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jochen
Anmeldedatum: 19.10.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 20.10.2008, 21:56 Titel: Ganz konkret: A/B mit Nieren? |
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Ich nehme nicht sehr oft aber regelmäßig einen größeren gemischten Chor auf. Dabei verwende ich ein kleines A/B-System mit zwei KM-Kugeln. Mehr Mikrofone kann ich aus technischen und zeitlichen Gründen nicht aufstellen, da ich normalerweise selbst mitsinge. Die Ergebnisse sind bei a cappella, ggf. mit Orgel, sehr erfreulich; ich mag den Klang der Laufzeitsterephonie.
Bei Konzerten mit mittlerem Orchester hingegen kommt der Chor erwartungsgemäß zu schwach, da helfen auch Kugelaufsätze für die Kleinmembraner nur wenig. Chorstützen scheiden aus den o. g. Gründen als Lösung aus. Eine größere Aufnahmedistanz, welche die abstandsbedingten Lautstärkeunterschiede nivelliert, liegt in der Regel schon innerhalb des Hallradius für Kugeln, denn Chorkonzerte finden meistens in recht „halligen“ Kirchen statt. In solchen Fällen bin ich auf Nieren in ORTF/EBS-Anordnung ausgewichen.
Da ich aber den Klang der Laufzeitstereophonie (vor allem über Kopfhörer) viel mehr mag, würde ich gerne auch einmal A/B mit Nieren versuchen, was ja prinzipiell gehen sollte. Leider liest man bestenfalls theoretisches darüber. Hat jemand von Euch schon einmal konkrete Erfahrungen mit (KM-)Nieren-A/B sammeln können und welcher Art waren die? Das würde mich sehr interessieren, bevor ich bei der nächsten Generalprobe unter Zeitnot an etwas herumprobiere, was ich mir womöglich hätte sparen können – oder sollen. |
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ebs

Anmeldedatum: 19.06.2007 Beiträge: 371 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 20.10.2008, 22:43 Titel: Re: Ganz konkret: A/B mit Nieren? |
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Als Ausgangspunkt für eine Aufnahme mit nur zwei Mikrofonen in AB-Laufzeit-Stereofonie gilt als Beispiel eine Mikrofonbasis um die 60 cm mit wirklich beliebiger Mikrofoncharakteristik.
http://www.sengpielaudio.com/RichtungslokalisationBeiStereo4.pdf
So wie hier angegeben kann man sich die Verteilung der aufgenommenen Schallquellen auf der Lautsprecherbasis vorstellen. Man erkennt eine relativ gleichmäßige Verteilung bis 3/4 L und 3/4 R, aber dann kommt eine größere Spreizung. Man sollte sich darum 4/4 (L,R) theoretisch mit gleichen Abstand vorstellen wie auch 1/2 zu 3/4 liegt.
Dann wird der Chor zwar nicht voll im linken und rechten Lautsprecher erscheinen, aber immer noch schön in Stereo sein. Folgendes Blatt erklärt etwas die ungleichmäßige Verteilung zwischen den Lautsprechern und wie dieses zu mildern geht.
http://www.sengpielaudio.com/LaufzStereoProbleme.pdf
Man kann dabei praktisch und nicht nur theoretisch anstatt Mikrofone mit Kugelcharakteristik, auch Breite Nieren oder Nieren verwenden. Bei gewisser Entfernung von der Schallquelle ist dann möglicherweise etwas der Frequenzgang in den Tiefen ausgleichend anzuheben. Bei einer Mikrofonbasis unter einem Meter empfehle ich parallele Mikrofonausrichtung. Ich habe schon einige Erfahrung damit. Sonst gibt es dabei nichts Problematisches. Nur zu.
Viele Grüße ebs _________________ ebs - Mikrofonaufnahmetechnik und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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Hermann
Anmeldedatum: 21.06.2007 Beiträge: 22 Wohnort: Salzburg, Österreich
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ebs

Anmeldedatum: 19.06.2007 Beiträge: 371 Wohnort: Berlin
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jochen
Anmeldedatum: 19.10.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 23.10.2008, 00:30 Titel: |
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Hallo, EBS,
vielen Dank für die Ermunterung! Die beschriebenen Aspekte habe ich bisher mit Kugeln wie beschrieben beobachtet und praktiziert. Jetzt also mit Nieren. Ich bin schon gespannt.
Beste Grüße
Jochen |
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