Seit gestern gab es einige Probleme bei der Anmeldung. Es erschienen etwas kryptische Fehlermeldungen.
Jetzt funktioniert wieder Alles.
Der Grund war: Der Provider hat heimlich still und leise die PHP Version von Version 5.6 auf 7.2 geändert.
Wir haben dies temporär wieder rückgangig gemacht.
Allerdings werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Update der Forensoftware
machen und ich hoffe dass alles problemlos läuft.
Hin und wieder kann es während dem Upgrade Prozess zu einer Nichterreichbarkeit
bzw. Fehlermeldungen kommen.

bassmulm contra bassfundament?

Grundlagen der Tontechnik, Literatur- und Linktips

Moderator: Moderation

max
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Beitragvon max » 15.04.2009, 17:21

Hallo Thomas,
ich denke, die Filter helfen nicht immer...

Zwei Beispiele:
http://rapidshare.com/files/221665680/0 ... WV_209.mp3
Das ist aus meinem Konzert am Sonntag. Baß ist schon recht stark, aber trotzdem kein Mulm...

http://rapidshare.com/files/221667577/M ... ispiel.mp3
Das ist Abschnitt aus meiner Aufnahme meines Chefs. Ich habe Baßbereich 20 bis 80 Hz auf 3 dB reduziert, und trotzdem - Chor mulmt. Kein Filter kann schlechte Mikrofonaufstellung verbessern...

Wenn aber wir Orgel unter 200 Hz abschneiden, was bleibt denn zu hören? :-D Genauso, was bleibt in diesem Fall von einem Kontrabaß? Geräusche von Bogen? :-)
Zuletzt geändert von max am 15.04.2009, 20:51, insgesamt 1-mal geändert.

ThomasT
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Beitragvon ThomasT » 15.04.2009, 18:01

max hat geschrieben:Hallo Thomas,
ich denke, die Filter helfen nicht immer...


Das war auch sarkastisch gemeint.
Oft liesst man im Web solche Mixingtipps. Und man hört sie von Mischern.
Was live noch funktionieren mag und manchmal notwendig ist (Schadensbegrenzung) ist im Studio nicht angebracht. Tatsache ist, dass sich Frequenzen z.B. der Bassdrum und Bass eben überschneiden. Und dass es Ziel sein muss beide Instrument gut zu mischen ohne irgendwelche dubiosen Frequenzaufteilungen zu machen. Die Bassdrum hat vorallem erstmal ein anderes Zeitverhalten.

max hat geschrieben:Zwei Beispiele:


Kann ich leider hier nicht hören...;-(
Vielleicht heute abend.

Was ich sagen wollte ist, dass ich den Artikel von Ebs 100% zustimme. Eben auch aus Sicht der U-Musik. Viele Aufnahmen sind entweder Mulm oder extrem ausgedünnt. Ich habe immer den Eindruck dass der Bassbereich nicht mit gleicher Sorgfalt gemischt wird, wie z.B. der Gesang und die Instrumente im gleichen Frequenzbereicht. Hier nimmt man doch nicht dem Gesang jegliche Bässe/Tiefmitten weg und den Gitarren oder Keyboards die Mitten/Höhen, damit "jedes Instrument seinen Frequenzbereich hat". Aber im Bassfundament gibts dieses Vorgehen und eben diese Mixing-Tipps. Und das mit Nachhallzeit etc. wurde ja schon erwähnt.

Generell wird zu Bassdrum- und Gesangslastig gemischt...aber das ist ein anderes Thema.

max
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Beitragvon max » 15.04.2009, 20:57

Ja, in U-Musik geht es immer um "Mischen"...

In der Klassik aber so: ein Musiker oder die Besetzung muß akustisch gut klingen. Das ist die erste Bedingung. Ist das nicht erfüllt - so hilft kein Mikrofon. Ist das erfüllt - nun kommt die Frage um die Mikrofone... D.h. gut akustisch klingende Besetzung kann man mit Mikrofonen auch gut übertragen oder verschlechtern, besser machen gelingt es aber kaum. Schlecht akustisch klingende Besetzung wird auch in der Aufnahme schlecht klingen, egal, wie man das bei der Aufnahme macht...

ThomasT
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Beitragvon ThomasT » 16.04.2009, 11:57

max hat geschrieben:Ja, in U-Musik geht es immer um "Mischen"...
In der Klassik aber so


Ich denke, gewisse Grundprinzipien sind ähnlich.

Bei der multittrack U-Musik hat man es quasi mit mehreren Mini-Anforderungen der Klassik zu tun. Also bei den mit Mikrofon aufgenommenen Instrumenten.

max
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Beitragvon max » 16.04.2009, 21:51

Ich denke, Hauptunterschied ist so: bei U-Musik versucht man die Antwort des Räumes minimieren. Klassik ist dagegen ohne Antwort des Räumes tot.

Das bestimmt auch unterschiedliche Philosophie bei Mikrofonierung.

Heute habe ich bei einer Aufführung von Kantaten von Kuhnau/Bach zwei Kugel mitten im Orchester gestellt. Die Höhe etwa 4 Meter, Basis 45 cm. Mit Ergebnis bin ich sehr zufrieden... Man versucht oft, die Mikrofone vor der Besetzung zu stellen. Aber für Kugel ist das ja egal, vorn oder hinter: in der Stereopanorame wird alles vorn. So kommen die Geigen von hinten nach vorn, aber Chor und Solisten waren so nicht zu weit von Mikrofonen entfernt, trotz relativ tiefe Platzierung von Besetzung. Es klingt eigentlich besser, als im Raum :-) Ohne jeden Filter: kein Mulm... Schade, daß ich so am Freitag nicht gemacht habe... Habe zu viel den Dirigenten gehört... :-(

Also: die Filter haben praktisch keinen Einfluß auf Mulm. Nur richtige Platz für Mikrofone und richtige Kapseltyp... Und eine gute Kirche... Sonst ist nichts nötig...

Gruß,
Max


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