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Tonhöhenprobleme bei Gesangsaufnahme in kleinen Räumen

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Wolfus
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Re: Tonhöhenprobleme bei Gesangsaufnahme in kleinen Räumen

Beitragvon Wolfus » 14.05.2015, 18:27

Was ich über den Zusammenhang mal gelesen habe (keine Ahnung mehr, wo, sorry), ist, dass mit dem Nachhall aus kleinen Tonhöhenschwankungen durch die Modenstruktur wesenlich deutlichere Amplitudenschwankungen werden, so dass z.B. Vibrato erheblich auffälliger wird, ebenso wie Abdriften. Das sollte auf den Vergleich mit einer anderen Tonhöhe (Begleitung) aber alleine eigentlich keine Auswirkung haben.

Den erwähnten Effekt benutzt(e) man in der Synthesizer-Musik gerne, um ein Glissando durch ein Echo so richtig brachial deutlich zu machen. Zumindest Jan Hammer fällt mir da ein (darkness earth in search of a sun, http://www.youtube.com/watch?v=GpVGzxGHdhQ).
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tonstudio96
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Re: Tonhöhenprobleme bei Gesangsaufnahme in kleinen Räumen

Beitragvon tonstudio96 » 21.05.2015, 14:52

Da scheine ich wohl was angestossen zu haben :-)

Das mit dem Vokalausgleich ist mir klar, erklärt aber wie schon erwähnt nicht, dass es insgesamt zu tief wird. Ist aber für sich ein interessantes Thema.

Vielleicht ließe sich zu dem Thema ja mal recherchieren, ob es da wissenschaftliche Arbeiten zu gibt - das wäre mal ein sinnvolles Thema. In jedem Fall hat es was mit dem Hören zu tun. Da scheinen manche grundsätzliche Schwierigkeiten zu haben: Sie hören selbst minimale Tonhöhenfehler bei anderen und in Mischungen heraus, liegen aber selber total daneben. Irgendwie scheint es eine Reihe von Effekten zu geben, die es verhindern, dass man die eigene Stimme richtig hört.

Kann es etwas damit zu tun haben, dass man die eigene Stimme durch die Schallleitung im Kopf anders hört? Wir alle wissen, dass unsere Stimme in Aufnahmen anders klingt, als wie sie real täglich empfinden. Selber hört man sich meist basslastiger.

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Tomte
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Re: Tonhöhenprobleme bei Gesangsaufnahme in kleinen Räumen

Beitragvon Tomte » 25.06.2015, 16:55

Ich hatte den Thread mit Interesse verfolgt und jetzt noch einmal mit einer professionellen Sängerin gesprochen. Ein Aspekt, der glaube ich noch nicht genannt wurde, ist der folgende:

Ein Sänger/eine Sängerin hört sich selbst in einer anderen Akustik anders. Es kann in einem kleineren, weniger halligen Raum passieren, dass die Sängerin glaubt, zu leise zu sein und den Raum nicht zu füllen. Wenn eine Rückmeldung darüber und die Erfahrung fehlt, kann es passieren, dass das die Sängerin nervös werden lässt und leicht unter Druck setzt. Wenn jetzt die Sängerin als Schwäche hat, zu tief zu intonieren, kann es sein, dass dieser Fehler dann passiert. Das ganze wäre also ein Effekt, der nichts mit dem Abgleich der Intonation zu tun hat, sondern mit dem seelischen Druck aufgrund des Höreindrucks. Klingt für mich sehr schlüssig und erklärt auch, warum manche das Problem haben, und manche nicht. (Manche Sänger neigen z.B. auch dazu, bei Nervosität eher zu hoch zu intonieren)


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