Am 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) als einheitliche europäische Datenschutzregelung eingeführt.
Gleichzeitig wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) überarbeitet und tritt gemeinsam mit der EU-DSGVO zum 25.05.2018 in Kraft.
Entsprechend dieser neuen Vorgaben haben wir unsere Datenschutzerklärung überarbeitet.

Ihr findet diese Datenschutzerklärung im Unterforum
"Wichtige Informationen" viewforum.php?f=12

Mono zu (Pseudo)Stereo

Tipps, Tricks und "Kochrezepte" für den guten Ton

Moderator: Moderation

prinzipal
Senior Member
Beiträge: 506
Registriert: 18.11.2008, 21:53

Beitragvon prinzipal » 13.06.2010, 09:05

ebs: Danke für die Antwort-leider kann ich mir nicht so oft die geeigneten Räume aussuchen.Aber der Lurch geht da durch;-)

Es gings bei meiner Frage eigentlich konkret um folgendes: Wir haben hier an der Schule viele Räume mit Geflügel ;-) Und dabei sind es letztlich die "wohnzimmergroßen" die "besser" klingen, vor allem wegen ihrer Trockenheit (akustisch gesehen).

Jetzt nach dem Thread hier würde ich aber doch eher in die großen Räume gehen und versuchen dort "Diffusoren" aufzustellen, bzw. auch den Flügel weiter weg von den Wänden zu stellen.
lg

syntheticwave
Vollmitglied
Beiträge: 35
Registriert: 19.10.2009, 20:54
Ort: Erfurt
Kontaktdaten:

Beitragvon syntheticwave » 17.06.2010, 17:41

lasst mich nochmal darauf zurückkommen:

syntheticwave hat geschrieben:Ich hab mal eine kleine Skizze gemacht, wo in einem Raum von 9x13 Metern, in dem ich mir das Instrument gut vorstellen könnte, die ersten Reflexionen herkämen:

Bild


Wenn man einen ziemlich schallharten Raum, nur mit stärker gedämpfter Rückwand, annimmt, dann ergäben sich von Kugeln an den eingezeichneten Positionen folgende Laufzeiten und Pegel, die das Monosignal zu Stereo machen würden:

Linker Kanal:
Source: 0 ms ( Quelllaufzeit ist subtrahiert), 0 dB
Mirror L: 9,6 ms, - 6,6 dB
Mirror R. 17,6 ms,-8,8 dB
Mirror Front: 13,2ms,-9,6 dB
Mirror Rear:25,4 ms,-17,5 dB


Rechter Kanal:
Source:0 ms,-0,36 dB
Mirror L: 14,33 ms, -7,98 dB
Mirror R:12,23 ms,, -7,40 dB
Mirror Front: 13,07 ms, -9,63 dB
Mirror Rear: 26,10 ms, -17,63 dB


Predelay 15 mS, Nachhall ca 1,2 sek aus verschiedenen Richtungen.


Dann müsste das Monoklavier ziemlich räumlich klingen. Würde mich freuen, wenns jemand ausprobieren könnte. Vorschläge für andere Mikrofonpositionen oder Richtwirkungen, das sind jetzt Kugeln, werden gern entgegengenommen. :-)
Wir könnten den Klangkörper auch in zwei räumlich getrennte Quellen aufteilen, vielleicht mit +- 6dB/Okt bei 440 hz getrennt? Aber dann werdens eben doppelt so viele Spiegelschallquellen.

Meine Excel berechnet das dreidimensional, aber ich hab die Decke weggelassen, da sind ja keine Lautsprecher bei Stereo, bisher. Aber die Winkel gibts aus, da könnte man HRTF`s simulieren. Könnte eine interessante Spielwiese werden!

Gruss Helmut


Ich habs mal probiert, ohne HRTFS, einfach die berechneten Zeiten und Pegel zu aus dem Monosignal erzeugt. Hört mal selbst:

Mono:
http://www.holophony.net/Download/Mono_Piano.mp3

das Mono nur mit den berechneten ersten Reflexionen:
http://www.holophony.net/Download/Piano ... dfirst.mp3

dazu kurzes Lexiconreverb mit 30 ms Predelay:
http://www.holophony.net/Download/Piano ... reverb.mp3


Ehrlich gesagt hatte ich es mir räumlicher vorgestellt. Aber der alte Spruch, Lautsprechersignale sind keine Ohrsignale. Trotz des 1 meter Basisabstandes der Mikros.

Im Kopfhörer ergeben aber allein schon die ersten Reflexionen eine sehr natürliche Räumlichkeit, wie ich finde. Klar sind zwei Mics im Nahfeld räumlicher, aber im KH kommt es dem natürlichen hören in paar meter Entfernung in so einem Raum schon ziemlich nahe. Sollte man es mal mit simulierten Nieren in 20 cm Basisabstand simulieren? Was meint Ihr?

Benutzeravatar
tonstudio96
Vollmitglied
Beiträge: 80
Registriert: 21.06.2007, 22:16
Ort: Gelnhausen
Ort: Raum Frankfurt
Kontaktdaten:

Excel Skizze

Beitragvon tonstudio96 » 08.09.2010, 18:10

Kann es sein, dass in dem Excel noch ein paar Reflexionen fehlen?

Man muss ja auch die Doppelreflexionen mitrechnen, die in der Ecke entstehen. Damit ergeben sich weitere Spiegelbilder an der Achse/Wand hinten und links.

syntheticwave
Vollmitglied
Beiträge: 35
Registriert: 19.10.2009, 20:54
Ort: Erfurt
Kontaktdaten:

Beitragvon syntheticwave » 08.09.2010, 18:40

...da fehlen noch ganz viele. Die ersten Reflexionen sind ja die Quelle für die zweiten Reflexionen. u.s.w..

Diese Reflexion in der Ecke wäre dann schon eine zweite Reflexion. Im zweiten Kapitel meiner Webseite, zur Struktur des räumlichen Schallfelldes, (http://www.syntheticwave.de/Schall%20im%20Raum.htm ) ist dazu eine leicht verständliche Animation.

Gruss Helmut

Benutzeravatar
tonstudio96
Vollmitglied
Beiträge: 80
Registriert: 21.06.2007, 22:16
Ort: Gelnhausen
Ort: Raum Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Mono zu (Pseudo)Stereo

Beitragvon tonstudio96 » 04.05.2015, 20:27

Hatte damals die Antwort nicht mehr mitbekommen. Die Animation ist nett. Ich suche schon seit einiger Zeit eine effektive und übersichtliche Darstellung, wie ich Drücke und Schnellen im 3D-Raum sinnvoll darstellen kann, dass man was sieht.


Zurück zu „von Kunst und Technik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste