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Arno

Anmeldedatum: 08.08.2009 Beiträge: 184 Wohnort: Osnabrück
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Verfasst am: 18.07.2010, 13:23 Titel: Problem (?) Phantomspeisung |
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Hey,
ich habe mir gerade ein gebrauchtes Tascam M 2600 gekauft. Rein aus Interesse habe ich die Phantomspeisung gemessen:
- im Leerlauf habe ich 59V (!)
- bei Belastung mit einer DI-Box sinkt die Spannung (an der DI) auf 34V ab.
Ist das so richtig oder gibt es da ein Problem?
Arno |
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juppy

Anmeldedatum: 20.06.2007 Beiträge: 717 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 18.07.2010, 14:29 Titel: |
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Bisher ist mir keine Gerät untergekommen, das nicht mindestens eine einfachste Regulierung der Phantomspannung mittels Zenerdiode hat.
Insofern weisen 59 V im Leerlauf auf einen Defekt (oder Fehlkonstruktion?) hin.
Leider schreibst DU nicht,an welchen Punkten Du mißt.
Ein Absinken an den Anschlußbuchsen der Mikrofoneingänge ist normal Um wieviel die Spannung absinkt, hängt vom Stromverbrauch des angeschossenen Mikrofone (bzw. DI-Box) ab.
Frei nach dem Ohm'schen Gesetz
R = I x U <=> U = R / I
läßt sich der zu erwartende Spannungsabfall errechnen: R ist 3,4 kOhm (resultierend aus den beiden 6k8-Widerständen als Parallelschaltung), I ist der Versorgungsstrom, U dann der Spannungsabfall.
Sollte dieser Spannungsabfall größer als errechnet sein, dann ist die Phantomspeisung nicht in der Lage, den nötigen Phantomstrom zu liefern. |
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noki
Anmeldedatum: 18.02.2010 Beiträge: 130 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 18.07.2010, 14:42 Titel: |
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Juppy hat recht. Mehr als 48 V (max. 52 V) sollte eine Phantomspeisung auch im Leerlauf nicht haben. Vor den Speisewiderständen sollte eine ideale Spannungsquelle mit 48 V sein (keine Abhängigkeit von der Last), und nach den Speisewiderständen sinkt die Spannung in Abhängigkeit vom Speisestrom durch den Spannungsabfall an den Speisewiderständen.
Nils |
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Arno

Anmeldedatum: 08.08.2009 Beiträge: 184 Wohnort: Osnabrück
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Verfasst am: 18.07.2010, 14:53 Titel: |
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Danke.
Netzteil ist gerade zerlegt. Ich gehe stark davon aus, dass der Power-Transistor (für alle Inhaber: Q5), der die 48V regeln soll den Schaden hat: optisch ein kleiner, schwarzer "Klecks" auf der Platine und messtechnisch einen Kurzschluss zwischen Basis und Collector.
Arno |
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juppy

Anmeldedatum: 20.06.2007 Beiträge: 717 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 18.07.2010, 15:36 Titel: |
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Vorsicht:
Wenn die Platine verkohlt ist, dann kann isoliert das Basismaterial nicht
mehr, es entstehen Kriechströme,
d.h., die Schaltung arbeitet nach einer Reparatrur nicht mehr richtig. |
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Arno

Anmeldedatum: 08.08.2009 Beiträge: 184 Wohnort: Osnabrück
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Verfasst am: 18.07.2010, 15:47 Titel: |
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Hey juppy,
danke für den Hinweis, aber die Platine ist nicht verkohlt, es scheint lediglich Material aus dem Transistor ausgetreten zu sein. Von unten sieht die Platine sehr gut aus.
Arno |
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Arno

Anmeldedatum: 08.08.2009 Beiträge: 184 Wohnort: Osnabrück
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juppy

Anmeldedatum: 20.06.2007 Beiträge: 717 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 18.07.2010, 21:34 Titel: |
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Ich habe mir die Fotoserie dort aungesehen.
Sollte der Elko 4.700 µF / 63 V für die Phantomspeisung vor dem Regler sein,
dann ersetze ihn unbedingt durch ein Exemplar mit höherer Spannungsfrestigkeit.
Sonst isr es nur eine Frage der Zeit, bis auch das Ding hoch geht. |
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Cutter
Anmeldedatum: 29.11.2007 Beiträge: 131 Wohnort: Groningen
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Verfasst am: 18.07.2010, 23:35 Titel: |
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Juppy schrieb:
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Frei nach dem Ohm'schen Gesetz
R = I x U <=> U = R / I
-------------------------------------------------
Das ist dann aber SEHR frei... Frei erfunden.... leider.
R = U / I und U = I x R sieht da doch schon etwas besser aus.
Hey Jungs !! Keiner hat es gesehen !?
Ist es noch nicht einmal Montagmorgen....
Schöne Woche !
Evert |
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juppy

Anmeldedatum: 20.06.2007 Beiträge: 717 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 18.07.2010, 23:41 Titel: |
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Oh, wie peinlich ...
Dabei lese ich meine Texte eigentlich immer Korrektur ...
(Doch hatte ich nicht geschrieben: "Frei nach dem Ohm'schen Gesetz"?)
Aber jeder scheint verstanden zu haben, was ich meinte.
Nach einer Untersuchung gibt es Buchstabendreher, die das Auge überliest ...  |
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Cutter
Anmeldedatum: 29.11.2007 Beiträge: 131 Wohnort: Groningen
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Verfasst am: 18.07.2010, 23:54 Titel: |
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Hey Juppy, ist auch net so schlimm, aber ich finde eine Korrektur sollte schon sein.
Es konnte so nicht im Forum stehenbleiben.
Du hast es zwar übersehen, aber, wie ich schon schrieb, die andern auch !
Tschüüßß !
Evert
Zuletzt bearbeitet von Cutter am 20.07.2010, 02:10, insgesamt einmal bearbeitet |
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ebs

Anmeldedatum: 19.06.2007 Beiträge: 530 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 19.07.2010, 00:08 Titel: Frei nach dem Ohmschen Gesetz? |
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Ich habe zu lange an der Formulierung gebastelt, daher waren andere schneller.
| juppy hat Folgendes geschrieben: | Frei nach dem Ohm'schen Gesetz
R = I x U <=> U = R / I |
Entschuldigung, so frei ist das ohmsche Gesetz nun auch wieder nicht.
Die genannten beiden Formeln sind falsch und unbedingt schnell zu vergessen.
Man merke sich den Schweizer Kanton URI und nenne die Formel:
U = R · I
R = U / I
I = U / R
Viele Grüße ebs
PS: Hier gibt es weitere Hilfe - wenn gewünscht:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohmschesgesetz.htm _________________ ebs - Mikrofonaufnahmetechnik und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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Arno

Anmeldedatum: 08.08.2009 Beiträge: 184 Wohnort: Osnabrück
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Verfasst am: 19.07.2010, 11:34 Titel: |
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Hey!
Nein, der Elko für die 48V hat 100V Spannungsfestigkeit.
Der 2SD1762 war bei meinem "Dealer" leider nicht vorrätig, dafür aber ein Ersatz (2SC3299). Die Spannung liegt jetzt bei 47V:
http://www.flickr.com/photos/47538987@N06/4807667345/
Ich denke, das ist ok, bevor ich da jetzt anfange, mit den Widerständen auf der Platine zur Einstellung der Spannung zu experimentieren.
Arno
Nachtrag: Ich zitiere meinen Kommilitonen Lars R.: "P = U/I"
Zweiter Nachtrag: Vorsicht wenn man den 2SC3299 benutzt! Zwischen die Schraube und den Transistor muss unbedingt (!) ein Isolator. Sonst gibt es einen Kurzschluss. |
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ebs

Anmeldedatum: 19.06.2007 Beiträge: 530 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 19.07.2010, 12:31 Titel: Leistung ist Spannung mal Stromstärke |
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| Arno hat Folgendes geschrieben: | | Nachtrag: Ich zitiere meinen Kommilitonen Lars R.: "P = U/I" |
Dieses Zitat sollte man jedoch nicht unkorrigiert so stehenlassen.
P = U · I
Viele Grüße ebs
Quelle:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohm.htm _________________ ebs - Mikrofonaufnahmetechnik und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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RainerG
Anmeldedatum: 20.06.2007 Beiträge: 471 Wohnort: Romrod (Oberhessen)
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Verfasst am: 19.07.2010, 13:54 Titel: Re: Leistung ist Spannung mal Stromstärke |
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| ebs hat Folgendes geschrieben: | | Arno hat Folgendes geschrieben: | | Nachtrag: Ich zitiere meinen Kommilitonen Lars R.: "P = U/I" |
Dieses Zitat sollte man jedoch nicht unkorrigiert so stehenlassen.
P = U · I
Viele Grüße ebs
Quelle:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohm.htm |
@ all:
Solche Dinger wie sie von ebs als Karrikatur angeführt werden passieren oft dadurch, daß sich keiner bemüht, mal eine Einheitenkontrolle durchzuführen.
Wie oft muß ich unseren Studenten bei den Berechnungen zu ihren Versuchen EINTRICHTEREN !!!, vor der Rechnung eine Einheitenkontrolle zu machen. Wenn nämlich dabei schon Unsinn heraus kommt, war unter Garantie der Rechenansatz falsch. Dewegen sind auch beide Formeln auf der Karrikatur falsch.
Die Schlamperei die man sich da aus der Grund- Haupt- Realschule uns sogar aus dem Gumminasium angewöhnt hat, nämlich aus purer Faulheit und Bequemlichkeit die Einheiten bei der Rechnung weg zu lassen, rächt sich bei o.g. Beispielen auf fatale Weise.
MfG
Rainer _________________ Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur wieder auf. |
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