Seit gestern gab es einige Probleme bei der Anmeldung. Es erschienen etwas kryptische Fehlermeldungen.
Jetzt funktioniert wieder Alles.
Der Grund war: Der Provider hat heimlich still und leise die PHP Version von Version 5.6 auf 7.2 geändert.
Wir haben dies temporär wieder rückgangig gemacht.
Allerdings werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Update der Forensoftware
machen und ich hoffe dass alles problemlos läuft.
Hin und wieder kann es während dem Upgrade Prozess zu einer Nichterreichbarkeit
bzw. Fehlermeldungen kommen.

Dynamik bei Musikproduktion

Grundlagen der Tontechnik, Literatur- und Linktips

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d_fux
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Beitragvon d_fux » 04.05.2009, 15:06

max hat geschrieben:Entschuldigung, was heißt auf Deutsch "Tin Whistle"?

Tin Whistle... 8-) :wink:

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Beitragvon max » 04.05.2009, 18:41

Na, wenn das eigentlich nur eine Querflöte ist, wie kann sie so leise sein, daß ihr Klang dem Grundrauschen von Mikrofon gleich ist? Eine Flöte kann nie besonders piano spielen... Dynamik der Flöte ist immer mit der Lage verbunden: unter nur piano, oben nur forte... Aber weder pianissimo noch fortissimo, es sei denn, Flöte piccolo sehr hoch - dann kommt schon auch fortissimo, allerdings ist piano dann nicht möglich...

Oder hatte Mikrofon starkes Rauschen?

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ebs
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Tin Whistle und Irish Flute

Beitragvon ebs » 04.05.2009, 18:45

d_fux hat geschrieben:
max hat geschrieben:Entschuldigung, was heißt auf Deutsch "Tin Whistle"?

Antwort: Tin Whistle http://de.wikipedia.org/wiki/Tin_Whistle

Gute Frage, Max und gute Antwort Daniel. So lernt man hier auch durch Mitlesen, dass das eine aus Irland stammende und dort gebräuchliche 6-Loch-Blechpfeife ist.

Hier wird ein Tin Whistle Duett unisono und überkreuz gespielt.
http://www.youtube.com/watch?v=-nroOwhmhyU
The Lion Sleeps Tonight (Tin Whistle Duet)
http://www.youtube.com/watch?v=2Xq83UPvJEU

Vermutlich können diese Pfeifen nicht gestimmt werden, denn anders kann ich mir die unsaubere Intonation dieser volkstümlichen Pfeifen in den Beispielen von YouTube nicht erklären.

Viele Grüße ebs
Zuletzt geändert von ebs am 04.05.2009, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
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http://www.sengpielaudio.com

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Beitragvon max » 04.05.2009, 18:58

Das klingt eigentlich praktisch wie gewöhnliche Blockflöte... Nur Querschnitt des Kanals muß kleiner sein...

Dann gelten auch alle Gesetze von Blockflöten: saubere Intonation ist zwar möglich, aber bei richtigem Athmen, auch sind Dynamik und Intonation eng verbunden. Beide Instrumente müssen auch von gleichem Hersteller sein und gleiche Modelle. Übrigens, ich kann nicht sagen, daß das besonders falsch klingt: bei Blockflöten gilt so was als "sehr sauber" :-)

Gruß,
Max

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Beitragvon GerhardS » 04.05.2009, 20:01

max hat geschrieben:Hallo,
Entschuldigung, was heißt auf Deutsch "Tin Whistle"? I


Wikipedia ist dein Freund:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tin_Whistle
LG
Gerhard

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Beitragvon d_fux » 04.05.2009, 20:34

max hat geschrieben:Na, wenn das eigentlich nur eine Querflöte ist, wie kann sie so leise sein, daß ihr Klang dem Grundrauschen von Mikrofon gleich ist?

Nochmal lesen... "im nächsten Satz kommt dann eine Tin Whistle aus dem off", d.h. von hinter der Bühne irgendwo...

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Beitragvon max » 04.05.2009, 22:56

So ist das doch ein Theaterstück!

Genauso: noch mal lesen:
max hat geschrieben: das kommt selten über 40 dB


Gruß,
Max

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Beitragvon Coltrane » 05.06.2009, 09:03

Moin,

ich gehöre schon zu den alten Säcken, die mit LP und Halbspursenkel groß geworden sind - ich erinnere mich an unzählige Stunden vor dem Tuner um mit der A700 Mitschnitte zu machen ;)


Da gab es sogar regelmäßige Hörerdiskussionen auf WDR 2 [oder war es WDR 3?] wie die UKW-Übertragungsqualität weiter verbessert werden könne - speziell wie man bei Live-Übertragungen die Dynamik weiter dem Original annähern könne.

Und mit Einführung der CD standen dann plötzlich bis zu 80 dB Dynamik auf dem Meßprotokoll . . . zumindest theoretisch.

Bloß: wenn ich daheim meine Sentry III regelmäßig mit 500 Watt Impulsleistung befeuern wollte kann ich mir [Mietwohnung] bald ´ne neue Wohnung suchen - will sagen: wir wissen doch alle, daß hohe Dynamik in der Musikwiedergabe für vermutlich 99% aller Hörer garnicht geht, weder technisch [Latsprecher/Verstärker] noch sozial ;)

Trotzdem finde ich den Komprssionswahn natürlich auch bekloppt, und Sender wie beispielsweise 1Live finde ich zwar wichtig als Bildungsprogramm um jugendliche Trends kennenzulernen, aber geradezu ekelhaft im umgang mit Dynamik.

Bester Gruß, Christoph

max
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Beitragvon max » 05.06.2009, 13:29

Hallo,
Dynamik und Leistung sind absolut unterschiedliche Sachen. Auch bei kleiner Leistung kann große Dynamik wünschenswert sein: für unser Gehör (falls vorhanden) wirkt das als "Durchsichtichkeit" des Klanges. Manche behaupten: soweit das Rauschen im Abhörraum relativ groß ist, nützt uns hohe Dynamik nicht. Das ist aber falsch: unser Gehör ist selektiv, falls es um die Musik geht. Rauschen und Musikklang sind für Gehör bis gewissem Grad als unabhängige Ebenen. Deshalb ist Dynamik über 90 dB auch bei akustischer Leistung 0,1 W (d.h. elektrische Leistung 10-50 W) unverzichtbar, um das zu verstehen, muß man nur hören und vergleichen.

Gruß,
Max

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Beitragvon Coltrane » 05.06.2009, 21:21

max hat geschrieben:Hallo,
Dynamik und Leistung sind absolut unterschiedliche Sachen. [...] Deshalb ist Dynamik über 90 dB auch bei akustischer Leistung 0,1




Siescher, siescher,

bloß, wenn ich mal den Mindestpegel für leise Musikstellen auf ca 30-40 dB ansetze, damit das überhaupt gehört werden kann, dann liege ich bei angenommenen 90 dB Dynamik in der Spitze locker bei 120-130 dB.

Und wenn ich über eine wirkungsstarke Lautsprecherbox - wie etwa eine Sentry III - diese Spitzenpegel hörbar machen will benötige ich ca 500 Watt Leistung. Und dicke Wände.

Gruß, Christoph

max
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Beitragvon max » 06.06.2009, 00:29

Na, 130 dB kann kein gesunder und vernünftiger Mensch einschalten... Schließlich sind unsere Ohren privat :-D

Große Dynamik bedeutet nicht unbedingt (wie Regel nicht) Unterschied zwischen "leise" und "laut", sondern die Möglichkeit, die feinste Elementen in Musik hören zu können. Natürlich wer beschäftigt sich mit Pop, kann das kaum begreifen, aber bei Polyphonie!

Übrigens, es gibt Dynamik und Dynamik. In einem Fall versteht man darunter Unterschied zwischen FF und PP in einem Werk, das ist selten über 40 dB, mehr braucht man nur in Ausnahmefall. Und in anderem Fall ist das Unterschied zwischen Überlastungsgrenze und Eigenrauschen von Apparatur, das muß so hoch wie möglich bleiben, nach Möglichkeit über 90 dB und mehr.

Coltrane
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Beitragvon Coltrane » 19.06.2009, 12:18

Hallo max,

unter Dynamik im musikalischen Sinne verstehe ich jedenfalls den Unterschied zwischen der leisesten Stelle und der lautesten Stelle.

Und ebenso wie Dynamik im technischen Sinne am leisen Ende vom Eigenrauschen der Apparatur bestimmt wird, bestimmt das "Eigenrauschen" des Aufführungsortes die leisestmögliche musikalische Aktion - und am lauten Ende darf man wohl die Verzerrungsgrenze des menschlichen Gehörs mit der Überlastgrenze eines technischen Systems vergleichen. Insofern gilt für mein Verständnis: Dynamik ist Dynamik ist Dynamik ist Dynamik.

"Feinste Elemente" hörbar zu machen hat für mich weniger mit Dynamik zu tun, als mit der Wahl der Lautstärke und der Fähigkeit der Musiker ein gutes Lautstärke/Klangverhältnis der vorhandenen "Stimmen" herauszubilden; es ist ja durchaus möglich ein ganzes Stück mit ppp zu sielen, da wäre dann die Dynamik außerordentlich gering, die Durchhörbarkeit feinster musikalischer Elemente aber womöglich extrem hoch, weil unsere Ohren bei geringer Lautstärke hier besonders gut differenzieren können.

Und 130dB können natürlich für Millisekunden durchaus erreicht werden ohne Gehörschäden zu provozieren, und ohne daß dies der musikalischen Qualität abträglich sein muß.

Gruß, Christoph

max
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Beitragvon max » 19.06.2009, 22:27

Hallo Coltrane,
Unter "Feinsten Elementen" verstehe ich, z.B. Details in Ansprache eines Gedackts. Das hat mit eigentlicher Lautstärke nichts zu tun, ebenso wenig kann das von einem Musiker gesteuert werden. Trotzdem kann man das im gewissen Maß lenken, und dadurch die Polyphonie lebendig machen (selbstverständlich nur, wenn die Orgel eine mechanische Traktur hat).

Bei schlechten Aufnahmesystemen oder schlechter Mikrofonierung werden solche Details einfach "verschluckt". In einigen Fällen kann das übrigens auch günstig sein - wenn eine Orgel nicht besonders gut intoniert ist. Meistens ist das aber wünschenswert, solche Details wirken bei Orgeln wie Fingerabdrücke eines Menschen, sie zu eliminieren wäre so etwas wie man bei Krimisendung die Gesichter matt macht, um die Erkennung auszuschließen...


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