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Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Über Geräte und was es darüber zu sagen gibt ...

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Tonzauber
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon Tonzauber » 15.03.2018, 15:31

Warum darf man den VDT nicht öffentlich kritisieren? Ist das jetzt eine religiöse Vereinigung geworden?(manchmal scheint es so....)


Ich kenne besagte Studien und ich würde deren Ergebnisse so HEUTE nicht MEHR unterschreiben.

Die Wandlertechnik hat sich in 20 Jahren doch sehr sehr deutlich weiterentwickelt, das merkt man auch im 1sf Bereich. Vor allem durch die Delta-Sigma Wandlung mit deutlicher Überabtastung und anschließendem Noiseshaping sind viele Probleme früher A/D/A Wandler (Implementation der High Cut-Filter!) wesentlich besser und konsistenter handhabbar. Dafür sind andere Baustellen entstanden, aber das ist eine andere Geschichte.

Früher war es noch so dass man bei billigen Geräten eindeutig Klangunterschiede ausmachen konnte zwischen 1sf und 2sf, aber auch das ist inzwischen weitestgehend Geschichte.

Wenn wir Digitaltechnik betrachten, sollten wir doch bitte die aktuelle Technik im Auge haben, und nicht was vor 20 oder 30 Jahren war.
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RainerG
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon RainerG » 15.03.2018, 16:40

Tonzauber hat geschrieben:Warum darf man den VDT nicht öffentlich kritisieren? Ist das jetzt eine religiöse Vereinigung geworden?(manchmal scheint es so....)


Hallo Georg,

Es ging mir hier in erster Linie um die Wortwahl und die Haltung dazu die man so "zwischen den Zeilen/Worten" heraus liest, vor allem dann wenn einer kein Mitglied ist - nicht um die Kritik als solche. Denn ich bin wie schon gesagt, auch nicht einverstanden mit der Kooperation VDT/HES, zumindest dann nicht, wenn der Boden der Physik verlassen zu werden droht. Da sehe ich die Gefahr einer solchen Kooperation.
Das zum einen.

Zum anderen:
Eigenartig ist doch auch, daß die Ergebnisse dieser Studien keineswegs immer zu Gunsten der physikalisch besseren Technik ausfallen. Ich erinnere mich noch an ein VDT-Seminar das wir mal beim WDR hatten, wo auch Hörvergleiche zwischen 48 und 96 kHz angestellt wurden. Das Ergebnis war, daß man zwar häufig - nicht immer - Unterschiede gehört hat und auch nicht jeder Teilnehmer hörte diese, jedoch nicht generell die höhere Fs als "besser" empfunden wurde. Welche psychoakustischen Mechanismen verantwortlich sind, wissen wir nicht, ich glaube das wäre ein Thema für eine Dissertation. Auch ist die Unterscheidung von der Art des Programmaterials abhängig.
Was sog. "Klangunterschiede" - korrekt eigentlich "spektrale Unterschiede" - sind, da brauchen wir nicht weiter diskutieren, die hört man bestimmt nicht, weil sie - wenn vorhanden - oberhalb der Hörbarkeitsgrenze liegen. Es ging vielmehr um Artefakte, die durch die höhere Fs und höhere Wortbreite entstehen, oder auch dadurch entfallen.
Daß die Wandler heute besser sind als vor 20 oder mehr Jahren, ist selbstverständlich klar. Aber trotzdem wird doch heute keiner mehr eine anspruchsvolle Produktion, vor allem Klassikbereich, mehr mit durchgehend 16/44,1 machen wollen. Zumindest wird man mal 24 Bit Wortbreite verwenden - machst Du doch wohl auch? :-P

Grüße
RainerG
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon hafi69 » 15.03.2018, 18:15

Uiuiuiu Rainer - Deine Argumente sind heute aber echt mal auf absolut ungewohnt niedrigem Niveau..Ist das der Grund warum Du Dich lieber auf den Nebenschauplatz "Kritik am VDT zwischen den Zeilen von einem vermeidlichen Nicht-VDT-Mitgleid" konzentrierst?
Das ist wirklich hochgradig lächerlich. Und spornt mich geradezu an diesen Verein näher unter die Lupe zu nehmen.

Zu Deinem Argument: "Grenzwertig" ist DEINE subjektive Meinung. Und es gibt mehr als nur diese "ewigen" "Klangunterschiede". Es sind Artefakte die man hören kann.

Äh, nein, dass ist alles totale Wortklauberei.
Entweder der Probant kann einen bestimmten File EINDEUTIG zuweisen oder er kann es nicht.
Natürlich kann man die Testbedingungen so auslegen, dass eine Erkennung von schlechterem Rauschabstand möglich ist.
Das ist nicht möglich bei einem fertigen Produkt.

Ich erinnere mich, daß ebs einmal gesagt hat, daß die Qualität einer CD besser ist - auch hörbar! - wenn das Quellenmaterial im 24/96-Format anstatt im 16/44,1-Format vorliegt. Und wenn dieser das sagt, dann gibt es ja wohl kaum daran etwas zu deuteln - oder?


Das erinnere ich nicht, und er hätte das sehr genau begründen müssen. Es gibt einfach erst mal keinen Grund warum das so sein sollte, und der Grund
kann nicht eine subjektive Meinungsäußerung sein - auch nicht die eines Eberhard Sengpiel. Und speziell bei der Sampling-Rate hätte ihm das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem widersprochen.

Es gibt aber keinen Grund zu sagen, daß zwischen 16/44,1 und 24/96 kein hörbarer (Qualitäts)Unterschied bestünde! Wenn geübte Personen dies hören, dann glaube ich denen das auch, vor allem dann, wenn es unter wissenschaftlich sauberen Bedingungen ermittelt wurde.

Ich dachte da Thema wäre allgemein durchgekaut... Mag ja sein dass DU dieser Meinung bist und zwei Diplomarbeiten sich bemühen, diese These
zu unterstützen. Dennoch ist dies keine haltbare objektive Wahrheit. Unterschiede KÖNNEN unter bestimmten Bedingungen auftreten, nämlich dann, wenn das Quantisierungsrauschen hörbar würde. Das ist allerdings in der Praxis ein extrem unwahrscheinlicher Fall.
Hören Testpersonen also Quantisierungsrauschen, dann unterstelle ich, dass hier kein praxisnaher Testaufbau stattgefunden haben kann.
Und noch einmal, die Abtastfrequenz spielt keine Rolle. Höchstens die Qualität der verwendeten Wandler. Das mag vor 20 Jahren noch ein kleines Problem in der Low-Budget-Klasse gewesen sein.

Aber trotzdem wird doch heute keiner mehr eine anspruchsvolle Produktion, vor allem Klassikbereich, mehr mit durchgehend 16/44,1 machen wollen.

Das ist zwar überhaupt nicht das Thema, aber es gibt nur einen triftigen Grund, mehr als 16 Bit Dynamik zu fordern. Ist dieser nicht gegeben ist
es durchaus legitim mit "nur" 16 Bit zu arbeiten.

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RainerG
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon RainerG » 15.03.2018, 18:31

Christopher, es ist Unsinn mit Dir darüber weiter zu reden, wenn Du die Testbedingungen nicht kennst! Mich interessiert auch Deine (subjektive) Meinung über das Thema "16/44,1 ./. 24/96" nicht, mich interessieren wissenschaftlich seriöse Studien. Alles anders apodiktische Geschwafel - da stehe ich als Ingenieur einfach drüber! Damit ist für mich der Fall erledigt. Jedes mal wenn dieses Thema im Forum auftaucht kommt von Dir die apodiktische Aussage "Hört man nicht".
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon hafi69 » 15.03.2018, 18:52

Lieber Rainer,
ich habe Dir eine seriöse Studie, die meinen Standpunkt einwandfrei unterstützt, schwarz auf weiß verlinkt.
Dazu von Dir leider: Nichts.
Anstelle irgendwelche Anekdoten und irgendeine 20 Jahre alte Studie oder Diplomarbeit mit dem Hinweis,
da mal gefälligst selbst nach zu suchen.
Das reicht mir nicht.
Daher darf ich im Umkehrschluss behaupten: Mein Standpunkt ist vielleicht apodiktisch, dann aber im eigentlichen Sinne.
Deine Auffassung ist dagegen eher assertorisch.
Deshalb muss man sich aber keinesfalls in die Haare kriegen... :mrgreen:

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon manjak » 15.03.2018, 20:49

RainerG hat geschrieben:Es ging bei dieser Forschung (16/44,1 ./. 24/96) ganz einfach darum, ob das ganze "Unsinn" ist oder nicht. Messungen und subjektive Tests über technische Verbesserungen sind ja wohl noch legitim - oder? Und wenn Institute wie das IRT oder die PTB oder vergleichbare oder die einschlägigen Hochschulen, da wirklich durch DBT's nachweisen, daß es hörbare Differenzen zwischen 16/44,1 und 24/96 gibt, dann glaube ich denen das auch.
Grüße
RainerG


Moyn Rainer,

sicher kann man solche Tests machen, aber ich frage mich ernsthaft, welchen Sinn es hat Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Wenn sollte man doch 44,1 kHz/24BIT und 96khz/24 Bit Gegenüberstellen, damit man abklären kann, ob die Veränderung der Samplingfrequenz etwas verändert. So kann man nicht ermitteln, ob die Änderungen nunauf der Samplingfrequenz oder der geänderten BITrate beruhen. Dieser Test hat für mich keinerlei aussagekraft, wenn ich wissen will, ob ich 44,1 kHz / 24 bit (nehme ich als Standard) oder besser 96khz / 24bit nehmen soll.

Hier wird der Eindruck vermittelt, als ob 44,1, kHz in verbindung mit einer Auflösung von 24 bit nicht denkbar ist.

Vg Manfred
Viele Grüße
Manfred

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon LoboMixx » 15.03.2018, 23:11

chris_newtone76 hat geschrieben:
LoboMixx hat geschrieben:Das X32-Rack habe ich ebenfalls im Einsatz, sowohl für PA- als auf Aufnahmezwecke.
Die Qualität finde ich sehr gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend.
Man ist zwar mit dem Rack alleine auf nur 16 Eingänge beschränkt, das lässt sich aber mit einer Stagebox wie z.B. der S16 auf ganze 32 Kanäle erweitern. Das bedeutet zwar eine zusätzliche Investition, die man aber eventuell auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben kann. Ein weiterer Gewinn ist eine zusätzliche Flexibilität, da sich die Stagebox über ein recht preiswertes LAN-Kabel auch abgesetzt betreiben lässt.


hm..ja..glaub ich dir.. Ich bin hin und her gerissen. Ich war noch nie so wirklich ein Behringer Freund, aber ich hab in letzter Zeit viel gutes wieder gehört..


Ich denke, dass Behringer gerade mit der X32-Reihe hinreichend und durchaus auch beeindruckend bewiesen hat, dass man heutzutage für wirklich gute Technik kein Vermögen mehr ausgeben muss. Die technischen Daten der in diesen Geräten verbauten OP-Amps und Wandler kann man hier nachlesen:
- OP-Amp http://christian-marty.ch/data/Behringer_x32_rack/TI%20RC4580.pdf
- Wandler http://christian-marty.ch/data/Behringer_x32_rack/Cirrus%20Logic%20CS5368.pdf

Diese Daten zeigen, dass man sich über den Klang bzw. genauer die Klangneutralität des X32 keine Sorgen machen muss und ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei Interesse kann ich gerne auch einige Mess-Diagramme hochladen, die ich mit hpw-works zu meinem X32-Rack erstellt habe.
Heutzutage darf man getrost von einer exzellenten Qualität der Chips ausgehen, gerade Wandler sind nicht erst seit heute auf einem hervorragenden Niveau. Bei den Stückzahlen, in denen Behringer die Chips einkauft, dürfte sich der Stückpreis für die Chips zudem auf ein konkurrenzlos billiges Niveau einpendeln.

Allerdings ist beim X32 bei 48 kHz Samplingrate Schluss. Die Wandler können zwar bis 192 kHz sampeln, sind aber auf maximal 48 kHz geblockt. Aber auch hier würde ich aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Rack Entwarnung geben. Ich wüsste nicht, welchen klanglichen Vorteil mir die erheblich größeren Datenmengen der höheren Raten bringen würden. Ich will mich aus dem ´Streit´, der hier über dieses Thema entbrannt ist, heraus halten, möchte aber anmerken, dass beim Aufnahmen viele andere Faktoren wie Mikrofonaufstellung, Raum, Qualität des aufzunehmenden Ensembles usw. meiner Ansicht nach erheblich größeren Einfluss auf die Qualität der Aufnahme haben als eine von 44,1 auf 88,2 oder 96 kHz erhöhte Samplingrate.
Aus dem Datenblatt des Cirrus-Wandlers kann ich, soweit ich die Daten interpretieren kann, weder einen Vorteil für die höheren Sampleraten noch einen Nachteil für die niedrigeren Raten erkennen.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass z.B. 96 kHz dann Vorteile bringen, wenn in der DAW das Material stark bearbeitet wird, vor allem bei nicht-linearen Bearbeitungsschritten, wie etwa durch starke Kompression, Brickwall-Limiter usw.
In diesem Zusammenhang findet man öfter den Begriff "inter-sample-peaks", die angeblich bei niedrigen Sampleraten zu Problemen wie Übersteuerungen führen können, die nicht angezeigt werden. Um das zu vermeiden, sollen Peak-Meter intern mit mindestens 4-fachem Oversampling arbeiten, wie ich dazu gelesen habe. Manche Plug-Ins arbeiten wohl auch aus diesem Grund intern mit einer verdoppelten Samplerate.

Zum Thema 192 kHz Samplerate findet sich hier ein kompetenter, kritischer Artikel von "Monty" Montgomery: https://people.xiph.org/~xiphmont/demo/neil-young.html
Im Abschnitt "Listening Tests" findet sich auch etwas zu einem Test, bei dem das Standard-CD-Format 44,1/16 mit dem SACD-Format verglichen wurde und bei dem die Trefferquote bei 49,8 % lag - also praktisch exakt bei dem statistischen Wert, der einfachem Raten entspricht.

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon chris_newtone76 » 16.03.2018, 08:21

Hallo LoboMixx,

danke für die Bereitstellung der Daten und deinen ausführlichen Post!!

Klasse!!!! Besser kann man das nicht rüber bringen!!

Top!

Danke dir!

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hafi69
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon hafi69 » 16.03.2018, 08:51

ich kann mir jedoch vorstellen, dass z.B. 96 kHz dann Vorteile bringen, wenn in der DAW das Material stark bearbeitet wird, vor allem bei nicht-linearen Bearbeitungsschritten, wie etwa durch starke Kompression, Brickwall-Limiter usw.
In diesem Zusammenhang findet man öfter den Begriff "inter-sample-peaks", die angeblich bei niedrigen Sampleraten zu Problemen wie Übersteuerungen führen können, die nicht angezeigt werden. Um das zu vermeiden, sollen Peak-Meter intern mit mindestens 4-fachem Oversampling arbeiten, wie ich dazu gelesen habe. Manche Plug-Ins arbeiten wohl auch aus diesem Grund intern mit einer verdoppelten Samplerate.


Nochmal zur Erläuterung:
1. "Intersample-Peaks" entstehen unabhängig von der Abtastrate.

2. Alle vernünftigen Plugins arbeiten intern mit Oversampling (2 oder 4fach, oder auch frei wählbar), d.h. unabhängig von
der Sampling-Rate des Quellmaterials. Das ist z.B. bei EQs ein Vorteil.
(genauso wie z.B. Cubase intern IMMER mit 32 Bit floating point berechnet,
auch wenn die Quelldatei nur 8 oder 16 Bit mitbringt)

Insofern hat eine Verdopplung der Abtastrate der Aufnahme auch bei extremen Bearbeitungen keinerlei Sinn.
Es gibt ansonsten überhaupt nur zwei sinnvolle Gründe für höhere Abtastraten:
- Erhöhung der Bandbreite in den absolut unhörbaren Bereich, z.B. zu Messzwecken (!).
- Verringerung der Latenz bei Echtzeitanwendungen (z.B. Mischpulten)

Allerdings ist beim X32 bei 48 kHz Samplingrate Schluss. Die Wandler können zwar bis 192 kHz sampeln, sind aber auf maximal 48 kHz geblockt.

Der Grund dafür ist übrigens:
Das X32 ist ein Mischpult. Würde es intern mit doppelter Abtastrate arbeiten, bräuchte es exakt die doppelte Rechenpower. Das wäre in dieser Preisklasse nicht zu realisieren (deshalb machen das fast sämtliche andere Hersteller genau so).
Und der einzige Vorteil wäre dann eine Verringerung der Latenz (s.o.), die ohnehin schon extrem niedrig ist.
Warum werden dann trotzdem 192khz-Wandker verbaut? Weil es praktisch keine anderen mehr gibt.

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon LoboMixx » 16.03.2018, 13:55

Beim X32-Rack habe ich bei 44,1 kHz eine Latenz von nur 0,9 ms gemessen analog-In zu analog-Out (ohne einen eingeschleiften PC für eventuelle Plug-Ins). Das ist so gut, da bleiben keine Wünsche offen und für höhere Samplefrequenzen gibt es keinen Grund, schon gar nicht für Live-Anwendungen. Ich nehme auch seit eh und je mit nur 44,1 kHz Samplerate auf, da das Zielmedium immer nur maximal eine CD war bzw. ist.
Dass heute selbst in Billig-Teilen wie etwa den sehr billigen Xenyx-Mischpulten, aber eben auch in den immer noch preiswerten X-32 oder X-Air-Serien von Behringer relativ hochwertige Chips verbaut werden (OP-Amps, aber vor allem Wandler) wollen viele eingefleischte "High-Ender" nicht wahrhaben und kanzeln diese Geräte regelmäßig ab (so zu finden in Foren wie z.B. dem musiker-board).
Aber es lohnt sich für die Chip-Hersteller einfach nicht, schlechtere Chip-Serien weiter zu produzieren oder neu aufzulegen. Das käme teurer, als die bessern Chips in größeren Stückzahlen zu produzieren und dann billiger zu verkaufen bei Abnahmen großer Mengen.

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon RainerG » 16.03.2018, 15:20

manjak hat geschrieben:Moyn Rainer,

sicher kann man solche Tests machen, aber ich frage mich ernsthaft, welchen Sinn es hat Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Wenn sollte man doch 44,1 kHz/24BIT und 96khz/24 Bit Gegenüberstellen, damit man abklären kann, ob die Veränderung der Samplingfrequenz etwas verändert. So kann man nicht ermitteln, ob die Änderungen nunauf der Samplingfrequenz oder der geänderten BITrate beruhen.


Hallo Manfred,

Diese Arbeit sollte eigentlich nur feststellen: Gibt es hörbare Qualitätsunterschiede bzw. Artefakte zwischen dem "gewöhnlichen" CD-Format und dem "neuen" HD-Audio-Format. Festgestellt wurden und zwar statistisch signifikant(!) - und das bestätigen auch unabhängig davon die Aussagen anderer Kollegen die diese Arbeit nicht kennen unabhängig voneinander - daß bei 16/44,1 der empfundene Raumeindruck geringer ist als bei 24/96. Auf einem Seminar beim WDR, das der VDT mal veranstaltet hat und an dem ich auch teilgenommen hatte, haben wir nur Aufnahmen verglichen mit den Samplingraten 48 kHz und 96 kHz - nicht mit unterschiedlichen Wortbreiten. Qualitätsunterschiede (ich sage bewußt nicht "Klangunterschiede" weil es keine solche waren) waren hörbar, fielen aber nicht immer zu Gunsten der höheren Taktrate aus. Man konnte also nicht immer sagen, daß die Qualität bei einer Fs von 96 kHz besser war. Da kann mir ein "hafi69" erzählen was er will und im Stern oder Dreieck oder Zickzack rotieren, er überzeugt mich mit seinen Argumenten nicht. Und die von ihm verlinkte Studie ist alles andere als "wissenschaftliche Qualität" - das ist Niveau Hifi-Glanzpresse.

Grüße
RainerG
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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon hafi69 » 16.03.2018, 18:34

Und die von ihm verlinkte Studie ist alles andere als "wissenschaftliche Qualität" - das ist Niveau Hifi-Glanzpresse.


Ich weiß nicht was Du mit solchen Provokationen erwecken willst.
Man muss Dir doch wirklich nicht erklären wie ein DBT funktioniert??

Wenn Du behauptest es seien "Qualitätsunterschiede" anhand der "Räumlichkeit" zwischen zwei Abtastraten hörbar gewesen,
dies wären aber keine "Klangunterschiede", weil "Klangunterschiede" ja "Hifi-Baal-Priester-Zeugs" wären, muss ich wirklich lachen. :lol:
Ich warte unterdessen immer noch auf einen Beleg für Deine Behauptungen.
Bisher kommt nur dieses "Aber man hat es gehört" - eine Argumentationsweise, die uns beide normalerweise zur Weißglut kochen lässt.
Und nebenbei stellst du das Nyquist-Shannon-Theorem (unbewußt?) in Frage.
Nein, eine höhere Abtastfrequenz kann unter überhaupt keinen Fall "Räumlichkeit" verändern! :roll:
Also kann das kein Blindtest gewesen sein.
Das nennt Du "wissenschaftlich"?

Du vergaloppiert Dich hier leider gerade ganz ungemein und vermeidest es nicht einmal, die Meinungen und Erfahrungen anderer auf
arrogante Art +Weise zu schmähen.

Da kann mir ein "hafi69" erzählen was er will und im Stern oder Dreieck oder Zickzack rotieren

Alles anders apodiktische Geschwafel - da stehe ich als Ingenieur einfach drüber!

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Re: Presonus XMAX Preamps Gut? Brauchbar? Mittelmäßig?

Beitragvon manjak » 16.03.2018, 19:34

RainerG hat geschrieben:
manjak hat geschrieben:Moyn Rainer,

sicher kann man solche Tests machen, aber ich frage mich ernsthaft, welchen Sinn es hat Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Wenn sollte man doch 44,1 kHz/24BIT und 96khz/24 Bit Gegenüberstellen, damit man abklären kann, ob die Veränderung der Samplingfrequenz etwas verändert. So kann man nicht ermitteln, ob die Änderungen nunauf der Samplingfrequenz oder der geänderten BITrate beruhen.


Hallo Manfred,

Diese Arbeit sollte eigentlich nur feststellen: Gibt es hörbare Qualitätsunterschiede bzw. Artefakte zwischen dem "gewöhnlichen" CD-Format und dem "neuen" HD-Audio-Format. Festgestellt wurden und zwar statistisch signifikant(!) - und das bestätigen auch unabhängig davon die Aussagen anderer Kollegen die diese Arbeit nicht kennen unabhängig voneinander - daß bei 16/44,1 der empfundene Raumeindruck geringer ist als bei 24/96. Auf einem Seminar beim WDR, das der VDT mal veranstaltet hat und an dem ich auch teilgenommen hatte, haben wir nur Aufnahmen verglichen mit den Samplingraten 48 kHz und 96 kHz - nicht mit unterschiedlichen Wortbreiten. Qualitätsunterschiede (ich sage bewußt nicht "Klangunterschiede" weil es keine solche waren) waren hörbar, fielen aber nicht immer zu Gunsten der höheren Taktrate aus. Man konnte also nicht immer sagen, daß die Qualität bei einer Fs von 96 kHz besser war. Da kann mir ein "hafi69" erzählen was er will und im Stern oder Dreieck oder Zickzack rotieren, er überzeugt mich mit seinen Argumenten nicht. Und die von ihm verlinkte Studie ist alles andere als "wissenschaftliche Qualität" - das ist Niveau Hifi-Glanzpresse.

Grüße
RainerG


Moyn Rainer,

lassen wir mal die übrige iimpulsiv geratene Argumentation außen vor. Klar, als Studie ob 44,1 / 16bit (CD-Format) im Vergleich zum 96khz / 24 Bit einen Unterschied ergibt, mag man das als Studie so hinnehmen. Klar muss jede wissenschaftliche Studie ein Ziel und einen Zweck erfüllen und der ist dann erfüllt, wenn ich die definition so festlege.

Wenn ich tontechnik mache und mich dann Frage, will ich 44,1 und 24 bit oder sagen wir 88,2 und 24 BIT verwenden hat das dann keine relevanz. Für meine Ohren ist kein wirklich reproduzierbarer Unterschied hörbar und deshalb arbeite ich weiterhin mit 44,1 kHz und 24 bit. . Vielleicht mag es jemanden geben, der da vielleicht etwas hören könnte, aber was will der sagen, wenn ihm schlichtweg die Referenz fehlt, er also sowieso nicht weiß, wie das original geklungen hat.

Mal ganz abgesehen davon, das wir mit der Tontechnik nicht das Ziel verfolgen, einen realen Klang festzuhalten, sondern etwas zu produzieren, das auf zweiLautsprechern oder einem kopfhörer ein gutes und anhörbares Ergebnis liefert. Dieser Streit geht letztendlich um des Kaisers Bart!

Vg Manfred
Viele Grüße
Manfred

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