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Geigenklang formen

Grundlagen der Tontechnik, Literatur- und Linktips

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prinzipal
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Geigenklang formen

Beitragvon prinzipal » 17.06.2014, 19:05

Um meine Live gespielte E-violine klanglich anzupassen, verwende ich einen graphischen 10Band EQ. Soweit so gut.
Ich möchte den Klang dahingehend verbessern, daß ich mehr "a"-formant heraushole (ich spiele die E-violine derzeit ohne Röhrenamp, habe also wenig unlineare Verzerrungen, die das Signal formen könnten) und gleichzeitig den nasalen Charakter etwas bedämpfe.
Mein EQ hat im fraglichen Bereich nur die Regler: 1khz und 2khz (Oktavabstand). das ist zu grob um a-formant und Näselformant zu trennen...

Welche Ideen habt ihr? Mein erste Grundidee wäre, nun noch einen parametrischen EQ dazuzuschalten, der dann in einem schmalen band den a-formant anhebt. Aber sind parametrische EQ´s auch so steilflankig?

Andere Ideen (auch im Sinne empfohlener Livetauglicher Geräte,Bodenpedale etc.)? Das hintereinanderschalten 2er EQ´s stört mich irgendwie, aber evtl. ist das völlig unbegründet? Welche Lösungen könnte man noch benutzen ?

(Der Para EQ von Empress schiene mir geeignet, ist aber für diese kleine Spezialaufgabe mir eigentlich zu groß und zu teuer- könnte man für so etwas spezielles auch z.B. eine Art festen Filter bauen lassen? Wenn ja, von wem? )

LG

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Arno
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Re: Geigenklang formen

Beitragvon Arno » 17.06.2014, 23:29

Hallo,

ein handelsüblicher 31-Band-EQ deckt normalerweise eine drittel Oktave ab, es gibt auch Ausführungen, bei denen man die Güte/Bandbreite umschalten kann. Du kannst natürlich probieren, einen solchen einzusetzen, wobei ich mich frage, ob du damit dann nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt, da die E-Geige längst nicht das gesamte Spektrum dieser EQs abdeckt.

Ich hatte mal günstig einen (digitalen) Behringer Feedback-Destroyer bekommen, der sich auch als 12-Band-EQ mit bis zu sehr hoher Güte (die absoluten Zahlen kenne ich nicht mehr) betreiben ließ. Habe ihn auch einmal mit Fuzz-Measure ausgemessen und konnte nichts Negatives feststellen. Eine solche Lösung wäre sicherlich deutlich günstiger, als sich ein spezielles Filter anfertigen zu lassen - wenn's unbedingt sein soll, würde ich mal beim nächstgelegenen Hackerspace nachfragen, evtl. hat jemand Interesse.

Arno
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Re: Geigenklang formen

Beitragvon prinzipal » 18.06.2014, 01:06

Genau das isses ja: ich brauch keinen Terzequalizer über den ganzen Tonumfang...lediglich 2 sehr dicht nebeneinander liegende Bänder. Ist denn so ein Filter sehr aufwändig zu bauen?

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Re: Geigenklang formen

Beitragvon Tonzauber » 18.06.2014, 10:12

Da böte sich ein EQ mit zumindest zwei (voll)parametrischen Bändern an... Die sollten eigentlich alle eine ausreichend hohe einstellbare Filtergüte aufweisen. Gibt es oft in der Form von 500-Serie Kassetten, unter http://groupdiy.com/ auch zum Selberlöten.

Oder man nimmt doch was digitales, z.B. den DEQ2496 vom Ohr...
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Re: Geigenklang formen

Beitragvon hafi69 » 18.06.2014, 12:32

Schau mal nach einem gebrauchten TC 1140 EQ.
http://www.tcelectronic.com/tc-1140/

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Re: Geigenklang formen

Beitragvon prinzipal » 19.06.2014, 17:51

Danke erstmal für eure Hilfe. Ich suche natürlich was kleines für den Livebetrieb. Rackgeräte sind viel zu groß... Also ausprobieren.

Noch eine letzte Frage: Würde es denn im Prinzip ausreichen, wenn ich am OktavEQ (den ich ja einsatzbereit schon besitze)den 1khz-Regler hochziehe und dann am para-EQ lediglich ein schmalbandiges Band um die 1,6 khz absenke, oder ist die Bandbreite eines Oktavfilters zu breit? Ich habe da leider keine Erfahrung..

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Re: Geigenklang formen

Beitragvon prinzipal » 30.06.2014, 17:23

Da mich selbst im Netz immer wieder Threads nerven, wo nie steht, wie eine bestimmte Sache ausgegangen ist, hier mal quasi ein Ergebnisbericht;-)

habe also den Para-EQ von Empress (ein von ebs zwar nicht explizit, aber doch im nachbarthread (zum Exciter) zur gescholtenen Gruppe der "Tretminen" zuordnerbares Teil) ausprobiert und es hat soweit funktioniert, dem Klang mehr "a" geben zu können, ohne daß der Näselanteil auch mit steigt.


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