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Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

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pkautzsch
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon pkautzsch » 22.02.2017, 20:45

manjak hat geschrieben:Und das Mittenloch bekommt man recht gut zu, wenn man dann die Stützen entsprechend einbezieht. Und wie es hier shcon oft anklang heißtverändern, hören und wieder verändenr. Macht auf jeden FallSpaß, wenn man dann die Verbesserungen erzielt.

Am Ende ist es immer ein Gesamtsystem, was funktionieren muß. Wenn man nicht "voll ausmikrofoniert", sondern sich auf das Hauptmikrofon als HAUPT-Mikrofon verläßt, dann sollte die Abbildung schon stimmen. Wenn ich anfangen muß, die Mitte mit Stützen zu füllen, dann muß ich die Seiten klanglich anpassen - sprich: ebenfalls aus den Stützen holen. Das Hauptmikrofon wird in dem Moment dann eher zu einem Zumischmikrofon oder gar "Flankenhall"-Paar.

Einziger Schwachpuntk bei dem Superlux könnten die Verarbeiteten Plastikteile sein.

Der Griff der Feststellschraube an der Verbindung Stativ-Galgen (also das, was man ordentlich anziehen sollte, wenn man keinen absinkenden Galgen haben will) ist in der Tat etwas zwielichtig. Ich habe Schraube und Griff durch die K&M Standard-Knebel-Lösung ersetzt, die bei jedem Galgen dabei ist und die es auch als günstiges Ersatzteil gibt. Seitdem bombenfest.
Sehr angenehm finde ich die Löcher im oberen Stativrohr, die eine genaue Höhe definieren und natürlich auch ideal gegen Abrutschen sind.

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon tillebolle » 24.02.2017, 10:09

Ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen, mir das Konzert in Ruhe anzuhören und anzusehen. Über die sehr präsenten Stützen im Ton wurde hier ja schon geschrieben, ich finde die Stützen allerdings auch optisch sehr präsent. Der Bildregisseur hat hier m.E. sehr viel Langmut bewiesen, dass er das mitgemacht hat. Selbst wenn man akzeptiert, dass die Stützen für den Ton notwendig sind, wäre so manche Beeinträchtigung vermeidbar gewesen. Ich weiß, Manfred, das ist nicht dein Metier, daher hier ein paar Hinweise, die Du das nächste Mal ja an deine Assistenten weitergeben kannst:
  • Wenn der Galgen eines Stativs gar nicht ausgezogen wird, wie z.B. an der Klavier- und Oboenstütze, ist es schöner, diesen ganz abzuschrauben.
  • Kabel fallen weniger auf, wenn sie mit den Clips befestigt eng am Stativrohr entlang laufen. Dann hängen sie nicht quer im Bild. Aber auch nicht spiralförmig um's Stativ wickeln, wie es bei Rock-Konzerten gerne gemacht wird.
  • Waren die vielen Spinnen wirklich nötig? Normale Stativklemmen sind einfach unauffälliger. Ich denke, der NDR-Sendesaal dürfte einen vernünftigen Fußboden haben, der solche Aufhängungen zumindest bei Bildaufnahmen entbehrlich macht.
  • Auch die Windschutze an den Mikros waren sicher nicht notwendig.
Manches wäre aber auch durch eine bessere Kameraführung vermeidbar gewesen, wie z.B. die Klavierstütze im Gesicht der Pianistin bei den Einstellungen von rechts.

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon aseptisch » 24.02.2017, 15:42

manjak hat geschrieben:eine Frage zu YouTube: Kann man ein Video dort austauschen, ohne dass die hinterlegten Zugriffe verloren gehen?


Ich behaupte: Das kann man nicht nur als User nicht, sondern es geht sogar technisch im Sinne der Datenbank und des Trackings aller hochgeladenen Videos seitens YouTube nicht. Video hochladen = neues Video unter neuer URL, alles startet von vorne (Zähler usw.).

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon manjak » 24.02.2017, 17:16

tillebolle hat geschrieben:Ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen, mir das Konzert in Ruhe anzuhören und anzusehen. Über die sehr präsenten Stützen im Ton wurde hier ja schon geschrieben, ich finde die Stützen allerdings auch optisch sehr präsent. Der Bildregisseur hat hier m.E. sehr viel Langmut bewiesen, dass er das mitgemacht hat. Selbst wenn man akzeptiert, dass die Stützen für den Ton notwendig sind, wäre so manche Beeinträchtigung vermeidbar gewesen. Ich weiß, Manfred, das ist nicht dein Metier, daher hier ein paar Hinweise, die Du das nächste Mal ja an deine Assistenten weitergeben kannst:
  • Wenn der Galgen eines Stativs gar nicht ausgezogen wird, wie z.B. an der Klavier- und Oboenstütze, ist es schöner, diesen ganz abzuschrauben.
  • Kabel fallen weniger auf, wenn sie mit den Clips befestigt eng am Stativrohr entlang laufen. Dann hängen sie nicht quer im Bild. Aber auch nicht spiralförmig um's Stativ wickeln, wie es bei Rock-Konzerten gerne gemacht wird.
  • Waren die vielen Spinnen wirklich nötig? Normale Stativklemmen sind einfach unauffälliger. Ich denke, der NDR-Sendesaal dürfte einen vernünftigen Fußboden haben, der solche Aufhängungen zumindest bei Bildaufnahmen entbehrlich macht.
  • Auch die Windschutze an den Mikros waren sicher nicht notwendig.
Manches wäre aber auch durch eine bessere Kameraführung vermeidbar gewesen, wie z.B. die Klavierstütze im Gesicht der Pianistin bei den Einstellungen von rechts.

Viele Grüße
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Moyn Telepolle,

ganz vielen Dank für die Rückmeldungen, die für mich sehr wichtig sind. Wenn ich den nächsten Orchestermitschnitt mache, werde ich versuchen genau auf diese Dinge zu achten, denn auch wenn es dann kein Video gibt, sollte man das auch im Interesse des Publikums von den optischen Beeinträchtigungen möglichst gering halten.

Die Mikrofonspinnen habe ich verwendet, weil ich mir nicht sicher war wie sich etwaige Erschütterungen dort übertragen werden. War also zur Prävention, weil mir auch dazu geraten wurde. Die Spinnen sehen sicher nicht schön aus. Aber woran macht Ihr das fest wann Ihr Spinnen einsetzt und wann nicht? Beim Aufbau in so einer Situation ist ja zumeist nicht viel Zeit um etwaige Tests zu machen.

Windschutze habe ich nur bei den Bläsern verwendet, weil ich gelesen habe, dass es dort ansonsten Probleme wegen Luftströmungen geben kann und man besser mit als ohne arbeitet. Wenn man das generell weglassen kann, ist das optisch sicher auch schöner.

Ja und die lieben Kabel, da muss ich den potentiellen Helfern vorher zeigen, wie man die Kabel am Stativ entlangführt, dafür gibt es ja bei K&M die schönen Clips. Aufwickeln habe ich inzwischen begriffen und werde sukzessive meine ganzen Kabel jetzt als gelegentliche Feierabendbeschäftigung neu aufwickeln. Den Galgen kann man dann in der Tat weglassen und die Kabel waren wirklich ums Stativ gewickelt???

Der Aufbau war insgesamt sehr hektisch, weil da einiges nicht so lief, wie ich es geplant hatte, also wahrscheinlich ganz normal! Aber eine systematische Vorbereitung und Organisation sollten hier zu besseren Ergebnissen führen.

Viele Grüße
Manfred
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon manjak » 24.02.2017, 17:23

aseptisch hat geschrieben:
manjak hat geschrieben:eine Frage zu YouTube: Kann man ein Video dort austauschen, ohne dass die hinterlegten Zugriffe verloren gehen?


Ich behaupte: Das kann man nicht nur als User nicht, sondern es geht sogar technisch im Sinne der Datenbank und des Trackings aller hochgeladenen Videos seitens YouTube nicht. Video hochladen = neues Video unter neuer URL, alles startet von vorne (Zähler usw.).


Das ist natürlich schade, aber nicht zu ändern. Ich weiß nicht ob 433 aufrufe, die das Video aktuell hat, viel sind, aber ich kann natürlich verstehen, dass die Pianistin die nicht einfach wegwerfen will , auch wenn die Aufnahme jetzt akustisch besser ist. Ich habe ja bei den Bildern einer Ausstellung noch eine zweite Chance, auch wenn ich da noch ein bischen dran feilen muss.


viele grüße
Manfred
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon tillebolle » 24.02.2017, 18:46

manjak hat geschrieben:Aber woran macht Ihr das fest wann Ihr Spinnen einsetzt und wann nicht?

Spinnen versuche ich bei Live-Mitschnitten grundsätzlich zu vermeiden. Ob man sie braucht hängt halt von drei Dingen ab:
  • Wie ist der Boden beschaffen? Auf einem Holzpodest braucht man wohl eher welche als auf einem massiven Steinboden in einer Kirche.
  • Welche Mikrofoncharakteristik verwende ich? Kugeln sind da eher unempfindlich, Achten eher empfindlich, Nieren so dazwischen.
  • Welches Instrument stütze ich? Kann ich die Rumpelanteile auch rausfiltern ohne vom "Nutzsignal" etwas wegzunehmen, also z.B. bei Holzbläsern.
Folglich nehme ich Spinnen i.d.R. nur, wenn ich z.B. die Pauken mit Achten stütze, um den dahinterstehenden Chor auszublenden. Und selbst da wäre es wohl nicht unbedingt nötig, da ich über die Stütze ja nur die Präsenz bekommen möchte und nicht so sehr den "Punch".

manjak hat geschrieben:... und die Kabel waren wirklich ums Stativ gewickelt???

NeinNein, das war nicht so. Ich habe das nur als anderes Extrembeispiel gebracht.

Viele Grüße
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon tonstudio96 » 14.03.2017, 01:18

Was spräche denn gegen die Spinnen? Wenn man ein Stange im Orchester oder Chor hat, gibt es doch immer mal wieder einen Spezialisten, der im Eifer dagegen haut. Mit Spinne ist das doch tolerabler, als ohne.

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon manjak » 15.03.2017, 07:12

tonstudio96 hat geschrieben:Was spräche denn gegen die Spinnen? Wenn man ein Stange im Orchester oder Chor hat, gibt es doch immer mal wieder einen Spezialisten, der im Eifer dagegen haut. Mit Spinne ist das doch tolerabler, als ohne.


Ich denke, dass das bei klassischer Musik eher nicht das Problem ist, weil die Musiker sich bei der Aufführung nicht auf der Bühne bewegen und so die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gegen ein Mikrofonstativ knallt eher gring ist; vorausgesetzt, dass der Untergrund gut ist. Bei U-Musik dürfte das Risiko schon deutlich höher sein.

VG Manfred
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon Stefan_G » 20.03.2017, 22:45

"Aber auch nicht spiralförmig um's Stativ wickeln, wie es bei Rock-Konzerten gerne gemacht wird."

Das sehe ich aber auch ständig bei klassischen Konzerten. Oft beim WDR, letzte Woche noch in der Philharmonie Essen, wo zwei Detmolder Absolventen am Werk waren.
Herzliche Grüße
Stefan

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon RainerG » 21.03.2017, 12:33

Stefan_G hat geschrieben:"Aber auch nicht spiralförmig um's Stativ wickeln..."

.....Oft beim WDR, letzte Woche noch in der Philharmonie Essen, wo zwei Detmolder Absolventen am Werk waren.


Auch bei unseren Studenten sehe ich das häufig. Es sieht nicht nur lächerlich und dilettantisch aus, sondern macht vor- und nachher mehr Arbeit. Eine Drehung um den Ausleger und eine Drehung um den Ständer reicht völlig aus.

Grüße
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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon Wilfried » 21.03.2017, 14:06

ich verwende die entsprechenden Stativklammern. :opa: Da bei mir Außenaufnehmen
eher selten sind diffundieren auch nicht so viele weg. Ansonsten bräuchte man
wohl eine Klinikpackung davon (ggf. pro Aufnahmetermin). :mrgreen:
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: Wo sollten die Pauken stehen?

Beitragvon aseptisch » 21.03.2017, 15:13

Ich mache mir meistens die Mühe, das Kabel auf der vom Publikum abgewandten Seite des Stativs mit kleinen Klett-Streifen stramm zu fixieren, was noch weniger sichtbar ist als die Klammern. Rundfuß-Stative sind außerdem weniger aufdringlich als Dreibeiner, und man fällt auch nicht so leicht drüber. K&M 26145 hat zwar einen etwas dickeren Stamm, steht aber ziemlich sicher, wenn man etwas höher raus muss. Bei horizontal verlaufenden Galgenarmen ist die Version mit rumgewickeltem Kabel aber oft die einzige praktikable, um keine durchhängenden Schlaufen zu haben.

Aber nochmal eine Frage zum ursprünglichen Thread-Thema. Ich hoffe, ich habe da nicht frühere Threads grob übersehen. Wo sollte idealerweise die Pauke stehen? Bei barocken Aufführungen (also mit Allongeperücke, nein, ich meine Barockmusik) stehen sie oft vorne seitlich, was bezüglich Laufzeitkorrektur aller anderen Stützmikros eine Katastrophe auslöst. Wenn Pauken weniger weit weg als der Chor stehen (manchmal sogar davor), verzögert man die Chorstützen am besten auf die Pauke hin, oder? Wenn ich das richtig sehe, ist es für die Tonaufnahme (aber akustisch nicht unbedingt für die Live-Aufführung) hilfreich, wenn die Pauken das am weitesten entfernte Instrument sind, richtig? Wenn Ihr Euch was wünschen dürftet, wo würden die Pauken bei einem Live-Barockkonzert stehen? (Sakristei? :mrgreen: )

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon Stefan_G » 21.03.2017, 23:02

RainerG hat geschrieben: Eine Drehung um den Ausleger und eine Drehung um den Ständer reicht völlig aus.

Das widerspricht sich ja nicht. Es war ja noch nicht definiert, wie viele Drehungen gemeint waren.
Ich hatte es so verstanden, dass jede Drehung um das Stativ zu vermeiden sei.
Und da verstehe ich die Vorbehalte nicht, da eine Drehung (wie von Dir beschrieben) doch recht dezent aussieht.
Herzliche Grüße
Stefan

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Re: Wo sollten die Pauken stehen?

Beitragvon d_fux » 21.03.2017, 23:28

aseptisch hat geschrieben:Rundfuß-Stative sind außerdem weniger aufdringlich als Dreibeiner, und man fällt auch nicht so leicht drüber. K&M 26145 hat zwar einen etwas dickeren Stamm, steht aber ziemlich sicher, wenn man etwas höher raus muss.


Vielleicht bin ich ja solidarisch auch blind (hust... 8-) ), aber ich finde im K&M-Sortiment das geniale dreigliedrige Einbeinstativ mit schwerem Rundfuß gar nicht mehr... Hab vier davon, finde ich unersetzlich, die kommen recht hoch. Notfalls kann man mit zweien auch ein großes AB bauen, links und rechts eines Dirigentenpults oder so. Das geht zwar mit den kleineren Einbeinen und Verlängerungsstange auch, aber ganz so gut und hoch doch nicht. Jedenfalls optisch schöner als die Galgen und Gelenke, die hier doch recht sichtbar sind.


Die Aufnahme selber ist ja schon diskutiert worden, ich finde sie tendenziell auch übermikrofoniert, mitunter zu direkt. Persönlich gefällt mir auch der Klang der Streicher nicht so. Die ersten Geigen sitzen irgendwie in einem anderen Raum. Ich weiß nicht, was hier an den Geigen steht, aber meine Wahl wären vielleicht eher die beiden MKH 40 gewesen.... Der Luftzug von Bläsern macht auf die Entfernung sicher nichts aus.


Die Videotechnik finde ich leider eher naja, vor allem im Schnitt sind da doch einige unnötige Wackler oder so, wo man ggf. früher/später hätte umschneiden können. Es gibt auch einige recht unschöne Zoomfahrten (z.B. nach 6:35) oder einen Ruck gleich nach dem Schnitt, 25:20. Alles nicht soo sorgfältig. Diese komischen Effekte bei schnelleren Handbewegungen der Pianistin, ist das was mit Interlacing oder so? Merkwürdig sieht das aus.

Ich nehme mittlerweile für ein 1080er-Endresultat zwei oder drei 4K-Kameras (Consumer, Panasonic), da kann man einiges an Zoom und Schwenk und Ausschnitt aus dem Bild holen, ohne die Kamera bewegen zu müssen. Wenn DVDs gewünscht werden, sogar noch mehr....

D.

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Re: Mikrofonierung eines Symphonieorchesters

Beitragvon RainerG » 22.03.2017, 14:06

Stefan_G hat geschrieben:.... Es war ja noch nicht definiert, wie viele Drehungen gemeint waren.
Ich hatte es so verstanden, dass jede Drehung um das Stativ zu vermeiden sei.....


Eine Drehung ist gewiß nicht schlimm, aber was ich vor einiger Zeit bei unseren Studenten gesehen habe: Das Kabel mehrfach in sehr engen Windungen um den Ständer und um den Galgen gewickelt - sah bald aus wie im Garten die berüchtige "Ackerwinde" oder wie Bohnenstroh um Bohnenstangen gewickelt. Sowas ist einfach unfachmännisch und veruracht sowohl bei Auf- als auch bei Abbau unnötig Zeitverschwendung.


Grüße
RainerG
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