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Suche: Studer Studer A810 oder andere "tragbare" Maschine mit möglichst hoher Qualität

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tillebolle
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Re: Suche: Studer Studer A810 oder andere "tragbare" Maschine mit möglichst hoher Qualität

Beitragvon tillebolle » 12.01.2016, 10:28

nihil sine causa hat geschrieben:[*]Meine persönliche Schlussfolgerung: Versuch macht klug, ...

Ja sicher! Nur solltest Du unbedingt darauf achten, dass Deine Versuche auch wissenschaftlichen Kriterien genügen, also z.B. streng als ABX-Blindtests ablaufen. Und dass Du immer nur einen Parameter änderst. Alles andere fördert lediglich Deinen Aberglauben. Der Beweis, dass Abtastraten jenseits von 48kHz hörbare Verbesserungen bringen, ist unter diesen Voraussetzungen noch nicht erbracht worden.

nihil sine causa hat geschrieben:[*]Über den Zusammenhang zur Nutzfrequenz kann ich nur spekulieren. Sicher bin ich mir, dass wir das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem nicht auf das Nutzsignal anwenden sollten, sondern auf das, was den Wandler tatsächlich erreicht, also insbesondere auf das was hinter dem Anti-Aliasing-Filter anliegt.

Auch klar. Ich finde allerdings diesen Begriff "Nutzsignal" etwas künstlich. Klar kommt hinter dem Anti-Alias-Filter noch etwas jenseits des "Nutzsignals" am Wandler an, aber man darf doch erhebliche Zweifel daran haben, dass das, durch die Abtastung in's Basisband gespiegelt, in irgendeiner Weise hörbar ist, sobald es mehr als 90dB unter dem "Nutzpegel" liegt. Und das böse "Ringing", das Anti-Alias-Filter im hörbaren Bereich angeblich verursachen, ist in der Regel auch nicht mehr als das ganz normale und unvermeidliche Vor- und Nachschwingen eines bandbegrenzten Signals. (Siehe hier https://www.youtube.com/watch?v=cIQ9IXSUzuM, ab 17' 50'').

nihil sine causa hat geschrieben:By the way: Wo findet man eigentlich Informationen über das Einschwingverhalten verschiedener Mikrofone?


Allgemeingültiges habe ich nicht gefunden, aber Tonzauber hatte hier früher mal diese Artikel verlinkt:
http://www.neumann.com/download.php?dow%20...%20ct0028.PDF
http://www.neumann.com/download.php?dow%20...%20ct0027.PDF

Viele Grüße
tillebolle
SchöneTöne - Phonographie
http://www.schönetöne.com

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RainerG
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Re: Suche: Studer Studer A810 oder andere "tragbare" Maschine mit möglichst hoher Qualität

Beitragvon RainerG » 12.01.2016, 15:07

Hallo Kollegen,

Vielleicht noch mal zur Klarstellung:
Es wird seit "Urzeiten" darüber diskutiert, ob Frequenzen oberhalb der Hörbarkeitsgrenze von 20 kHz einen hörbaren Einfluß haben und die daraus resultierende Theorie man müsse die Abtastrate bis auf - weiß ich wie weit - 192 kHz erhöhen, damit auch die Obertöne einer Stradivari noch einen Einfluß haben.
Das ganze ist und bleibt eine pseudowissenschaftliche Theorie.

Das allerletzte Glied der Übertragungskette ist unser Ohr!. Und da ist bei 20 kHz Schluß (und auch nur dann wenn es noch anatomisch intakt ist). Wo der bandbegrenzende Tiefpaß liegt ist dabei egal: ob in der Mikrofonkapsel selbst, oder im Cortischen Organ unseres Ohres: Das Ergebnis ist das selbe.

DIe Behauptung, daß Töne oberhalb der 20 kHz durch Interferenzen hörbare Komponenten erzeugen ist auch hin und wieder anzutreffen. Das ist schon aus dem ganze einfachen Grund nicht der Fall, weil man sie beim natürlichen Hören ja auch nicht hört. Solche Phänomene entstehen nur durch nichtlineare Effekte wie gekrümmte Transferkennlinien. Und das wollen wir ja nicht haben.

Ich habe immer gerne unsere Studenten im Hochfrequenzlabor gefragt, was denn der gravierende Unterschied ist zwischen der Mischung in einem Tonmischpult und dem "Mischer" in einem sog. "Überlagerungsempfänger" wie es ja alle unsere modernen Radios sind:
Beim Mischpult geschieht eigentlich keine "Mischung" sondern nur eine Addition mehrerer Signale, die sich überlagern und sich dabei gegenseitig nicht beeinflussen dürfen. Es dürfen sich keine Summen- und Differenzfrequenzen ergeben.

Beim "Mischer" in der HF-Technik dagegen, MÜSSEN sich Summen- und Differenzfrequenzen ergeben. Denn man will ja das hochfrequente Empfangssignal auf eine niedrigere Zwischenfrequenz herunter "transformieren". Und auch das geschieht optimal nur mit einer quadratischen Kennlinie, weil dann nur die Frequenzen f1 + f2 und f1 - f2 entstehen.
Bei kubischer, quadrischer oder noch höhergradiger Mischkennlinie werden die Mischprodukte schon weit komplizierter und solche die man nicht haben möchte.


Grüße
RainerG
Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur wieder auf (Quelle unbekannt).
Siege wenn Du kannst, verliere wenn Du mußt, aber kapituliere nie! (André Kudelski).
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