ich hab den Schostakowitsch (1. Satz) jetzt hier auf CD, dazu eine komplette Mahlersche Erste (schade drum), sowie die erwähnte Klavieraufnahme. Ich kann ja über das eine oder andere an technischen Mängeln hinweghören, aber diese Aufnahme vermiest mir die Musik wirklich. Fast auf Mono gequetscht, das Ganze....

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Beitragvon juppy » 20.10.2011, 02:36

d_fux hat geschrieben:
THS hat geschrieben:Um wieder auf das Thema zu kommen - ich würde mich sehr freuen, wenn das StudioMagazin diesen Klassik Grammy zum Anlass nehmen würde - in gebührender und professioneller Form einen Top Artikel darüber zu bringen.

Naja, die Tatsache, daß Andreas Neubronner einen Grammy gekriegt hat, hat ja nun begrenzten Neuigkeitswert - der Mann sammelt die Dinger, und das sicher nicht zu unrecht. :-D
Aber das ist schon eine spektakuläre Produktion, muss ich mir vielleicht mal kaufen.

Meine Meinung nach allem, was ich über die Produktion im Internet gefunden habe:

Reine Wichserei ...

Musikalisch spricht es mich nicht an, und die Gigantomanie erscheint mir nur dem Zweck der Selbstbeweihräucherung zu dienen.
Die Leistungen der Gesangssolisten finde ich allenfalls nur mittelmäßig.

Da imponiert mir die Leistung mancher Opernproduktion weitaus mehr, wie z.B. http://www.youtube.com/watch?v=NytpuqlaBiE
(Carmen - Habanera - Scala de Milan: 7 12 2009 - live)


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