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Madikabel

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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Re: Madikabel

Beitragvon Tonzauber » 23.01.2017, 21:58

Ein optisches Madi Signal ist auch recht einfach passiv zu splitten. Es reicht im dem Fall ja auch das von den Octamics kommende Signal zu splitten.

So ein Adapterkabel kostet keine 50 euro und erfüllt den Zweck gut solang das optische Budget ausreicht (es gehen ja an dem Splitter 50% "verloren").

Das sollte im Normalfall und bei eher kurzen Kabellängen unter 150m aber kein Problem darstellen.
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 24.01.2017, 07:26

Tonzauber hat geschrieben:Ein optisches Madi Signal ist auch recht einfach passiv zu splitten. Es reicht im dem Fall ja auch das von den Octamics kommende Signal zu splitten.

So ein Adapterkabel kostet keine 50 euro und erfüllt den Zweck gut solang das optische Budget ausreicht (es gehen ja an dem Splitter 50% "verloren").

Das sollte im Normalfall und bei eher kurzen Kabellängen unter 150m aber kein Problem darstellen.


Dann läuft MADI also faktisch als Netzwerk, in dem die Slaves, also die Octamic, kein Problem haben gleichzeitig mit zwei Mastergeräten, den Madifaces zu kommunizieren?

Dann schaue ich mich mal nach einem günstigen gebrauchten Madiface USB um, mit dem ich dann die Signale der Octamic als Backup aufnehmen kann. Das wird nur dann ein problem, wenn ich mehr als 16 Mikros brauche und auf die beiden integrierten Preamps beim Madiface Pro zurückgreifen muss. Da sollte ich dann nur solche Stützen drauflegen, auf die ich im Zweifel auch verzichten kann.

Jetzt aber noch eine praktische Frage: Wenn ich nun auf Madiface 1 beispielsweise den Gain für Kanal 4 von 20 auf 18 verändere (Übersteuerung), ist ja in Madiface 2 immer noch 20 für diesen Kanal als Gain hinterlegt. Das Madiface 2 dürfte das ja kaum mitbekommen, sondern weiter sein 20 als Wert funken.

Praktisch sollte man dann wahrscheinlich erst mal alles auf dem Madiface 1 komplett einstellen, das als Workspace speichern und dann für das Madiface zwei laden und hoffen, dass man an den Einstellungen nichts mehr ändern muss; oder wie macht Ihr das dann?

Viele Grüße und vielen Dank
Manfed
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Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 24.01.2017, 11:37

Moyn Noch mal!

frage mich gerade, warum ich ein gesplittetes Kabel kaufen soll? Ich kann doch das zweite Madiface dann auch gleich mit einschleifen. alsoso:

Madiface Pro Out geht auf Octamic1 in
Octamic1 out geht auf Octamic 2 in
Octamic2 out geht auf Madiface USB in
Madiface USB out geht auf Madiface Pro in.

Dann ist der Krei szu.

Ansonsten gibt es noch von RME die HDSPE Raydat, die 4 ADAT Inputs hat, leider aber nur PCI. So etwas für USb wäre dann Ideal um mit einem Notebook zu arbeiten, das dann einfach auf der Bühne neben dem Rack mit den Ocatmics steht.


Viele grüße
Manfred
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Re: Madikabel

Beitragvon Tonzauber » 24.01.2017, 11:56

Denkfehler. Wenn Dir das Madiface1 stirbt oder der Rechner irgendwelche komischen Sachen macht die Totalmix beeinflussen, ist hinter Madiface 1 Schluss...
Das ist für mich keine Redundanz ;)
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Re: Madikabel

Beitragvon tillebolle » 24.01.2017, 13:56

Alternativ käme vielleicht das neue RME Digiface USB in Frage (oder etwas ähnliches). 4 Adat in/USB out. Damit könnte man die Octamics über ADAT direkt am Rack abgreifen.

Das setzt natürlich voraus, dass die Octamics Audio gleichzeitig über MADI und ADAT ausgeben. Ich weiß nicht, ob das so ist.

Viele Grüße
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Re: Madikabel

Beitragvon hafi69 » 24.01.2017, 14:19

Das mit der Redundanz ist so eine Sache. Richtig sicher wäre man nur an zwei separaten Stromkreisen.
Zu Ende gedacht hieße das:
Wenigstens ein Stromgenerator sollte mitgeführt werden. :mrgreen:
Zum anderen wird gerne vernachlässigt, dass ein System aus vielen Komponenten wesentlich weniger verlässlich läuft als ein System,
das möglichst wenige Fehlerquellen involviert. Eine Apparatur aus MVV, Wandlern, Signal-Konvertern, digitalem Kabel (MADI/Dante ect), Rechner und Speicher bietet sehr viel Ausfallpotential mehr als z.B. ein integriertes Interface zwischen Mikrofon und Rechner.

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Re: Madikabel

Beitragvon Tonzauber » 24.01.2017, 14:33

Jein......
Wenn man jedem Komponenten die gleiche Ausfallswahrscheinlichkeit zurechnet dann ja.
Allerdings ist das doch eher praxisfern.

Das "instabilste" System ist das Aufzeichnungssystem selber.

Dann die Netzteile - weswegen meine Micpres, Signalsplitter und aktive Komponenten _vor_ der Aufzeichnung alle mit redundanten Netzteilen ausgestattet sind.

Die Glasfaser kann ich im Fall der Anforderung auch redundant ausführen - alle meine Micpres haben redundante Ports.

Im Micpre könnte jetzt natürlich auch noch einzelne Komponenten ausfallen - allerdings betrifft das dann nur kleinteilige Ausfälle, nicht mehr das gesamte System. Genauso kann auch ein Mikrofon während der Aufnahme den Geist aufgeben, ein Mikrofonkabel beim Klavier-Rangieren getötet werden, etc.
Konsequente Redundanz würde bedeuten, immer 2 Mikrofone nebeneinander aufzubauen ;-) Die Hersteller würde es freuen.
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Re: Madikabel

Beitragvon aseptisch » 24.01.2017, 15:07

Tonzauber hat geschrieben:Konsequente Redundanz würde bedeuten, immer 2 Mikrofone nebeneinander aufzubauen ;-) Die Hersteller würde es freuen.

Dafür bauen sie doch die Doppelmembrankapseln! :mrgreen:

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+Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 24.01.2017, 20:38

Moyn Zusammen,

ich fasse mal ein wenig zusammen.

Wenn ich also einen Ring mit Zwei Madiface aufbaue, dann ist natürlich Fine, wenn ein Madiface ausfällt, aber nicht, wenn ein Rechner ausfällt, denn dann läuft das Madiface ja weiter. Also einem Rechnercrash könnte ich so vorbeugen, nicht aber einem Crash der Aufnahmehardware.

Wie ich von RME erfahren habe, liefern die Octamic die Signale parallel auf Madi und ADAt. Das Heißt, ein Digiface wäre hier eine Lösung. Faktisch könnte ich dann bis zu 4Octamic, also 32Preamps als Backup laufen lassen. Ein Notebook als Backupsystem bei den Preamps auf der Bühne, das zweite am Madiface Pro, wo auch immer. bin mal gespannt, was das kosten wird, denn bei den einschlägigen Händlern ist da noch nichts gelistet, viel ist da ja nicht drin und ich hoffe es wird günstiger sein als ein gebrauchtes Madiface USB.

Diese Lösung hat noch einen Vorteil. Sollte es mit der Madiverbindung ein problem geben, läuft die Aufnahme über ADATunabhängig und ungestört weiter.



Mein uFX ist weg und das soll auch so bleiben. Zwar soll die Recordingeinheit jetzt auch über die ARC USB funktionieren, aber wer weiß! Bevor ich das nicht selbst getestet habe bleibe ich das skeptisch. Und die Panne beider Orchesteraufnahme im Sommer, wo ich vorher den Speicherstick drei Stunden mit allen Kanälen getestet habe und alles OK war, produzierte dann im Lifebetrieb nur noch Aussetzer, was als Ergebnis völlig unbrauchbar war.

Danke für die hilfreichen Inputs!
Manfred
Viele Grüße
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Re: +Re: Madikabel

Beitragvon manjak » 31.01.2017, 20:26

Moyn Zusammen,

habe heute mein Madikabel bestellt. Es ist mit vier Adern und ich werde auf jeder Seite auch 4 Stecker anbringen lassen. Sollte sich mal eine Ader verabschieden, kann ich zunächst probieren, ob eine andere Leitung funktioniert, bevor ich ein ganz neues Kabel verlegen muss. Ich hoffe aber, dass das bei einem kabel mit C85045 Standard so schnell nicht passiert

Viele Grüße
Manfred
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