DI-Box

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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manjak
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DI-Box

Beitragvon manjak » 03.12.2017, 21:12

Moyn Zusammen,

ich schaue gerade nach DI-Boxen. Dabei ist mir schon klar, das eine passive DI-Box mit einem Übertrager arbeitet und eine aktive Box mit einer entsprechenden elektronischen Schaltung. Die Preisspanne ist natürlich auch wieder recht groß und beginnt bei 9,90 Euro, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das Teil wirklich gut sein soll. Dazu gibt es DI-Boxen, die nur einen, zwei oder sogar 6 Kanäle verarbeiten können.

Selbstverständlich gibt es auch hier wieder diverse Testberichte, wo man dann gehört haben will, ob die Tastatur des E-Pianos mit Staubflusen behaftet war oder nicht.

Wennn man die Beschreibungen bei den Anbietern liest, fehlen hier, gerade bei den passiven DI-Boxen, wesentliche Angaben über den eingesetzten Übertrager.

Was nutzt Ihr, passiv oder aktiv und Systeme mit einem oder mit mehreren Kanälen?

Freue mich auf erhellende Antworten.

VG Manfred
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Wilfried
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Re: DI-Box

Beitragvon Wilfried » 03.12.2017, 23:04

Optisch. Weil ich auch den unzureichenden technischen Infos nicht traute.
Eigenbauschaltung mit 2x IL 300F. Wollte eigentlich nur spaßeshalber ausprobieren
wie weit man mit einer optischen Trennung kommen kann. Billiger im Vergleich zu einem guten
Übertrager von Haufe/Pikatron/Lundahl/Jensen wird's jedoch nicht.
Die beigefügte Schaltung - zur freien Verfügung - nutze ich im Abhörzweig.
Eigentlich messe ich meine Schaltungen auch zu Tode. Kann diese Messungen gerade nicht finden. :oops:
Sonst muss ich da nochmal ran.

Symm Optischer Trennverstärker - Schaltung.JPG


An den Admin: Warum werden jpgs - wie dieses - beim Hochladen um den Faktor 10 eingedampft :aargh:
und damit fast unleserlich gemacht? Hatte die Bilddatei schon bis an die Schmerzgrenze verkleinert.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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manjak
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Re: DI-Box

Beitragvon manjak » 04.12.2017, 07:29

Wilfried hat geschrieben:Optisch. Weil ich auch den unzureichenden technischen Infos nicht traute.
Eigenbauschaltung mit 2x IL 300F. Wollte eigentlich nur spaßeshalber ausprobieren
wie weit man mit einer optischen Trennung kommen kann. Billiger im Vergleich zu einem guten
Übertrager von Haufe/Pikatron/Lundahl/Jensen wird's jedoch nicht.
Die beigefügte Schaltung - zur freien Verfügung - nutze ich im Abhörzweig.
Eigentlich messe ich meine Schaltungen auch zu Tode. Kann diese Messungen gerade nicht finden. :oops:
Sonst muss ich da nochmal ran.

Symm Optischer Trennverstärker - Schaltung.JPG


Moyn Wilfried,

Danke für die Antwort undfür die angehängte Datei. Da selbst basteln für mich nicht in betracht kommt und anfertigen lassen zu teuer wird, werde ich wohl auf übliche Handelsprodukte zurückgreifen müssen.


Wilfried hat geschrieben:An den Admin: Warum werden jpgs - wie dieses - beim Hochladen um den Faktor 10 eingedampft :aargh:
und damit fast unleserlich gemacht? Hatte die Bilddatei schon bis an die Schmerzgrenze verkleinert.


Bin zwar nicht der Admin, antworte aber trotzdem: Das geschieht warhscheinlich aus Platzgründen, da ein Webserver immer nur eine begrenzte Kapazität hat und sonst irgendwann der Speicherplatz voll ist, also versucht man bei den Anlagen die Größe zu "optimieren".

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Wilfried
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Re: DI-Box

Beitragvon Wilfried » 04.12.2017, 08:45

So, den ollen Prototypen hervorgekramt.
Signal eingespeist bei - 6 dB und gemessen an TP1 - siehe Abb. oben
Also nur 1 Optoelement.

So dann wollen wir mal Prahlen :oops:

Frequenzgang 20 Hz: -1,5 dB ( ist so gewollt). 100 bis 30 kHz -0,1 ... 0 dB
Verzerrungen: 1 kHz / +16 dBu: 0,05% 1 kHz / +17 dBu 5%
Verzerrungen : 63 Hz / 1 kHz / 5 kHz bei 0 dBu: 0,02%
IMD 250/8020 Hz 4:1 bei 0 dBu Gesamtausgangspegel: < 0,005%
S/N: - 78 dB re 0 dBu.

Einfach als Anhaltspunkt was man so von kommerziellen Produkten
erwarten können muss.

Ein guter Übertrager* (unter 65 EUR geht da nix, eher so um die 100+ EUR)
ist bei den Verzerrungen bei hohen Pegeln und niedrigen Frequenzen wesentlich
schlechter aber beim Signal/Rauschverhältnis wesentlich besser, weil da
(bis auf Einstreuungen, wenn geschlampt wird) nix dazukommt.

* z.B. Lundahl LL1684 so um die 150 EUR.
Neutrik NTL 1 ca. 65 EUR
Jensen JT-11P-1 Premium Line Input Transformer 1:1 ca. 75 $

Ein Datenvergleich kommerzieller Produkte wird allerdings schwierig,
da es inzwischen - wie auch in andern Branchen - Mode ist, wichtige technische
Daten zu verheimlichen oder auf abstruse Art schön zu rechnen. :aargh:
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Re: DI-Box

Beitragvon Wolfus » 08.12.2017, 17:00

Bei einem Vergleichstest im Web (ich kann mal versuchen, den wieder zu finden...) schnitt eine 9,80 Euro Passiv DI sogar recht gut aus, weil der eingebaute Übertrager relativ groß war und auch gar nicht so kleine Pegel passabel durchlies. Immerhin war sie in dem Aspekt besser als einige für ein Vielfaches an Preis.

Wenn es das selbe Modell ist: ich setze es an meinen Keyboards live ein und beschwere mich bisher nicht. Natürlich mit entsprechend niederohmigem Ausgang, also nicht für passive E-Gitarre etc. geeignet. Der innere Aufbau ist recht primitiv: die Anschlussdrähte der Widerstände sind z.B. mit Isolationsschläuchen umhüllt, damit kein Kabel notwendig ist.
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Re: DI-Box

Beitragvon Wolfus » 08.12.2017, 17:07

@Wilfrid: sehr interessante Schaltung. Sehe ich das richtig, dass du die Nichtlinearität der LED/Photodioden-Kombination durch Gegenkopplung anhand der zweiten verbauten Photdiode ausgleichst? Ich hätte nicht gedacht, dass die Daten damit so gut werden, Respekt!
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Re: DI-Box

Beitragvon manjak » 08.12.2017, 17:29

Wolfus hat geschrieben:Bei einem Vergleichstest im Web (ich kann mal versuchen, den wieder zu finden...) schnitt eine 9,80 Euro Passiv DI sogar recht gut aus, weil der eingebaute Übertrager relativ groß war und auch gar nicht so kleine Pegel passabel durchlies. Immerhin war sie in dem Aspekt besser als einige für ein Vielfaches an Preis.

Wenn es das selbe Modell ist: ich setze es an meinen Keyboards live ein und beschwere mich bisher nicht. Natürlich mit entsprechend niederohmigem Ausgang, also nicht für passive E-Gitarre etc. geeignet. Der innere Aufbau ist recht primitiv: die Anschlussdrähte der Widerstände sind z.B. mit Isolationsschläuchen umhüllt, damit kein Kabel notwendig ist.


Könnte es sein, dass die DI-Box von Millenium ist?

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Re: DI-Box

Beitragvon Wilfried » 08.12.2017, 18:53

Wolfus hat geschrieben:@Wilfrid: sehr interessante Schaltung. Sehe ich das richtig, dass du die Nichtlinearität der LED/Photodioden-Kombination durch Gegenkopplung anhand der zweiten verbauten Photdiode ausgleichst?


Danke für die Blumen.

Ja, zumindest teilweise, je nachdem wie identisch die Kennlinien der beiden Photodioden sind.
Da gibt's dann besser gepaarte und schlechter gepaarte. D.h. selektieren hilft dann auch.
Aber auch unselektiert ergibt sich schon eine wesentliche Verbesserung gegenüber ohne Gegenkopplung.
Ähnliches hat Studer früher schon auch mit Ausgangsübertragern gemacht. War damals schon sehr genial.
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Re: DI-Box

Beitragvon manjak » 10.12.2017, 09:11

Wilfried hat geschrieben:So, den ollen Prototypen hervorgekramt.
Signal eingespeist bei - 6 dB und gemessen an TP1 - siehe Abb. oben
Also nur 1 Optoelement.

So dann wollen wir mal Prahlen :oops:

Frequenzgang 20 Hz: -1,5 dB ( ist so gewollt). 100 bis 30 kHz -0,1 ... 0 dB
Verzerrungen: 1 kHz / +16 dBu: 0,05% 1 kHz / +17 dBu 5%
Verzerrungen : 63 Hz / 1 kHz / 5 kHz bei 0 dBu: 0,02%
IMD 250/8020 Hz 4:1 bei 0 dBu Gesamtausgangspegel: < 0,005%
S/N: - 78 dB re 0 dBu.

Einfach als Anhaltspunkt was man so von kommerziellen Produkten
erwarten können muss.

Ein guter Übertrager* (unter 65 EUR geht da nix, eher so um die 100+ EUR)
ist bei den Verzerrungen bei hohen Pegeln und niedrigen Frequenzen wesentlich
schlechter aber beim Signal/Rauschverhältnis wesentlich besser, weil da
(bis auf Einstreuungen, wenn geschlampt wird) nix dazukommt.

* z.B. Lundahl LL1684 so um die 150 EUR.
Neutrik NTL 1 ca. 65 EUR
Jensen JT-11P-1 Premium Line Input Transformer 1:1 ca. 75 $

Ein Datenvergleich kommerzieller Produkte wird allerdings schwierig,
da es inzwischen - wie auch in andern Branchen - Mode ist, wichtige technische
Daten zu verheimlichen oder auf abstruse Art schön zu rechnen. :aargh:


Moyn Wilfried,

Sinnträchtige Daten finde ich bei den ganzen Produkten in der regel nicht. Wenn man sich aber mal die Instrumente anschaut, die man mit so einem Gerät überträg, sind hohe Frequenzen eher nicht so wirklich anzutreffen. Gitarren produzieren Obertöne bis 7khz, Bei bässen liegt das locker mehr als eine Oktave darunter. Und die tiefsten Töne liegen beim Baß bei 40 hz bei der Gitarre bei 80 hz.

Lediglich beim E-Piano reden wir über mögliche Frequenzen bis 12 khz, sofern man unterstellt, das ein Klavier oder Flügel sauber nachgebildet wird.Nur bei Einsatz von Synthesizern oder anderen nachgebildeten Klängen dürften wir deutlich darüber liegen.

Insgesamt macht aber ein linearer und sauberer Klang Sinn. Ich habe Dir übrigens mal eine PM geschrieben, damit ich die Skizze mal in sauber Auflösung bekommen kann. Schau also mal in Deinen persönlichen Bereich rein!

VG Manfred
Viele Grüße
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