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Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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aseptisch
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 25.02.2015, 15:21

Danke nochmal für Eure Rückmeldungen! Schön, dass es die Taiyo-Yuden-Rohlinge noch in der alten Qualität gibt. Ich habe mir mal eine 100er-Spindel druckbare CDs davon bestellt, übrigens bei http://www.rohling-express.com. Ich war dort gelandet, weil ich Druckerpatronen für einen Primera Disc Publisher PRO suchte. Bei meiner Firma steht seit Jahren einer ungenutzt rum, und eine Nachfrage ergab, dass der auch verschrottet werden kann, was heißt, dass ich ihn für einen kleinen Betrag ankaufen kann. :-D Brennen tut er noch, Drucktest geht wegen eingetrockneter Patronen im Moment nicht.

Für Archivierung böte sich ja auch die seit einiger Zeit verfügbare M-Disc an. Die gibt es als DVD und BluRay, sie soll 1000 Jahre halten und ist mit einigen bestimmten DVD-Brennern und die BluRays mit allen BluRay-Brennern brennbar. Lesbar mit jedem Laufwerk. Ziemlich teuer, die Dinger. (DVD um 4 Euro, BluRay um 6 Euro.) Benutzt die jemand?

Grosse_j
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 26.02.2015, 10:50

aseptisch hat geschrieben:....Druckerpatronen für einen Primera Disc Publisher PRO suchte. Bei meiner Firma steht seit Jahren einer ungenutzt rum, und eine Nachfrage ergab, dass der auch verschrottet werden kann, was heißt, dass ich ihn für einen kleinen Betrag ankaufen kann. :-D Brennen tut er noch, Drucktest geht wegen eingetrockneter Patronen im Moment nicht.


Hier noch zwei Bemerkungen zum Primera Discpublisher für Audio CD's (zur Vermeidung von Reklamationen über nicht abspielbare CD's):

- Die CD Spec erfordert am Anfang der CD eine pregap von 2 sec, neuere CD Spieler tolerieren es wenn diese Pause fehlt. Damit die gebrannten CD auch auf alten CD Spielern erkannt werden muss am Anfang eine 2 sec Pregap vorhanden sein, das macht die ältere Brennsoftware Primo DVD automatisch, auch wenn alle Trackpausen auf Null (keine pregaps) gestellt sind (sieht man in der Trackübersicht bei Track 1 (pregap 150=2sec).
Die aktuelle Brennsoftware PTP Publisher macht das nicht mehr, wenn alle pregaps auf Null gesetzt werden. Da muss man mit der linken Maustaste auf Track 1 Klicken und die pregap bei jedem neuen Projekt manuell auf 150 setzen (=2 sec) (speichert sich im Projekt, bei Wiederhohlen des Projektes ist das dann nicht mehr nötig, aber immer in der Trackliste kontrollieren).
Habe den Test bei einem mehr als 20 Jahre alten CD Spieler eines Nachbarn gemacht, ohne pregap wird CD nicht erkannt, aber mit pregap, im 10 Jahre alten Autoradio gingen beide Varianten

- Als maximale Brenngeschwindigkeit für Audio CD wird 16X empfohlen, das steht je nach eingebautem Brenner aber nicht mehr als Auswahl (16X) zur Verfügung. Bei meinen neuen Brennern (Sony AD 5280S) ist bei Primo DVD "mittel" passend (ca. 14X) und bei PTPublisher "Am langsamsten" (8 fach), "langsam" ist hier mit 24X schon zu schnell (man "hört" das am Laufgeräusch nach der CD Initialisierung).
Leider muss das bei Primo DVD bei jedem Brennprojekt wieder neu eingestellt werden. PTPublisher merkt sich das für folgende Projekte.

Gruß
Grosse_j

P.S. Meine CD Projekte werden auf Festplatten gespeichert und mittels "Traybackup" auf eine zweite gespiegelt - und dann sind sie natürlich noch auf einer USB Festplatte am Wohnzimmer PC, damit ich sie auf der Stereoanlage "genießen" kann.

aseptisch
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 27.02.2015, 17:56

Oh, vielen Dank für diese ausführlichen Erklärungen und Tips!!! Ich gedachte meine Master-CDs auf einem anderen Rechner mit Samplitude Music Studio zu erstellen und einen gebrannten Rohling als Image in PTPublisher zu importieren. (Der Weg für Doofe, aber dann kann ich mit den Plextor-Tools erstmal den Master analysieren, ob mit dem CDText alles stimmt und so, ich hab' da keine Profi-Tools.) Macht Samplitude Music Studio das mit dem Pregap richtig? Das Nachkorrigieren in PTPublisher fällt bei einem Image-Einlesen weg, denke ich ja mal?

Ich habe gerade geguckt, in "meinem" Disc Publisher PRO (die "Verschrottung" ist noch nicht formal durch) sind zwei Pioneer DVR-112D 9.15 verbaut, was mich freut, denn bei einem Test vor vielen Jahren hatte bei der c't der DVR 111 mit der besten Brennqualität abgeschnitten, was sich dann auch bei mir zuhause in sehr guten Werten bestätigte. Ich hatte vorgestern auf beiden Primera-Laufwerken eine kurze CD mit der Einstellung "schnell" gebrannt (weiß nicht, was das fürn Speed ist) und zuhause auf dem Plextor durchgemessen, da kam ich auf 1,4 C1-Fehler pro Sekunde Durchschnitt, sogar mit ollen Intenso-Rohlingen. Das ist ja ein ziemlich guter Wert. Nach meiner Beobachtung haben die heutigen Billig-Rohlinge oft ganz passable Werte, aber zwischendurch immer mal ziemliche Ausreißer auch mit C2-Fehlern. Das ist bei Taiyo Yuden nicht der Fall.

Images von jeglichen optischen Disks, die ich vielleicht nochmal brennen muss, speichere ich meist mit so einem (kostenlosen) Tool "ImgBurn". Zum Backup bzw. Schreiben aller Daten auf die Archiv-Festplatte benutze ich auch TrayBackup.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 27.02.2015, 18:31

Zu dem Brennen von Images mit Discpublisher kann ich nicht viel sagen, ich habe meine CD Projekte immer als fertige wav Dateien von meinem Audio PC auf eine Netzwerkfestplatte kopiert (eine der "Backup!" Platten) und importiere die von der Netzwerkplatte direkt in PTP auf dem "Betriebsrechner" für den Discpublisher, der die Daten beim Brennen direkt von der externen Fesplatte liest, da ist das mit der pregap wichtig.

Allerdings habe ich mich auch über DDP Master für das Produktionswerk informiert nach dem Tonzauber Beitrag weiter oben. Da gibt es ein Video wie man mittels Reaper DDP Master erstellen kann für das Produktionswerk wo die Pregaps im Image enthalten sind - klingt für mich aber komplizierter als das pregap setzen für Track 1 im Brennprogramm.
Ob dieses Image aber mit Discpublisher / PTP kompatibel ist weiß ich nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=wNtnl09y5bY
Gruß
Grosse_j

P.S. nach dem Test mit dem uralt CD Spieler beim Nachbarn setze ich lieber die pregap immer vor Track 1, das hilft eine Reklamationsquelle (gebrannte CD spielt bei mir nicht) auszuschalten.

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Problem mit ImgBurn

Beitragvon janosch » 01.03.2015, 16:57

aseptisch hat geschrieben:Images von jeglichen optischen Disks, die ich vielleicht nochmal brennen muss, speichere ich meist mit so einem (kostenlosen) Tool "ImgBurn".

Gutes Programm zum Archivieren von DVDs oder Daten-CDs, aber beim Auslesen von Audio-CDs hat es einen (für mich entscheidenden) Nachteil: ImgBurn schreibt nämlich nur einen Index je Track in die .cue-Datei (die bei Audio-CDs zum Image mit der Endung .bin immer dazugehört), und zwar jeweils den Index am Anfang jedes Tracks — auch wenn auf der CD Tracks mit mehreren Indices vorhanden sind. Man kann zusätzliche Indices selbst in die .cue-Datei schreiben und ImgBurn brennt das Image dann auch richtig. Aber man muss peinlichst auf die exakte Syntax achten, sonst wird die gebrannte Audio-CD unbrauchbar (Tracks und Indices lassen sich nicht mehr ansteuern).

Das ist mir aufgefallen, als ich einmal mit ImgBurn ein Backup-Image einer fertig produzierten Choraufnahme-CD erstellt hatte und damit später nachbestellte CDs brennen wollte – die Indices innerhalb der Tracks waren auf den neuen CDs nicht mehr vorhanden. Als ich der Ursache auf den Grund ging, hatte ich das beschriebene .cue-Problem entdeckt.

Bei Pop- oder Rock-CDs ist das sicher unwichtig, weil es nicht vorkommt, aber wer ein fünfzehn Minuten langes „Kyrie“ oder „Gloria“ mit seinen Einzelteilen indiziert hat, wird mit ImgBurn vielleicht nicht ganz glücklich.
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Karl Kraus, 1874–1936)

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 03.03.2015, 17:41

Das ist gut zu wissen, vielen Dank! Bei der Problemanalyse hast Du sicher einige Zeit versenkt ...

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon tillebolle » 03.03.2015, 23:04

Es gibt von den Tayo Yuden CD-R 700MB printable offenbar 2 Ausführungen, eine normale und eine Pro-Variante. Die Pro-CD-R kosten fast das doppelte. Ist das die hier angesprochene "alte Qualität"? Was ist der Unterschied?

Viele Grüße
tillebolle
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 03.03.2015, 23:36

Also vordergründig sehe ich die Pro Varianten als silber, die anderen als weiß oder glossy weiß und 48 oder 52x.
Da ich sowieso nur 8 - 16x Brenngeschwindigkeit nutze??
Gruß
grosse_j

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Bezugsquellen für CD Taiyo Yuden stellt Produktion von CD R ein

Beitragvon Grosse_j » 30.06.2015, 16:57

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 89749.html

Leider las ich heute diese Meldung, das heisst nochmal etwas Vorrat bunkern und nach Alternativen suchen?

Gruß
Grosse_j :-|

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon hafi69 » 30.06.2015, 17:31

Wozu eigentlich?

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tonzauber » 30.06.2015, 17:51

Ich habe 2015 bisher noch keine einzige CD gebrannt.. - Listening Copies gehen nur noch über den Server hinaus, ebenso Master.... Ich hoffe meine 2.000 Rohlinge im Lager verschimmeln nicht ;)
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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon aseptisch » 01.07.2015, 01:18

hafi69 hat geschrieben:Wozu eigentlich?

Ich denke mal für Kleinserien, oder eilige Aufträge, die man dann selber brennt. Oder habt Ihr nur so große Aufträge, dass die CDs immer richtig gepresst werden? Oder nur für die Online-Welt?

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Wilfried » 01.07.2015, 07:01

hafi69 hat geschrieben:Wozu eigentlich?


Für die Teilnehmer an Entspannungsübungen oder als Belegexemplare für die mitwirkende Musiker
oder für Hörbuchsprecher für die Endabnahme oder Autorenlesungen auf CD als Geburtstagsgeschenk für den Autor.

An die Jungspunde hier: Nicht alle sind so hip, um ständig mit i-irgendwas herumzulaufen. :opa:
If you can't fix it with a hammer, you've got an electrical problem.

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Grosse_j » 01.07.2015, 08:31

Pressen lassen geht ab Serien von 300 Stück, neuerdings bei manchen Anbietern bis herunter zu 200 oder 100 CD.
Lieferzeit mindestens 2 Wochen ab Eingang der Drucksachen und Musikdaten, wobei sich das auch öfter mal verzögert.

Ich bin viel unterwegs zu Kammerorchestern, -chören, Kantoreien, großen Laienchören, symphonischen Blasorchestern oder auch Orgelkonzerten, die Konzert-CD für ihren Eigenbedarf bestellen, da sind die Auflagen häufig < 100 CD.
Das brenne ich dann selbst mit einem Brennautomaten, das ist flexibler und schneller ( landet aber auch oft als mp3 im Autoradio).

Gruß
Grosse_j

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Re: Bezugsquellen für CD/DVD Rohlinge

Beitragvon Tonzauber » 01.07.2015, 09:00

Wenn man ein gutes Presswerk hat, und die Termine im Vorhinein weiß, kann man sich auch Produktionsslots reservieren lassen. Ab der kompletten Datenübergabe (DDP & Grafik) bis zu den ersten gelieferten 5.000 Stk ist mein persönlicher Rekord 18 Stunden.... ;) Wenn es sein muss, geht es.

Natürlich sind die Musiker-Belegkopien in Kleinserie praktischer und flexibler realisierbar. Allerdings wollten da im letzten Jahr alle meinen Kunden nur noch Downloads. Der link kann dann einfach im Orchester-Mailverteiler verschickt werden, jedweder Logistikaufwand entfällt...
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