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Stereodreieck....

Tipps, Tricks und "Kochrezepte" für den guten Ton

Moderator: Moderation

leifislive
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Stereodreieck....

Beitragvon leifislive » 11.10.2007, 20:52

Ich habe mich schon seit längerem gefragt, wie es zu dem gleichseitigen Dreieck für Stereo gekommen ist? Ich weiss, dass es auch andere Definitionen gibt, aber im Prinzip sind diese ja in gewisserweise ähnlich.

Kommt das rein empirisch, oder hat man das in Anlehnung an einen "guten" Sitzplatz in einem Konzertsaal vorgenommen?

Vielen Dank für Aufklärung

Grüße
Leif

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Musikmeister
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Re: Stereodreieck....

Beitragvon Musikmeister » 16.10.2007, 02:04

Hallo Leif,

hier gibt's etwas Auskunft:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stereodreieck
http://www.sengpielaudio.com/Lokalisati ... chnung.pdf

Als erster hatte K. DeBoer 1940 in seiner Versuchsanordnung bei den Hörversuchen zur Lokalisation der Hörereignisrichtung den Abstand der beiden "Stereo"-Lautsprecher gemessen und von der Mitte zwischen den Lautsprechern bis zum Abhörpunkt den gleichen Abstand gewählt.
Das ergab einen Hörwinkel zu den Lautsprechern von +/- 26,5°, also von 53°. Also nicht +/- 30° = 60°, wie es heute allgemein üblich ist.

Bild

Vor den Lautsprechern befindet sich eine schallduchlässige Leinwand.
Das Wort Stereophonie war um 1940 natürlich noch lange nicht bekannt,
K. DeBoer bezeichnete das, was er da hörte mit: "Plastische Klangwiedergabe".
Das ist doch eine sehr schöne und treffende Bezeichnung.
Nebenbei, der Holländer deBoer wird "de Buhr" ausgesprochen.
3,50 m ist sicher kein Abstand für einen "guten" Sitzplatz in einem Konzertsaal.

Der Entwickler hat bei seinen Versuchen kaum an das heimelige
heimische Wohnzimmer gedacht, sondern schon eher an die plastische
Tonwiedergabe im größeren "Tonfilmtheater".
Dabei waren 1940 keine zwei getrennt aufgestellte Lautsprecher im
Wohnzimmer vorstellbar und auch nicht die heutige Nahfeldbeschallung.
Zuletzt geändert von Musikmeister am 16.10.2007, 10:44, insgesamt 2-mal geändert.

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RainerG
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Beitragvon RainerG » 16.10.2007, 08:35

Ich bin der Ansicht, daß eine Lautsprecherbasis von 3,5 Metern schon recht groß ist und für die meisten Wohnzimmer vielleicht schon zu groß.

Würde mich mal interessieren wie Ihr zu Hause (nicht in Studios!) Eure Lautsprecher aufstellt?
Ich tendiere eher zu kleineren Basisbreiten und kürzerem Abhörabstand.


MfG
Rainer

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juppy
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Heimanlage und Aufstellung

Beitragvon juppy » 16.10.2007, 10:18

Zuhause gibt es nur Ghettoblaster und Kofferradios ...

Wer eine Familie hat, wo aus jedem Zimmer ein anderes Programm schallt, und selber "mit Musik zu tun hat", hat keine große Lust, den Geräuschpegel weiter anzuheben. Da greife ich allenfalls zum CDWalkman.

Das mir persönlich wichtigste "Musikwiedergabegerät" ist mein Flügel - und der steht auch nicht zuhause ...

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Beitragvon Erdie » 16.10.2007, 11:07

Ich habe 2 Standboxen mit ca. 2,5 m Abstand in meinem Wohnzimmer stehen. Der Hörabstand ist ungefähr so, dass es einem gleichschenkligem Dreieck ähnelt. Seit ich Familie und Kind habe, kommt es sehr selten vor, daß ich dort noch Musik höre. Wenn dann über die Nahfeldmonitore (Genelec 8020A), die am Computer stehen, oder über Kopfhöhrer (seit neuestem ein AKG K271).

Ein Bild meiner Standboxen ist in der Wikipedia zu bewundern. Ich habe sie damals selbst konsturiert und das Gehäuse von einem Bekannten, der Tischler ist, bauen lassen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bassreflexbox
Lautsprecherkonstruktionen WAR mal mein Hobby, vor etwa 15 Jahren. Heute ist mir das zu zeitaufwendig, da die Abstimmung messtechnisch und die nötigen Hörsitzungen Wochen dauern. Dafür kann man sie besser kaufen. Aber als Student hat man eben mehr Zeit als Geld.

- Erdie

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RainerG
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Beitragvon RainerG » 16.10.2007, 11:48

Wesentlich mehr haben wir im WZ auch nicht: Eine einfache Stereoanlage für 100 €. Und die LS stehen da auf dem Bücherregal.
In Küche und Schlafzimmer steht ein Ghettoblaster.

Wenn wir zu Hause hochwertig Musik hören wollen, setzen wir uns in mein Studio und hören dort.
Habe dort außer dem Revox B760 (symmetrisch modifiziert) einen "Grundig-Satellit", den ich noch über Symmetrieradapter in die Studioabhöre einbinden will.


MfG
Rainer

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Beitragvon juppy » 16.10.2007, 12:14

RainerG hat geschrieben:Wenn wir zu Hause hochwertig Musik hören wollen, setzen wir uns in mein Studio und hören dort.


Zwischen Wohnzimmer und Studio liegen bei mir allerdings 2 km Wegstrecke.
Wenn ich meiner Lebensgefährtin eine Aufnahme unter vernünftigen Bedingungen vorführen möchte, packen wir zwei Flaschen Rotwein ein und nehmen wir den Weg auf uns ...

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Re: Stereodreieck....

Beitragvon leifislive » 16.10.2007, 18:59

Hi,

Bie Wikipedia und Sengpiel hatte ich mich auch belesen, demnach subsumiere ich jetzt:

rein empirisch.

Oder?


Grüße
Leif

P.s.: Ich plane gerade eine neue "Wohnzimmer" Box. Basisbreite ca. 1.5m. Mehr geht aus innenarchitektonischen Erwägungen heraus nicht....

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Re: Stereodreieck....

Beitragvon stefan » 16.10.2007, 20:29

leifislive hat geschrieben:...Mehr geht aus innenarchitektonischen Erwägungen heraus nicht....

'Innenarchitektonische Erwägungen' - ist das sinngemäss das gleiche, wie der 'Women-acceptance-factor'?
...der ist nämlich das grösste Hindernis für eine akustisch sinnvolle Lautsprecheraufstellung zu hause.
Bild

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Beitragvon leifislive » 16.10.2007, 22:20

Na rate mal für wen ich auch was im Kopf konstruiere.... auch wenn es diesmal wirklich in erster Linie ein Platzproblem ist....

Stefanos Ioannou
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Re: Stereodreieck....

Beitragvon Stefanos Ioannou » 17.07.2015, 10:49

Ich weiß dieser Thread ist schon sehr alt aber ich wollte nicht einen neuen anfangen da es um das selbe Thema geht.
Wie ist es denn, wenn die Winkel verändert werden, z.B. +/-20°? Wie verändert sich dann der Klang? Hat das mal jemand ausprobiert? Leider sind die Abhörbedingungen bei mir zuhause zu schlecht um es auszuprobieren


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