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Stimmungen

Grundlagen der Tontechnik, Literatur- und Linktips

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Tonzauber
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Re: Stimmungen

Beitragvon Tonzauber » 01.07.2018, 20:13

Mein Stimmgerät für mein Cembalo ist eine App auf dem Smartphone ;)
Alle erdenklichen historischen Stimmungen sind einprogrammiert, ich kann mir für Flügel aus Hersteller & Mensur die ideale Spreizung berechnen lassen, der Kammerton kann individuell festgelegt werden, und wenn man was ganz spezielles braucht kann man sich auch seine eigene Stimmung einprogrammieren. Kostet 6,90.

Beim Cembalo funktionierts sehr gut, beim Flügel holt mein Klaviertechniker doch ein bisschen mehr Klang heraus.
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juppy
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Re: Stimmungen

Beitragvon juppy » 02.07.2018, 03:30

RainerG hat geschrieben:Wer von Euch kennt sich näher mit der Elektronik der heutigen Stimmgeräte aus?

"Professionelle" Geräte wie z.B. das CTS 32 von TLA arbeiten mit Microprozessor.
Auf Seite 20 der Anleitung wird beschrieben, welche Formeln dazu herangezogen werden:
http://www.weiblen.de/uploads/media/CTS ... eitung.pdf

Auch die beim Klavier nötige Spreizung sollen diese Geräte beherrschen.

Es gibt auch PC-basierte Lösungen, die die Inharmonizität der Klaviersaiten berücksichtigen:

https://www.swr.de/swr2/musik/entropie- ... index.html
https://www.dirksprojects.nl/index.php? ... hp&Flag=de

Auch wenn diese Lösungen weitaus besser sein mögen als die alten Stimmgeräte, die mit festen
Teilungsverhältnissen arbeiten, ziehe ich trotzdem die Klavierstimmerin meines Vertrauens vor:
1.) Ich mag ihre Stimmungen
2.) Ich habe nicht noch ein Programm auf dem PC oder eine Kiste in der Wohnung herumliegen.
Der Klavierstimmer kommt, stimmt, ist danach wieder weg.
3.) Ein Stimmgerät nutzt wenig, wenn ich die Wirbel nicht "setzen" kann. Dann ist alles wunderbar,
solange der Stimmhammer noch auf dem Wirbel steckt, aber der Ton ist nach wenigen Minuten wieder
weggelaufen ...
(Wäre zu schön, wenn künftig der Hausmeister die Klaviere vor den Konzerten stimmen könnte.) :lol:

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Tomte
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Re: Stimmungen

Beitragvon Tomte » 02.07.2018, 11:40

In gewisser Weise schwieriger als die genauen Frequenzen zu berechnen ist die Messung der Frequenz in Stimmgeräten. Das geht nicht mit FFT sondern - soweit ich weiß - über Instantanfrequenz oder Nulldurchgänge. FFT wäre zu ungenau oder viel zu langsam.

Die Software, die die Inharmonizität mit berücksichtigt und die "optimale Streckung" indivuduell für ein Klavier berechnet, klingt sehr interessant.


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