Seit der letzten Woche kommt es immer wieder zu kurzen Serverausfällen beim Provider. Diese sind häufig, dauern aber immer nur 3-4 Minuten.
Wenn es also mal nicht funktioniert, einfach ein paar Minuten warten und nochmal versuchen

Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

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low-fi
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 01:58

@ aseptisch

Wow! Vielen Dank dafür :) Das ist wesentlich länger als ich erwartet hätte. 5.5 Stunden mit zwei AA Zellen ist erstaunlich lange. Im H6 sind vier AA Zellen drinnen. Selbst wenn das Gerät etwas mehr verbraucht, wegen eines größeren Displays und ähnlichem, sollte er mit 2 angeschlossenen Mikrofonen dann eigentlich auch an die 5 Stunden schaffen. Bin wirklich positiv überrascht.

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Cutter » 25.07.2015, 11:18

Für meinen PMD 671 der 500 mA nimmt bei Aufnahme, habe ich einen extra
Batteriegehäuse gemacht, und unten am Gerät montiert.
Fällt gar nicht auf. Wer das Gerät nicht kennt, wird es nicht auffallen, daß da
etwas modifiziert wurde.

In diesem Gehäuse sind jetzt 8x 5 Ah C-Zellen drin, was eine Aufnahmedauer
von sagen wir, 9 Stunden garantiert.
Die original lieferbare Akkus würden indertat nur etwa 1 bis 2 Stunden aushalten.
Und vernünftige AA-Zellen kann man im Gerät nicht aufladen, die werden gekocht!!
Habe die schonmal mit 70° C aus dem Rekorder gezogen, und mir die Finger verbrannt.

Jetzt is alles umgestellt auf das externe Batterypack, inklusive der Ladeanschluß,
und kann man ein vernünftiges Ladegerät anschließen.

Aaaber, man kann ein externes Akkupack auch lose mitnehmen und mit Kabelchen
anschließen. Dann sind die Kapazitäten keine Grenzen gesetzt.

LG,

Evert

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 11:32

Die Vorteile von MS sind mir mittlerweile klar. Da ich mir aber nicht bei beiden 'mini'-Schoepse mitsamt Korb dafür leisten kann, hätte ich dann natürlich oft einen Monster-Windschutzkorb im Bild. Wenn ich ihn nicht gerade zufällig mal über die Musiker hängen kann. Mit Fell kommt man sich dann schon fast vor wie Alfons aus dem Fernsehn :) Und die Transportmaße dafür sind auch nicht gerade gering.

Deshalb wollte ich nochmal kurz auf Tomte's Idee mehrerer Kugeln zurück kommen. Bei geringen Abständen zu den Musikern, wie ich sie in der Regel haben werde, komme ich doch nie auf eine Mikrofonbasis von annähernd 50cm, weil ich, neben den Laufzeit-Unterschieden, garantiert auch Intensitäts-Unterschiede haben werde. Das heißt, meine Mikrofonbasis wird immer deutlich unter 50cm liegen um das Stereo-Panorama auszufüllen.

Schon bei drei Mikrofonen hätte ich 3 Verschiedene Mikrofonbasen zur Auswahl und bei vier Mikrofonen wären es sogar 6 Verschiedene. Das müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn keine davon passen würde. Wenn ich also z.B. neben Mikrofon A, in 25cm Abstand, Mikrofon B stelle und neben B, noch Mikrofon C, mit weiteren 15cm Abstand, habe ich die Mikrofonbasen 15cm (zwischen B und C), 25cm (zwischen A und B) und 40cm (zwischen A und C). Oder mache ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße


@ Cutter

das ist eine gute Idee sich einen Batterie-Pack selber zu basteln. Aber so wie ich die Sache sehe, hätte ich beim Zoom Recorder nicht wirklich Probleme mit der Laufzeit.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 12:05

low-fi hat geschrieben:Schon bei drei Mikrofonen hätte ich 3 Verschiedene Mikrofonbasen zur Auswahl und bei vier Mikrofonen wären es sogar 6 Verschiedene. Das müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn keine davon passen würde. Wenn ich also z.B. neben Mikrofon A, in 25cm Abstand, Mikrofon B stelle und neben B, noch Mikrofon C, mit weiteren 15cm Abstand, habe ich die Mikrofonbasen 15cm (zwischen B und C), 25cm (zwischen A und B) und 40cm (zwischen A und C). Oder mache ich da einen Denkfehler?

Ich hatte gar nicht an unterschiedliche Abstände gedacht. So ist es in der Tat noch flexibler. Das wäre so möglich, ja.

Denkbar wäre auch ein Mikrofon außerhalb der Achse, um noch mit der Ausrichtung zusätzlich Auswahl zu haben.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 12:07

aseptisch hat geschrieben:So. Ich habe um 18:30 Uhr meinen Zoom H5 mit zwei frisch geladenen NiMH der Firma Heitech (von Conrad) mit 2000 mAh Kapazität bestückt, zwei AKG C 480 B mit CK 61-ULS angeschlossen, Phantomspeisung 48 V, Aussteuerung grob für Sprache eingestellt (7 von 10), keinen Kopfhörer angeschlossen und dann aufnehmen lassen. 24 Bit 48 kHz WAV.

Dann bin ich zu meinen Eltern gefahren, habe mit ihnen zu Abend gegessen und ihnen für ihre morgigen Gäste einen Apfel-Mohn-Kuchen und eine Eierliqueurtorte gebacken. Als ich nach Hause kam, lief der H5 gerade noch. Als er sich schließlich schlafen gelegt hatte, hatte er zwei Dateien à 2h05m und eine mit 1h20m erzeugt, also 5.5 Stunden aufgenommen. Rauschen und Umgebungsgeräusch am Ende der letzten Datei schien mir genauso gut wie am Anfang der ersten.

Der Eilerlikör in der Torte hatte mit Sicherheit einen signifikanten Einfluss auf das Messergebnis. :-)

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 12:17

@ Tomte

Ich weiß nicht, ob das außerhalb der Achse viel bringt. Die Kreisform ist ja auch ein Ideal, das man in der Praxis natürlich nicht immer hat. Oft ist das eher ein Oval und der Abstand vom nächsten zum weitest entfernten Musiker vom Mikrofon kann auch mal doppel so groß sein. Da wären die Intensitätsunterschiede bei denen die nahe am Mikro sitzen größer, als bei denen die weiter entfernt sind. Diejenigen die nah sitzen, werden also wahrscheinlich weiter nach außen gerückt, als es einem realitstischen Panorama entspräche.

Aber wenn man das ein paar mal gemacht hat und ein Gefühl für die Situation und die Abstände bekommt, wird man auch die Mikrofonbasen sicherer wählen können.

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 13:17

low-fi hat geschrieben:@ Tomte

Ich weiß nicht, ob das außerhalb der Achse viel bringt. Die Kreisform ist ja auch ein Ideal, das man in der Praxis natürlich nicht immer hat. Oft ist das eher ein Oval und der Abstand vom nächsten zum weitest entfernten Musiker vom Mikrofon kann auch mal doppel so groß sein. Da wären die Intensitätsunterschiede bei denen die nahe am Mikro sitzen größer, als bei denen die weiter entfernt sind. Diejenigen die nah sitzen, werden also wahrscheinlich weiter nach außen gerückt, als es einem realitstischen Panorama entspräche.

Aber wenn man das ein paar mal gemacht hat und ein Gefühl für die Situation und die Abstände bekommt, wird man auch die Mikrofonbasen sicherer wählen können.

Viele Grüße

Ich weiß nicht, ob ich mich da verständlich ausgedrückt habe. Ich meinte, dass mit einem Mikro außerhalb der Achse zusätzlich zur Auswahl der Basisbreite auch für die Ausrichtung der AB-Anordnung noch eine Auswahl zur Verfügung stände.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon aseptisch » 25.07.2015, 13:21

Tomte hat geschrieben:Der Eilerlikör in der Torte hatte mit Sicherheit einen signifikanten Einfluss auf das Messergebnis. :-)

Vielleicht noch eher der Mohn in der Mohn-Apfel! :shock: Anbei die Bilder.

Ganz am Anfang dachte ich ja, es käme irgendwann der Vorschlag "Blumlein", um eine Kugel erweitert. Mono-fähig, matrizierfähig, oder man sucht sich eine der zwei Blumlein-Hauptachsen aus (LR oder vertauscht RL). Je nachdem, wo der Mittelpunkt des jeweiligen Musikstücks ist. Ich weiß, der Aufnahmebereich von Blumlein ist sehr klein. Kann man das durch Kugel-Beimischung abmildern?
Achten sind natürlich sehr körperschall- und windempfindlich.

Ups, kann ich auch Bilder anhängen, die nicht gleich angezeigt werden, nur per Icon? Wenn das geht, bitte PN, dann editiere ich das hier, oder ich lösche die Bilder. Die gehören ja nicht in den Bereich "Vom guten Ton".
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von aseptisch am 25.07.2015, 13:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 13:25

@ Tomte

Das stimmt natürlich. Wobei man die Ausrichtung bei so einem Aufbau anschließend ja nicht wirklich frei wählen könnte, sondern sie sich nach der gewünschten Mikrofonbasis richtet. Also wenn ich z.B. im Nachhinein feststelle daß der Mikrofonabstand von 25cm gut war, ergibt sich damit auch die Richtung zangsläufig, ob sie mir dann passt, oder nicht.

Viele Grüße

@ aseptisch

Haha... nachdem ich Deine Bilder gesehen habe muß noch mal schnell zum Bäcker :)

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 14:50

low-fi hat geschrieben:@ Tomte

Das stimmt natürlich. Wobei man die Ausrichtung bei so einem Aufbau anschließend ja nicht wirklich frei wählen könnte, sondern sie sich nach der gewünschten Mikrofonbasis richtet. Also wenn ich z.B. im Nachhinein feststelle daß der Mikrofonabstand von 25cm gut war, ergibt sich damit auch die Richtung zangsläufig, ob sie mir dann passt, oder nicht.

Viele Grüße

@ aseptisch

Haha... nachdem ich Deine Bilder gesehen habe muß noch mal schnell zum Bäcker :)

Nein, ganz frei nicht, aber immerhin besser als gar nicht.

Ich probiere mich mal an einer ASCII-Graifk mit einem Beispiel, damit es hoffentlich klarer wird.

(A)---------(15cm)----(B)----------------------------25cm-----------------(C)
|
|
15cm
|
|
(D)


So gäbe es dann:
AB 15 cm horizontal
AC 15 cm - " -
BC 25 cm - " -
AC 40 cm - " -
Und zusätzlich:
AD 15 cm vertikal
DB ~21cm 45°
DC ~42cm schräg ...

Da gibt es sicherlich noch kreativere Möglichkeiten.

Wobei ich mit horizontal, vertikal etc. immer die Draufsicht von oben meine.


Man könnte auch die Mikrofonkapseln samt Rekorder im Kuchen einbauen und dann den Kuchen auf den Tisch stellen.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 15:10

@ Tomte

Ok, stimmt. Bei mehr als drei Mikrofonen steigen natürlich auch die Möglichkeiten. Dann wird's aber auch schon recht kompliziert. Ich persönlich finde ja, man ist schon mit dreien recht felxibel. Zumindest was die Abbildungsbreite angeht. Und vom Platzaufwand ist ein Mikro mehr in der Tasche jetzt auch nicht die Welt. Ich muß nur noch das Problem lösen, wie ich auch noch die Torte in die Fototasche bekomme :)

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 15:12

Bei vier Kapseln kommt mir da noch die Idee des Ambisonics Tetraeder Mikros, mit dem das Schallfeld wirklich ganz realitätsnah eingefangen und hinterher (mit entsprechendem Aufwand) sehr flexibel auch auf Stereo gerendert werden kann.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 15:14

low-fi hat geschrieben:@ Tomte

Ok, stimmt. Bei mehr als drei Mikrofonen steigen natürlich auch die Möglichkeiten. Dann wird's aber auch schon recht kompliziert. Ich persönlich finde ja, man ist schon mit dreien recht felxibel. Zumindest was die Abbildungsbreite angeht. Und vom Platzaufwand ist ein Mikro mehr in der Tasche jetzt auch nicht die Welt. Ich muß nur noch das Problem lösen, wie ich auch noch die Torte in die Fototasche bekomme :)

Viele Grüße

Ob drei oder vier, da sehe ich dann den Sprung auch nicht. Eben mal in vier oder in sieben Signalkombinationen reinhören, macht dann auch keinen Unterschied mehr. Und mit dem H6 hast Du ja eh vier Kanäle. So ein Aufbau ließe sich ja mit kleinen Kapseln leicht fest zusammenbauen, der dann nur hingestellt werden muss.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tonzauber » 25.07.2015, 15:20

Tomte hat geschrieben:Bei vier Kapseln kommt mir da noch die Idee des Ambisonics Tetraeder Mikros, mit dem das Schallfeld wirklich ganz realitätsnah eingefangen und hinterher (mit entsprechendem Aufwand) sehr flexibel auch auf Stereo gerendert werden kann.


Naja, der Decodier-Aufwand hält sich in Grenzen. Entweder direkt ein (gratis) VST-Plugin, oder ein (gratis) standalone Konverter....
Muss auch gar kein "original" Soundfield sein, es gibt da ja inzwischen günstigere Alternativen:

http://www.core-sound.com/TetraMic/1.php

http://www.embracecinema.com/gear/produ ... lug=brahma

Nachteil: Alles Druckgradientenwandler, und damit natürlich empfindlicher auf Wind als Druckempfänger.
Tonzauber - einfach klassisch
www.tonzauber.com

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 15:35

@ Tomte

Klar kann ich auch vier Mikros anschließen, aber ich will ja mit leichtem Gepäck reisen und neben dem Mikro, ist natürlich auch noch eine Halterung, ein Fuß (falls nicht alle an einer Schiene Hängen) und ein Kabel mehr mit dabei. Das läppert sich dann schon. Außerdem hätte ich ja gerne relativ kleine Mikrofone und ob ich mir dann zwei, drei, oder vier davon kaufe, macht natürlich auch investitionsmäßig einen Unterschied. Ich glaube ich werde mal mit dreien Anfangen, und falls sich das bewährt, kann ich später ja immer noch welche dazu nehmen.

Viele Grüße


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