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Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Tipps, Tricks und "Kochrezepte" für den guten Ton

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Tomte
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 17:49

Ich stell mir gerade eine elegante, kleine und mobile Lösung mit vier dpa 4060 vor, in einer Halterung in einem gleichschenkligen Dreieck, vielleicht 40cm Kantenlänge, ein Mikro in der Mitte, dann gibt es 6 Richtungen mit je zur Hälfte 40 und etwa 20cm Basisbreite.

Wahrscheinlich alles Overkill, und mit etwas Probieren wird sich eine praktikable Basisbreite und Richtung herausstellen, wo man mit zwei Mikros gut auskommt. Aber ich hätte Lust, damit mal herumzuprobieren.

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low-fi
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 19:07

Die DPA 4060 sind in der High Sens Ausführung schon extrem attraktiv. Winzig, mit 20mV/PA eigentlich auch empfindlich genug und auch der Preis ist moderat. Auch wenn sie ursprünglich für den Einsatz mit Funksendern gebaut sind, kann ich sie mit einem XLR-Adapter doch auch direkt an einen Zoom Recorder anschließen, oder?

Was ist denn der größte Nachteil zu vergleichbaren größeren Mikrofonmodellen, wie z.B. einem 4090, oder 2006C, die ich eigentlich in Betracht gezogen hatte. Wenn ich ins Datenblatt von DPA schaue ist das 2006C doppelt so empfindlich (40mV/PA) und rauscht mit 78 dB(A) weniger als das kleine Lavalier-Modell mit 71db(A). Ein wesentlicher Unterschied wäre wohl der Vorverstärker, der im Gegensatz zum FET-Vorverstärker im Lavaliermodell laut DPA mehr 'Luft' und 'Präzision' haben soll. Ich will jetzt nicht umbedingt am falschen Ende sparen. Würdet Ihr in Live Situationen zu den größeren Modellen greifen?

Viele Grüße

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Tomte
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tomte » 25.07.2015, 19:30

Also die DPA 4060 rauschen wegen der kleinen Membran natürlich ein klein wenig mehr (für ihre Größe wiederum extrem wenig!), sind dafür noch linearer im Frequenzgang und wirklich sehr klein und leicht. Wenn das Rauschen nicht stört, sind es physikalisch gesehen bessere Mikrofone als alles, was eine größere Membran hat. Das Rauschen ist wirklich der einzige Nachteil. Mit dem XLR-Adapter können sie direkt mit Phantomspeisung ganz normal an allen Mikrofoneingängen betrieben werden.

Für die gewünschte Anwendung sollte das Rauschen wirklich keine Rolle spielen. Das würde erst auffallen, wenn sie in einem sehr stillen Raum als Raummikros eingesetzt werden (und auch da erst bei leisen Stellen).

Interessant wäre möglicherweise auch noch die Frage, ob ein anderer Speiseadapter/Anschluss für einen Mobilrekorder beim Strom sparen hilft. Schließlich werden erst die 48V aufwändig erzeugt, um sie im Adapter wieder auf eine niedrige Spannung (?) zu bringen. Irgendwo hatte ich mal den Schaltplan von dem XLR-Adpater bei DPA gesehen.

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Wilfried
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Wilfried » 25.07.2015, 19:39

Tomte hat geschrieben:Das Rauschen ist wirklich der einzige Nachteil


Etwas (weisses) Rauschen lässt sich heute durchaus nachträglich rausrechnen, ohne sich Artefakte einzuhandeln.
Bis zu 5 dB Gewinn sind da meiner Erfahrung nach gut möglich.
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 25.07.2015, 19:55

Danke für eure Einschätzung! :)

Ich denke auch, daß das Rauschen nicht kampfentscheidend ist. Für einen Zoom H6, an den sie wahrscheinlich angeschlossen werden sicher ok. Natürlich ist ein 2006C universeller einsetzbar, z.B. auch im Studio. Da werden sich die Unterschiede schon bemerkbar machen. Aber in was für einem Studio sollte ich die je einsetzen? Höchstens im Fotostudio... und dann nur mit Torte :) Also wenn ich halbwegs realistisch bleibe und an die möglichen Einsatz-Szenarien denke (alkoholisierte Musiker im freien) dann scheint mir das eine ganz gute Wahl.

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon juppy » 26.07.2015, 03:40

@ low-fi

Mit Deinem letzten Post bist Du mir im Grunde schon zuvor gekommen ... ;)

Sicherlich sind im Laufe der Zeit einige Tipps zusammen gekommen, bei denen
ich den Eindruck habe, daß sie weit über das Ziel hinaus schießen:

1.) Man sollte das Medium betrachten:
Videos für youtube werden datenreduziert. Die Qualität, die man produziert,
kommt beim Konsumenten gar nicht an.
2.) Es macht in meinen Augen wenig Sinn, Unsummen für hochwertige Mikrofone
auszugeben, die dann daoch nur auf die Schnelle ohne Mikrofonproben aufge-
baut werden können. Die Möglichkeiten solcher Mikrofone werden gar nicht
ausgeschöft.
Dazu noch das Risiko der umstehender Betrunkenen, die schlimmstenfalls die
Mikrofone umschmeißen und ihre Cocktails darüber gießen. Dafür gibt es ein
großes Angebot preiswerter Mikrofone ab 100 €, die diesen Job genauso gut
erledigen.
3.) Die Mikrofonanordung sollte klein, unauffällig und vor allem leicht bleiben.
Sobald eine Traverse, sei es nur für eine AB-Anordnung, ins Spiel kommt,
ist es mit "klein, leicht, unauffällig" vorbei ...

Von allen Vorschlägen, die ich für den Rahmen Deiner Produktionen für realistisch
halte, bleiben in meinen Augen ORTF ("Beamtenklammer") und MS-Stereofonie.

ORTF gibt es nicht nur teuer von SCHOEPS, sondern auch bei Thomann aus China
als Fertiglösung. Über die Qualität der chinesischen Variante weiß ich allerdings
nichts zu sagen.

Von AKG gibt es die "blue line"-Serie, die modular ist . Einen Grundstock könnte
man mit zwei SE300 (komplettes Mikrofon mit Nieren-Cahrakteristik), einer
zusätzlichen Kapsel mit 8-Charakteristik und eine Kapsel mit Kugel bilden.
Damit wärst Du von den Mikrofonen her für fast jede Situation gerüstet, sowohl
für MS, XY mit Nieren wie auch die ORTF-Variante.
Gelobt wird die "blue-line"-Serie auch für ihren Bajonett-Verschluß zwischen
Kapsel und Ausgangsstufe, der weit rubuster sein dürfte als jedes Feingewinde,
insbesondere in dunkler Umgebung.
Allerdings kostet das Aufgezählte zusammen auch schon über 1.200 € ...
Trotzdem bietet "AKG blue line" das einzige "bezahlbare" Mikrofon mit einer "8".

Nicht unerwähnt bleiben sollte, daß dieses Mikrofon an Phantomspeisungen von
9 bis 52 Volt bei moderatem Stromverbrauch (2 mA) läuft. Damit kannst Du es
an alles anschließen, was irgendeine Phantomspeisung bietet, ohne daß diese
48 V betragen muß. Der Aspekt könnte auch in Bezug auf Akkulaufzeit relevant
sein.
http://www.akg.com/de/p/bluelineseries

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 26.07.2015, 07:52

@ juppy

Ja, ich fand die Idee von MS mit Kugel eigentlich auch super. Ich bin aber fast immer draußen unterwegs und die Acht ist nunmal mit die windanfälligste Kapsel die man nehmen kann. Da werde ich ohne Windschutzkorb draußen wahrscheinlich nicht glücklich. Und da ich in den meisten Fällen nicht die Möglichkeit haben werde die Mikrofone zu verstecken, oder außerhalb des Bildes zu platzieren (z.B. über die Köpfe zu hängen), hätte ich dann immer diese riesen 'Wurst' im Bild. Der Korb ist auch schlecht zu transportieren, will man ihn nicht jedesmal auseinander nehmen.

Deshalb hatte ich ja überhaupt erst über die Möglichkeit mit drei Kugeln nachgedacht. Und Lavaliermikros sind natürlich genial für den Transport. Die kann man dann wirklich immer dabei haben. Mit etwas Geschick baut man sich spezielle Schienen/Halterungen dafür auch selber, den eigenen Anforderungen entsprechend. Und in den Situationen in denen es z.B. auch XY täte, kann ich auch die aufsteckbaren Kapseln des Zooms ausprobieren. Die werden schon halbwegs brauchbare Ergebnisse liefern.

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon juppy » 26.07.2015, 09:47

... der große Windschutz ist natürlich ein Argument ...

Ihn zu zerlegen bringt in Bezug auf den Transport keinen Vorteil.

Und leider gibt es bei den genannten AKGs kein "aktives Kabel"
wie z.B. bei SCHOEPS, mit denen man die Kapseln von den Aus-
gangsstufen getrennt betreiben kann. Dann wäre der Windschutz
nämlich nur ein relativ kleiner Ball statt eines großen Zeppelins,
solange man kein Richtrohr benutzt:
Bild
Aber ein Mikrofon oder ein Mikrofonstativ im Bild wird sich
nie ganz vermeiden lassen?

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Grosse_j » 26.07.2015, 10:00

Zu den abgesetzten Kapseln mit "aktiven" Kabeln habe ich sehr gute Erfahrungen mit den MBO Mikrofonen von Haun gemacht. Dort gibt es alles von Kugel, Niere, Acht (muss man anfragen), die Kabel (Mini XLR Stecker) sind in verschiedenen Längen möglich, mit Steckanschluss und preiswert.
Eine MS Anordnung ist einfach machbar, indem man die mitgelieferten Plastikklammern an einem Gewindeadapter beidseitig im richtigen Abstand moniert, das mache ich mit M10 Rohrmuttern (die kann man auch mit 3/8 "nachschneiden"). Am besten mal im Internet anschauen und dort anrufen.
Gruß
Grosse_j

Bild

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon low-fi » 26.07.2015, 17:24

@ juppy
@ Grosse_j

Vielen Dank nochmal für eure Tipps :) Die Schoeps Kapseln kenne ich, aber die liegen inklusive Korb preislich weit über dem, was ich dafür ausgeben wollte. Die MBO könnte ich mir mal anschauen.

Ich hatte auch schon überlegt, daß wenn es die Bedingungen zulassen, ich das Achter-Signal der Zoom MS-Kapsel nehmen könnte und einfach eine Kugel zusätzlich anschließe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob man das Achter Signal schon im Gerät Mischen muß, oder ob man es auch auf eine einzelne Spur aufnehmen kann. Außerdem ist dann möglicherweise die Qualität der beiden Spuren (Acht und Kugel) recht unterschiedlich. Aber es gibt bestimmt auch mal Fälle, wo man bei der Acht auf einen Korb verzichten könnte.

Viele Grüße

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon pkautzsch » 26.07.2015, 20:22

Beim Hersteller der günstigen Mikrofone mit abgesetztem Speiseteil ist ein "H" verlorengegangen. Die heißen MBHO...

Wo wir schon bei der MBHO-Acht sind, darf auch der Hinweis auf die wirklich kompakte Acht namens ATE-208 "Emesser" von Ambient nicht fehlen. Prinzip wie beim Schoeps CCM, aber deutlich günstiger.
http://ambient.de/product_custom_cat/mikrofone/
Ein 4060 und ein ATE zusammen sind schön klein und würden auch in einen Babyball-Gag oder ein kurzes Softie passen.

Oder man nimmt ein Gehäuse im Elvis-Mikro-Look und baut die MS-Anordnung samt etwas zusätzlichem Windschutzschaum da rein. Dann sieht es im Bild wenigstens aus wie ein richtiges Mikrofon! ;)

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon aseptisch » 26.07.2015, 22:49

Ja, an den Emesser hatte ich auch gedacht.

Absetzbare Kapseln gibt es natürlich von Rode (NT6), aber keine Acht ...

juppy hat geschrieben:Und leider gibt es bei den genannten AKGs kein "aktives Kabel"

Also ich hab' zwei Stück für die Blue Line. Keine Ahnung, wie die heißen. Dünn, etwa 3 m lang, an beiden Enden der jeweilige Bajonett-Anschluss. Dazu habe ich noch eine Hänge-Vorrichtung für die abgesetzte Kapsel. Die Kabel habe ich mal vor Jahren zusammen mit zwei ganzen Mikros mit CK 93 Hypernieren gekauft, stammte aus einer Kircheninstallation, meine ich.

Ansonsten bin ich auch juppys Meinung, dass man mit den technischen Daten der Mikrofone nicht übers Ziel hinausschießen sollte. Wenn der Aufbau klein, unauffällig und schnell aufzubauen ist, gut mit Wind klarkommt und zufällig auch mit der Hauptachse in der richtigen Richtung oder in der Nähe der richtigen Musiker aufgebaut ist (die bewegen sich ja vielleicht auch, drehen sich weg und so), ist doch sehr viel gewonnen, wogegen das letzte Quäntchen Impulstreue hochwertigster Mikros zurücktritt. Im Studio ist es sicher anders als auf der Straße.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon juppy » 27.07.2015, 02:31

aseptisch hat geschrieben:Absetzbare Kapseln gibt es natürlich von Rode (NT6), aber keine Acht ...

Wenn ich nicht irre, gibt oder gab es auch von Beyerdynamic die MC9x0-Serie in Ausführungen mit den abgesetzten Ausgangsstufen ...
Aber auch hier nur Kugel, Niere, Superniere. Warum finde ich auf der Herstellerseite nichts mehr darüber?

aseptisch hat geschrieben:
juppy hat geschrieben:Und leider gibt es bei den genannten AKGs kein "aktives Kabel"

Also ich hab' zwei Stück für die Blue Line. Keine Ahnung, wie die heißen. Dünn, etwa 3 m lang, an beiden Enden der jeweilige Bajonett-Anschluss.

Auch die habe ich bisher noch nirgendwo gesehen, weder als Zubehör aufgeführt (auf der Herstellerseite wie in der Bedienungsanleitung) noch im Alltag.

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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon Tonzauber » 27.07.2015, 03:10

Doch, das gab es. Hieß MK90/3, und ist wohl der Harman'schen Sortimentsbereinigung zum Opfer gefallen:

http://www.akg.com/de/p/mk-903--h98

mk90.jpg
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Re: Ich bräuchte einen Tipp für ein Mikrofon-Setup

Beitragvon MarkusP » 27.07.2015, 07:54

Hallo auch,

@Juppy, ja, richtige Kameras sind schöner. DIe Anzahl an (fast) professionellen Aufnahmen, die mit DSLR gemacht ist gar nicht so gering. Auf den letzten Tonmeistertagungen gab es da etliche Beiträge. Zum einen von Andrew-Levine (Blumlein-Records), zum anderen von Peter Hirscher aus Nürnberg.
Von der reinen Filmqualtität her sind die DSLR recht gut. Peter Hirscher verwendet aber u.U. auch 4K-(Video)Kameras. Dies aus einem einfachen Grund. Nicht um in 4K ein Video zu erstellen, sondern um die Möglichkeit zu haben, in der Nachbearbeitung ohne große Qualtitätsverluste noch digital ins Bild einzoomen zu können. Von Andrew Levine gab es mal ein Video, wie er seine Video-Aufnhahmen macht, da standen dann ganz viele DSLR herum. Die Bildqualtität war wirklich gut. Er nimmt aber nie den O-Ton der Kameras, höchstens, um hinterher das separat aufgenommene Audio zu synchronisieren.
Dies macht Peter Hirscher meistens auch so.
Mit letzterem hatte ich ein längeres Gespräch. Interessant finde ich wieder den deutschen Amtsschimmel. Die meisten DSLR werden in Deutschland mit einer maximalen Video-Aufnahmezeit von 29,xx Minuten verkauft. Nicht etwa, weil die Kamera nicht mehr könnte, sondern weil die Kamera bis zu dieser Aufnahmezeit steuerrechtlich als Photoapparat gilt. Darüber hinaus ist es eine Videokamera, die mit einer höheren Steuer belegt ist. Das muß man nicht verstehen....
Das Argument von pkautzsch für MS hinsichtlich der nachträglich einstellbaren Basisbreite, die zum Bild passen muß, ist sehr stichhaltig.

Leider nur in XY, aber preislich und von der Größe interessant ist folgendes Produkt von Audio-Technica. Für "mal schnell" sollte es gehen und der große Windpuschel ist dabei:

http://eu.audio-technica.com/en/products/product.asp?catID=2&subID=17&prodID=4097

Gruß aus Berlin.

MarkusP

P.S. Vielleicht brauchen wir hier im Forum früher oder später eine separate Sektion für Video(ton)...


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