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Akustik im Aufnahmeraum optimieren

 
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low-fi



Anmeldedatum: 29.10.2009
Beiträge: 107
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 28.11.2009, 00:11    Titel: Akustik im Aufnahmeraum optimieren Antworten mit Zitat

Liebe Forenmitglieder,

ich würde gerne ein Fotostudio als Aufnahmeraum für Tonaufnahmen zweckentfremden und habe eine Frage zur Brechung von Schall. In dem Raum ( ca. 7x10m mit 4,5m Deckenhöhe) befindet sich eine überbaute Hohlkehle aus Holz. Eine schmale Seite des Raumes ist also praktisch eine Halbkugel. Ich habe irgendwo gelesen, daß Kugeln und Kuppeln in Räumen akustisch ungünstig sind, weil der Schall dadurch gebündelt wird.

Meine Idee wäre jetzt, die Kugelform durch das Aufstellen von großen Styroporplatten zu brechen (vier 1 x 3m große Platten wären vorhanden). Hat jemand vielleicht Erfahrungswerte, wie man den Schall in einer Kugel am geschicktesten brechen kann? Also z.B. alle Platten nebeneinander als 'Wand' aufstellen, oder vielleicht besser versetzt mit Zwischenräumen?

Klar... am Ende wird man um's hören und vergleichen nicht umhinkommen, aber vielleicht kann man sich ja wahlloses Rumprobieren durch theoretische Überlegungen, oder praktische Erfahrungen sparen.

Viele Grüße
Guido

EDIT: Ich glaub' ich hab' die Lösung schon selber gefunden Very Happy

Schallreflektion an einer gekrümmten Fläche:
http://www.dma.ufg.ac.at/app/link/Grundlagen:Audio/module/4612?step=5

Das erspart mir auf jeden Fall Testreihen in der Badewanne Laughing Noch nicht ganz sicher bin ich mir beim einzusetzenden Material. Großflächig könnte ich Styropor, Plexiglas, oder Molton einsetzen.
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Hannes_F



Anmeldedatum: 06.01.2010
Beiträge: 166
Wohnort: Seelze bei Hannover

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 06:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm ... je tiefer ein Ton ist, desto leichter läuft er um ein Hindernis herum. Mit anderen Worten, hohe Frequenzen lassen sich von Deinen Styroporplatten reflektieren, die tiefen umfließen sie aber. Und vor allem werden sie auch schick durch die Platten durchschwingen, weil die sehr leicht und vermutlich auch dünn sind.

Da Du ja selber schon den Begriff "brechen" verwendet hast: Hochfrequente Schallwellen werden durch Hindernisse "gebrochen", tieffrequente werden "gebeugt". Das heisst im Klartext, dass alle Analogien zu Lichtwellen mit Spiegeln, Reflexionen usw. bei tiefen Tönen nicht mehr funktionieren.

Wenn Du Störungen durch die Hohlkehle feststellst, kannst Du versuchen, sie wegzudämmen. Ein paar Pakete Mineralwolle aus dem Baumarkt samt Verpackung reinstellen und vergleichen, dann weisst Du, in welche Richtung es weitergehen kann. Styropor, Plexiglas oder Molton sind zur Dämmung leider ziemlich ungeeignet (Ausnahme: Wenn das Molton noch auf der Rolle ist oder als Bündel, dann brauchst Du aber ziemlich viel davon).
_________________
http://www.strings-on-demand.com
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low-fi



Anmeldedatum: 29.10.2009
Beiträge: 107
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hannes,

Danke für den Tip Very Happy Das tiefe Frequenzen größere Hindernisse brauchen, damit man einen Unterschied hört, war mir allerdings schon klar. Meine Styroplatten sind 5 cm Dick und haben zusammen eine Fläche von 5m x 3,6m... also nicht so klein (hab nochmal nachgemessen). Zumindest Frequenzen bis 80, oder 90 Hz, sollten davon beeinflußt werden. Und das ist immerhin der tiefste Ton einer Gitarre. Ich glaube aber, daß ich ungünstige Reflektionen tiefer Frequenzen auch durch die Positionierung der Musiker und der Mikrofone vermindern kann. Durch viel Holz und Putz ist er auch mit einer Styro-Wand noch hallig genug und da er auch noch asymetrisch ist, scheint er mir ziemlich ideal. Einziger Wermutstropfen ist die schlechte Schallisolation... er liegt zwar im Hinterhof, aber Aufnehmen kann man dort nur am Abend, oder Wochenende. Für erste Versuche ist er aber schon mal brauchbar.

VG Guido
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