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Hoerspiel in 5.1 Surround

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Erdie
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Re: Hoerspiel in 5.1 Surround

Beitragvon Erdie » 10.10.2012, 10:34

Ich frage mich jetzt, wofür das überhaupt notwendig ist. Warum kann man die Effekte nicht einfach in das Nutzsignal einspeisen und ensprechend viel Dynamik - Headroom belassen um es richtig knallen zu lassen. Der Nutzen leutet mir irgendwie nicht ein.

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GerhardS
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Re: Hoerspiel in 5.1 Surround

Beitragvon GerhardS » 10.10.2012, 13:30

Erdie hat geschrieben:Ich frage mich jetzt, wofür das überhaupt notwendig ist. Warum kann man die Effekte nicht einfach in das Nutzsignal einspeisen und ensprechend viel Dynamik - Headroom belassen um es richtig knallen zu lassen. Der Nutzen leutet mir irgendwie nicht ein.


Hallo Martin,
das hat, da je meist das Wohnzimmer der Standort für eine 5.1 Anlage ist, auch was mit dem WAF (woman acceptance factor) zu tun. Mit den dort normalerweise vorhandenen (=genehmigten) relativ kleinen Lautsprechern ist keine auch nur annähernd überzeugende Tieftonwiedergabe möglich. Meist hören diese nach unten bei 100-120 Hz auf. Darunter ist dann Ebbe.
Daher werden die dann als x.1 vorhandenen Subwoofer neben LFE auch als Tieftonergänzung (L+R Mono Übergangsfrequenz 80-120Hz) benutzt.
Moderne AV Receiver sind auch in der Lage, aus dem Stereosignal ein 'Pseudo' 5.1 Signal zu errechnen.
Bei meinem AV Receiver z.B. Audyssey DSX®, DTS Neo:X™ und Dolby® Pro Logic® IIz. Funktioniert aber nicht immer. Bei einigen Aufnahmen klingt das ganz gut, bei Anderen dagegen fürchterlich :kotz:
Ich höre allerdings Stereoaufnahmen auch nur in Stereo, beim Fernsehton spiele ich dann schon mal mit den Einstellungen.
LG
Gerhard

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Re: Hoerspiel in 5.1 Surround

Beitragvon Simpel » 10.10.2012, 15:21

Erdie hat geschrieben:Ich frage mich jetzt, wofür das überhaupt notwendig ist. Warum kann man die Effekte nicht einfach in das Nutzsignal einspeisen und ensprechend viel Dynamik - Headroom belassen um es richtig knallen zu lassen. Der Nutzen leutet mir irgendwie nicht ein.


Hier die Antwort aus der AudioVision dazu:
Schon seit der Anfangszeit des Kinotons diente die Bass-Spur nicht nur dazu, den oder die Subwoofer ordentlich zu versorgen. Wichtiger war und ist eine weitere Funktion: Sie verschafft dem Tonmeister mehr nutzbare Dynamik, mehr Platz nach oben. Denn der maximale Schalldruck wird im Wesentlichen bei den tiefen Frequenzen benötigt. Sind die aber in einem gemeinsamen Kanal mit den hohen und höchsten Tönen gespeichert, muss man für viel Dynamik die Standard-Pegel relativ niedrig halten – nur dann heben sich laute Geräusch wirklich ab.
Nachteil niedriger Pegel ist, dass es zu Rauschen führen kann. Das ist bei digitaler Speicherung kein wirkliches Problem, doch in der weiteren analogen Sig­nalverarbeitung von Verstärkern bis zu den Lautsprechern unter Umständen schon zu hören. Wenn man nun ausschließlich den Tieftonkanal mit viel Dynamik einpegelt, die anderen Kanäle aber höher, bekommt man ein System mit wenig Rauschen, aber viel Luft nach oben.

Gruß, Conrad

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Re: Hoerspiel in 5.1 Surround

Beitragvon Erdie » 10.10.2012, 15:32

@Gerhard:
Ich bin davon ausgegangen, dass es in jedem Fall einen separaten Subwoofer gibt. Es ging mir dabei mehr um die Frage, warum man eine extra Tonspur dafür braucht. Die Erklärung von Simpel aus Audiovision klingt für mich logisch.
Dem WAF bin ich auch schon oft zum Opfer gefallen. Mit etwas Hartnäckigkeit lassen sich die Akzeptanzgrenzen allerdings leicht nach oben verschieben.

LG
Martin

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Re: Hoerspiel in 5.1 Surround

Beitragvon Wolfus » 12.10.2012, 13:45

Erdie hat geschrieben: Mit etwas Hartnäckigkeit lassen sich die Akzeptanzgrenzen allerdings leicht nach oben verschieben.


Tu zumindest mir einen großen Gefallen und verrate mir: wie geht das? :anbet:

Die Firmal Lenard Audio http://www.lenardaudio.com/ zieht übrigens Lösungen vor, bei denen alle drei Frontkanäle ausreichenden Pegel auch im Bass wiedergeben können und geben den LFE Kanal mit darauf. Das ist dann Bass-Management mal anders herum. Das High-End System der Firma (K4) für große Kinos ist komplett hornbasiert, auch im Bass.

Die technischen Erläuterungen auf der Seite http://lenardaudio.com/education/category/blog/ kommen mir ziemlich fundiert vor. (Skripte erlauben, Subjects ansehen).
'Though nothing shows, someone knows. I wish that one was me. (Procol Harum, Quite Rightly So)


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