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The Zervas Array

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Tonzauber
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The Zervas Array

Beitragvon Tonzauber » 19.01.2018, 19:19

http://www.youtube.com/watch?v=f7JdW2x6a-k

hmmmm.

Als Wiener fällt mir da nur ein "na (Z)Servus".
Tonzauber - einfach klassisch
www.tonzauber.com

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alex
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Re: The Zervas Array

Beitragvon alex » 19.01.2018, 19:55

Polymikrofonierung mal ganz anders ... :shock:

Hier findet man die erschöpfende Erklärung für't Janze:
http://crescendoaudio.de/ZervasArray.html

O-Ton:
An akustisch zentralem Punkt im Raum werden 23 handverlesene Mikrofone zu einem „Array“ verschaltet und fangen das musikalische Geschehen wie „Antennen-Ohren“ ein. Anders als bei der üblichen „Stereo-Summe plus Stütze-Mikrofonierung“ entstehen so keine Laufzeit- und Phasenfehler aber eine authentische „3D“-Aufnahme mit extremer Feininformation.


und zu guter Letzt:
10-KVA kaskadierte Netz-Aufbereitung
(und der Rechtschreibfehler ist vermutlich gratis)

:shock: :shock: :lol:

Grüße, alex
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LoboMixx
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Re: The Zervas Array

Beitragvon LoboMixx » 19.01.2018, 21:35

So, so, dieser "Mikrofon-Igel" soll also Laufzeit- und Phasenfehler vermeiden ...
Was mit drei Mikrofonen angeblich nicht geht (geht aber doch), sollen jetzt 23 (!) Mikrofone richten. Mit 16 habe ich zuletzt das "Paulus"-Oratorium aufgenommen, war das ein Laufzeiten- und Phasengewimmel, schlimmer als in einem Ameisenhaufen. Die haben sich aber gottseidank alle gut miteinander vertragen :lol: .

Während Herr Zervas nach der auf der Homepage eingestellten Liste ja beim Wandler, der Master-Clock, der Netz-Aufbereitung usw. ja an nichts spart, schienen ihm 23 Schoeps, Neumann, Gefell oder vergleichbare dann doch zu viel des ´Guten´. Wenn ich sie richtig erkannt habe, hat er in dem Array 23 schöne alte Elektret-Mikrofone der ehemaligen ME-Serie von Sennheiser im Einsatz. Auf keinen Fall schlechte Mikrofone, aber sicher nicht gerade State-of-the-Art. Soweit ich weiß, wandte sich Sennheiser seinerzeit mit dieser Mikrofonreihe eher an den gehobenen Ton-/Film- und Videoamateur. Passt für mich nicht ganz so recht zum Rest des Anspruchs, der da vermittelt wird. Und ob das wirklich die richtigen Mikrofone sind, um "extreme Feininformationen" einzufangen?

Vielleicht sollte er mal vergleichen, was mit nur 3 Schoepsen, Neumännern, Gefells oder Hauns klanglich so möglich ist.
Da geht sicher noch was.

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juppy
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Re: The Zervas Array

Beitragvon juppy » 20.01.2018, 01:53

LoboMixx hat geschrieben:Vielleicht sollte er mal vergleichen, was mit nur 3 Schoepsen, Neumännern, Gefells oder Hauns klanglich so möglich ist.
Da geht sicher noch was.


Ich mußte auch lachen, als ich die Ansammlung der alten Sennheiser MEs sah ...

Herrn Lieske habe ich schon öfter als den Jäger des "wahren Klangs" erlebt, der
dazu neigt, sich die wirrsten Aufnahme-Ideologien verkaufen zu lassen.

Dabei hört er noch nicht einmal den Unterschied zwischen einer SCHOEPS MK4
(Niere) und einer SCHOEPS MK2H (Kugel) bei einer Aufnahme aus einer halligen
Kirche im direkten Vergleich. Und das. wo doch die MK4 nach seiner Ansicht so
scharf klingt. So ist das mit denen, die irgendwo etwas aufschnappen und dies
dann in ihr Wissen einfügen ...
Zuletzt geändert von juppy am 20.01.2018, 03:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: The Zervas Array

Beitragvon Simpel » 20.01.2018, 03:33

Uiuiuiuiui. Die K3-Serie wird doch seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr hergestellt. Da sind doch vergängliche Elektretkapseln drin. Viele von den K3, die ich in den 2000ern gehört habe, hatten keine nennenswerten Höhen mehr.

Ja, was man nicht alles so verkaufen kann.
Gruß, Conrad

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Re: The Zervas Array

Beitragvon juppy » 20.01.2018, 04:40

Wer ist eigentlich dieser Reinold Zervas?

Die Suchmaschine hilft weiter:

https://www.seminarmarkt.de/Experten/Re ... vas,p10919
https://www.xing.com/profile/Reinold_Zervas
http://www.learningconsult.de/Start.html

Ich finde da nur wenig Berührungspunkte zu Musik und Tontechnik.
Aber als NLP-Experte wird er sich verkaufen können ...

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Re: The Zervas Array

Beitragvon RainerG » 20.01.2018, 11:54

Hallo Kollegen,

Wieder so ein Baalspriester der zum approx. 45325-ten Mal glaubt das Rad neu erfinden zu müssen...
Auch hier gilt das was ich immer wieder sage: Könnten Narren die Welt verändern, hätten sie es längst getan!

Wenn ich schon lese "NLP-Master"... da geht mir schon der Hut hoch. NLP ist pseudowissenschaflicher Humbug. Hier nähere Erklärung:
https://www.psiram.com/de/index.php/Neu ... rammierung

Ich habe mir diese Video auch angesehen und angehört. Das von diesem Herrn Zervas angeordnete "Array" ist kein Array, sondern bestenfalls ein Konglomerat verschiedener mittelmäßiger Mikrofone, deren Anordnung jeglicher physikalischer Prinzipien entbehrt - keinerlei Systematik.
Entsprechend hört sich das Ergebnis auch an... und wenn man die "Wurst" auf dem Stereosichtgerät dazu noch betrachtet, fragt man sich, wo da "Stereo" sein soll... Diskussionen aller Art darüber sind vergeudete Zeit.
Ich kann dem Herrn Zervas nur sagen: "Schuster bleibt bei Deinen Leisten" und überlasse die Tontechnik denen die etwas davon verstehen.

Übrigens: Ich habe schon oft Videos gesehen/gehört wo einer Stereomikrofonanordnungen mit einer einzelnen Gitarre testet.Ganz davon abgesehen, daß Gitarre ein Instrument ist, das ich persönlich nicht leiden kann, taugt eine nahezu punktförmige Schallquelle so gut wie nichts um die "Darstellungscharakteristik" einer stereofonen Mikrofonanordnung zu beurteilen. Dazu bedarf es einer ausgedehnten Schallquelle. Allein aus dieser Sicht, ist das Video einfach nur ein lächerliches Armutszeugnis eines Dilettanten, der meint er hätte den Stein der Weisen gefunden...


Grüße
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Re: The Zervas Array

Beitragvon juppy » 20.01.2018, 16:53

RainerG hat geschrieben:... Ich habe schon oft Videos gesehen/gehört wo einer Stereomikrofonanordnungen mit einer einzelnen Gitarre testet.
... taugt eine nahezu punktförmige Schallquelle so gut wie nichts um die "Darstellungscharakteristik" einer stereofonen Mikrofonanordnung zu beurteilen. Dazu bedarf es einer ausgedehnten Schallquelle. Allein aus dieser Sicht, ist das Video einfach nur ein lächerliches Armutszeugnis eines Dilettanten, der meint er hätte den Stein der Weisen gefunden...


Immerhin war dieses Array oder "Konglomerat mittelmäßiger Mikrofone" schon
vor einem Chor in der Kölner Philharmonie aufgebaut, wie man hier sehen kann:
http://www.crescendoaudio.de/Equipment.html

:opa:

Schon erstaunlich, daß Zervas scheinbar teures Zeug für die Wiedergabe nutzt.
Kann er darauf nicht hören, mit welchem Schrott er seine Aufnahmen macht?

Bestätigt das doch mal wieder alle Vorurteile über die "Audiophilen" ... :lol:

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Re: The Zervas Array

Beitragvon aseptisch » 22.01.2018, 11:42

Eigentlich sollte dieses Forum in der Lage sein, dem etwas WEITAUS Hanebücheneres entgegenzustellen. Sollen wir mal gemeinsam was Kreatives entwickeln, tolle Namen finden, Fotos machen?

Nach dem Krieg jobbte mein Vater bei einer Gärtnerei und musste in Privatgärten Blumen pflanzen. Die Eigentümer fragten natürlich, was dies und jenes für Blumen wären. „Das ist eine Scribula Fensis“, sagte er manchmal. Den Namen hatte er sich mit einem Freund ausgedacht. Klang gut, und alle waren sehr zufrieden. Es klang so schön gelehrt.

Ich finde den Bach mit schön viel Ruhe gespielt. Gefällt mir. Nur die erste Gitarre bei den Aufnahmen scheint mir richtig gestimmt, die anderen zwei irgendwie nicht? Oder täusche ich mich im Vergleich, weil sie immer höher gestimmt sind?

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Re: The Zervas Array

Beitragvon Wilfried » 22.01.2018, 14:58

aseptisch hat geschrieben:Sollen wir mal gemeinsam was Kreatives entwickeln, tolle Namen finden

Ich hätte da schon einen Namen: "Repronsator".
Damit haben wir zum 1. April die neuen Azubis auf die Suche nach einem solchen Teil von
Abteilung zu Abteilung geschickt. Der dringend benötigte Repronsator befand sich dabei
immer gerade in einer anderen meist weit entfernten Abteilung... :lol:
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: The Zervas Array

Beitragvon Holger » 22.01.2018, 15:14

Hi,

das Teil hat eher das Potential für eine tontechnische Satire.

Viele Grüße

Holger

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Re: The Zervas Array

Beitragvon alex » 22.01.2018, 15:34

Gerade erinnere ich mich auch, wie die gezeigten beiden Kapseltypen hießen: ME40 und ME80 (Niere und kleine Keule).
Meiomei, die klangen ja damals fabrikneu schon zum Weglaufen ... und das 23 Mal ... da muss er wohl mal einen handverlesenen Sonderposten erwischt haben.

Obendrein diese Igelaufstellung ...
Wes Behufs zeigen eigentlich fünf Nieren unmittelbar nebeneinander an die Decke? :lol:

Grüße, alex
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Re: The Zervas Array

Beitragvon RainerG » 22.01.2018, 23:24

Wilfried hat geschrieben:
aseptisch hat geschrieben:Sollen wir mal gemeinsam was Kreatives entwickeln, tolle Namen finden




Na, das wäre doch gelacht wenn das nicht gelänge: Kennt jemand dieses Ding "Retroaxialer Gumbomat"? Nein??? Dann wird's aber Zeit!

http://11errat.eu/Fotos/Gumbomat.png

Da ist das Gebilde von Herrn Zervas ein Waisenknabe dagegen!

Grüße
RainerG
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Re: The Zervas Array

Beitragvon aseptisch » 23.01.2018, 00:55

Der Gumbomat gefällt mir, aber der ist ja nur erfunden!

Das Zervas Array habt Ihr nicht verstanden? Also: Einige Mikrofone zeigen auf alle Teile der Gitarre, Hals, Korpus. Da es Richtmikrofone sind, ergibt das in Summe ein Mikrofon mit der Richtcharakteristik einer Gitarrenform. Die Mikrofone schräg nach oben zeigen genau auf die Positionen, aus denen die Rauminformationen kommen. Das Bündel, das senkrecht nach oben zeigt, zeigt nicht zur Decke, sondern auf andere Mikrofone. Daher sind es Mikrofone 2. Ordnung.

Mathematisch gesehen stellt die erstgenannte Gruppe Mikrofone eine vollständig umschließende Testfunktion um die Singularität der Gitarre dar, um durch Integration den vollständigen Funktionswert der holomorphen Gitarre mit allen ihren Informationen zu konservieren. Ist doch logisch.

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Re: The Zervas Array

Beitragvon alex » 23.01.2018, 02:24

aseptisch hat geschrieben:Ist doch logisch.

Jetzt wo du's erkärt hast, sicher. Also eine Unterart einer pseudo-invertierten Wellensynthese. Das ist dann aber schon eine recht schwierige und heikle Angelegenheit für einen Amateur, oder? Allein schon von der Asymmetrie der Wellendarstellung her, im Umkehrsatz zur DIN-üblichen Dezibelmaximalität, die wegen Brummschleifenextraktion über Intrigationskonstanten auf Pegelniveau im Nanosekundenbereich entstehen könnte und möglichst zu vermeiden ist.

Ich glaub da muss ich jetzt erstmal drüber schlafen.

Grüße, alex
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